Lucky 31 Wetten in der Schweiz: eine Systemwette, die jeden Fehler mitbezahlt

Updated Oktober 2026
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Ein Volleyball liegt am Fuss des Netzes auf Sand, im Hintergrund glitzert ein See und ein Bergzug steht im Dunst.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Veranstalterbewilligungen nach dem Geldspielgesetz geprüft, wie sie die Gespa führt.

Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf 5 Auswahlen mit insgesamt 31 einzelnen Wetten: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette.

Fünf Auswahlen, ein Wettschein, 31 Wetten — und keine einzige davon überlebt einen Totalausfall. Wer eine Lucky 31 spielt, kauft sich ein Paket, in dem jede Kombination aus seinen fünf Tipps bereits enthalten ist: jede Einzelwette, jedes Doppel, jede Dreiergruppe, jede Vierergruppe und die eine Fünferkombination, auf die alles zuläuft. Das klingt nach Absicherung, und in einem bestimmten Sinn ist es das auch. Es ist nur keine Absicherung gegen den Fehler, den man wirklich macht.

Der Reiz liegt in der Zwischenstufe. Vier Auswahlen mit allen Kombinationen ergeben die Lucky 15, sechs die Lucky 63; übrig bleibt die Fünfergruppe mit ihren 31 Wetten, eine Auswahl mehr als die kleine und eine weniger als die grosse Variante. Zwischen diesen drei Namen liegt der ganze Unterschied in einer einzigen zusätzlichen Voraussage — und in einem Einsatz, der sich vervielfacht.

In der Schweiz hat das eine unmittelbare Folge, die man kennen sollte, bevor man den Wettschein ausfüllt. Sportwetten dürfen hier nur zwei Veranstalter anbieten, und beide setzen eigene Einsatzgrenzen, die genau dann greifen, wenn ein Systemwettschein teuer wird. Eine Lucky 31 ist schnell ein solcher Wettschein. Was sie wirklich bindet, steht deshalb nicht in der Theorie der Wettart, sondern in den Reglementen von Jouez Sport und Sporttip.

Wie die Full-Cover-Wette aufgebaut ist und was sie von ihren Nachbarn trennt

Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette mit fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Wer schon einmal eine «Full Cover» mit Vierzehnern oder Achtzehnern gesehen hat, kennt das Muster: es wird nicht eine Kombination ausgewählt, sondern der ganze Möglichkeitsraum besetzt.

Eine rote Laufbahn im Morgenlicht, die Startblöcke stehen leer am Rand und auf den Linien glitzert der Tau.
Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten).

Die Aufteilung ist vollständig festgelegt und für jeden Anbieter dieselbe: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette, zusammen 31 Wetten. Diese Verteilung hat eine Eigenschaft, die man leicht übersieht. Die Zahl der Wetten pro Stufe steigt bis zur Dreiergruppe und fällt danach wieder, weil sie die Binomialkoeffizienten von fünf spiegelt. Auf der untersten Stufe zahlt man fünf Wetten, auf der dritten zehn — die Mittelschicht des Pakets ist die teuerste, und genau sie trägt am wenigsten.

Für wen das zählt, zeigt ein Blick auf den praktischen Fall. Wer vier von fünf Auswahlen richtig hat, hat bei einer Lucky 15 gerade noch eine einzige Kombination gewonnen. Bei einer Lucky 31 gibt es keine einzige Kombination mehr, die noch vollständig wäre — aber es gibt Gewinne, und zwar aus den Teilmengen der vier Treffer. Wer dagegen fünf aus fünf richtig hat, gewinnt alles auf einmal.

Der Abstand zu den Nachbarn ist eine Auswahl pro Seite. Die Lucky 15 deckt mit 4 Auswahlen 15 Wetten ab, die Lucky 63 mit 6 Auswahlen 63 Wetten. Eine weitere Zahl aus der Familie derselben Wettlogik liegt dazwischen insofern nicht, als die Reihe nur ungerade Zahlen mit Zweierpotenz-Aufbau kennt — 3 Auswahlen ergeben 7 Wetten, 7 Auswahlen bereits 127. Der Sprung von 31 auf 63 ist der teuerste in dieser Reihe; er verdoppelt den Einsatz beinahe und verlangt zusätzlich, dass sechs Tipps alle mindestens brauchbar sind.

