Sportwetten-Rechner in der Schweiz – vom Einsatz zur möglichen Auszahlung, und was davon übrig bleibt

Updated Oktober 2026
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Ein Stapel unbedruckter Papierscheine liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch.

Ein Quotenrechner ist ein Taschenrechner mit einer Meinung. Er nimmt Einsatz und Quote, spuckt eine Zahl aus, und für einen Moment fühlt sich die Sache geordnet an. Nur ist diese Zahl in der Schweiz nicht das, was am Ende auf dem Konto landet. Zwischen der Rechnung und dem Geld steht bei Swisslos ein Rundungsschritt auf 5 Rappen, der immer nach unten geht, und bei Jouez Sport ein Katalog von Limiten, der die schönste Rechnung im Kopf des Wettenden zurechtstutzt. Wer das weiss, benutzt den Rechner richtig — als Schätzung, nicht als Versprechen.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungen und Regeln der hier besprochenen Veranstalter wurden gegen die Gespa als interkantonale Geldspielaufsicht sowie gegen die veröffentlichten Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter geprüft.

Was ein Quotenrechner leistet und wo seine Rechnung beginnt

Die Formel selbst ist unspektakulär. Bei einer Einzelwette ist der mögliche Rückzahlungsbetrag der Einsatz multipliziert mit der Quote, und der mögliche Nettogewinn ist der Einsatz multipliziert mit der Quote minus eins. Bei einer Kombination tritt an die Stelle der Einzelquote die Gesamtquote, und die entsteht als Produkt der Einzelquoten aller Voraussagen. Drei Voraussagen zu 2.10, 1.80 und 2.50 ergeben eine Gesamtquote von 9.45, und aus CHF 10 Einsatz werden auf dem Papier CHF 94.50. Auf dem Papier, wohlgemerkt.

Was ein Rechner daraus macht, hängt davon ab, was in ihn hineingefüllt wird. Er kennt keine halbe Voraussage, keine nachträglich gestrichene Partie, keinen Einsatz, den der Veranstalter gar nicht annimmt. Genau dort beginnt der Unterschied zwischen einem Rechenschieber und einem Wettschein.

Warum die Reihenfolge der Rechenschritte zählt

Ein Quotenrechner hilft nur, wenn er die Form des eigenen Wettscheins kennt. Eine Einzelwette hat einen Einsatz und eine Quote. Eine Kombination hat einen Einsatz, mehrere Voraussagen und eine Gesamtquote, die alle zusammen abbildet — ein Fehler in einer einzigen Voraussage und die gesamte Kombination ist verloren, unabhängig davon, wie sicher die übrigen drei gewesen wären. Eine Systemwette schliesslich zerlegt dieselben Voraussagen in mehrere Teilkombinationen, und der Einsatz verteilt sich über alle diese Teilwetten. Wer CHF 10 auf ein System mit mehreren Zweier- und Dreierkombinationen setzt, setzt diese CHF 10 nicht einmal, sondern in jeder Teilwette erneut, und der Rechner zeigt entsprechend einen höheren Gesamteinsatz als den Betrag, der betragsmässig auf dem Wettschein steht.

Das ist der erste Punkt, an dem ein Rechner mehr weiss als sein Besitzer. Nicht weil er klüger rechnet, sondern weil er die Struktur ernst nimmt.

Einsatz, Quote und die Grenze des Rappen

Bei Swisslos unter dem Namen Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Rechnung ist also zweistufig, und die zweite Stufe kennt nur eine Richtung: nach unten. Ein Rechner, der glatt mit dem genauen Produkt arbeitet, liegt deshalb praktisch immer leicht über dem Betrag, den Swisslos tatsächlich gutschreibt.

Wie viel das ausmacht, hängt vom Einsatz ab. Bei CHF 10 Einsatz sind es Bruchteile eines Rappen, auf die Dauer ein paar Franken im Jahr — ärgerlich, aber nicht entscheidend. Bei einem System mit vielen Teilwetten summiert sich die Abrundung über jede einzelne Teilwette, und der Abstand zwischen Rechner und Gutschrift wächst mit der Zahl der Wetten, nicht mit deren Höhe. Deshalb ist die Rundung für den Systemspieler ein grösseres Thema als für den Gelegenheitswetter, obwohl beide dieselbe Regel trifft.

