Trixie-Wette einfach erklärt — vier Wetten aus drei Tipps, und ein Land mit zwei Anbietern
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Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen wurden gegen die Informationen der Gespa und der beiden bewilligten Veranstalter geprüft.
Drei Tipps, vier Wetten, ein Wettschein. Die Trixie ist keine Zauberei, sondern eine Rechenregel: Alle Zweier-Kombinationen, die sich aus drei Auswahlen bilden lassen, plus die eine Dreier-Kombination. Wer drei Spiele tippt und sie einzeln setzt, hat drei Wetten im Rennen. Wer sie als Trixie setzt, hat vier — und zahlt auch vier. Das ist der ganze Trick, und er ist der Grund, weshalb sich die Frage nach der Trixie in der Schweiz nicht an einer Quote entscheidet, sondern an einer Liste.
Denn hierzulande darf Sportwetten nur veranstalten, wer eine Bewilligung hat, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ob eine Trixie, eine Patent-Wette oder eine andere Systemwette überhaupt angeboten wird, steht deshalb nicht in einem Vergleichsportal, sondern im Programm dieser beiden Häuser und in der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa. Wer auf einer Seite liest, zehn Buchmacher hätten «Systemwetten im Angebot», liest über Anbieter ohne Schweizer Bewilligung und über ein Geschäft, das nach Schweizer Recht strafbar ist.
Die zweite Sache, die diese Seite von einer Werbebroschüre unterscheidet: Der Gesamteinsatz ist das Vierfache, und die Chance, mit zwei von drei Tipps Geld zu machen, ist dünner, als die Werbung für Kombiwetten suggeriert. Vier Wetten auf drei Ergebnisse bedeuten nicht vier Mal Gewinn. Sie bedeuten, dass drei Teilwetten gar nichts wert sind, sobald ein Tipp daneben liegt.
Grundlagen: wie aus drei Tipps vier Wetten werden
Eine Trixie besteht aus drei Auswahlen und deckt alle Mehrfachwetten ab, die sich daraus bilden lassen: die drei Paare AB, AC und BC sowie die Dreier-Kombination ABC. Vier Wetten, so weit ist die Mechanik harmlos. Der Aufwand liegt nicht im Verstehen, sondern im Bezahlen.

Nimmt man den Einsatz pro Linie als Bezugsgrösse, ergibt sich der Gesamteinsatz aus dieser Zahl mal vier. Bei CHF 1 pro Linie sind das CHF 4, bei CHF 5 pro Linie CHF 20, bei CHF 20 pro Linie CHF 80. Sporttip lässt Systemwetten bis zu einem Höchsteinsatz von CHF 10’000 zu, während eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 gedeckelt ist — die Systemwette darf also rund das Zehnfache bewegen. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer in der Westschweiz mit einem Wettschein mehrere Multiples streut, merkt erst am Tresen, dass nicht die einzelne Kombination den Rahmen setzt, sondern der ganze Schein.
Der Mindesteinsatz ist der zweite Bremsklotz. Bei Sporttip liegt er für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, online bei Jouez Sport bei CHF 2, in den Verkaufsstellen bei CHF 3. Bei einem Einsatz pro Linie von CHF 1 verlangt eine Trixie also bereits CHF 4 auf dem Schein; wer die Linien einzeln mit dem Minimum bedient, landet beim gleichen Betrag, hat aber vier Positionen statt drei.
Systemwette, Kombination, Einzelwette, Patent: was die vier unterscheidet
Die Einzelwette ist die Referenz. Ein Tipp, eine Wette, ein Ergebnis. Fällt er aus, ist der Einsatz weg, alles andere bleibt davon unberührt.
Die Kombiwette bündelt zwei bis zehn Voraussagen in einer einzigen Wette: Alle müssen eintreffen, sonst verliert der ganze Schein. Bei Jouez Sport liegt diese Spanne ausdrücklich bei 2 bis 10 Voraussagen, und die Gesamtquote darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Kombi ist damit das andere Extrem zur Trixie: weniger Einsatz, aber kein Spielraum nach unten.
Die Systemwette — und die Trixie ist eine — spielt nicht eine Auswahl aus allen möglichen Kombinationen, sondern alle. Sie deckt die Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen vollständig ab. Genau das ist der Sinn des Wortes «Full Cover», und genau daraus folgt, dass ein einzelner Fehlgriff nicht den ganzen Schein tötet.
Das Patent macht aus derselben Idee eine grössere Familie. Es nimmt drei Tipps und spielt drei Zweier-, eine Dreier- plus drei Einzelwetten — sieben Wetten. Der Unterschied liegt nicht im Prinzip, sondern in den drei Einzelwetten, die bei der Trixie fehlen. Die Patent-Variante kostet also 7 Einsätze pro Linie; bei CHF 1 pro Linie wären das CHF 7, und die zwei zusätzlichen Wetten gegenüber der Trixie sind genau die zwei, die noch Geld zurückholen, wenn nur ein Tipp sitzt.
