Serie A online wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, eine Marge und ein Preis, den niemand anschreibt

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball liegt auf dem Anstosspunkt eines leeren Rasenplatzes in der Abenddämmerung, dahinter leuchten Flutlichtmasten über einer Tribüne.

Die Serie A ist die Liga mit den meisten Spieltagen, die ein Schweizer Wettender am Stück verfolgen kann. Seit der Saison 2004/05 spielen 20 Vereine, jeder trägt 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel aus, und die Saison läuft von Ende August bis Ende Mai. Für Wetten heisst das: ein halbes Jahr Programm, jede Woche mehrere Märkte, und in der Schweiz genau zwei Adressen, die solche Wetten überhaupt veranstalten dürfen.

Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu den Bewilligungen wurden gegen die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, und die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden Veranstalter geprüft.

Wie aus einem Spieltag eine Quote wird

Eine Quote ist keine Schätzung, die jemand am Bildschirm in einen Rechner tippt und dann öffentlich veröffentlicht. Sie ist ein Preis, und wie jeder Preis enthält sie eine Spanne für den Verkäufer. Wer das einmal gesehen hat, liest Wettprogramme anders.

Eine Espressotasse und ein Bleistift liegen auf einem Caféhaustisch neben einer gefalteten Stoffserviette im Licht der Morgensonne.
Die Serie A hat seit der Saison 2004/05 20 Vereine; jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel.

Nehmen wir einen Markt, den es bei jedem Spieltag gibt: Sieg Heimmannschaft, Unentschieden, Sieg Auswärtsmannschaft. Die Zahlen 2.10, 3.40 und 3.60 sind ein Rechenbeispiel, kein irgendwo abgeschriebener Kurs. Setzt man sie in die Formel für die Auszahlungsquote ein, also 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten, kommt ein Wert zwischen etwa 92 und 94 Prozent heraus. Die Marge, also der Anteil, den der Veranstalter von jedem eingesetzten Franken für sich behält, liegt damit im Bereich von rund 6 bis 8 Prozent — bezogen auf diesen einen Markt, mit diesen drei Quoten und für diese eine Begegnung.

Der Bereich ist die Aussage, nicht die Zahl. Ein Drei-Weg-Markt ist die rechenintensivste Sorte von Preis, die ein Fussballwettbewerb hergibt, denn es gibt drei mögliche Ausgänge und für keinen davon einen, der von vornherein feststeht. Genau deshalb liegt die Marge hier typischerweise höher als in einem Markt mit zwei Ausgängen, etwa Handicap oder Über/Unter. Und jedes zusätzliche Bein einer Kombiwette multipliziert nicht nur die Quoten, sondern auch die Spanne: drei Einzelmärkte mit je sechs Prozent werden in der Kombination nicht zu sechs Prozent, sondern zu einem grösseren Abzug, weil die Margen sich übereinanderlegen.

Quotenschlüssel und der Unterschied zur Auszahlungsquote

Wichtig ist die Unterscheidung, die in der Branche ständig durcheinandergeht. Manche Programme nennen statt der Marge den Quotenschlüssel oder die Auszahlungsquote. Das ist dieselbe Sache von der anderen Seite betrachtet: eine Auszahlungsquote von 94 Prozent entspricht einer Marge von 6 Prozent. Wer beide Zahlen nebeneinander sieht und sie addiert, kommt auf 100 Prozent — und genau das ist der Test, ob ein Wettprogramm ehrlich gerechnet ist. Nennt ein Anbieter eine Auszahlungsquote von 98 Prozent, ist die Marge 2 Prozent, und dann ist der Preis für den Wettenden besser. Ob das in einem konkreten Schweizer Programm so ist, zeigt der Blick in das jeweilige Wettprogramm selbst, denn der eine Wert folgt zwingend aus dem anderen.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch vor einem Fenster, durch das Licht in einen ruhigen Büroraum fällt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Interessant an der Schweizer Lage: Der Auszahlungsanteil ist hier kein Marketingthema. Er steht nicht im Gesetz, er ist Marktbegriff, und weil es nur zwei Veranstalter gibt, gibt es auch keinen Preiskampf um Zehntelprozentpunkte. Bei zwei Anbietern mit je einem geschlossenen Wettprogramm entscheidet nicht der Preisgipfel, sondern die Frage, welche Märkte und welche Wettarten überhaupt angeboten werden.

Wettarten: von der Einzelwette bis zur Langzeitwette

Was ein Wettender auf die Serie A setzen kann, hängt zuerst am Bewilligungsrahmen und erst danach am eigenen Geschmack. Die drei Grundformen sind überall dieselben, unterscheiden sich aber in der Rechnung und im Risiko erheblich.

Die Einzelwette setzt auf eine einzige Voraussage. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei Sporttip liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Wette. Das ist ein enger Korridor für einen einzelnen Schein, aber ein weiter für ein Wettprogramm: Wer kleine Beträge setzt, kann hier nichts falsch machen, und wer glaubt, mit einem grossen Einsatz auf ein Spiel die Sache abkürzen zu können, stösst an eine Wand, die der Veranstalter jederzeit ohne Angabe von Gründen verschieben darf. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen — sie wird nicht gekürzt, sondern abgelehnt.

Die Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einem Schein. Quoten multiplizieren sich, das Risiko ebenfalls. Wie verlockend das aussieht, zeigt ein einfaches Beispiel: zwei Spiele mit Quote 1.90 ergeben zusammen 3.61. Der Haken ist derselbe wie oben: auch die Marge multipliziert sich mit, und zwar auf jedem Bein. Eine Kombination aus vier oder fünf Beinen ist deshalb keine bessere Wette als vier oder fünf Einzelwetten, sondern nur eine andere Verteilung desselben Preises — mit dem Zusatzrisiko, dass ein einziges falsches Bein alles kostet.