Diese Betrachtung ist die Grundlage, auf der alles Weitere steht. Sie entscheidet, wie viel Geld überhaupt im Spiel ist, und damit, welche der Regeln im Abschnitt «Systemwetten-Regeln, Limiten und Auszahlung im Vergleich der Veranstalter» den Wettschein trifft. Wer bei der Zahl der Auswahlen spart, spart nicht am Wettschein — er spart an der Zahl der Wetten, die diesen Wettschein ausmachen.

Lucky 15, Lucky 31, Lucky 63: welche Stufe wann Sinn ergibt

Die drei Namen teilen die Bauweise und unterscheiden sich in einer Zahl, die alles steuert. Wie viele Kombinationen entstehen, ist reine Kombinatorik: bei vier Auswahlen 15, bei fünf 31, bei sechs 63. Aus dieser Reihe folgt unmittelbar, wie sich der Einsatz verhält — er wächst mit der Zahl der Wetten, nicht mit der Zahl der Auswahlen.

Name Auswahlen Wetten Einzelwetten Doppel Dreier Vierfach Fünffach
Lucky 15 4 15 4 6 4 1 —
Lucky 31 5 31 5 10 10 5 1
Lucky 63 6 63 6 15 20 15 6

Die mittlere Spalte ist die, die weh tut. Zwischen der Lucky 15 und der Lucky 31 verdoppelt sich der Einsatz ungefähr, zwischen der Lucky 31 und der Lucky 63 nochmals. Man zahlt also bei jedem Schritt nach oben fast das Doppelte des bisherigen Einsatzes für eine einzige zusätzliche Auswahl. Die Menge des Geldes wächst schneller als die Menge der Information, die man hat.

Genau hier liegt die Entscheidung, die dieses Paket von einem einfachen Kombischein trennt. Wer zwei starke Tipps und drei mittelmässige hat, verliert bei einer Dreifachkombination nichts, was er bei einer Lucky 31 nicht ebenso verlöre. Das Paket belohnt nicht bessere Tipps, sondern mehr Tipps auf mittlerem Niveau — es honoriert die Breite. Hat man drei Voraussagen, bei denen man sich sicher ist und zwei, bei denen man würfelt, kauft man sich mit dem Aufstieg von 15 auf 31 eine Auswahl hinzu, deren Ertragserwartung man selbst nicht kennt.

Dafür gibt es einen Fall, in dem die mittlere Stufe wirklich etwas leistet. Wenn alle fünf Auswahlen ähnlich stark eingeschätzt werden und keine davon ein Ausreisser ist, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass genau vier davon zutreffen, höher als bei jeder anderen Konstellation. Genau diese Vier-Treffer-Lage ist die Situation, die die Lucky 31 am besten bezahlt: sie produziert noch Gewinne aus fünf Teilmengen, während die Lucky 15 bei vier Treffern nur noch eine einzige Wette am Leben hat. Der Vorteil der Fünfergruppe liegt darin, dass vier richtige Tipps aus fünf noch Geld bringen. Fünf richtige aus fünf bleiben der Glücksfall, der sie sind.

So rechnet man den Einsatz und den möglichen Rückfluss eines Scheins

Der Gesamteinsatz folgt direkt aus der Zahl der Wetten: bei einem Einsatz von CHF 1 pro Teilwette bindet eine Lucky 31 CHF 31. Mit CHF 5 pro Linie sind es CHF 155. Der Wert der Zeile auf dem Wettschein ist also nie das, was vom Konto abgeht.

Wer nur einen Teil der Stufen spielen will, kann in manchen Wettscheinen einzelne Kombinationsarten abwählen — dann sinkt die Zahl der Wetten und damit der Einsatz. Das Paket bleibt aber nicht dasselbe: wer die Einzelwetten streicht, hat keine Full-Cover-Wette mehr, sondern eine Kombination mit weniger Stufen.