Diese Zusatzlinien sind kein Bonus, sondern ein Kauf. Man bezahlt zwei zusätzliche Linien, um den Fall «nur ein Tipp trifft» nicht vollständig abzuschreiben — und weil jede dieser Linien dieselbe Marge trägt wie alle anderen, ist dieser Trost nicht gratis.
Was eine Trixie bei einem Einsatz pro Linie wirklich kostet
Setzt man eine Trixie mit einem festen Einsatz pro Teilwette, multipliziert sich der Einsatz mit vier. Das ist keine Rundungsfrage und keine versteckte Gebühr, sondern die Definition: vier Wetten, vier Einsätze. Die Zahl, die auf dem Konto verschwindet, ist die vierfache Einsatzhöhe — und zwar unabhängig davon, wie gut die Tipps sind.
Interessant wird es, wenn man nicht pro Linie rechnet, sondern vom Budget her. Wer CHF 20 für ein Wochenende abstellen will, kann sie als vier Linien zu CHF 5 setzen oder als drei Einzelwetten zu je CHF 6.66. Beide Varianten riskieren denselben Betrag. Die erste streut ihn auf die Kombinationen, die zweite auf die Ergebnisse. Bei der zweiten kommt man mit einem Treffer aus dem Minus heraus. Bei der ersten nicht: Ein einziger Treffer ist in der Trixie wertlos, weil jede ihrer vier Linien mindestens zwei richtige Tipps braucht.
Die Teilwetten sind dabei nicht gleichgewichtig, was den Ausgang angeht. Die Dreier-Kombination fällt, sobald ein Tipp daneben liegt. Von den drei Zweier-Kombinationen überlebt bei einem Fehler keine einzige — der Fehler steckt in zwei Paaren und im Dreier. Genau das ist der Kern der Sache, und er ist mit einer Tabelle in diesem Abschnitt nicht zu umgehen.
AUf der anderen Seite: Wer drei Tipps hat und sicher ist, dass mindestens zwei davon sitzen, kauft sich mit der Trixie eine Position, die eine Kombi nicht hat. Sobald alle drei Auswahlen eintreffen, zahlt die Dreier-Kombination am meisten — aber sie ist eine von vier Linien. Die anderen drei laufen nebenher und tragen den Aufschlag.
Nebenwirkungen: was der Gesamteinsatz mit dem Spielerschutz macht
Der vierfache Einsatz ist nicht nur eine Rechengrösse, sondern die eigentliche Schutzfrage einer Systemwette. Wer gewohnt ist, CHF 5 auf eine Kombi zu legen, ist bei derselben Trixie mit CHF 20 im Spiel — ohne dass sich am Wettschein etwas Dramatisches geändert hätte. Mehrere Teilwetten vervielfachen den Gesamteinsatz; genau darum gehören selbst gesetzte Verlustlimiten und ein fester Wetteinsatz zu jeder Systemwette.
Die Schweiz überlässt die Limiten nicht dem Zufall und auch nicht dem Anbieter allein. Der Veranstalter muss von den Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach einer Wartezeit. Swisslos und Loterie Romande handhaben diese Wartezeit in ihren eigenen Bedingungen mit 72 Stunden. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für je 30 Tage einrichten.
Wer mit dem Gedanken spielt, mit einem festen Wetteinsatz pro Linie zu arbeiten, sollte diesen Betrag an der Limite ausrichten und nicht an der Zahl der Linien. Eine Trixie mit CHF 5 pro Linie braucht CHF 20 Platz in der Limite. Wer die Limite auf CHF 20 pro Woche setzt und den Vierfach-Einsatz nicht mitrechnet, hat sie nach einer einzigen Wette ausgeschöpft.
Sperren, Register und was eine Sperre bedeutet
Swisslos lässt den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben wird. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder lösen, und eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss ohnehin möglich sein.
Das ist der Punkt, an dem sich Schweizer von ausländischen Angeboten am deutlichsten unterscheiden — nicht im Wettprogramm, sondern darin, was gilt, wenn jemand die Kontrolle verliert. Marken ohne Schweizer Bewilligung hängen nicht am hiesigen Sperrregister und bieten keinen Schweizer Rechtsweg. Für die Sperre gilt: Wer sich sperren lässt, sollte wissen, dass eine Senkung der Limiten sofort greift, eine Erhöhung nicht — die Regel ist bewusst in eine Richtung gebaut.
Ein Wort zur Praxis der Verkaufsstellen, weil sie gern als Beweis für strenge Kontrollen angeführt wird: Testkäufe der Gespa im Jahr 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Von einer lückenlosen Kontrolle am Tresen kann keine Rede sein. Wer sein Konto online führt, ist auf die Ausweispruefung angewiesen, die bei der Registrierung stattfindet.
Das Patent und die anderen Systemfamilien
Wer die Trixie kennt, kennt noch nicht die Familie, in die sie gehört. In der Schweiz stösst man am schnellsten auf das Patent, weil es aus derselben Idee eine grössere Zahl an Linien macht — und weil es die Frage beantwortet, was passiert, wenn nur ein Tipp sitzt.
