Prognosen für Sportwetten: was eine Vorhersage kann – und was sie kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Wetterbarometer hängt an einer Holzwand neben einem Fenster, draussen liegt ein nasser Fussballplatz im Regen.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Limiten wurden gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa sowie die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden konzessionierten Veranstalter geprüft.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Jede Sportwette beginnt mit einer Behauptung. «Bayern gewinnt», «es fällt mehr als ein Tor», «die erste Halbzeit endet unentschieden» – irgendwer muss etwas behaupten, sonst gibt es keine Wette. Eine Prognose ist nichts anderes als diese Behauptung, nur sauber aufgeschrieben: eine Wahrscheinlichkeit, aus Form, Aufstellung, Spielverlauf und Quote zusammengesetzt, mit einem Hinweis darauf, wie unsicher sie bleibt.

Was daraus folgt, ist unbequem und trotzdem der erste Satz dieser Seite: Eine Prognose ist keine Vorhersage. Sie beschreibt, wie ein Ereignis ausgehen *könnte*, in Zahlen gefasst. Wer eine Prognose liest wie eine Zusage, zahlt am Ende für eine Behauptung, die nie eine war. In der Schweiz kommt eine zweite Bedingung dazu, die viele Suchanfragen nach dem «besten Wettanbieter» gar nicht mitdenken: Sportwetten sind hier ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, zugelassen sind dafür zwei Veranstalter, und auf was gewettet werden darf, steht auf einer Liste der Aufsicht. Wer eine Prognose bewertet, sollte wissen, auf welchem Spielfeld er sie einsetzt.

Was eine Prognose wirklich ist

Der Kern jeder Sportwetten-Prognose liegt in einem Dreischritt, den kaum ein Anbieter offenlegt: erst die Daten, dann die Wahrscheinlichkeit, dann der Abgleich mit der Quote. Die Reihenfolge ist nicht beliebig, und wer sie umdreht, betreibt kein Handwerk, sondern Wunschdenken.

Ein Flutlichtmast ragt in den Abendhimmel, die Rasenfläche darunter liegt leer und dunkelgrün da.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Form, Aufstellung, Spielverlauf

Form ist die verdichtete Vergangenheit. Sie sammelt Ergebnisse, Tore, Gegentore, Gegnerstärke, Spielorte und Zeiträume – und sie ist immer eine Auswahl, nie ein Abbild. Wer die letzten fünf Spiele zählt, gewichtet anders als wer die letzten fünfzehn zählt. Aufstellung meint mehr als die Startelf: Verletzte, Sperren, Rotation nach englischen Wochen, ein Trainerwechsel vor drei Tagen. Der Spielverlauf schliesslich ist das Szenario, das es nur live gibt: Führung oder Rückstand, Karten, Wechsel, der Zustand des Bodens, die Frage, ob eine Mannschaft das Ergebnis verwaltet oder weiter nach vorn spielt.

Diese drei Quellen liefern keine Meinung, sondern eine Verteilung. Aus ihnen entsteht die Wahrscheinlichkeit – und zwar eine, die sich über viele Spiele bewähren oder scheitern kann. Das ist der Punkt, an dem die meisten Prognoseangebote stillschweigend abbiegen: Sie verkaufen brauchbare Zubereitung als Vorhersage.

Eine Parkallee mit Kastanienbäumen und einer leeren Bank, Herbstlaub bedeckt den Kiesweg.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Warum daraus keine Gewissheit folgt

Ein Fussballspiel hat zu wenige Wiederholungen, um Gewissheit zu erzeugen. Man kann einen Freistoss tausendmal messen und kommt zu einer belastbaren Zahl; man kann ein bestimmtes Spiel nicht tausendmal austragen. Der Zufall verschwindet nicht, wenn die Auswertung gründlicher wird – er wandert nur in ein schmaleres Fenster. Genau daraus folgt der Massstab für jede Prognose: Nicht die Treffsicherheit bei diesem einen Spiel entscheidet, sondern ob die eingeschätzten Wahrscheinlichkeiten über eine Serie hinweg halten.

Nimmt man dieses Kriterium ernst, ändert sich die Frage, mit der ein Spielender an eine Prognose herangeht. Nicht «stimmt sie?», sondern «stimmt der Preis, den ich für sie bekomme?».