Die Auszahlung folgt bei Sporttip einer eigenen Rechenregel. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Schein mit 31 Teilwetten fällt diese zweite Rundung 31 Mal an, und sie fällt jedes Mal nach unten. Über 31 Wetten summiert sich das zu einem Betrag, der klein bleibt, aber in eine Richtung wirkt. Wer wissen will, was ein einzelnes Ergebnis wirklich bringt, rechnet es einmal selbst nach, bevor er auf den Wettschein schaut; die Anzeige des Anbieters ist immer schon gerundet.

Ein Beispiel zeigt, wie weit die Spanne zwischen guten und mittleren Auswahlen auseinanderliegt. Angenommen sind fünf Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50, verteilt auf die fünf Positionen, und ein Einsatz von CHF 1 pro Linie, also CHF 31 für den ganzen Schein. Die Zahlen sind eine Rechnung, kein Angebot — kein Anbieter nennt diese Quoten für diese Auswahlen, und die Rechnung zeigt nur, was aus einem solchen Paket unter verschiedenen Annahmen wird.

Bei zwei Auswahlen zu Quote 2.50, zwei zu 2.00 und einer zu 1.50 — alle fünf richtig — ergibt das Produkt der Einzelquoten die Gesamtquote der Fünferkombination, und die Einzelwetten, Doppel, Dreier und Vierergruppen zahlen daneben mit ihren eigenen Produkten. Der Rückfluss liegt in diesem Szenario deutlich über dem Einsatz von CHF 31; das ist die Oberkante der Bandbreite. Sie steht und fällt mit einer einzigen Annahme: dass alle fünf Tipps aufgehen.

Auf der anderen Seite derselben Bandbreite steht der Fall, der einem tatsächlich passiert. Vier Treffer aus fünf, und der niedrigste der Tipps ist der Fehler. Dann ist die Fünfergruppe weg, alle Vierergruppen sind weg — ausser es fallen genau die vier anderen zusammen — und es zahlen nur noch Teilmengen der vier richtigen Voraussagen. Der Rückfluss kann den Einsatz decken oder klar darunter liegen, je nachdem, welche vier übrig geblieben sind. Drei Treffer aus fünf oder zwei sind realistische Ergebnisse und bringen regelmässig nur einen Bruchteil zurück.

Die Bandbreite ist der eigentliche Inhalt dieser Wettart, und sie ist eine Eigenschaft der Struktur. In der Fünferkombination steckt der ganze Gewinn, und in den 30 Teilmengen darunter steckt die Rückversicherung, die diese eine Wette nicht hat. Wer mit dem Gedanken spielt, die Fünferkombination mehrfach zu gewichten, verändert das Paket und nicht die Chance.

Wie sich der Gesamteinsatz bei einem laufenden Schein verändert

Mit 31 Teilwetten ist ein Schein nicht statisch. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — bei einer Meisterschaft nach den Regeln des Wettkampfes —, ist die betroffene Wette ungültig. Bei Einzelwetten wird der Einsatz zurückbezahlt; in Kombinationswetten erhält die abgesagte Voraussage Quote 1.00. Eine Quote von 1.00 verändert die Gesamtquote der Kombination nicht, aber sie nimmt die Voraussage aus dem Spiel: aus einer Vierergruppe wird eine Dreiergruppe, die nur noch die drei verbliebenen Tipps multipliziert.

Die Folge für einen Lucky-31-Schein ist konkret. Bleibt eine der fünf Auswahlen auf Quote 1.00 hängen, kann der Schein noch gewinnen — aber eine Vierergruppe nach der anderen fällt auf drei Treffer wie eine Dreiergruppe zusammen, und nur die Kombinationen, die die betroffene Auswahl nicht enthalten, behalten ihre volle Höhe. Das ist keine Panne, sondern eine Abbildung der ursprünglichen Logik des Pakets, und sie zeigt gut, wie stark die oberen Stufen an einzelnen Auswahlen hängen — während die unteren Stufen unbeschädigt weiterlaufen. Ein Systemwettschein trägt diese Absicherung ausdrücklich in sich; eine einzelne Kombination kennt sie nicht.