Die Systematisierung folgt einer einfachen Logik: Wer mehr Auswahlen miteinander verknüpft, produziert mehr Kombinationen und damit mehr Linien. Bei drei Auswahlen sind es vier Wetten in der Trixie und sieben im Patent. Der Aufpreis des Patents sind drei Einzelwetten, und die sind der einzige Teil eines Systems, der bei genau einem richtigen Tipp noch etwas zurückbringt.
Für die Praxis heisst das: Die Trixie ist die schlanke Version. Sie verzichtet auf den billigen Trost der Einzelwetten und konzentriert das Geld auf die Kombinationen. Das Patent verteilt es breiter auf Kosten des Einsatzes.
Spannend wird die Grenze nach oben. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, und eine Gesamtquote von 100’000 darf nicht überschritten werden. Jede weitere Auswahl in einer full-cover-Systemwette lässt die Zahl der Linien überproportional steigen, sodass der Einsatz schneller wächst als die Zahl der Tipps. Wer bei drei Auswahlen bleibt und die Linien klein hält, hat den Teil des Systems im Griff, der wirklich zählt.
Rechtslage: wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten darf
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Die Gespa-Landschaft ist klein und klar: Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt. Das sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; sie führt nur die Sperrliste mit blockierten ausländischen Domains. Wer nach einer «dritten Bewilligung» sucht, sucht nach etwas, das nicht existiert.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.
Das hat eine Folge, die man nicht überspringen sollte. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und praktisch auch im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wer in Zürich wohnt, hat bei Jouez Sport kein Konto. Wer in Genf wohnt, keines bei Sporttip. Die Adresse entscheidet den Anbieter, nicht der Geschmack.
Was in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf
Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt in ihrer Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026) auf, was gespielt werden darf. Qualifikationsrunden nur, wenn sie genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind nie dabei. Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.
Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Nur Sportereignisse. Das ist eine wichtige Schranke für alle, die von ausländischen Portalen her kommen, wo exotische Märkte selbstverständlich wirken.
Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Beim Livewetten zählt der Zeitstempel, und der liegt beim Anbieter.
Cash-Out ist nicht reguliert, sondern Sache des Veranstalters. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.
Bewilligung, Wohnsitz und die Grenze für Auswärtige
Die Bewilligung eines ausländischen Anbieters — ob Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Aufsicht und keine Fairness-Kontrolle.
Dazu kommt die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste erschien am 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa selbst Domain-Hopping nennt und bei dem sie unter anderem Interwetten und Bet-at-Home nennt; auch bet365 steht auf der Liste.
Die ehrliche Bilanz lautet nicht «sicher gegen unsicher». Wer ohne Schweizer Bewilligung spielt, bekommt keinen Schweizer Rechtsweg, hängt nicht am Sperrregister und muss ausländische Gewinne nach kantonaler Praxis versteuern. Wer bei einem der beiden Veranstalter spielt, bekommt Aufsicht und Schutz — dafür nur zwei Häuser, eine geschlossene Liste an Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzpflicht und eine Identitätsprüfung. Beide Varianten haben einen Preis, und keine ist von sich aus die vernünftige Wahl.
Steuern auf Gewinne: wo die Freibeträge liegen
Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Auf Bundesebene liegt dieser Betrag ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, «je nach Kanton» — eine einzelne Kantonszahl wäre hier falsch. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird.
Eine typische Trixie liegt weit unter diesen Beträgen. Für sie fallen keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer an. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht — wer das Gegenteil liest, liest über ein anderes Land. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, werden aber nach der kantonalen Praxis etwa des Kantons Thurgau unabhängig von der Höhe als volles Einkommen behandelt.
Das ist allgemeine Information, keine Steuerberatung. Für den eigenen Fall bleibt der Weg über eine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.
Von der Wette zum Geld: Einzahlung, Auszahlung, Guthaben
Wer Sporttip online nutzt, führt ein Spielkonto, und dieses Konto hat Regeln. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder per Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet dafür unter anderem PostFinance Pay an, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.
Bei der Auszahlung gelten zwei Dinge, die man vorher wissen sollte. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Und grundsätzlich gilt: Auszahlungen und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers — anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht. Kredite an Spielende sind verboten.
Wer das Wallet als kurzfristigen Speicher für die nächste Trixie nutzt, sollte die Kommissionsgrenze mitdenken. Zwei kostenlose Auszahlungen pro Jahr sind schnell verbraucht, wenn man sein Guthaben laufend hin und her schiebt.
Was von einem Gewinn nach einem Ausfall bleibt
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Für eine Trixie heisst das: Die betroffene Linie rechnet mit 1.00 statt mit der Quote, und das kann aus einer gewinnbringenden Kombination eine Nullnummer machen, weil das Produkt der Quoten kleiner wird. Klassisch übersehen wird, dass eine verschobene Partie damit nicht nur die eine Linie trifft, in der sie steckt, sondern in einer Trixie gleich mehrere.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — beim Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer bei einem Pokalspiel auf den Sieger tippt, sollte wissen, welche Version des Ergebnisses sein Schein meint.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für eine Trixie bedeutet das: Die Linien müssen aus unabhängigen Ereignissen bestehen, sonst steht am Ende eine Rückzahlung statt eines Gewinns. Dasselbe gilt für die Person, die am Ereignis als Wettkämpferin teilnimmt — sie darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Nicht abgeholt ist verloren. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Das ist kürzer, als es klingt.