Bei Jouez Sport kommt zur Rundung eine zweite Schranke hinzu: der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombination, die rechnerisch über diese Grenze läuft, zahlt nicht mehr aus, nur weil die Quote gross war.

Vom Wettschein zum Rechner und zurück

Der praktische Weg führt in dieser Reihenfolge: erst die Wettart wählen, weil sie über die Formel entscheidet; dann die Voraussagen und ihre Quoten sammeln; dann den Einsatz eintragen und prüfen, ob er innerhalb der Limiten des Veranstalters liegt; dann die Rechnung als Schätzung lesen. Wer den Rechner vor der Wettart öffnet, füllt ein Formular aus, das er noch nicht kennt. Wer ihn nach der Auswahl der Voraussagen öffnet, sieht sofort, was eine zusätzliche Voraussage mit der Gesamtquote macht — und merkt dabei oft, dass die vierte Voraussage die Quote weit weniger hebt als die erste.

Der letzte Schritt ist der, den die meisten überspringen: die eigene Rechnung gegen die Limiten und Regeln des Veranstalters halten. Das gehört nicht in den Rechner, sondern in den Abschnitt, der die Bedingungen beschreibt.

Welche Grundlagen der Rechner benutzt: Limiten, Rundung und Regeln

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in den Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2, und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Bei Swisslos liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Sätze stammen aus den veröffentlichten Spielregeln der beiden Veranstalter, nicht aus einer Aufzählung am Rand.

Ein Abakus aus Holz steht auf einem Schreibtisch, einige Perlen sind nach links geschoben, Seitenlicht fällt darauf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Was das für die Praxis heisst: Ein Rechner, der CHF 10’000 auf eine Kombination ausrechnet, beschreibt bei beiden Schweizer Veranstaltern eine Wette, die so nicht zustande kommt. Der erlaubte Höchsteinsatz einer Kombination endet bei Swisslos bei CHF 1’000 und bei Jouez Sport bei CHF 500. Erst die Systemwette kennt bei Swisslos den höheren Rahmen, und die verlangt wiederum eine andere Struktur als eine schlichte Kombination. Wer den Rechner als Planungsinstrument benutzt, sollte ihn gegen diese Schranken lesen und nicht gegen die eigene Vorstellung davon, was ein sportlicher Einsatz wäre.

Warum die Gesamtquote kein Mass für Sicherheit ist

Die Gesamtquote wächst mit jeder Voraussage, und sie wächst schneller, als die meisten erwarten. Vier Voraussagen zu je 1.90 ergeben eine Gesamtquote von 13.03, eine Zahl, die auf dem Bildschirm wie eine kleine Vermögensanlage aussieht. Sie ist in Wahrheit das Produkt von vier Unsicherheiten. Auszahlungsquote und Marge eines Marktes zeigen das nüchterner als jede Gesamtquote, weil sie beschreiben, was der Veranstalter von den Einsätzen eines einzelnen Marktes zurückgibt und was er einbehält.

Für einen zweigleisigen Markt, bei dem beide Seiten die Quote 1.90 tragen, sieht die Rechnung so aus. Der Kehrwert der ersten Quote beträgt rund 0.5263, der Kehrwert der zweiten ebenfalls rund 0.5263. Die Summe liegt bei rund 1.0526, und der Kehrwert dieser Summe — die Auszahlungsquote des Marktes — liegt bei etwa 0.95. Die Marge des Veranstalters beträgt damit rund 5 %, und dieser Wert gilt für dieses eine Beispiel mit diesen zwei Quoten, nicht für einen anderen Markt und schon gar nicht für jede Kombination. Zwei Quoten von 1.80/2.10 oder 2.00/1.85 ergeben eine andere Auszahlungsquote, ein Markt mit drei Ausgängen eine andere als einer mit zwei, und ein Vergleich zweier Anbieter ist nur dann einer, wenn beide Seiten dieselbe Partie und dieselbe Sportart betreffen.

Was die Marge mit der Eingangsfrage zu tun hat: Sie sitzt unsichtbar in jeder Quote, die in den Rechner wandert. Der Rechner zeigt den möglichen Gewinn, die Marge erklärt, warum die Summe der Kehrwerte über eins liegt. Wer beide Zahlen nebeneinander legt, sieht den Preis des Angebots. Das ist der Unterschied zwischen einem Rechner, der den Wunsch bedient, und einem Rechner, der das Geschäft durchschaut.