Von der Stichprobe zur Quote

Hier endet die Prognose als statistische Übung und beginnt sie als Markt. Eine geschätzte Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent ist erst dann etwas wert, wenn die angebotene Quote mehr zurückgibt, als diese Wahrscheinlichkeit rechtfertigt. Wo die Quote aus Sicht der Schätzung zu tief ist, ist selbst eine richtige Einschätzung ein schlechtes Geschäft. Wo sie höher steht, entsteht der Unterschied zwischen einem Aussentreffer und einem Fehler in der Auswertung.

Die Quote selbst ist keine Meinung über die Zukunft, sondern ein Preis für ein Risiko. Sie enthält den Anteil, den der Veranstalter für sich einbehält – und dieser Anteil entscheidet mit darüber, ob eine gute Prognose überhaupt Geld wert sein kann. Was davon übrig bleibt, steht in Abschnitt «Value-Wetten und die Marge»; der Punkt hier ist nur, dass jede Prognose, die den Preis der Gegenseite verschweigt, die Hälfte ihres Gegenstands auslässt.

Prognosen in der Schweiz: eine geschlossene Veranstaltung

Jede Prognose, die auf dem Schweizer Markt eingesetzt wird, landet bei einem von zwei Veranstaltern – oder bei einem Anbieter ohne Bewilligung, der dann anderen Regeln folgt als die Schweizer Aufsicht sie kennt. Das ist keine Feinheit im Kleingedruckten, sondern die Bedingung, unter der auf Schweizer Boden überhaupt gewettet wird.

Zwei Veranstalter, zwei Gebiete

Der Rahmen ist das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), das Online-Sportwetten als Grossspiel einordnet (Art. 3 BGS) und unter die Aufsicht der Gespa stellt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht unter diese Aufsicht fallen Casinos – dafür ist die ESBK zuständig. Eine Bewilligung braucht immer zwei Teile, eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Der eine ist Swisslos mit dem Produkt Sporttip. Die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Ihr Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Der andere ist die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport, für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne als Kontaktadresse, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Eine Liste weiterer konzessionierter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht in diesem Bereich nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Nettoertrag geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).

Prognosen ersetzen keine Prüfung der Liste

Was gewettet werden darf, steht nicht im Ermessen des Spielenden und nicht im Ermessen des Veranstalters. Es steht auf einer geschlossenen Liste – der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, in der Fassung vom 10.09.2026 –, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Nur Sportereignisse sind überhaupt zulässig; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen fallen weg. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie dort aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, und auf Trainingsläufe gibt es keine Wetten. Corner- und Kartenmärkte sucht man auf der Liste vergebens, eine Esport-Sektion ebenfalls nicht – esports kommt darin nicht vor. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das BGS beschränkt das Live-Angebot nicht auf bestimmte Märkte. Ein Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und deshalb ausschliesslich als Funktion des jeweiligen Veranstalters zu beschreiben.

Was das für den Alltag bedeutet: Eine Prognose zu einem Markt, den die Liste nicht kennt, ist in der Schweiz bei den konzessionierten Veranstaltern nicht spielbar, egal wie gut sie hergeleitet ist. Und eine Prognose, die auf einem ausländischen Portal als «beste Quote» auftaucht, ist kein besserer Preis desselben Produkts, sondern ein anderes Produkt mit anderem Rechtsrahmen.

Spielerschutz: was eine Prognose beim eigenen Konto auslöst

Vorsicht bei Prognosen ist eine Tugend, die auf dem Konto bezahlt wird. Wer überzeugt ist, neigt zu höheren Einsätzen; wer höhere Einsätze setzt, verschiebt seine Grenze nach oben. Genau hier setzt der Schweizer Rahmen an, und er tut das auf eine Weise, die manchen überrascht: Er setzt die Limiten nicht für den Spielenden, sondern verlangt von ihm, dass er sie selbst setzt.

Verlustlimiten und das eigene Budget

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der gesetzliche Rahmen kennt diese Frist ebenfalls, nennt für eine Erhöhung aber 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen die 72 Stunden an.

Ein festes Budget steht nicht in den Bedingungen, sondern nur im Kopf des Spielenden. Es ist die Zahl, die man vorher festlegt und nicht nach einem verlorenen Abend, und es ist die einzige Zahl auf dieser Seite, die niemand ausser dem Spielenden selbst durchsetzen kann. Eine Prognose ist kein Grund, sie zu verschieben.