Wettarten, Märkte und Quoten für eine Trixie
Eine Trixie braucht drei Auswahlen, und die Auswahlen entscheiden mehr über das Ergebnis als die Bauart des Systems. Nicht jeder Markt passt zu einer Kombination, und manche passen besonders schlecht.
Der Grund liegt in der Kombination selbst. Eine Trixie ist nur dann sinnvoll, wenn die drei Tipps in einem Produkt nebeneinander stehen können, ohne dass sich ein Faktor zwischen sie drückt. Ein Handicap mit 1.85 und ein Handicap mit 1.55 und ein Handicap mit 1.90 ergeben zusammen ein anderes Bild als drei unterschiedliche Märkte. Wer alle drei Tipps aus derselben Sportart und derselben Partie zieht, riskiert zudem, dass ein einziges Ereignis alle Linien mitreisst.
Bei Sporttip gibt es für Kombinationen einen Boost. Er gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Auf den Nettogewinn gibt es 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Eine Trixie kommt über diesen Mechanismus nicht an einen Zusatz, denn ihre drei Auswahlen bleiben unter der Schwelle von vier — wer den Boost will, muss mehr Linien in einem Papier unterbringen, als eine Trixie bietet.
Anders die Quoten- und Profitboosts. Quotenboosts gelten bei Sporttip nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer eine Trixie mit einem Quotenboost verknüpfen möchte, merkt spätestens hier, dass die beiden Werkzeuge für verschiedene Scheine gebaut sind: Der Boost lebt in der Einzelwette, die Trixie lebt von der Kombination.
Wie eine Trixie bei zwei richtigen Tipps noch Gewinn machen kann
Das ist die Frage, die über den Nutzen der ganzen Bauart entscheidet, und die Antwort ist unangenehm schmal. Wenn von drei Tipps zwei eintreffen und einer verliert, gewinnt bei einer Trixie genau eine Linie — die Zweier-Kombination aus den beiden richtigen. Die andere enthält den Fehler und ist tot. Die Dreier-Kombination ebenfalls. Aus vier Wetten wird also eine einzige, und der Gesamteinsatz von vier Linien muss von einem einzigen Gewinn zurückgeholt werden.
Ob das reicht, hängt an zwei Zahlen: der Quote des Gewinns und der Einsatzhöhe pro Linie. Sind die beiden treffenden Tipps mit 1.50 und 2.50 bequem, spielt die Kombination 3.75; bei einem Einsatz von CHF 1 pro Linie wurden CHF 4 gesetzt, und die eine treffende Linie lässt daraus CHF 3.75 werden. Der Rückfluss liegt damit unter dem Einsatz, und das ist keine Pechgeschichte, sondern der Normalfall, wenn die Quoten der beiden Treffer klein sind. Nur wenn die Kombination der beiden über den vierfachen Einsatz pro Linie steigt, bleibt unter dem Strich etwas übrig — die Schwellenrechnung ist einzig und allein der Vergleich der Zweier-Quote mit der Zahl 4.
Wer umgekehrt davon ausgeht, dass zwei der drei Tipps sicher sitzen, rechnet falsch herum. Nicht die Zahl der Treffer entscheidet, sondern die Frage, welche Linie sie treffen. Ein Fehler in dem Tipp, der die kleinste Quote trägt, kostet weniger als ein Fehler in dem mit der grössten — weil die Dreier-Kombination, die bei drei Treffern den Löwenanteil liefert, in beiden Fällen wegfällt, während die Zweier-Quote sich unterschiedlich schmerzhaft verändert.
Was unabhängige Ereignisse mit einer Trixie machen
Eine Trixie aus drei unabhängigen Ereignissen ist die saubere Version. Drei verschiedene Spiele, drei verschiedene Sportarten, drei verschiedene Anstösse — dann fällt nicht alles auf einmal.
Die Schweizer Regeln erzwingen einen Teil dieser Disziplin ohnehin. Zusammengehörige Ereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; ohne sie riskiert man, dass die gesamte Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet wird. Das ist eine der wenigen Regeln, die einem schlecht gebauten Schein direkt das Leben schwer macht.
Zusätzlich lohnt ein Blick auf die Anstosszeiten. Eine Trixie, deren drei Spiele innerhalb einer Stunde angepfiffen werden, ist ein Abend mit vier laufenden Linien und keiner Möglichkeit, unter dem Eindruck des ersten Ergebnisses noch etwas zu ändern. Bei Cash-Out gibt es immerhin einen Ausweg vor Spielbeginn und live, aber nur online, nur als vollständiges Cash-Out und ohne Garantie für jeden Markt — und der angebotene Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn.