Der Rappen, die Quote und die abgesagte Partie

Ein Rechner kennt keine abgesagte Partie und kein verschobenes Spiel. Bei Sporttip gilt eine Wette bei einem abgesagten Wettereignis als ungültig, wenn das Ereignis nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt wird: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Der Rechner hätte für diese Voraussage einen prächtigen Gewinnbeitrag ausgewiesen. Die Gesamtquote sinkt nachträglich auf das, was ohne diese Voraussage übrig bleibt, und die ganze Kombination landet bei einem anderen Betrag als geplant.

Ein zweites Mal taucht das bei der Livewette auf. Bei Sporttip zählt eine Wette mit Quote 1.00, wenn sie nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wurde, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit 1.00 werten. Wer live nachrechnet, wie stark die Quote seine Kombination gerade trägt, muss solche Fälle mitdenken. Die Quote auf dem Bildschirm ist ein Zustand, kein Vertrag.

Die reguläre Spielzeit als stille Annahme

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — im Fussball also die 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Rechner steht über dieser Frage, weil er sie gar nicht stellt. Der Wettende muss sie stellen, weil sie über Sieg oder Verlust entscheidet.

Die Rechtslage: wer in der Schweiz überhaupt Wetten annehmen darf

Die Zahl der Veranstalter in der Schweiz ist klein, und das ist keine Marktbeobachtung, sondern der Rahmen selbst. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist, und sie werden von der Gespa als interkantonaler Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die ausschliesslich Casinos prüft. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Ein Brückengeländer aus Stahl über einem Gebirgsfluss im Gegenlicht, darunter schäumendes Wasser.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Diese zwei sind Swisslos unter dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande unter dem Produkt Jouez Sport. Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 veranstaltet. Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto setzt einen Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis einen Aufenthalt im Gebiet des jeweiligen Veranstalters — was bedeutet, dass ein Wettender aus dem Kanton Waadt ein Konto bei der Loterie Romande führen kann, nicht aber bei Swisslos, und umgekehrt eine Person aus Zürich kein Konto bei Jouez Sport erhält. Der Rechner auf der falschen Seite dieser Grenze rechnet nicht falsch; er beschreibt nur eine Möglichkeit, die es für den Betreffenden nicht gibt.

Was überhaupt berechnet werden darf

Zulässig sind ausschliesslich Sportwetten. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa führt ein Verzeichnis der autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Fassung vom 9. September 2026, gestützt auf das Geldspielgesetz und die Verordnung. Qualifikationsrunden stehen nur in der Liste, wenn sie dort genannt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie dort genannt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Ecken- und Kartenmärkte fehlen in der Liste, und esports hat darin keinen Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn wie live, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Das Cash-Out ist nicht reguliert und damit Sache des jeweiligen Veranstalters.

Der Sonderfall Cash-Out

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Für die Rechnung ist das ein eigener Fall, den kein Quotenrechner abbildet. Der Rechner zeigt den möglichen Gewinn bei regulärem Ausgang. Der Cash-Out ersetzt diesen Betrag durch einen tieferen, jederzeit anpassbaren Wert, und Swisslos garantiert ihn nicht einmal dem Grunde nach. Wer den Cash-Out als Absicherung einplant, plant mit einer Grösse, die sich zwischen dem Abschluss der Wette und dem Moment des Ausstiegs bewegen kann.

Wetten ohne Schweizer Bewilligung

Neben den beiden Veranstaltern treffen Schweizer Wettende auf Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Rechtlich hat deren ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — in der Schweiz keine Geltung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb mit einer höheren Strafdrohung als im nicht gewerbsmässigen Fall. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Schutz- oder Fairplay-Kontrolle.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren; die erste Liste stammt vom 3. September 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — Domain-Hopping heisst das im Papier der Aufsicht, und das Papier nennt dabei Interwetten und Bet-at-Home. Der Befund ist unaufgeregt: Eine Sperrliste ist keine Mauer, sie ist eine Hürde. Für den Wettenden heisst das: keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen steuerlich der kantonalen Praxis.