Die Systemwette kombiniert ebenfalls, erlaubt aber, dass einzelne Beine danebengehen, und deshalb liegt der Höchsteinsatz bei Sporttip hier bei CHF 10’000 statt CHF 1’000. Der Aufpreis für diese Fehlertoleranz ist eine grössere Zahl von Wetten auf demselben Schein und damit höhere Gesamtkosten.

Die Langzeitwette — etwa auf den Meister — läuft nicht über einen Spieltag, sondern über die ganze Saison. Sie ist die längste Bindung, die das Programm kennt, und das Kapital liegt Monate fest. Bei einem Quotenschlüssel im Bereich von 92 bis 94 Prozent, wie ihn das Beispiel oben ergibt, zahlt man diesen Abzug auf einen Vermögenswert, der erst im Mai ausgezahlt wird — ein Umstand, der in der Renditerechnung selten auftaucht und in der Praxis ständig.

Livewetten und zwei Regeln, die überraschen

Livewetten sind erlaubt, vorausgesetzt der Veranstalter hält eine entsprechende Bewilligung, und das Geldspielgesetz schränkt sie nicht auf bestimmte Märkte ein. Sporttip bewertet eine Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Zwei Bedingungen aus den Teilnahmebedingungen kosten aber Geld, wenn man sie nicht kennt.

Erstens: Eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00. Das klingt harmlos, ist es aber nicht — es bedeutet, dass eine zu spät abgeschickte Livewette weder gewinnen noch verlieren kann, sie wird einfach neutralisiert. Zweitens: In spielentscheidenden Situationen, also bei einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid, kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in genau dieser Sekunde auf den Ausgang setzt, hat unter Umständen keinen Einsatz verloren, aber auch nichts gewonnen, und die Einschätzung war umsonst.

Zwei weitere Mechanismen, die in Programme eingebaut sind: Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Ein Anspruch auf Cash-Out für jede Wette besteht nicht. Und der Kombiboost gilt nur online, verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen — Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Staffelung sieht grosszügig aus, bis man sie gegen die Anzahl der Beine hält: fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 sind fünfzehn Entscheidungen, von denen jede einzelne zutreffen muss, damit die Erhöhung überhaupt zum Tragen kommt.

Der Spielplan der Serie A und was er für Wetten bedeutet

Die italienische Liga ist kein Wochenendprodukt, sondern ein Kalender. 38 Spieltage pro Verein, von Ende August bis Ende Mai, aufgeteilt auf Heim- und Rückspiel. Wer auf die Serie A wettet, wettet also nicht auf einzelne Abende, sondern auf einen Verlauf.

Sortiert wird die Tabelle nach Punkten, und bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich. Entscheidungsspiele wurden in der Serie A bis zur Saison 2005/06 ausgetragen — wer seine Erinnerung an frühere Jahrzehnte mitbringt, sollte wissen, dass dieses Mittel heute nicht mehr zur Hand ist. Für die Tabelle heisst das: Punktgleichheit kann einen Platz kosten, auf den ein Verein nach Tordifferenz Anspruch zu haben scheint, und das gelegentlich erst am letzten Spieltag.

Veranstaltet wird die Liga von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, kurz Lega Calcio, einer Untereinheit des italienischen Fussballverbands FIGC. Das ist keine Fussnote, sondern für den Wettenden der Hinweis darauf, wem die Spielordnung gehört und wer über Verschiebungen, Ansetzungen und Sonderregeln entscheidet. Die erste italienische Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen, den ersten Titel gewann der CFC Genua; den Namen Serie A trägt die Liga seit der Reform von 1946, mit der die Lega Calcio entstand. Rekordmeister ist Juventus Turin mit 36 Titeln, gefolgt von Inter Mailand mit 21 und dem AC Mailand mit 19.

Auf- und Abstieg, Meister und die Saison, die gerade zu Ende ging

Aus der Serie A steigen die letzten drei Mannschaften in die Serie B ab. Aufstiegsberechtigt sind die beiden Besten der Serie B sowie der Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6. Für Langzeitwetten auf den Aufstieg oder auf den Klassenerhalt ist das eine wichtige Feinheit: Wer auf einen Aufstieg setzt, setzt unter Umständen auf eine Play-off-Teilnahme und nicht auf einen Tabellenplatz, und die Play-offs entscheiden dann über ein Resultat, das die reguläre Saison offen gelassen hat.

Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten. Abgestiegen sind US Cremonese mit 34 Punkten, Hellas Verona mit 21 Punkten und Pisa SC mit 18 Punkten. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Toren.

Diese vier Zeilen tragen mehr, als sie auf den ersten Blick hergeben. 87 Punkte in 38 Spielen entsprechen rund 2,3 Punkten pro Spiel — Meisterform, aber keine Serie, die die Liga langweilig gemacht hätte. Und drei Absteiger mit 18, 21 und 34 Punkten zeigen, wie weit das Feld unten auseinanderlag: zwischen dem letzten Platz und dem rettenden Ufer liegt eine Differenz von mehr als einer halben Saison an Punkten. Wer Meisterwetten auf eine Mannschaft setzt, die in der vorigen Saison 60 Punkte geholt hat, sollte sich die Rechnung offen vorrechnen — die Marge kennt keinen Respekt vor der Vereinsgeschichte.

Ein Vergleich der zwei bewilligten Veranstalter

Der entscheidende Umstand der Schweizer Marktstruktur: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine weiteren gibt. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains, keine Liste zusätzlicher Konzessionärinnen.

Beide wurden in der ganzen Tabelle nach ihrer Bewilligungslage und der organisierenden Gesellschaft eingeordnet. Die Begriffe sind die der Rechtsordnung: Bewilligung, nicht Lizenz, und Veranstalterin oder Veranstalter, nicht Anbieter.