Die Schweizer Veranstalter und zehn Plattformen im Vergleich
Die folgende Einordnung trennt zwei Dinge, die nicht vermischt werden dürfen: die beiden Veranstalter mit Schweizer Bewilligung und eine Reihe ausländischer Plattformen, die Schweizer Spielende antreffen, aber keine Bewilligung haben. Die Reihenfolge folgt der Grösse und Bedeutung der Häuser, nicht einer Rangliste der Quoten.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter oder angegebene Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos (Sporttip) | Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa | Swisslos, Basel; Vertragsgebiet mit 20 Kantonen, Tessin und Liechtenstein |
| Loterie Romande (Jouez Sport) | Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Lausanne; sechs Westschweizer Kantone |
| Cloudbet | keine Schweizer Bewilligung | angegebene Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| Rollbit | keine Schweizer Bewilligung | angegebene Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| Sportaza | keine Schweizer Bewilligung | angegebene Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| 22Bet | keine Schweizer Bewilligung | angegebene Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| HornetBet | keine Schweizer Bewilligung | angegebene Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| BDMBet | keine Schweizer Bewilligung | angegebene Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| 20Bet | keine Schweizer Bewilligung | angegebene Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
| Betify | keine Schweizer Bewilligung | angegebene Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz |
Die Spanne in dieser Tabelle ist grösser, als sie aussieht. Zwischen der ersten und der dritten Zeile liegt nicht ein Unterschied im Service, sondern ein Unterschied in dem, was gilt: Über den beiden Schweizer Häusern steht eine Aufsicht, ein Sperrregister und ein Rechtsweg, über den ausländischen Marken nichts davon. Was die acht Plattformen ohne Bewilligung in der Schweiz rechtlich sind, sagt nicht ihre eigene Selbstdarstellung, sondern die Liste der blockierten Domains. Wer dort ein Konto führt und sich beschwert, beschwert sich bei niemandem mit Zuständigkeit.
Umgekehrt ist die Enge der ersten beiden Zeilen der Preis für denselben Schutz. Zwei Häuser, zwei Vertragsgebiete, kein freier Wettbewerb um den Schweizer Spielenden. Wer in Appenzell Innerrhoden wohnt und Jouez Sport nutzen will, kann das nicht. Wer in Genf wohnt und Sporttip nutzen will, ebenso wenig.
Swisslos und Sporttip: der Platzhirsch mit eigener Logik
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019. Das Wettangebot läuft unter dem Namen Sporttip bei Swisslos, und die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter der Aufsicht der Gespa.
Das Vertragsgebiet ist gross und eigenwillig geschnitten: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet möglich. Für die Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Die Einsatzgrenzen sind der Bereich, in dem Sporttip den klarsten Vorteil hat, wenn man grosse Systeme spielen will. Eine Einzel- oder Kombinationswette bewegt zwischen CHF 1 und CHF 1’000; eine Systemwette bis zu CHF 10’000. Das ist die relevante Zahl für eine Trixie mit hohen Linien, und sie liegt weit über dem, was der Westschweizer Veranstalter erlaubt.
Sporttip zeigt ausserdem die umfangreicheren Nebenfunktionen. Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur vollständig. Ein Kombiboost, der bei Systemwetten greift, aber erst ab vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 — für eine Trixie also zu hoch angesetzt. Quoten- und Profitboosts, die auf Einzelwetten zielen und bei einem Cash-Out verfallen. Und dazu klare Regeln zum Umgang mit abgesagten oder verschobenen Ereignissen.
Das Urteil über Swisslos fällt bei den Limiten. Wer Systemwetten mit Linien im Bereich mehrerer Hundert Franken spielen will, kommt an Sporttip in der Schweiz nicht vorbei; CHF 10’000 pro Systemwette sind die Grenze, die das Geschäft überhaupt machbar macht. Der Preis dafür ist ein Programmkatalog, der genau das bleiben muss, was die Gespa-Liste zulässt — und das ist keine Auswahl, die man mit ausländischen Portalen vergleicht.
Loterie Romande und Jouez Sport: das Westschweizer Pendant
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung ist dieselbe Art: eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter Gespa-Aufsicht.
Die Einsätze sind deutlich kleiner dimensioniert. Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in den Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Der eigentliche Unterschied zu Sporttip liegt nicht nur in der Zahl, sondern in der Bauweise der Limite. Bei Sporttip ist die Grenze an die einzelne Wette gebunden, bei Jouez Sport zusätzlich an den ganzen Wettschein. Wer einen Schein mit mehreren Multiples füllt, kann deshalb innerhalb der Regeln bleiben und trotzdem an die Scheinlimite stossen, lange bevor eine einzelne Kombination den Höchsteinsatz erreicht.