Keine der beiden Seiten ist einfach «die sichere Wahl». Die bewilligten Veranstalter bieten den vollen Schweizer Schutz, aber nur zu zweit, mit einer geschlossenen Liste von Sportarten und Märkten, einer Wohnsitzanforderung und einer Identitätsprüfung. Die ausländischen Anbieter bieten mehr Auswahl und andere Märkte, aber nichts davon ist in der Schweiz durchsetzbar.

Spielerschutz: was der Rechner neben dem Gewinn zeigt

Wer den Rechner öffnet, sieht die Zahl, die er sehen will. Er sieht nicht die Zahl, die er bereits ausgegeben hat. Das ist die eigentliche Funktion des Instruments, wenn man es ehrlich benutzt: dieselbe Mechanik, die aus CHF 10 und einer Quote von 2.50 einen möglichen Gewinn von CHF 25 macht, macht aus einem Abend mit zwölf Wetten einen Einsatz von CHF 120 — und der Rechner zeigt immer nur die eine Seite des Verhältnisses. Wer die zweite Seite kennt, kann sie selbst berechnen, indem er den Einsatz statt des Gewinns in den Mittelpunkt stellt.

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind online nicht zugelassen. Die Identität wird geprüft, und pro Person ist ein Konto zulässig. Bei Swisslos braucht es zur Online-Registrierung mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten — der Rechner würde hier eine Quote verarbeiten, auf die der Betreffende gar nicht setzen darf.

Limiten kommen vom Spielenden, nicht vom Staat

Die Schweiz kennt keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze. Der Veranstalter muss von den Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste über Tag, Woche oder Monat verlangen. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das Gesetz sieht für die Erhöhung 24 Stunden vor, Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Wer die Limite als Bevormundung liest, liest sie falsch. Sie ist die einzige Zahl auf dem Wettschein, die nicht von der Quote abhängt. Der Rechner rechnet gegen die Limite, nicht gegen die Vernunft: Ein sportlicher Einsatz, der innerhalb der eigenen Verlustlimite liegt, ist mit dem Rechner planbar. Ein Einsatz darüber ist ohnehin nicht möglich, und wer die Limite erhöhen will, wartet 72 Stunden — die Wartezeit ist der eigentliche Schutzmechanismus, nicht der Betrag.

Spielsperre und Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann nach drei Monaten aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Die Zahlen aus den Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 gehören daneben: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an den Verkaufsstellen als streng beschreibt, beschreibt etwas, das die Aufsicht selbst anders gemessen hat.

Geld, das nur auf das eigene Konto fliesst

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettangebot nicht, und eine Kreditierung an Spielende ist untersagt. Bei Swisslos werden Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Spielguthaben wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Konto ausbezahlt; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Für die Kalkulation am Rechner ist das ein späterer Schritt, aber keiner, den man überspringen sollte. Ein Gewinn von CHF 1’100 ist nicht dasselbe wie CHF 1’100 auf dem Spielkonto. Die ersten CHF 1’000 landen automatisch im Wallet, der Rest geht auf das Bankkonto, und wer dreimal im Jahr auszahlt, zahlt ab der dritten Auszahlung eine Kommission von 3 %. Das ist kein Argument gegen den Veranstalter, aber es ist ein Argument dafür, den Rechner nicht als letzte Station zu behandeln.

Wettarten: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Wettart entscheidet über die Formel, und damit über alles, was der Rechner danach tut. Eine Einzelwette hat eine Voraussage, eine Quote und einen Einsatz. Eine Kombination verbindet zwei bis zehn Voraussagen bei Jouez Sport, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombination muss bei Jouez Sport mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Diese Untergrenze von 1.10 ist eine kleine, unscheinbare Regel mit einer unangenehmen Wirkung auf Kombinationen: Sie zwingt den Wettenden in den Bereich, in dem die Gesamtquote ausreichend gross wird, um überhaupt zugelassen zu sein, und macht die langweilige Absicherungs-Kombination aus lauter Favoriten unattraktiv. Ein Rechner, der eine Kombination unter 1.10 ausrechnet, rechnet eine Wette, die der Veranstalter nicht annimmt.

Die Gesamtquote und der Irrtum über die Sicherheit

Die Gesamtquote ist kein Mass für Wahrscheinlichkeit, sie ist das Produkt aus mehreren. Angenommen, vier Voraussagen tragen die Quoten 2.10, 1.80, 2.50 und 1.90. Das Produkt beträgt 17’955, aus CHF 10 Einsatz würden auf dem Papier CHF 179.55. Die Zahl wirkt grosszügig, und sie ist es nicht: Um diesen Betrag zu kassieren, müssen vier Ereignisse eintreffen, und keines davon darf fehlschlagen. Der Rechner zeigt den Betrag, nicht die Bedingung — die Bedingung ist der eigentliche Inhalt der Quote.