Plattform Bewilligung in der Schweiz Organisatorin bzw. berichtete Bewilligung
Sporttip (Swisslos) Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019
Jouez Sport (Loterie Romande) Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Kontaktadresse Lausanne
22Bet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Geltung
IviBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Geltung
BassBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Geltung
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Geltung
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Geltung
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Geltung
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Geltung
myBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Geltung

Die Tabelle trennt zwei Dinge, die in der Alltagssprache zusammenfallen. In der ersten Gruppe steht eine Bewilligung, die in der Schweiz erteilt wurde und hier ihre ganze Kraft entfaltet. In der zweiten Gruppe steht keine Schweizer Bewilligung — und das ist keine Formalität, sondern der Unterschied zwischen einem Rechtsrahmen und einem Server im Ausland. Was das im Einzelnen kostet, gehört in die Abschnitte zur Rechtslage und zum Spielerschutz; festgehalten sei hier nur, dass die acht ausländischen Marken in dieser Übersicht ausschliesslich zu Vergleichszwecken erscheinen und keine von ihnen als legal oder sicher zu bezeichnen ist.

Eine zweite Spalte wäre verlockend und wäre falsch: eine über das Quotenniveau je Anbieter. Für keinen der zehn Namen liegt ein Quotenvergleich über einen definierten Markt vor, und eine Spalte mit neun leeren Zellen wäre kein Vergleich, sondern eine Behauptung über die Nichtexistenz von etwas. Wer das Niveau prüfen will, vergleicht an einem konkreten Spieltag dieselbe Drei-Weg-Wette bei beiden Veranstaltern und rechnet die Auszahlungsquote über die Kehrwertsumme selbst nach.

Serie A im schweizerischen Rechtsrahmen

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Beaufsichtigt werden sie von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern — nicht von der ESBK, die ausschliesslich Casinos beaufsichtigt. Wer aus Gewohnheit die Casino-Aufsicht als Ansprechstelle für Wettfragen nennt, nennt die falsche Behörde.

Eine Bewilligung in der Schweiz verlangt zwei Dinge: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz. Das ist der Satz, an dem sich alles Weitere aufhängt. Eine ausländische Bewilligung gleich aus welchem Land hat hier keine Geltung; das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet wird, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden. Ein Kulanzrahmen für Schweizer Kundschaft ist das nicht.

Welche Wettarten überhaupt zugelassen sind

Die zugelassene Angebotspalette ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen; Ecken- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, eine Esport-Sektion gibt es dort nicht. Über Sportwetten hinaus ist nichts wettbar: auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen lässt sich hier nicht setzen. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Für die Serie A ist das eine Einengung mit Folgen. Die Liga selbst ist Fussball, und Fussball steht auf der Liste. Aber die Vielfalt, die internationale Plattformen anbieten — Eckbälle, Karten, Schiedsrichterentscheide, Sonderwetten auf einzelne Spieler — ist hier nicht Teil der Bewilligung. Wer sich beim Blick auf die Wahlmöglichkeiten an ausländischen Programmen orientiert und dann erwartet, dieselbe Breite bei einer Schweizer Veranstalterin vorzufinden, wird enttäuscht. Die geschlossene Liste ist der Preis für eine Bewilligung, die im ganzen Land gilt.

Das Virtuelle ist ausdrücklich nicht geregelt — dazu ist nichts zu schreiben, weil dazu nichts feststeht. Esport taucht auf der Liste nicht auf.

Ein Konto, ein Ausweis, ein Wohnsitz

Ein Online-Konto bei Swisslos setzt mindestens 18 Jahre voraus und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Eine bestehende Spielsperre schliesst die Registrierung aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Auf Bundesebene entspricht das der Vorgabe, dass es einen Account pro Person mit verifizierter Identität gibt.

Für einen Zugewanderten mit italienischem Hintergrund und Wohnsitz in Zürich ist das unproblematisch. Für einen in Basel lebenden Pendler, der regelmässig in Mailand arbeitet, ändert es nichts — der Wohnsitz zählt, nicht der Aufenthaltsort am Spielabend. Wer dagegen in Genf wohnt und den Sporttip-Account eines Bekannten in Zürich mitbenutzen möchte, kann es nicht. Der Grund ist die Aufteilung der Vertragsgebiete, nicht eine Laune der Veranstalterin, und er ist der mechanische Preis eines Systems, das jedem Kanton seine Erträge zuordnet.

Wovon hier nicht zu schreiben ist: welches Zahlungsmittel eine Veranstalterin akzeptiert. Das regelt jede für sich in ihren eigenen Bedingungen. Ein Satz aus dem Gesetz gilt dagegen für alle: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme Auszahlungen gibt es in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht.

Was der Schutz kostet — und wo man ihn selbst einstellt

Der Spielerschutz in der Schweiz ist nicht als Sammlung von Verboten gebaut, sondern als Liste von Einstellungen, die der Wettende selbst vornimmt. Das ist elegant und unbequem zugleich, denn es verlagert die Verantwortung an eine Stelle, an der die meisten Menschen zum ersten Mal mit dem Produkt in Berührung kommen.

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das Gesetz verlangt, dass die Veranstalterin einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste einfordert, und es macht die Senkung sofort wirksam und die Erhöhung erst nach 24 Stunden. Beide Schweizer Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an, also die längere Frist.

Diese 72 Stunden sind die eigentliche Schutzwirkung, und sie sind zugleich der Punkt, an dem ein Wettender sie am meisten verflucht. Wer drei Spiele verliert und die Limite erhöhen will, muss drei Tage warten — Zeit, in der die Liga weiterläuft und in der die Lust am Nachlegen meistens nachlässt. Das ist beabsichtigt. Die Limite ist damit kein Rechenrahmen für ein einzelnes Wochenende, sondern ein Vertrag mit der eigenen schlimmsten Stunde. Wer sie am ersten Tag grosszügig setzt, hat diesen Vertrag zu seinen Ungunsten geschlossen, und am dritten Spieltag merkt er es.