Sperren, Register, kein Ausgleich durch Wetten

Wer sich bei Swisslos sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage schliessen; eine Aufhebung vor Fristablauf gibt es nicht. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein (Art. 80–82 BGS). Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Der zweite Teil des Schutzes betrifft den Umgang mit Prognosen selbst. Wetten, um Verluste auszugleichen, sind der teuerste Weg, eine Meinung zu verteidigen – aus einem Einsatz werden zwei, aus zwei werden vier, und keine Prognose der Welt macht daraus eine Strategie. Es gibt auch keine Schweizer Besonderheit, die das abfängt: Wer die Verluste jagt, jagt sie mit den Obergrenzen, die er selbst gesetzt hat, und mit den Einzahlungen, die er selbst freigegeben hat.

Zahlungswege und Identität

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen sind im bewilligten Schweizer Sportwettenangebot nicht vorgesehen; eine Gewährung von Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, regelt jeder in seinen eigenen Bedingungen.

Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. PostFinance Pay steht als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos zur Verfügung, bestätigt direkt in der PostFinance App. Auszahlungen von Spielguthaben sind innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto möglich; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; darüber wird bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen.

Wie streng das an der Front wirkt, zeigt ein Blick auf die Aufsicht selbst: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz ist gut geregelt. Er ist nicht überall gleich gut vollzogen.

Was das für Spielende unter 21 heisst

Die Limitenlogik hat eine Staffelung, die man kennen sollte. Unter 21 Jahren liegt die Oberlimite der Verlustlimite bei CHF 1’000 statt CHF 9’999 – ein Faktor zehn, der in keiner Prognose auftaucht, aber jede Einsatzplanung bestimmt. Wer mit 20 Jahren nach einem guten Lauf plant, den Einsatz zu verdoppeln, stösst bei der Hälfte des Weges gegen eine Wand, die er nicht verhandeln kann, weil die Senkung sofort gilt und die Erhöhung 72 Stunden braucht.

Wo Hilfe steht

Sportwetten sind ab 18 Jahren zugänglich; Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Ein Konto pro Person, mit geprüfter Identität (Art. 47–52 VGS). Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und pro Person ist nur eine Registrierung möglich; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei einem Problem mit dem eigenen Spielverhalten ist die Spielsperre der vorgesehene Weg, nicht die nächste Prognose.

Prognosen bauen: Statistik, Quotenvergleich, Value

Wer eine Prognose nicht nur lesen, sondern beurteilen will, braucht drei Werkzeuge. Sie sind unterschiedlich schwer zu beschaffen, und nur eines davon kostet nichts.

Statistik richtig lesen

Die wichtigste Frage an jede Zahl ist nicht, wie hoch sie ist, sondern woher sie stammt. Eine Torquote über zwanzig Spiele sagt etwas anderes als eine über fünf, und beide sagen nichts über das nächste Spiel. Verzerrungen lauern überall: Heimvorteile, die in Geisterspielen verschwinden, Aufsteiger, deren Zahlen aus einer schwächeren Liga stammen, ein Kaderumbruch nach der Transferperiode, Pokalspiele mit Rotation. Eine Statistik ohne Kontext ist eine Zahl mit Anspruch.

Zwei Dinge trennen eine brauchbare Auswertung von einer hübschen Grafik: die Offenlegung des Zeitraums und die Angabe, wie viele Fälle dahinterstehen. Fehlt beides, ist die Zahl nicht falsch – sie ist nur nicht überprüfbar.

Value-Wetten und die Marge

Eine Value-Wette ist der eine Begriff, bei dem Prognose und Preis zusammenkommen. Man nennt so eine Wette, deren angebotene Quote höher ist als die Quote, die der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung entspricht. Das ist keine Spielart mit höherer Trefferquote, sondern eine Rechnung: Der erwartete Wert liegt über null, wenn der Preis über der eigenen Einschätzung steht.