Die 24 möglichen Abschlüsse und warum die Zahl auf dem Schein 31 lautet

Die 31 Wetten sind keine 31 Versuche auf dasselbe Ergebnis, sondern 31 verschiedene Ausschnitte aus denselben fünf Voraussagen. Das ist die Unterscheidung, die den grössten Teil der Verwirrung um diese Wettart erklärt, und sie hat eine unmittelbare Folge für das Geld: die Wetten sind nicht unabhängig, sondern einander stark überlappend.

Im günstigsten Fall tragen alle 31 gleichzeitig. Treffen dagegen nur vier der fünf Voraussagen, dann ist die Fünferkombination verloren und die einzigen lebenden Wetten sind jene, die ausschliesslich die vier richtigen Auswahlen enthalten — eine Einzelwette, sechs Doppel, vier Dreier und eine Vierergruppe, zusammen zwölf Wetten aus vier Auswahlen statt derer fünfzehn in der Lucky 15. Bei drei Treffern bleiben noch ein Einzel, drei Doppel und eine Dreiergruppe. Bei zwei Treffern bleibt ein Doppel. Bei einem Treffer bleibt die Einzelwette.

Wer diese Staffelung einmal durchgeht, versteht, warum die mittleren Stufen mit zehn Wetten doppelt so stark besetzt sind wie Einzel- und Vierergruppen. Sie sind die Stufe, auf der ein Vier-aus-fünf-Ergebnis noch bezahlt wird. Die Vierergruppen dagegen sind die Stufe, die nur bei vier oder fünf Treffern etwas tut, und die Einzelwetten sind der Bodensatz, der den Schein auch bei einem mageren Ergebnis nicht ganz leer ausgehen lässt.

Diese drei Zahlen — Trefferverteilung, Wetten pro Stufe und Einsatz pro Linie — legen zusammen fest, wie der Schein reagiert. Verändern lässt sich nur die dritte davon.

Was die Marge im Preis jeder Quote kostet

Jede Quote im Wettschein ist ein Preis, und in jedem Preis sitzt eine Marge. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze auf diesen Markt, den die Quoten zusammen zurückzahlen, und sie folgt aus der Summe der Kehrwerte der Einzelquoten: ein Markt, in dem die Veranstalterin sämtliche Einsatzbeträge wieder ausschüttet, hätte eine Auszahlungsquote von 100 %; was fehlt, ist die Marge. Auszahlungsquote und Marge sind zwei Blicke auf dieselbe Zahl und addieren sich zu 100 %.

Warum das bei einer Lucky 31 mehr wiegt als bei einer Einzelwette, ist keine Frage der Höflichkeit, sondern der Mechanik. Bei einer Kombination werden die Quoten der Teile multipliziert, und multipliziert wird jedes Mal die Grösse (1 minus Marge) des jeweiligen Marktes. Vier Auswahlen mit je vier Prozent Marge sind nicht vier Prozent Marge — die Hauskante im fertigen Preis steigt mit jeder Voraussage, die man stapelt. Bei fünf Auswahlen und einem Einzelwettensatz, der die Kombination in der Mehrheit der Fälle ausmacht, ist die Marge die zweite unsichtbare Position auf dem Wettschein.

Für ein Paket aus 31 Wetten, in dem Kombinationen den überwiegenden Teil der Positionen stellen, heisst das: die Marge wird nicht einmal bezahlt, sondern in jeder der 31 Positionen. Das ist kein Argument gegen die Wettart, sondern die Erklärung, weshalb sie nur mit Auswahlen funktioniert, die man wirklich für stark hält. Breite füllt keinen Vorteil auf.

Die konkrete Grösse lässt sich nur pro Markt berechnen, weil sie sich aus den Quoten des jeweiligen Marktes ergibt — aus den Quoten von drei Ausgängen, aus den Quoten von fünf, aus den Quoten eines Handicaps. Wer wissen will, wie teuer ein bestimmter Markt ist, braucht die vollständigen Quoten aller Ausgänge dieses Marktes auf einem Wettschein und addiert deren Kehrwerte. Sobald die Summe 1 übersteigt, ist die Differenz die Marge.