Ein zweites Werkzeug ist der Zugangsstopp. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer glaubt, die Sperre gelte nur für das eine Produkt und nur für einen Veranstalter, irrt an einer teuren Stelle: sie wirkt im ganzen Land und in jedem Spielbereich.

Pausen, Sperren und was eine Sperre mit sich bringt

Das Gesetz verlangt, dass eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten möglich ist. Eine freiwillige Sperre kann nur nach drei Monaten aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Die Spielsperre im engeren Sinn — die Ausschliessung überschuldeter oder suchtgefährdeter Personen und die Selbstsperre — wird in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen geführt. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist die schärfste Kante der ganzen Regelung: Man verliert nicht nur den Zugang, sondern auch das Geld, das schon im System liegt.

Ehrlichkeit gehört an diese Stelle, weil sie selten ist. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt und dabei an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Kontrolle am Schalter für streng hält, hat die Probe aufs Exempel nicht gemacht. Die Online-Konten sind verifiziert; die Verkaufsstelle mit Publikumsverkehr ist es nicht, und dieser Unterschied zwischen zwei Kanälen desselben Veranstalters ist eine der wenigen Stellen, an denen die Schweizer Aufsicht eine Lücke offenlegt, statt sie zu schliessen.

Steuern: der Freibetrag entscheidet, nicht der Gewinn

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Oberhalb dieses Betrags behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, deshalb gilt hier: je nach Kanton.

Wer diese Zahl liest und sich wundert, warum sie so hoch ist, hat das System verstanden. Der typische Wettende gewinnt weit darunter, zahlt also keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Eine Wette, die 200 Franken einbringt, ist kein Steuerthema. Eine Wette, die siebenstellig wird, ist eines. Der Aufwand, den jemand für einen Gewinn in der Grössenordnung eines Monatslohns betreibt, steht in keinem Verhältnis zu dem, was er dabei spart. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Rechnung, die man einmal machen sollte, bevor man eine Steuerwette als Grund nennt.

Zwei Dinge gehören daneben, weil sie praktisch relevant werden. Einerseits: Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer behauptet, Einsätze würden besteuert, beschreibt ein anderes Land. Andererseits: Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer bei einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung spielt, tauscht also eine Steuerbefreiung mit hohem Freibetrag gegen eine volle Steuerpflicht ohne Freibetrag. Das kann man wollen, aber man sollte es wissen.

Allgemeine Information, keine Steuerberatung: Bei Fragen zur eigenen Situation ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.

Wie eine Prognose entsteht und was sie nicht ist

Die Nachfrage nach Tipps auf die Serie A ist gross, und das Angebot ist aus zwei sehr verschiedenen Quellen gespeist. Die eine formuliert Einschätzungen, die andere verkauft Sicherheit. Es lohnt sich, den Unterschied an einem Beispiel durchzurechnen.

Eine begründete Einschätzung entsteht aus drei Zutaten: der Form einer Mannschaft, ihrer Tabellenlage und dem Preis, den der Markt anbietet. Man schaut sich an, wie ein Verein in den letzten Wochen gespielt hat, wo er in der Tabelle steht, wer verletzt fehlt, und ob der angebotene Kurs die eigene Erwartung übersteigt. Stimmten die drei überein, wird die These aufgeschrieben. Das ist Arbeit, und sie lässt sich nachvollziehen.

Was sie nicht ist: eine Vorhersage. Eine gut begründete Einschätzung bleibt unsicher, und aus einer Serie von Einschätzungen wird kein Einkommen. Der Grund ist derselbe wie in der gesamten Übersicht — in jedem Preis sitzt eine Marge. Bei einer Auszahlungsquote zwischen etwa 92 und 94 Prozent zahlt ein Markt über die Menge aller Wetten weniger aus, als auf ihn gesetzt wurde. Das ist keine Ungerechtigkeit, sondern die Mechanik, mit der ein Veranstalter Betrieb, Bewilligung und Ertragsabgabe finanziert. Wer über einen längeren Zeitraum setzt, spielt gegen diesen Mechanismus, nicht gegen die Buchhalterin einer Plattform.

Setzt man für die Marge einmal einen Wert in der Mitte des oben errechneten Bereichs an, sagen wir 6 Prozent, und nimmt an, dass jemand über eine Saison hinweg CHF 5’000 umsetzt, liegt die statistische Erwartung bei rund CHF 300 Kosten — als Schätzung über viele Wetten unter dieser Annahme, nicht als Vorhersage für einen einzelnen Schein. Das ist der Preis des Spiels, offen ausgewiesen, wenn man die Marge kennt, und vollständig unsichtbar, wenn man nur die Quote liest.

Was eine Quote mit der Marge überhaupt bedeuten kann

Wer die Mechanik verstanden hat, kann ein paar Sätze lesen, die sonst wie Werbung klingen, und sie einordnen. Eine «Quote mit fairem Auszahlungsanteil» ist keine Wohltat, sondern eine Aussage über die Marge in einem Markt, und sie ist an einem konkreten Spieltag überprüfbar. Eine «verdoppelte Chance» ist eine andere Verteilung desselben Preises, keine andere Chance. Und eine «risikofreie Wette» ist bei genauer Prüfung eine Wette, deren Einsatz unter Bedingungen zurückkommt — ein Umstand, der sich erst dann zeigt, wenn man nachliest, in welcher Form dieser Einsatz zurückkommt. Genau das ist die eigentliche Kostenfrage: nicht was ein Angebot gross gedruckt verspricht, sondern welche Bedingung daneben steht.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist ein sauberer Mechanismus mit einem klaren Fehlerfall: Wer während des Spiels cash-out nutzt, verliert die Erhöhung, die ihn überhaupt zur Wette gebracht hat. Die eigenen Teilnahmebedingungen halten fest, dass Gratisspielguthaben der vorherigen Zustimmung der Gespa bedürfen — 2025 gab die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.