Und weil das so ist, hängt der Value an der Marge. Der Quotenschlüssel, auch Auszahlungsquote genannt, ist der Anteil aller Einsätze eines Marktes, der zurückfliesst; er berechnet sich als 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes, die Marge ist 100 % minus dieser Anteil. Nehme ich als Beispiel einen Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90, dann ist der Quotenschlüssel rund 95 Prozent und die Marge dieser zwei Wege rund 5 Prozent – unter der Annahme, dass beide Ausgänge tatsächlich zu gleichen Teilen gespielt werden. Die Bandbreite liegt tiefer, wo beide Quoten höher stehen, und höher, wo eine Quote einseitig tief ist; die 5 Prozent sind der Sockel, auf dem eine Prognose überhaupt erst Geld verdienen kann, nicht eine Zahl, die für jeden Markt gilt. Diese 5 Prozent sind kein Vorwurf an einen Veranstalter, sondern der Boden, auf dem gespielt wird: Wer ihn nicht kennt, verwechselt eine gute Prognose mit einem guten Geschäft.

Quoten vergleichen

Der Quotenvergleich ist das einzige der drei Werkzeuge, das nichts kostet und trotzdem am meisten bringt. Dieselbe Einschätzung ist bei unterschiedlichen Preisen unterschiedlich viel wert, und ein Unterschied von ein paar Hundertsteln im Quotenformat verschiebt den Gewinn über eine Serie deutlich.

In der Schweiz ist der Vergleich eng: Konzessioniert sind zwei Veranstalter, und ein Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus. Wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt, kann nicht einfach zur Loterie Romande wechseln, und umgekehrt. Der Vergleich findet deshalb zwischen dem eigenen Veranstalter und dem Rest des Kontos statt – und der Rest des Kontos ist genau die Stellschraube, die in der Praxis zählt. Verfügbare Alternativen im Ausland einzublenden, ist kein Quotenvergleich, sondern ein Wechsel des Rechtsrahmens.

Verlust ausgleichen, Einsatz erhöhen: wo Prognosen teuer werden

Es gibt ein Muster, das sich in jedem Spielerkonto wiederholt. Eine Prognose geht auf, der nächste Einsatz wird grösser. Eine Prognose geht nicht auf, der nächste Einsatz wird grösser. Beide Bewegungen fühlen sich wie Mut an und sind in Wahrheit dieselbe Schraube.

Was Limiten wirklich begrenzen

Die Limiten, die vor der ersten Sporttip-Teilnahme gesetzt werden müssen, sind eine Obergrenze, keine Empfehlung. Eine Verlustlimite von CHF 9’999 begrenzt den Schaden nicht auf einen Betrag, den die meisten Haushalte tragen können; sie erlaubt ihn nur. Die Limite tut, was sie soll: Sie macht aus einem offenen Verlustpfad einen geschlossenen. Ob der geschlossene Pfad steil ist, entscheidet der Spielende.

Der interessante Effekt liegt nicht beim einzelnen Abend, sondern in der Zeit. Weil eine Senkung sofort greift und eine Erhöhung drei Tage lang nicht, ist die Limite eine Bremse nach unten und ein Gaspedal, das sich nur langsam öffnet. Wer in einer schlechten Phase reflexhaft erhöhen will, merkt, dass die Mechanik ihm zuvorkommt.

Der Weg zurück dauert länger

Das Umgekehrte ist die ehrliche Seite der Sache. Wer einen Verlust aufgeholt hat, braucht genauso lange, um auf sein ursprüngliches Einsatzniveau zurückzukommen – die Erhöhung nach einer Senkung ist die Bewegung, die blockiert ist, nicht die Senkung. Wer die Limite aus einer Laune heraus nach unten setzt, bleibt dort für eine Weile.

Bei Swisslos liegen die Grenzen für den laufenden Betrieb bei CHF 1 als Mindesteinsatz und CHF 1’000 als Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette, bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer das kombinierte Bild liest, sieht ein Kontokorsett mit mehreren Ringen – Kragenweite, Verlustbremse, Systemwettengrenze – und keiner davon lässt sich per Knopfdruck lösen.

Livewetten: die Prognose, die während des Spiels verfällt

Eine Prognose ist ein Standbild. Beim Anpfiff beginnt das Bild zu verschwimmen, und je länger das Spiel läuft, desto weniger ähnelt es der Vorhersage von vor zwei Tagen. Deshalb ist der Livebetrieb die interessanteste und die ungünstigste Umgebung für Prognosen zugleich.

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Das ist die technische Antwort auf ein praktisches Problem: Wer zu langsam ist, hat nicht verloren, aber auch nicht gewettet.