Das ist eine Prüfung, die sich in wenigen Augenblicken erledigen lässt und eine Menge über einen Schein sagt. Wer die Summe der Kehrwerte für seinen Markt kennt, weiss, ob die Quoten dieses Anbieters sich für ein Paket mit zehn oder elf Kombinationen überhaupt als Grundlage eignen.

Weshalb Kombinationen an Bedingungen hängen, die Einzelwetten nicht kennen

Bei einer Systemwette werden Quoten multipliziert, und deshalb greifen Regeln, die bei einer Einzelwette folgenlos bleiben. Wer diese Regeln nicht kennt, erlebt sie nicht als Erklärung, sondern als Bescheid nach dem Wochenende.

Am deutlichsten zeigt sich das bei Voraussagen, die nicht unabhängig voneinander sind. Bei Sporttip dürfen voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden; nimmt der Veranstalter irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Zwei Auswahlen aus derselben Partie — Sieger und Torschütze — gehören also nicht in einen normalen Systemschein. Die Rückgabe des Einsatzes ist dabei kein Schaden für den Wettschein, aber auch kein Gewinn.

Ein zweites Feld sind Livewetten. Dort gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Eine Voraussage auf Quote 1.00 verhält sich in einem Systemschein wie eine abgesagte: sie multipliziert nichts mehr. Wer fünf Livewetten zu einer Lucky 31 bündelt, hat damit gerechnet, aber die Regel wirkt für jede der betroffenen Kombinationen gleichzeitig.

Zu wissen gehört auch, was die reguläre Spielzeit umfasst: die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einem Fussballturnier entscheidet das über Sieg und Niederlage mehrerer Teilmengen eines Scheins auf einmal.

Und eine Frist, die den Gewinn betrifft: nicht innert 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemachte Gewinne verfallen zugunsten des Zwecks des Veranstalters; gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache zu erheben. Bei einem Paket aus vielen Positionen reicht eine Position, die man übersehen hat, um die ganze Rechnung zu verändern. Wer seinen Wettschein nach dem Wochenende nicht kontrolliert, verliert nicht die Chance, sondern den Anspruch.

Rechtslage: wer in der Schweiz überhaupt einen Lucky-31-Schein annehmen darf

Hier hört die Rechnung auf, und hier beginnt der Rahmen, in dem sie stattfindet. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern; nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt.

Ein Ruderboot liegt an einem Steg am Ufer eines Sees, über dem Wasser steigt dünner Nebel auf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7'500 Einsatz enthalten.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel nach Art. 21 bis 25 BGS, und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains. Die Nettoerträge gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).

Die beiden Veranstalterinnen teilen sich das Land nach Sprachregionen. Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Daraus folgt die Bedingung, die einen Lucky-31-Schein überhaupt erst möglich oder unmöglich macht: ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wer in Zürich wohnt, kommt online nicht an Jouez Sport; wer in Genf wohnt, nicht an Sporttip. Bei der Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Für einen Wettschein mit 31 Teilwetten ist das die erste Hürde, und sie ist die einzige, die überhaupt nichts mit Sport zu tun hat.

Was gesetzt werden darf, ist ebenfalls begrenzt. Es sind nur Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Das zulässige Angebot ist eine geschlossene Liste — die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder aufs Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, und die Liste zeigt weder Corner- noch Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Ereignisse, an denen mehrheitlich Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Für eine Lucky 31 heisst das vor allem eines: der Möglichkeitsraum, den man mit fünf Auswahlen besetzt, ist kleiner als das, was ausländische Wettscheine anbieten. Wer fünf Voraussagen aus fünf verschiedenen Sportarten zusammenstellt, findet unter Umständen nicht für jede davon einen bewilligten Markt. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht.

Ein ausländischer Anbieter mit Curaçao-, Malta- oder deutscher Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das ist keine Formalität, sondern der Angelpunkt der ganzen Frage. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS sperren (Art. 86 bis 93 BGS); die erste Liste stammt vom 3. September 2019, und Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt — die Gespa nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home namentlich und führt bet365 als auf der Liste geführt.