Wer den Rechner als Werkzeug benutzt, sollte deshalb zwei Zahlen nebeneinander halten: die Gesamtquote und die Zahl der Voraussagen. Eine Kombination aus zwei Voraussagen zu je 1.90 trägt eine Gesamtquote von 3.61, eine aus vier zu je 1.90 eine von 13.03. Der Sprung zwischen diesen beiden Zahlen ist gross, der Sprung im Risiko ist grösser.

Systemwetten: viele Teilwetten, ein Wettschein

Eine Systemwette verteilt die Voraussagen auf mehrere Kombinationen. Aus einer festgelegten Zahl von Voraussagen bildet sie alle Kombinationen einer bestimmten Grösse und setzt jede davon als Teilwette. Der Einsatz auf dem Wettschein wird dadurch zum Gesamteinsatz über alle Teilwetten. Bei Jouez Sport darf ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen liegt der Höchstgewinn bei CHF 1’000’000. Bei Swisslos liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000.

Der Reiz einer Systemwette liegt darin, dass ein einzelner Fehler nicht die ganze Wette vernichtet: Wer fünf Voraussagen in ein System mit Dreierkombinationen packt, verliert bei einem Fehlgriff nicht alles, sondern nur die Teilwetten, in denen dieser Fehlgriff steckt. Bezahlt wird diese Eigenschaft mit dem höheren Gesamteinsatz und mit einer Gesamtquote, die über alle Teilwetten hinweg schwer zu lesen ist. Der Rechner leistet hier am meisten und wird am wenigsten verstanden. Wer die Zahl der Teilwetten nicht kennt, kennt den Einsatz nicht, und wer den Einsatz nicht kennt, kann keine Verlustlimite planen.

Abhängige Ereignisse und der Bet-Builder

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Praktisch heisst das: Zwei Voraussagen aus derselben Partie sind nicht einfach zwei Faktoren in der Gesamtquote.

Der Rechner sieht in einer Kombination aus «Sieg Mannschaft A» und «mehr als zwei Tore im selben Spiel» nur zwei Quoten. Der Veranstalter sieht darin eine Kombination, deren zweiter Teil stark davon abhängt, dass der erste eintritt. Deshalb gibt es für dieses Paar einen eigenen Weg im Produkt und nicht bloss eine Multiplikation. Wer die Gesamtquote selbst ausrechnet, muss wissen, ob seine Voraussagen voneinander abhängig sind. Der Rechner fragt nicht.

Der Kombiboost und was er nicht ist

Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das Wort «Bonus» klingt grosszügig, und der Name trägt weiter, als die Staffel reicht.

Wer die Staffel liest, sieht, wo der 100-%-Wert sitzt: bei fünfzehn Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50. Eine Kombination dieser Länge steht und fällt mit fünfzehn unabhängigen Ereignissen. Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn, er erhöht nicht die Trefferwahrscheinlichkeit. Der Rechner sollte den Boost getrennt führen und nicht in die Gesamtquote einbauen: die Gesamtquote wird von den Einzelquoten gebildet, der Boost greift auf den Nettogewinn, und wer beides in eine Zahl presst, verliert die Bedingung aus den Augen.

Quotenboosts, Profitboosts und das Verfallen

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Die letzte Bedingung ist die, die am häufigsten überlesen wird. Wer den Boost als Vergrösserung der eigenen Position versteht und den Cash-Out als Absicherung derselben Position, versteht zwei Instrumente als eines, die sich gegenseitig ausschliessen. Der Rechner rechnet wahlweise die eine oder die andere Zahl. Beide gleichzeitig existieren nicht.

Der Vergleich der zehn Buchmacher in der Schweiz

Zehn Namen, zwei Bewilligungen. Das ist die erste Zeile der Wahrheit über diese Liste, und der Rechner steht am Ende der zweiten. Bewertet werden alle zehn nach denselben Kriterien: wer sie betreiben darf, zu welchen Bedingungen Wetten bei ihnen möglich sind und was die Rechnung am Ende aus ihrem Angebot macht. Acht der zehn tragen keine Schweizer Bewilligung; das ist keine Randnotiz, sondern der wichtigste Einzelbefund über jeden dieser acht.