Zum Satzaufbau am Rande, weil er beim Lesen von Bedingungen hilft: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt die Veranstalterin irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für den Wettenden heisst das: Eine Kombination aus zwei Voraussagen desselben Spiels — sagen wir Sieg und Über 2,5 Tore — kann im Nachhinein verschwinden, ohne dass er einen Fehler gemacht hat.

Wer in der Schweiz überhaupt Wetten veranstalten darf

Der Sucher trifft diese Frage selten direkt an, und sie entscheidet trotzdem über alles, was danach kommt. Nur zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz Wetten anbieten, ausländische Bewilligungen haben hier keine Geltung.

Swisslos, vollständig SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Gebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone und nennt als Kontaktadresse Lausanne sowie 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Reihenfolge der beiden ist keine Rangfolge — sie ist die Reihenfolge der beiden Produkte, und mehr als zwei gibt es nicht.

Hier hört die Aufzählung auf, und das ist keine Auslassung: Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter, weil es keine gibt. Wo sonst im Netz Listen «Schweizer Sportwetten-Anbieter» erscheinen, sind es Zusammenstellungen ausländischer Marken, die sich an Schweizer Kundschaft richten. Die Aufsicht veröffentlicht in dieser Sache nur eines — die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre unzugänglich machen. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa selbst mit dem Namen Domain-Hopping beschreibt.

Zwei dieser Verschiebungen seien als Beispiel genannt, weil sie zeigen, dass es sich um einen laufenden Vorgang handelt und nicht um ein Verzeichnis mit Endstand: Bet-at-Home und Interwetten sind in diesem Zusammenhang genannt, bet365 steht auf der Liste.

Woher das Geld der Veranstalterinnen fliesst

Die Erträge gehen in öffentliche Zwecke der Kantone. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Diese zwei Zahlen sind der interessanteste Widerspruch im ganzen Schweizer Sportwettmarkt. Der Gesamtertrag steigt, der Beitrag der Sportwetten sinkt. Während auf eine Schweizer Sportwette also immer weniger Erträge entfallen, wächst der Anteil des Spiels, der über ausländische Plattformen läuft — an denen kein Kanton und kein Sportverband verdient. Das ist keine moralische Beobachtung, sondern eine Budgetaussage, und sie erklärt, warum die Sperrliste politisch so beharrlich geführt wird.

Was eine Sperrliste nicht kann

Eine Domain-Sperre ist ein technisches Hindernis, keine Mauer. Sie trägt eine Domain aus dem Weg, und der Betreiber wechselt die Domain. Was dagegen nicht mitwandert, ist der Schutz: Ein Konto bei einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und der gewerbliche Betrieb ohne Bewilligung bleibt strafbar. Wer dort spielt, spielt nach Hausregeln, die er nicht mitgestaltet hat.

Das ehrliche Fazit zur Rechtslage ist nicht «bewilligt ist sicher, ausländisch ist unsicher». Es lautet: bewilligt heisst vollständiger Schweizer Schutz, geschlossene Liste der Sportarten und Wettarten, Wohnsitzvoraussetzung und Identitätsprüfung — dafür zwei Adressen, ein schmaleres Programm und eine Aufteilung nach Kanton. Ohne Bewilligung heisst ein breiteres Programm ohne Schweizer Aufsicht, ohne Sperrregister und mit kantonaler Steuerpflicht auf die Gewinne. Beide Seiten kosten etwas. Nur eine von beiden kostet im Zweifel das ganze Guthaben.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Beide bewilligten Veranstalterinnen zuerst, danach die acht ausländischen Marken, jede ausdrücklich ohne Schweizer Bewilligung. Für die letzteren: Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist strafbar nach Art. 74 Abs. 3 BGS und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet, was hier eine fachliche Einordnung ist und keine Werbung. Ausländische Bewilligungen sind kein Schweizer Rechtsweg — diese Feststellung gilt für die zweite Gruppe in jedem einzelnen Eintrag und wird nicht bei jeder Marke neu ausgerollt.

Swisslos Sporttip: die Veranstalterin mit dem grössten Vertragsgebiet

Sporttip ist die Sportmarke von Swisslos, betrieben von der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Das Vertragsgebiet reicht über die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH hinaus und schliesst den Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein ein.

Aus dem Vertragsgebiet folgt alles Praktische. Ein Online-Konto setzt mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus. Nur wer eine bestehende Spielsperre nicht hat und sich einmal registriert, kommt durch; die Ausweisdaten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Für die Konto-Eröffnung ist das ein Aufwand von wenigen Minuten, für die spätere Diskussion darüber, wer mitspielen darf, eine harte Grenze.

Das Wettprogramm ist der eigentliche Gegenstand. Die Einsätze bewegen sich zwischen CHF 1 und CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bis CHF 10’000 für eine Systemwette; die Limiten kann die Veranstalterin jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird abgelehnt. Für einen Gelegenheitswettenden ist der untere Rand ohne Bedeutung, der obere als Bremse erwünscht. Für jemanden, der einen grossen Betrag auf eine sichere Sache setzen wollte, ist das Programm untauglich, und die Begründung des Gesetzgebers für diese Grenze steht in keinem Werbeprospekt.