Für den Alltag eines Wetterscheins bedeutet die Sperrliste etwas sehr Konkretes: die Adresse, die gestern funktioniert hat, kann morgen weg sein, und mit ihr der Zugang zu einem offenen Wettschein. Ob darauf ein Anspruch besteht, regelt nicht das Schweizer Recht, sondern das Recht des Anbieters.

Steuerlich ist die Lage beim bewilligten Anbieter klar. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), und weil der kantonale Freibetrag abweicht, gilt bei Kantonsangaben «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt. Ein typischer Wetter gewinnt weit unterhalb dieser Schwelle; auf dem Gewinn liegt dann weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Für Fragen dazu ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.

Was die Bewilligungspflicht praktisch aus dem Wettschein heraushält

Der Rahmen hat eine Kehrseite, die man beim Ausfüllen eines Scheins mit 31 Positionen deutlicher spürt als bei einer Einzelwette. Zahlungen gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Eine Auszahlung aus einem Systemwettschein landet also auf einem Konto, das auf dieselbe Person lautet — was in der Praxis heisst, dass die Bankverbindung zur geprüften Identität passen muss, bevor überhaupt etwas ankommt.

Wer bei diesen Anbietern kein Konto eröffnen kann, für den ändert sich nicht die Wettart, sondern der Ort: der ausländische Markt kennt Systemwetten mit fünf Auswahlen und teils eine grössere Marktauswahl, aber er kennt auch kein Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und keine Steuerbefreiung nach den Regeln für bewilligte Grossspiele. Das ist keine Warnung, sondern eine Folge, die man in den Preis der Quote einrechnen muss, weil sie im Preis nicht sichtbar ist.

Systemwetten-Regeln, Limiten und Auszahlung im Vergleich der Veranstalter

Die beiden bewilligten Veranstalterinnen sind die einzigen, die eine Lucky 31 in der Schweiz annehmen dürfen. Alles andere auf dem Markt ist eine Domain, die man aufrufen kann und die keine Bewilligung hat. Ausländische Marken werden hier nur deshalb genannt, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen; jede von ihnen trägt die Kennzeichnung «ohne Schweizer Bewilligung», und der Vergleich bewertet sie nach denselben Kriterien.

Marke Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS; Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS; Aufsicht Gespa) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
IviBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS)
bet365 ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS)
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS)
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS)
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS)
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS)
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS)
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung nach eigener Angabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS)

Die Verteilung in dieser Liste ist die eigentliche Nachricht: acht der zehn Marken sind für den entscheidenden Punkt nicht bewertbar, weil sie die Frage nach der Bewilligung schlicht nicht beantworten können. Eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz ohnehin keine Wirkung (Art. 4 BGS), und deshalb steht in diesen acht Zeilen nicht, welche Bewilligung sie hätten, sondern dass keine berichtet ist, die hier etwas verfängt.

Unter den beiden bewilligten Häusern gelten unterschiedliche Einsatzlimiten, und diese Limiten sind der Punkt, an dem ein Lucky-31-Wettschein zuerst an Grenzen stösst.

Swisslos Sporttip Loterie Romande Jouez Sport
Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples
Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten; ein Wettschein mit Multiples höchstens CHF 7’500 Einsatz
Höchstgewinn — CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, zusammen CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples
Quotengrenze — Einzel- oder Gesamtquote mindestens 1.10, höchstens 100’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen

Zwei Zeilen dieses Vergleichs sind für einen Lucky-31-Schein wörtlich zu lesen. Sporttip führt den Höchsteinsatz für eine Systemwette getrennt und setzt ihn mit CHF 10’000 zehnmal höher an als den Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette von CHF 1’000 — eine ausdrückliche Einladung an Systemwetten bis zu dieser Grenze. Jouez Sport dagegen nennt für Multiples keinen eigenen Höchsteinsatz pro Wette, sondern nur die Gesamtschranke von CHF 7’500 Einsatz für einen Wettschein mit Multiples bei CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette.

Die Zahl, die bei 31 Linien zuerst greift, ist in beiden Häusern nicht der Höchsteinsatz pro Wette, sondern der Einsatz pro Linie. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz für Multiples bei CHF 2; wer diesen Satz für alle 31 Positionen wählt, bindet CHF 62 für einen einzigen Schein. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, und bei einem Systemwettschein ist diese Grösse die relevante. Der Unterschied klingt klein und ist es am Schein nicht.