Die Aufstellung ordnet die beiden bewilligten Veranstalter zuerst, weil sie den Massstab setzen: den Wohnsitzbereich, die Limiten, die Rundung und die Regeln, gegen die sich alles andere messen lassen muss. Danach folgen die ausländischen Anbieter, jeder mit dem gleichen Vermerk versehen und ohne Ausnahme.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
WirWetten keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet
BillyBets keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet
Bahigo keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet
Interwetten keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet
HighFlyBet keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet
Rabona keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet
Rollbit keine Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet

Die beiden grünen Zeilen dieser Aufstellung tragen mehr Gewicht, als ihre Kürze vermuten lässt. Die Bewilligung ist nicht eine Erlaubnis unter mehreren, sie ist die Zulassung schlechthin: In der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten veranstalten, und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Die acht anderen Zeilen tragen eine ausländische Lizenz, die in der Schweiz keine Geltung hat. Wer eine Kontonummer bei einem dieser acht Anbieter hält, hält sie ausserhalb des Schweizer Rechtswegs.

Kein Anbieter darf eine Exklusivstellung für sich beanspruchen, und die Liste selbst tut es nicht: Sie erhebt keinen Anspruch darauf, den gesamten Markt abzubilden. Die Gespa führt keine Liste der Schweizer Sportwettbewilligungen, weil es ausser den beiden keine gibt — veröffentlicht wird nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Steuern: der Punkt, an dem sich die zwei Gruppen endgültig trennen

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, deshalb gilt hier «je nach Kanton» und niemals eine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Für die typische Wette ist der Punkt weit weg: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollumfänglich steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht, und wer sie behauptet, erfindet sie. Wer den Rechner für die Steuerplanung benutzt, gehört damit zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung, nicht in einen Vergleichstext.

Werbung, Gratisspielguthaben und die Grenze der Beschreibung

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht erlaubtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Das ist der rechtliche Grund, warum die acht Anbieter auf dieser Seite beschrieben und bewertet, aber nicht beworben werden. Eine Beschreibung ist erlaubt, eine Aufforderung wäre es nicht.

Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 wurden 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonushöhen und Bonusbedingungen stammen allein aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine zeitliche Beschränkung der Werbung nach Tageszeit kennt das Gesetz nicht.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Swisslos Sporttip — der Massstab für Rechnung und Auszahlung

Swisslos ist die eine der beiden Veranstalterinnen, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter der Aufsicht der Gespa. Organisatorin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Produkt heisst Sporttip. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im eigenen Vertragsgebiet wohnen: in den deutschsprachigen Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.

Für den Rechner ist Sporttip der einzige Massstab, der zählt, weil hier die Regeln der Veranstalterin selbst auf jede Zahl angewendet werden. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Ein Zahlungsmittel für das Spielkonto ist PostFinance Pay, bei dem die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Spielguthaben kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Was den Vergleich angeht, liegt hier das vollständigste Bild auf dem Tisch: Limiten, Rundung, Verlustschwellen, Auszahlungsweg. Ein Rechner, der gegen die Regeln von Sporttip kalibriert ist, stimmt mit dem überein, was ein Wettender in der Deutschschweiz tatsächlich erhält. Das Cash-Out gehört dabei zur Rechnung ausdrücklich nicht dazu — es ist ein Ausstieg mit veränderlichem Betrag, kein Bestandteil des Gewinnbetrags.

Loterie Romande Jouez Sport — dieselbe Bewilligung, andere Limiten

Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin mit Schweizer Bewilligung, ebenfalls mit einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter der Aufsicht der Gespa. Sie veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Der Mindesteinsatz beträgt online CHF 2, in den Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Die Unterschiede zu Swisslos sind klein in der Formulierung und gross im Effekt für den einzelnen Wettenden. Der Höchsteinsatz einer Kombination liegt bei der Loterie Romande bei CHF 500 statt bei CHF 1’000, der Mindesteinsatz online bei CHF 2 statt bei CHF 1. Wer also klein spielen will, findet bei Swisslos die niedrigere Einstiegsschwelle; wer einen höheren Einzelbetrag platzieren möchte, ebenfalls. Die Loterie Romande führt dafür mit der ausdrücklichen Gesamtquoten-Grenze einen Rahmen ein, den der Rechner sonst nicht kennt. In der Westschweiz gibt es keine Alternative mit Schweizer Bewilligung — das ist der Punkt, an dem die Wahl aufhört, eine Wahl zu sein.