Für die Prognose heisst das: Die Livequote zu einem Ereignis, das seit drei Sekunden entschieden ist, ist ein Preis ohne Gegenstand. Wer live spielt, konkurriert nicht nur mit der Einschätzung des Veranstalters, sondern auch mit seiner eigenen Reaktionszeit.

Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer – etwa Fussball 90 Minuten – plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Prognose auf den Gesamtverlauf baut, ohne diese Abgrenzung zu lesen, baut sie auf einen anderen Markt als den, den er dann spielt.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Abhängige Prognosen sind damit kein Trick, sondern ein eigener Produktbereich mit eigenen Regeln – und wer sie von Hand kombiniert, hat nichts gewonnen.

Prognosen von Anbietern: woran ein seriöses Angebot zu erkennen ist

Ein Prognoseangebot lässt sich nach drei Kriterien einordnen, die nichts mit Trefferquoten auf der Startseite zu tun haben. Erstens: Wie wird die Prognose hergeleitet, und wird diese Herleitung offengelegt? Zweitens: Sind die Ergebnisse nachprüfbar, also vollständig und mit Zeitstempel, nicht kuratiert nach guten Wochen? Drittens: Verzichtet der Anbieter auf Gewinnversprechen – oder ist die Sprache von Garantien durchsetzt?

Herleitung

Ein Angebot, das eine Zahl nennt und keinen Weg, ist ein Tipp. Ein Angebot, das Zeitraum, Datenbasis und Methode nennt, ist eine Prognose. Die Offenlegung entscheidet, ob der Leser die Einschätzung selbst prüfen kann – und damit, ob er sie überhaupt verwenden kann.

Nachprüfbarkeit

Prognosen ohne Archiv sind Behauptungen ohne Zeugen. Wer die Trefferquote der eigenen Vorhersagen nur in Bildern und nie in vollständigen Listen zeigt, hat keine Bilanz vorgelegt, sondern eine Auswahl. Nachprüfbar ist ein Angebot erst, wenn auch die Verlustserien dort stehen und die Zeitpunkte stimmen.

Kein Gewinnversprechen

Kein Angebot kann ein Ergebnis kennen. Wer mit «sicheren» Wetten wirbt, mit garantierten Systemen oder mit einem Einkommen aus Sportwetten, verkauft etwas, das es nicht gibt. Wetten sind kein Einkommen. Diese Seite nennt keine Partie, keine Auswahl und keine erwartete Quote, und sie verspricht keinen Gewinn – das ist der Massstab, an dem ein Prognoseangebot zu messen ist.

Einordnung der Veranstalter: Bewilligung und Urheber

Die folgende Übersicht stellt die Bewilligungslage der besprochenen Veranstalter neben die Stelle, die als Veranstalterin oder gemeldete Zulassung genannt wird. Sie ist keine Empfehlung und keine Liste empfehlenswerter Ziele, sondern eine Sortierung nach einer einzigen harten Eigenschaft.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Zulassung
Swisslos Sporttip Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, unter Aufsicht der Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, unter Aufsicht der Gespa
BC.Game Keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz
Sportaza Keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz
PowBet Keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz
HighFlyBet Keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz
Coolzino Keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz
Duelbits Keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz
GG.BET Keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz
FortuneJack Keine Schweizer Bewilligung keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz

Die Tabelle ist absichtlich dürftig. In der Spalte für die Schweizer Bewilligung steht bei acht der zehn Zeilen dasselbe, und das ist keine Recherchelücke, sondern das Ergebnis: Es gibt keine dritte Bewilligung zu verteilen. Genau deshalb trennt die Reihenfolge die beiden bewilligten Veranstalter von den ausländischen Anbietern, statt sie zu mischen. Eine Bewilligung im Ausland hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat und wird mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Für die Spielenden gibt es keine Strafe, aber auch keinen Schutz und keine Fairplay-Kontrolle: Was an Einsätzen und Gewinnen im Verfahren gegen einen Anbieter liegt, kann eingezogen werden.

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS). Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt – die Aufsicht nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home, und sie führt bet365 auf der Liste. Das Domain-Hopping zeigt, wie der Mechanismus funktioniert: nicht als Mauer, sondern als Verzögerung.