Dazu kommt eine Regel, die man erst am Ende merkt. Beide Häuser können ihre Limiten anpassen: Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer einen Schein über CHF 7’500 bei Jouez Sport zusammenstellt, erfährt am Abschluss, dass er so nicht durchgeht. Auszahlungen folgen der Rundung: bei Sporttip zuerst zwei Nachkommastellen, dann auf 5 Rappen nach unten.

Spielerschutz: was ein Paket aus 31 Wetten für das Konto bedeutet

Ein Paket aus vielen Teilwetten bindet schnell einen grösseren Betrag. Das ist keine moralische Feststellung, sondern eine arithmetische: derselbe Tipp, den man als Einzelwette mit CHF 5 gespielt hätte, zieht als Lucky 31 mit CHF 1 pro Linie CHF 31 vom Spielerkonto. Der Unterschied zwischen dem, was man zu setzen glaubte, und dem, was abgebucht wird, ist der eigentliche Risikotreiber dieser Wettart.

Limiten setzt in der Schweiz der Spielende, nicht der Staat. Die Veranstalterin muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach dem Gesetz nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein gesetzlich festgelegter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das ist die Grenze, die für einen Lucky-31-Spieler wirklich zählt: nicht der Wettschein ist limitiert, sondern der Verlust, den das Konto in einem Zeitfenster tragen darf. Wer in einem Wochenende zwei oder drei solcher Scheine spielt, erreicht die 7-Tage-Limite schneller, als ihm lieb ist.

Dazu kommt die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich nur nach drei Monaten wieder aufheben, und daran ist eine Fachstelle beteiligt (Art. 81 BGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Wer die Limiten des eigenen Kontos nicht kennt, findet sie im Spielerkonto unter dem Bereich für Limiten und Spielerschutz — nicht im Wettschein. Das ist die Stelle, an der man vor dem Aufbau eines Systemscheins nachsehen sollte, und zwar bevor man CHF 31 oder CHF 62 bindet.

Bei den Verkaufsstellen ist der Schutz nicht in dem Mass verlässlich, wie es die Regeln nahelegen. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt, bei denen an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Wer den persönlichen Kontakt als die strengere Kontrolle annimmt, liegt bei diesen Testzahlen daneben. Für einen Systemwettschein mit 31 Positionen ist das insofern relevant, als die Kontrolle an der Kasse genau dann stattfinden müsste, wenn der Betrag gross wird.

Die eigene Identität ist ebenfalls eine Einzelkonto-Frage. Ein Spielerkonto pro Person mit verifizierter Identität (Art. 47 bis 52 VGS); jedes Spielerkonto setzt Volljährigkeit und geprüfte Angaben voraus, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Bei fünf Auswahlen aus fünf Wettkämpfen ist die Wahrscheinlichkeit kleiner als bei einer Massenwette, dass eine davon das eigene Ereignis betrifft — sie ist aber nicht null, und dann fällt eine ganze Spalte von Kombinationen weg.

Fazit: was die Lucky 31 in der Schweiz wirklich leistet

Die Lucky 31 ist eine saubere Konstruktion mit einer unangenehmen Eigenschaft: sie belohnt den vierten richtigen Tipp und bestraft den fünften Fehler nicht mehr als den ersten. Wer fünf Voraussagen hat, die er für ähnlich stark hält, und wer weiss, dass vier davon die Regel und fünf die Ausnahme sind, hat hier ein Paket, das genau diesem Erwartungswert entspricht. Wer weniger als das hat, kauft für CHF 31 ein Paket, dessen oberste Etage ohnehin nie zum Tragen kommt.