Die längste Bindung im Programm ist die Langzeitwette, und auch für sie gilt der Mechanismus aus dem Abschnitt zur Entstehung der Quote: Der Abzug sitzt im Preis und wird über Monate gehalten. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Eine ausgeführte Cash-Out-Transaktion lässt sich nicht rückgängig machen, und für jeden Markt garantiert ist sie nicht. Der angezeigte Betrag liegt unter dem noch möglichen Wettgewinn.

Der Vorbehalt zum Spielerschutz ist der Punkt, an dem dieses Angebot seine Grenze zeigt: Mit 47,5 Prozent erfolgreichen Testkäufen an Verkaufsstellen minderjähriger Kundschaft belegt die Aufsicht selbst, dass die Alterskontrolle im stationären Kanal durchlässig ist. Ein verifiziertes Online-Konto ist genau deshalb der strengere Weg — und wer für ein Kind oder mit einem Erwachsenen ohne Papiere an einer Verkaufsstelle einsteigen will, findet dort eine Lücke, die zu einer Ordnungswidrigkeit des Veranstalters und zu einem Problem des Käufers wird. Dass dieselbe Firma einen Kanal lückenlos prüft und den anderen nicht, bleibt der wundeste Punkt des Modells.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Veranstalterin

Jouez Sport ist die Sportmarke der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande. Die Bewilligungslage entspricht der von Sporttip: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Das Vertragsgebiet sind die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Zahl der Verkaufsstellen ist die aussagekräftigste Zahl in diesem Eintrag. 2’350 Annahmestellen für sechs Kantone bedeuten eine Dichte, die ein reines Onlineangebot nicht erreicht, und sie erklären, warum die Loterie Romande im Westen als Institution und nicht als Plattform wahrgenommen wird. Wer in Genf wohnt und seine Wette am Kiosk abgeben will, hat den Weg von wenigen Minuten. Wer in Zürich wohnt, hat mit Jouez Sport gar nichts zu tun — nicht wegen einer Regel, die sich umgehen liesse, sondern weil die Kantone die Gebiete aufgeteilt haben.

Genau dieselbe Aufteilung, die Swisslos den Tessin zuschlägt, nimmt der Loterie Romande das Mittelland und die Deutschschweiz. Für einen Wettenden im Kanton Freiburg heisst das praktisch: ein Konto bei Jouez Sport oder keines in der Schweiz. Das ist der Preis der Zweiteilung, und er ist der einzige Punkt, an dem die bewilligte Schweizer Lösung einem ausländischen Programm strukturell nachsteht — nicht im Preis, sondern in der Wahlfreiheit zwischen zwei Anbietern desselben Landes.

Zu den spezifischen Einsätzen, Limiten und Wettarten von Jouez Sport ist an dieser Stelle nichts festgehalten; wer das Programm kennen will, prüft es in den eigenen Teilnahmebedingungen der Loterie Romande und im dortigen Wettprogramm, bevor er eine Wette abschickt. Die Bewilligungslage und die öffentliche Zweckbindung der Erträge sind dagegen dieselben wie bei Swisslos, und damit sind die zwei Adressen einander näher als jedes Duo aus internationalen Plattformen es je wäre.

22Bet: ohne Schweizer Bewilligung

22Bet zählt zu den Plattformen, die Schweizer Spielende im Netz antreffen, und trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine in der Schweiz gültige Bewilligung ist nicht berichtet, und eine ausländische Bewilligung hätte nach Art. 4 BGS hier ohnehin keine Geltung.

Wer ein Konto bei 22Bet führt, spielt ausserhalb des Schweizer Rahmens, und das lässt sich in drei Sätzen sagen, ohne bei jeder Marke zu wiederholen, was im Abschnitt zur Rechtslage steht: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain kann auf der Sperrliste landen. Der Nutzen dieser Einordnung liegt darin, dass sie eine Erwartung korrigiert. Wer ein Schweizer Konto und die damit verbundene Alters- und Identitätsprüfung gewohnt ist, findet sie hier nicht vor, und zwar nicht als Mangel, sondern als Eigenschaft des Geschäftsmodells.

Was dieses Geschäftsmodell im Alltag kostet, ist keine dramatische Sache, sondern eine kleine, die aber anfällt: Gewinne aus einer ausländischen Plattform unterliegen in der Schweiz nach kantonaler Praxis je nach Kanton der vollen Einkommenssteuer, ohne den hohen Freibetrag des bewilligten Grossspiels. Wer ohne Schweizer Bewilligung spielt, spart keine Abgabe, er tauscht eine andere ein.

IviBet: ohne Schweizer Bewilligung

IviBet ist eine der ausländischen Marken in dieser Übersicht und verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine hier gültige Bewilligung ist nicht berichtet; damit gilt die Bewilligungskette des Schweizer Rechts nicht, und eine allfällige ausländische Erlaubnis hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung im Land.

Für die Einordnung dieser Marke hilft der Blick auf das, was Schweizer Recht gar nicht mehr regeln muss: Ein Konto bei einem nicht bewilligten Veranstalter hängt nicht am Sperrregister, und wer sich dort selbst sperren liesse, müsste sich diese Wirkung woanders suchen. Die Sperrliste der Gespa wiederum ist ein Verzeichnis von Domains, und Domains wechseln. Zwischen dem, was heute erreichbar ist, und dem, was morgen erreichbar ist, liegt nach eigener Darstellung der Aufsicht nur eine Frage von Stunden.

Wer diese Plattform prüft, sollte die Prüfung am konkreten Konto vornehmen: Wer steht im Impressum, welche Bewilligung wird genannt, unter welcher Aufsicht, und wäre diese Aufsicht im Fall eines Streits überhaupt erreichbar. Diese vier Fragen kosten zehn Minuten und beantworten mehr als jede Vergleichstabelle.