WirWetten — ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten; eine in der Schweiz geltende Bewilligung ist für diesen Anbieter nicht gemeldet, und eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung. Der Anbieter ist nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Für einen Wettenden heisst das konkret: Die Quoten, die ein Rechner hier auswertet, unterliegen keinen Schweizer Regeln. Es gibt keine Schweizer Limitenlogik, keine Schweizer Rundungsregel und keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung. Wer die Zahlen dieses Anbieters in einen Rechner eingibt, erhält ein Ergebnis ohne schweizerische Grundlage.

BillyBets — ohne Schweizer Bewilligung

BillyBets gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Für den Anbieter ist keine in der Schweiz geltende Lizenz gemeldet, eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung, und er ist nicht an das Sperrregister angebunden. Es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.

Ein Quotenrechner kann die Quoten dieses Anbieters verarbeiten. Er kann nicht prüfen, ob die Auszahlung kommt, ob eine Limite eingehalten wird oder ob ein Streitfall vor einem Schweizer Gericht landet. Der Unterschied zwischen diesen beiden Dingen ist der ganze Unterschied zwischen einem bewilligten und einem nicht bewilligten Anbieter.

Bahigo — ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo führt keine Schweizer Bewilligung. Die Veranstaltung von Sportwetten in der Schweiz ist Swisslos und der Loterie Romande vorbehalten; für Bahigo ist keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet, und eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung. Eine Anbindung an das schweizerische Sperrregister besteht nicht, ebenso wenig ein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt und blockiert werden.

Wer die Rechnung dieses Anbieters mit der Rechnung von Sporttip vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Rechtsordnungen. Der Rechner sieht diesen Unterschied nicht, und die beiden Zahlen lassen sich deshalb nicht sinnvoll nebeneinanderlegen.

Boomerang Bet — ohne Schweizer Bewilligung

Boomerang Bet gehört zu den ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Der Anbieter verfügt über keine in der Schweiz geltende Bewilligung, eine ausländische Bewilligung gilt hier nicht, er ist nicht an das Sperrregister angebunden, und es besteht kein Schweizer Rechtsweg. Seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Bemerkenswert ist an dieser Kategorie weniger der einzelne Name als die Gleichförmigkeit. Acht Anbieter, ein Vermerk, und die Unterschiede zwischen ihnen liegen in Dingen, die ein Rechner nicht auswertet: in der Sprache der Bedingungen, im Weg der Auszahlung, in dem, was passiert, wenn eine Partie abgesagt wird.

Interwetten — ohne Schweizer Bewilligung

Interwetten tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Der Anbieter verfügt über keine in der Schweiz geltende Bewilligung, eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung, und er ist nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden. Es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden. Die Gespa nennt Interwetten im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping: Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt.

Das ist der praktische Kern der Blockade: Sie verhindert nicht, dass ein Anbieter erreichbar bleibt. Sie verhindert nur, dass er es über dieselbe Adresse bleibt. Für den Wettenden ist die Sperrliste deshalb ein Signal und keine Schranke — ein Hinweis darauf, dass hier kein Schweizer Schutz greift.

HighFlyBet — ohne Schweizer Bewilligung

HighFlyBet führt keine Schweizer Bewilligung. Für diesen Anbieter ist keine in der Schweiz geltende Bewilligung gemeldet, eine ausländische Bewilligung gilt in der Schweiz nicht, und die Veranstaltung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb mit einer höheren Strafdrohung. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Der letzte Punkt ist der, den ein Rechner am wenigsten abbildet. Er zeigt den möglichen Gewinn. Er zeigt nicht das Risiko, dass dieser Gewinn in einem Verfahren gegen den Anbieter verschwindet.