Dazu kommen die Gewinngrenzen: Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Das Urteil über Jouez Sport dreht sich um die Minimumgrenzen. Für eine Trixie mit kleinen Linien — drei Auswahlen zu je zwei Franken — ist das Haus zugänglich und die Rechnung sauber bis CHF 500 pro Kombiwette. Wer mit einem Schein mehrere Multiples streut, sollte die Summe vorher überschlagen: Die Schweizer Regeln erlauben keine Kulanz, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Die Plattformen ohne Schweizer Bewilligung
Die acht folgenden Marken sind Schweizer Spielenden bekannt und werden nach denselben Kriterien eingeordnet: ob sie Sportwetten anbieten, wie ihre Programme aufgebaut sind und was sie kosten. Eines haben sie gemeinsam, und es ist der wichtigste Punkt an ihnen. Keine von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung, und nach Schweizer Recht dürfen nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten veranstalten.
Cloudbet: internationaler Anbieter ohne Schweizer Zulassung
Cloudbet ist eine international ausgerichtete Plattform, die Schweizer ohne Schweizer Bewilligung betreiben — die angegebene Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Die Marke hängt nicht am Schweizer Sperrregister, und einen Schweizer Rechtsweg gibt es nicht; ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.
Wer Sportwetten über die Grenze sucht, wird bei Marken wie dieser schneller fündig als im eigenen Kanton, und das ist der eigentliche Reiz. Der Preis dafür ist der Verlust jeder Durchsetzung: Bei einer Streitigkeit über eine Auszahlung steht keine Aufsicht hinter dem Anspruch. Für Leser, die Wert auf nachvollziehbare Regeln legen, ist das eine Ausgangslage, die kein Wettprogramm aufwiegt.
Das Urteil lautet: für Spieler mit Sitz in der Schweiz kein Ersatz für einen bewilligten Veranstalter.
Rollbit: Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Rollbit gehört zu den ausländischen Angeboten, die im Schweizer Markt sichtbar sind, ohne eine Bewilligung zu haben. Die Bewilligungslage ist wie bei den anderen Marken dieses Blocks: eine angegebene Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz.
Die Folge ist nicht nur formal. Wer bei einer solchen Plattform spielt, ist nicht im Schweizer Sperrregister erfasst, was im Krisenfall gegen ihn arbeitet, und die Domains können jederzeit aus der DNS-Auflösung verschwinden. Ein Konto kann also ohne Zutun des Nutzers unerreichbar werden.
Das Urteil lautet: nur mit dem Bewusstsein, dass keine Schweizer Stelle für Ansprüche zuständig ist.
Sportaza: ausländisches Angebot ohne Schweizer Permit
Sportaza tritt als internationale Plattform auf und fällt unter dieselbe Einordnung. Eine Schweizer Bewilligung besteht nicht, und sie kann nach dem Geldspielgesetz auch nicht bestehen.
Die Frage, die sich für einen Leser stellt, ist nicht, ob diese Plattform funktioniert — sondern was passiert, wenn sie nicht funktioniert. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern gibt es eine Beschwerdestelle und eine Frist. Wohin diese Frist führt. Wo es keine gibt, gibt es auch kein Kriterium, an dem ein Leser seine Entscheidung festmachen könnte. Die Verfallsregeln für Gewinne — bei Sporttip 26 Wochen ab Bekanntmachung der Wettauswertung — sind genau das: Regeln eines bewilligten Veranstalters, an die sich niemand ohne Bewilligung halten muss.
Das Urteil lautet: kein Weg für Schweizer Spielende, die einen Rechtsweg brauchen.
22Bet: internationaler Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung
22Bet ist eine der bekannteren internationalen Marken und wird von Schweizer Spielenden regelmässig angetroffen. Eine Schweizer Bewilligung hat sie nicht.
Interessant ist hier ein Nebeneffekt der Schweizer Regelung. Weil die Gespa keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher führt, gibt es für den Leser keine amtliche Positivliste, gegen die er eine Marke prüfen könnte. Was bleibt, ist die Sperrliste — und wer dort steht, steht nicht zum Spass dort. Interwetten, Bet-at-Home und bet365 nennt die Gespa im Zusammenhang mit Domain-Hopping; die Liste umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains. Wer prüfen will, wo eine Plattform steht, findet diese Liste bei der Gespa.
Das Urteil lautet: eine bekannte Marke, aber ohne Geltung einer Bewilligung in der Schweiz.
HornetBet: Krypto-nahes Angebot ohne Schweizer Zulassung
HornetBet gehört zu den Plattformen, die sich an ein internationales Publikum richten und in der Schweiz keine Bewilligung haben. Die Bewilligungslage ist unverändert offen: nicht nachgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz.
Der Punkt, der bei Krypto-nahen Angeboten regelmässig überlesen wird, ist die Auszahlung. Im bewilligten Schweizer Markt gibt es keine anonymen oder Krypto-Auszahlungen; Auszahlungen und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers. Ein Angebot, das anderes verspricht, verspricht etwas, das im Schweizer Rahmen nicht existiert. Das ist kein Vorteil, sondern ein Signal — an genau der Stelle, an der ein seriöser Anbieter Identität prüft.
Das Urteil lautet: Das Versprechen der Anonymität prüft nichts, es hebelt nur den Schutz aus.