BassBet: ohne Schweizer Bewilligung

BassBet trägt keine Schweizer Bewilligung und gehört damit in die Gruppe der Marken, die für Schweizer Spielende ausserhalb des bewilligten Rahmens stehen. Eine in der Schweiz gültige Bewilligung ist nicht berichtet.

Für diese Marke gilt, was für alle Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gilt und was hier deshalb einmal sauber benannt sei: Ein Anliegen, das Erfolg haben soll, braucht eine zuständige Stelle. Bei einer bewilligten Schweizer Veranstalterin gibt es sie, mit Sitz in Bern und mit klaren Fristen. Bei einer ausländischen Marke gibt es sie nur in dem Land, in dem die Marke sitzt, und in einer Sprache und einem Verfahren, das der Kontoinhaber erst kennenlernen muss. Das ist kein Argument gegen irgendjemanden, sondern die Beschreibung eines Aufwands, der zu einem Preis gehört, der nicht auf der Seite steht.

Wer die Marke trotzdem prüft, sollte die Bewilligung im Fussbereich der eigenen Seite suchen, die dort genannte Behörde beim Namen prüfen und sich fragen, ob er im Streitfall tatsächlich bei dieser Behörde vorstellig würde.

Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung

Sportuna bietet in der Schweiz keine bewilligte Sportwette an. Eine Schweizer Bewilligung ist für die Marke nicht berichtet, und damit fehlt ihr die Kette aus Veranstalterbewilligung, Spielbewilligung und Aufsicht, die den Schweizer Rahmen ausmacht.

Die Zahl, die man bei Marken dieser Gruppe zu Recht vermisst, ist keine Quote, sondern die Domain. Die Gespa führt die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains darauf, und die Liste wächst nach eigener Darstellung schneller, als sie endgültig ist. Der Umstand, dass eine Seite erreichbar ist, sagt also nichts darüber aus, ob sie es bleibt — und für einen Spieler bedeutet ein Domainwechsel im schlechten Moment, dass ein Vorgang, ein Bonusguthaben oder eine offene Wette aus seinem Zugriff verschwindet.

Wer eine solche Plattform nutzt, tut gut daran, den Kontostand nicht als Konto, sondern als Kredit zu betrachten: nicht rechtlich abgesichert, sondern gutgeschrieben, bis jemand anderes entscheidet.

Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit gehört zu den Namen ohne Schweizer Bewilligung in dieser Aufstellung. Eine hier gültige Erlaubnis ist nicht berichtet, weshalb die Bewilligungswirkungen des Schweizer Gesetzes auf ein Konto bei dieser Marke nicht greifen.

Zu den Produkten der Marke ist an dieser Stelle nichts festgehalten, und das ist keine Auslassung, die man mit einer Aufzählung von Vermutungen füllen sollte. Wer sich über eine Marke ohne Schweizer Bewilligung informieren will, hat eine einzige verlässliche Quelle: die eigenen Bedingungen des Anbieters, gelesen in der Sprache, in der sie verfasst sind, und geprüft auf die Frage, welches Gericht und welche Behörde dort genannt werden. Die Angaben in einem Vergleichsartikel ersetzen das niemals, auch nicht dieser.

Was die Marke für einen Schweizer Spieler kategorisch auszeichnet, ist nicht ein Merkmal ihres Angebots, sondern das Fehlen einer Schweizer Erlaubnis. Dieses Fehlen ist der einzige Punkt, an dem sie gegen Swisslos und Loterie Romande antritt — und der einzige Punkt, an dem dieselbe Bewertung für alle acht ausländischen Namen gilt.

BillyBets: ohne Schweizer Bewilligung

BillyBets trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung im Sinne des Schweizer Rechts ist für die Marke nicht berichtet, und was nicht bewilligt ist, entfaltet hier keine Schutzwirkung.

Bemerkenswert an dieser Gruppe ist weniger die einzelne Marke als die Erwartung, mit der man sie betrachtet. Wer nach «Serie A wetten Schweiz» sucht, stösst auf Programme, die umfangreicher aussehen als das schweizerische, und schliesst daraus auf ein besseres Angebot. Der Schluss hat einen Haken. Ein breiteres Wettprogramm bedeutet zunächst einmal mehr Märkte — nicht bessere Preise, nicht weniger Risiko und schon gar keinen Rechtsweg. Mehr Auswahl ist ein Aufpreis wert, wenn man sie nutzt, und keiner, wenn man sie nur betrachtet.

Wer bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung bleibt, sollte wenigstens die Steuerfolge kennen: Gewinne sind kantonal voll steuerpflichtig, ohne den hohen Freibetrag, der für bewilligte Schweizer Grossspiele gilt.

BetAlright: ohne Schweizer Bewilligung

BetAlright verfügt über keine Schweizer Bewilligung und ist damit Teil der Gruppe, die in dieser Übersicht ausschliesslich zum Vergleich steht. Eine in der Schweiz gültige Bewilligung ist nicht berichtet; ausländische Bewilligungen haben nach Art. 4 BGS hier keine Kraft.

Eine Beobachtung, die für alle acht ausländischen Namen gilt und deshalb hier stehen darf: Ihre Bewertung in einer Schweizer Vergleichsübersicht kann nur eine sehr schmale sein, weil es genau einen Schweizer Massstab gibt, an dem sie sich messen lassen — die Bewilligung — und sie ihn verfehlen. Alles Weitere wäre eine Bewertung des Geschmacks. Wer eine solche Plattform prüft, sollte deshalb nicht nach Bewertungen fragen, sondern nach Dokumenten: Bedingungen, Gebühren, Auszahlungsmodalitäten, zuständige Aufsicht.