In der Schweiz fällt die Wahl der Wettart mit der Wahl des Veranstalters zusammen, und diese Wahl ist keine Geschmacksfrage. Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport sind die beiden Häuser, die eine solche Wette hier annehmen dürfen; sie teilen das Land nach Sprachregionen, und wer im falschen Gebiet wohnt, kommt online nicht an das jeweils andere Konto. Die Einsatzlimiten sind dabei unterschiedlich geschnitten: bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz für Multiples bei CHF 2 pro Linie und die Obergrenze eines Wettscheins bei CHF 7’500 Einsatz, bei Sporttip bei CHF 1 pro Linie und CHF 10’000 für eine Systemwette. Wer einen niedrigen Linieneinsatz braucht, ist bei Sporttip besser aufgehoben; wer aus der Westschweiz kommt, hat ohnehin keine Wahl.

Das Beispiel mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 auf einem Einsatz von CHF 31 zeigt die Spanne deutlicher als jede Beschreibung. Alle fünf richtig, und der Rückfluss liegt bei einer Summe, die in die Hunderte geht. Vier richtig, und es bleibt ein Bruchteil des Einsatzes oder weniger. Beides gehört zur selben Wette, und beides ist in der Struktur angelegt, nicht im Glück des Tages. Die Zahlen sind eine Rechnung, kein Angebot und keine Prognose.

Was bei den acht ausländischen Marken fehlt, ist nicht eine einzelne Bewilligung, sondern der ganze Rahmen, an dem eine Beschwerde, eine Sperrliste und eine Steuerbefreiung hängen. Die Konsequenz zeigt sich nicht beim Setzen, sondern nachher. Und die Sperrliste der Gespa ist der Grund, weshalb «nachher» bei diesen Anbietern nicht garantiert ist: die Domain kann innert Stunden verschwinden, ein offener Wettschein mit ihr.

Wer sich heute für einen Schein mit fünf Auswahlen entscheidet, entscheidet also über mehr als die Zahl der Linien. Er entscheidet, unter welchem Recht er gewinnt, wer zahlt, wenn etwas schiefläuft, und ob die Bankverbindung zu seinem Namen passen muss. Die Zahl 31 steht am Ende dieser Kette, nicht am Anfang.

Häufige Fragen zur Lucky 31

Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?

Sie braucht genau fünf Auswahlen und deckt alle Kombinationen ab, die daraus gebildet werden können. Damit umfasst sie 31 einzelne Wetten: fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreier, fünf Vierfach- und eine Fünffachwette. Die Einzelwetten sind ausdrücklich enthalten, und deshalb zählt sie zu den Full-Cover-Wetten.

Wie verteilen sich die 31 Wetten auf Einzelwetten, Doppel, Dreier, Vierfach- und Fünffachwette?

Auf fünf Auswahlen gibt es fünf Einzelwetten, zehn mögliche Paare, zehn mögliche Dreiergruppen, fünf mögliche Vierergruppen und eine Fünfergruppe; zusammen sind das 31 Positionen. Die Zahl der Wetten ist pro Stufe durch die Kombinatorik festgelegt, nicht durch den einzelnen Wettschein. Bei vier Treffern aus fünf bleiben zwölf dieser Positionen am Leben.

Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?

Sie unterscheiden sich in der Zahl der Auswahlen und damit in der Zahl der Wetten. Die Lucky 15 deckt vier Auswahlen mit 15 Wetten ab, die Lucky 31 fünf Auswahlen mit 31 Wetten, die Lucky 63 sechs Auswahlen mit 63 Wetten. Der Sprung nach oben verdoppelt etwa den Gesamteinsatz.

Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?

Man multipliziert den Einsatz pro Linie mit 31. Bei CHF 1 pro Teilwette bindet eine Lucky 31 also CHF 31, bei CHF 5 pro Linie CHF 155. Der Gesamteinsatz ist die Zahl der Wetten mal der Einsatz pro Wette; die Mitteilung über den Kontostand ist die zuverlässige Kontrolle.

Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Zusätzlich gibt es eine Obergrenze für den Gewinn.

Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?

Die Marge ist die Differenz zwischen dem Einsatz aller Wettenden und dem Betrag, den die Quoten eines Marktes zusammen zurückzahlen; zusammen mit der Auszahlungsquote ergibt sie 100 %. Bei einer Kombination werden die Nettogrössen der beteiligten Märkte multipliziert, weshalb die Marge mit jeder zusätzlichen Voraussage im fertigen Preis steigt.

Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»