BDMBet: Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung
BDMBet ist wie die übrigen Marken dieses Blocks eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung, an die Schweizer Spielende geraten können. Eine Schweizer Aufsicht besteht nicht.
Die Ausgangslage für einen Leser ist deshalb die gleiche wie bei allen hier: Er entscheidet sich nicht zwischen zwei Geschäftsbedingungen, sondern zwischen zwei Rechtsordnungen. Eine Wette über die Grenze ist keine Wette mit anderen Regeln, sondern eine Wette ohne die Regeln, die hier gelten — ohne Sperrregister, ohne Einzahlungsgrenzen nach Schweizer Recht, ohne die Bearbeitungsfristen, die ein bewilligter Veranstalter einhalten muss.
Das Urteil lautet: kein Schweizer Rechtsweg bei Streit. Für Spielende, die eine Kontrollmöglichkeit suchen, keine Option.
20Bet: Plattform ohne Schweizer Bewilligung
20Bet ist eine weitere internationale Marke ohne Bewilligung für den Schweizer Markt. Die Bewilligungslage ist dieselbe: angegebene Bewilligung, keine Geltung in der Schweiz.
Hier lohnt der Blick auf das, was man verliert, nicht auf das, was man findet. Die Schweizer Veranstalter müssen Spielenden Limiten abverlangen — Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat — und eine Senkung greift sofort. Bei einer Marke ohne Bewilligung existiert diese Pflicht nicht, und damit auch nicht das scharfe Instrument, mit dem ein Spielender sich selbst bremst, wenn er merkt, dass vier Linien pro Schein zu viel sind.
Das Urteil lautet: Die fehlenden Schutzinstrumente sind der eigentliche Kostenpunkt, nicht die Quote.
Betify: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Permit
Betify schliesst die Reihe der Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Die Einordnung ist unverändert: keine Schweizer Bewilligung, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste als mögliche Folge.
Für Schweizer Spielende bleibt eine Frage, die keine dieser Plattformen beantwortet: Was passiert mit einem Gewinn, den man nicht sofort abholt? Bei Swisslos sind es 26 Wochen ab Bekanntmachung der Wettauswertung, danach verfällt der Anspruch. Bei einer Plattform ohne Bewilligung gibt es keine vergleichbare Schweizer Frist, wohl aber Hausregeln, die der Anbieter selbst ändert. Wer sich darauf einlässt, akzeptiert, dass der Zeitrahmen nicht verhandelbar und nicht überprüfbar ist.
Das Urteil lautet: nicht vergleichbar mit einem bewilligten Veranstalter, und die Differenz liegt nicht im Wettprogramm.
Rechnen mit der Trixie: was vier Linien zurückgeben
Ein Beispiel, das keine Quote zitiert und keines sein soll: drei Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50, ein Einsatz von CHF 1 pro Linie, also CHF 4 Gesamteinsatz. Die Quoten sind illustrative Grössen, die zeigen, wie die Mechanik läuft — nicht die Preise eines Anbieters an einem bestimmten Tag.
Zuerst die vier Preise der Linien. Die Zweier-Kombinationen multiplizieren ihre Einzelquoten: 1.50 mit 2.00 ergibt 3.00, 1.50 mit 2.50 ergibt 3.75, 2.00 mit 2.50 ergibt 5.00. Die Dreier-Kombination multipliziert alle drei: 1.50 mit 2.00 mit 2.50 ergibt 7.50.
Die Auszahlungen bei einem Einsatz von CHF 1 pro Linie lesen sich damit direkt: 3.00, 3.75, 5.00 und 7.50. Läuft alles richtig, zahlt die Trixie zwischen CHF 3.00 und CHF 7.50 pro Linie zurück, das heisst bei CHF 1 pro Linie und CHF 4 Gesamteinsatz zwischen CHF 19.25 und — gerechnet mit den vier Gewinnen zusammen — einem Rückfluss, der deutlich über dem Einsatz liegt. Der untere Rand dieser Spanne gilt, wenn nur eine der vier Linien greift, und das ist bereits der Fall, in dem nicht alles gut läuft.
Der Vergleich mit einem einzelnen Treffer macht die Sache deutlicher. Bei zwei von drei richtigen Tipps bleibt eine einzige Linie übrig — die Zweier-Kombination aus den beiden Treffern. Bei den beiden kleinsten Quoten dieser Auswahl ist das die Kombination 1.50 mal 2.00 mit 3.00, der Rückfluss liegt also bei CHF 3.00 gegen einen Einsatz von CHF 4. Erst wenn die beiden Treffer die grösseren Quoten tragen — 2.00 mal 2.50 mit 5.00 — liegt der Rückfluss mit CHF 5.00 über dem Einsatz. Die Gewinnschwelle bei zwei Treffern ist damit die Kombination der beiden, verglichen mit der Zahl 4.