Für den Anbieter selbst ist die Domain der wunde Punkt, den er nicht kontrolliert: Der Betreiber kann eine gesperrte Adresse innert Stunden ersetzen, und genau das beschreibt die Aufsicht mit dem Namen Domain-Hopping. Diese Geschwindigkeit ist ein Nebeneffekt der technischen Sperre und der stärkste Beleg dafür, dass eine Sperrliste den Zugang erschwert, aber nicht schliesst.

myBet: ohne Schweizer Bewilligung

myBet ist der letzte Eintrag dieser Aufstellung und trägt ebenfalls keine Schweizer Bewilligung. Eine hier gültige Bewilligung ist für die Marke nicht berichtet.

Für die Einordnung dieser letzten Marke lohnt es sich, die Rechnung des ganzen Vergleichs noch einmal zu schliessen. Acht von zehn Namen in dieser Übersicht sind in der Schweiz nicht zugelassen; nur zwei dürfen Sportwetten veranstalten. Ein Vergleich, der die zehn Namen gleich behandelt, würde also genau die Verhältnisse verwischen, die für einen Schweizer Wettenden entscheidend sind. Die Bewertung kann für diese Gruppe deshalb nur ein Satz sein, und er gilt für alle acht: kein Schweizer Rechtsweg, kein Sperrregister, und bei einem Streit steht die ausländische Aufsicht dazwischen, nicht die Gespa.

Wer trotzdem dort spielt, sollte die Entscheidung wenigstens bewusst treffen — mit dem Wissen, dass der Verzicht auf den Schweizer Rahmen kein Detail ist, sondern der Kern des Geschäftsverhältnisses.

Was der Vergleich unter dem Strich ergibt

Die eigentliche Erkenntnis dieses Vergleichs liegt nicht in einer Rangfolge, sondern in einem Missverhältnis. Acht von zehn Namen in der Tabelle tragen keine Schweizer Bewilligung, und trotzdem ist die Zahl der tatsächlich verfügbaren Schweizer Sportwettenprodukte zwei. Wer die Liste nach Preisen oder Boni durchsucht, sucht in einer Gruppe, in der er nicht spielen sollte, wenn er Schweizer Schutz will — und in einer Gruppe von genau zwei, wenn er ihn will.

Was ein Wettender auf die Serie A in der Schweiz heute konkret zur Verfügung hat, lässt sich in wenigen Zeilen zusammenfassen. Ein Konto bei Swisslos Sporttip oder bei Jouez Sport, je nach Wohnsitzgebiet, mit Ausweispruefung und einmaliger Registrierung. Die Wahl zwischen Einzelwette, Kombiwette, Systemwette und Langzeitwette, mit Mindesteinsatz CHF 1 und Höchsteinsatz CHF 1’000 beziehungsweise CHF 10’000 bei Sporttip. Ein Wettprogramm, das sich auf die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten beschränkt. Ein Kontrollwerkzeug für Verluste, das man selbst vor der ersten Wette einstellt, und eine Spielsperre, die im ganzen Land wirkt. Eine Steuerlage, in der der typische Gewinn steuerfrei bleibt.

Der Vergleich mit den acht Namen rechts davon fällt in einer Hinsicht zugunsten der Schweiz aus und in einer dagegen. Zugunsten: Der Schutz ist vollständig, die Aufsicht ist erreichbar, die Identitätsprüfung ist verbindlich, und eine Spielsperre wirkt über alle Anbieter hinweg. Dagegen: die Auswahl. Zwei Veranstalter, getrennt nach Sprachregion, bedeutet für einen Wettenden ausserhalb des jeweiligen Gebiets null Alternative innerhalb des legalen Rahmens.

Ob dieser Tausch gut ist, entscheidet jeder für sich. Was sich nüchtern sagen lässt, ist die Richtung der Kosten: Bei einem ausländischen Anbieter zahlt man für die breitere Auswahl mit dem Verlust des Rechtswegs und des Sperrregisters, bei einem Schweizer Anbieter zahlt man für den Schutz mit einem schmaleren Programm und einer festgelegten Adresse. Beide Preise sind real. Nur einer von ihnen wird einem Wettenden bewusst sein, wenn er das nächste Mal ein Konto eröffnet.

Häufige Fragen zu Wetten auf die Serie A in der Schweiz

Nur zwei Veranstalter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ausländische Bewilligungen haben hier nach Art. 4 BGS keine Geltung. Ein weiteres Angebot gibt es nicht.

Sind Wetten auf italienischen Fussball von der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten gedeckt?

Fussball steht auf der Liste der bewilligten Sportarten, die Serie A ist damit grundsätzlich wettbar. Die Liste ist aber geschlossen: Ecken- und Kartenmärkte fehlen, ein Esport-Bereich existiert nicht, und nur ausdrücklich genannte Wettbewerbe, Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind Teil des bewilligten Angebots.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Der Rückfluss ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal Quote minus eins. Bei CHF 20 Einsatz und Quote 2.10 ergibt das CHF 42 Rückfluss und CHF 22 Gewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einem einzigen Preis.

Was bedeutet die Marge in den Quoten für Meister- und Langzeitwetten?

Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, der im Preis steckt und nicht ausbezahlt wird. Sie ergibt sich als 100 Prozent minus der Auszahlungsquote, die sich aus den Kehrwerten aller Quoten eines Marktes berechnet. Bei Langzeitwetten liegt das Kapital monatelang fest, während der Abzug bereits im Preis eingerechnet ist.

Was gehört bei Fussballwetten zur regulären Spielzeit, und zählt die Nachspielzeit mit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer, beim Fussball etwa 90 Minuten, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Der Ausgang nach 90 Minuten entscheidet also den Regelfall.

Ab welchem Betrag wird ein Gewinn aus Sporttip oder Jouez Sport besteuert, und was gilt je nach Kanton?

Bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn bleibt der Gewinn einkommenssteuerfrei; ab 1. Januar 2026 liegt der Bundesfreibetrag bei CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400. Darüber behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich — je nach Kanton.

Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»