Rabona — ohne Schweizer Bewilligung

Rabona gehört zu den Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Der Anbieter verfügt über keine in der Schweiz geltende Bewilligung, eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung, er ist nicht an das Sperrregister angebunden, und es besteht kein Schweizer Rechtsweg. Seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Wer sein Spielkonto dort führt, führt es ausserhalb der Schweizer Schutzmechanismen: keine Verlustlimiten nach Schweizer Logik, keine Spielsperre, die in einem Schweizer Register landet. Diese Instrumente gehören zum bewilligten Angebot, nicht zum ausländischen.

Rollbit — ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, die Domains können auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Bei einem Anbieter dieser Gruppe stellt sich die Frage nach dem Rechner am Ende fast nicht mehr. Der Rechner setzt voraus, dass die Auszahlung nach einer überprüfbaren Regel erfolgt. Wer diese Voraussetzung nicht prüfen kann, rechnet über einer Zahl, der die Grundlage fehlt.

Wie man den Rechner benutzt, ohne sich zu täuschen

Der Rechner ist ein Werkzeug für eine Frage: Was zahlt diese Wette bei regulärem Ausgang aus? Er ist kein Werkzeug für die Frage, was eine Wette wert ist. Diese zweite Frage braucht die Marge, die Limiten, die Rundung und die Bedingungen, und keine davon steht im Eingabefeld.

Die Reihenfolge, die sich daraus ergibt, ist ungefähr diese. Zuerst die eigene Verlustlimite festlegen, weil sie den Rahmen setzt, innerhalb dessen gerechnet wird. Dann die Wettart wählen, weil sie die Formel bestimmt. Dann die Voraussagen und ihre Quoten sammeln und prüfen, ob die Gesamtquote innerhalb des erlaubten Bereichs liegt. Dann den Einsatz eintragen und gegen den Höchsteinsatz halten. Dann rechnen, und das Ergebnis als Schätzung lesen: mit der Rundung nach unten, mit der Marge im Hinterkopf, mit der Möglichkeit einer abgesagten Partie.

Zwei Zahlen sollte man dabei nie verwechseln. Die Marge eines Marktes beschreibt, was der Veranstalter von den Einsätzen dieses Marktes einbehält; die Verlustlimite beschreibt, was der Wettende bereit ist zu verlieren. Die erste handelt vom Geschäft, die zweite von der Person. Ein Rechner, der beide Zahlen kennt, ist kein Rechner mehr, sondern ein Plan.

Häufige Fragen zum Wettquote-Rechner

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Der mögliche Rückzahlungsbetrag ist der Einsatz multipliziert mit der Quote, der mögliche Nettogewinn der Einsatz multipliziert mit der Quote minus eins. Bei Sporttip kommt die Rundung hinzu: zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Die genaue Rechnung liegt deshalb fast immer leicht über der tatsächlichen Gutschrift.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?

Die Gesamtquote ist das Produkt aller Einzelquoten der Voraussagen. Vier Voraussagen zu 2.10, 1.80, 2.50 und 1.90 ergeben eine Gesamtquote von 17’955, aus CHF 10 Einsatz also einen möglichen Rückzahlungsbetrag von CHF 179.55. Bei Jouez Sport verlangt eine Kombination eine Gesamtquote zwischen 1.10 und 100’000.

Wie rundet Sporttip den Gewinnbetrag, und warum weicht er vom Ergebnis eines Rechners ab?

Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Die zweite Stufe kennt nur die Richtung nach unten. Ein Rechner mit exakter Multiplikation liegt deshalb praktisch immer über dem Betrag, den Swisslos gutschreibt, und bei Systemwetten summiert sich die Abrundung über jede Teilwette.

Wie berechnen sich die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge aus den Quoten eines Spiels?

Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert der Quote. Bei zwei Quoten von 1.90 liegt jeder Kehrwert bei rund 0.5263, die Summe bei rund 1.0526. Der Kehrwert dieser Summe ist die Auszahlungsquote des Marktes, hier rund 0.95, und die Marge ist die Differenz zu 100 %, hier rund 5 %. Die Werte gelten für diesen Markt.

Wie rechnet sich eine Systemwette im Rechner, und welche Angaben sind nötig?

Nötig sind die Zahl der Voraussagen, die Grösse der gebildeten Kombinationen, die Höhe des Einsatzes pro Teilwette und die Einzelquoten. Der Rechner bildet daraus alle Kombinationen der gewählten Grösse und summiert sie. Bei Swisslos liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, bei Jouez Sport darf ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze setzen Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in den Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500.

Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»