Ein Hinweis, der in keiner Werbung steht und deshalb hier: Die Auszahlungsquote eines Marktes steckt in jeder dieser Quoten. Sie ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt, und liegt umso tiefer, je breiter das Feld ist. Bei drei Auswahlen mit je drei möglichen Ergebnissen ist die Zahl der möglichen Resultate 27. Der Vorteil des Buchmachers wächst nicht, weil man mehr Wetten setzt. Aber mit jeder Linie trägt man ihn erneut, was denselben Effekt hat: Vier Linien zahlen viermal.
Wer die Zahlen selbst sortieren will, kann das mit einem Wettschein im Kopf tun — Quote eins mal Quote zwei, das Ergebnis gegen die vier Einsätze gestellt. Ein Taschenrechner vom Anbieter ist dafür nicht nötig und wäre auch nicht neutral, weil er genau die Linien schönrechnet, die das Haus anbietet.
Was für wen spricht
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob eine Trixie besser ist als eine Kombi. Sie lautet, ob man drei Auswahlen hat, bei denen man zwei für tragfähig hält — und ob man bereit ist, den vierfachen Einsatz zu zahlen.
Wer mit kleinen Beträgen spielt und Wert auf ein Kontrollinstrument legt, ist bei Swisslos mit seinem Verlustlimiten-System und den tiefen Mindesteinsätzen gut aufgehoben. Die Limiten für 1, 7 und 30 Tage sind keine Formalität; sie sind die Bremse, die man selbst zieht, bevor der Einsatz aus Gewohnheit vier Linien gross wird. Die Systemwettengrenze von CHF 10’000 macht das Haus ausserdem für Spieler mit grösseren Linien brauchbar.
Wer in der Westschweiz wohnt, hat bei Jouez Sport ohnehin keine Alternative und findet dort zugängliche Mindesteinsätze ab CHF 2 online. Die niedrigen Höchstgrenzen — CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 7’500 pro Wettschein mit Multiples — sind für die meisten Spielenden kein Problem, für einige aber die entscheidende Einschränkung.
Und wer mit dem Gedanken spielt, auf einer der acht Plattformen ohne Schweizer Bewilligung zu spielen: Der Vergleich fällt nicht zugunsten der Marke aus, sondern zulasten des Rechtswegs. Wer dort gewinnt, hat einen Anspruch gegen einen Anbieter ohne Zuständigkeit in der Schweiz. Wer dort verliert, hat nichts einzuklagen. Die Werbung für diese Häuser ist erlaubt, in der Schweiz aber nicht, weil Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel strafbar ist — und wer damit wirbt, handelt entsprechend.
Häufige Fragen zur Trixie
Was ist eine Trixie-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?
Drei Auswahlen, gespielt als vier Wetten: die drei Zweier-Kombinationen und eine Dreier-Kombination. Alle Mehrfachwetten über diese drei Auswahlen werden also gespielt, keine wird weggelassen. Der Gesamteinsatz ist deshalb immer das Vierfache des Einsatzes pro Linie.
Wie funktioniert eine Trixie, wenn nur zwei der drei Tipps eintreffen?
Dann gewinnt genau eine Linie — die Zweier-Kombination aus den beiden richtigen Tipps. Die zweite Zweier-Kombination und die Dreier-Kombination sind verloren, weil beide den falschen Tipp enthalten. Ob der Rückfluss den Gesamteinsatz von vier Linien übersteigt, hängt allein an der Quote dieser einen Kombination.
Worin unterscheidet sich die Trixie vom Patent mit seinen sieben Wetten?
Das Patent spielt drei Zweier-Kombinationen, eine Dreier-Kombination und zusätzlich drei Einzelwetten. Es kostet deshalb sieben Einsätze pro Linie statt vier. Die drei Einzelwetten sind der einzige Teil, der bei genau einem richtigen Tipp noch etwas zurückbringt — und sie sind der Grund, weshalb das Patent mehr Einsatz und mehr Rückflussmöglichkeiten hat.
Wie berechnet sich der Gesamteinsatz einer Trixie bei einem festen Einsatz pro Teilwette?
Der Einsatz pro Linie wird mit vier multipliziert. Bei CHF 1 pro Linie sind es CHF 4, bei CHF 5 pro Linie CHF 20, bei CHF 20 pro Linie CHF 80. Bei Swisslos liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, bei Jouez Sport online bei CHF 2, sodass eine Trixie dort mindestens CHF 8 kostet.
Wird die Trixie bei Swisslos oder Loterie Romande angeboten, und wo ist das im Wettprogramm nachzulesen?
Ob Systemwetten angeboten werden, ergibt sich aus dem Programm des jeweiligen Veranstalters und aus der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa. In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten veranstalten; ein Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus.
Wie lässt sich ein möglicher Gewinn aus den Quoten der drei Tipps rechnen, und welche Rolle spielt die Marge?
Für jede Linie werden die Quoten der enthaltenen Tipps multipliziert; bei Kombinationen gibt es das Produkt der Einzelquoten. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, wobei Kombinationsquoten zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet werden. Die Marge des Buchmachers steckt bereits in jeder dieser Quoten.
Wettarten – seriosewetten
Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»