Die geprüften Veranstalter im Einzelnen

Was folgt, sind zehn Anbieter, jeder nach denselben Feldern beschrieben und mit derselben einen Frage am Schluss: Was heisst das konkret für einen Spielenden in der Schweiz? Die Reihenfolge ist nicht die einer Rangliste nach Sympathie. Sie beginnt bei den beiden Veranstaltern, die auf Schweizer Boden überhaupt anbieten dürfen, und geht danach zu den ausländischen Anbietern, die Schweizer Spielende antreffen.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit den meisten Regeln im Kleingedruckten

Swisslos Sporttip ist einer der beiden Veranstalter, die die interkantonale Regelung für Sportwetten zulässt. Das ist keine Auszeichnung im Wettbewerb, sondern eine Marktverengung mit Folgen: Der Zugang ist auf Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet beschränkt, also auf die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Genf oder Waadt wohnt, kommt hier nicht hinein, egal wie gut die Prognose ist.

Wetten lassen sich online über Swisslos oder über die Sporttip App für iOS und Android abgeben; in der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden. Der Mindesteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Diese Kopplung – niedriger Mindesteinsatz, harte Obergrenze – macht das Konto zugänglich für kleine Budgets und eng für grosse.

Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer die Staffel liest, sieht sofort, dass die grossen Prozentsätze an einer Bedingung hängen, die kaum jemand erfüllt: fünfzehn Voraussagen ab 1.50 sind kein Portfolio, das man nebenbei baut. Die mittleren Stufen sind das, was in der Praxis erreichbar ist.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die letzte Bedingung ist die, die man übersieht: Wer den Boost nimmt und sich die Wette später zurückholen will, verliert die Erhöhung.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. In Zahlen gelesen: Man verkauft einen Teil der offenen Position an den Veranstalter, und der Preis dafür wird von ihm bestimmt.

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die zweite Rundung ist die, die man spürt, wenn man sie kennt – es geht nie auf.

Fällt ein Wettereignis aus und wird es nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn, oder im Rahmen eines Turniers, nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Annulliert der Veranstalter einen Leg, schrumpft die Kombination auf das Produkt der übrigen – das ist der Grund, warum eine sorgfältig gebaute Kombi nach einer Absage schlechter dasteht als geplant.

Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben – zwei Fristen, die in keiner Prognose vorkommen und im Zweifel genau dann wichtig werden, wenn man sie nicht im Kopf hat.

Fazit: Der Kombiboost ist das einzige Angebot hier, das für eine saubere Prognosearbeit tatsächlich zählt – und sein Preis ist die Voraussagenzahl. Bei vier Voraussagen ab 1.50 sind 5 % eine realistische Beigabe, bei fünfzehn sind 100 % ein Versprechen an eine Handvoll Spielende; dazwischen liegt die Entscheidung, ob man die Quote lieber steigen lässt oder die Voraussagen kleiner hält.

Loterie Romande Jouez Sport: zwei Grenzen auf beiden Seiten des Einsatzes

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande und der zweite Veranstalter, den die interkantonale Regelung zulässt. Das Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura offen. Die räumliche Trennung zum Swisslos-Angebot ist absolut: Kein Konto, kein Vergleich, kein Wechsel.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze von 1.10 ist die interessante Zahl: Sie schliesst die kurzen Spiele mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit aus, bei denen ein Einsatz fast nichts zurückbringt.

Die Gewinnobergrenze von CHF 300’000 pro Wette liest sich hoch, bis man sie neben den Multiples-Deckel von CHF 1’000’000 stellt. Wer mehrere Kombinationen parallel laufen lässt, kann mit einer einzigen Serie an eine Grenze stossen, die keine einzelne Wette je erreicht. Der Deckel sitzt nicht in der Wette, sondern im Konto.

Fazit: Die Kombigrenze von 2 bis 10 Voraussagen macht Jouez Sport zum falschen Werkzeug für grosse Kombinationen und zum richtigen für Leser, die lieber wenige Legs sauber bauen; die Mindestquote von 1.10 ist dabei die stille Bremse, die jeden «sicheren» Kurzspiel-Ansatz von vornherein ausschliesst.

BC.Game: grosse Oberfläche, kein Schweizer Rückhalt

BC.Game hat keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten anbieten, und eine im Ausland gemeldete Zulassung hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden, es gibt für Spielende aus der Schweiz keine Schweizer Rechtsschutzmöglichkeit, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Wer dort spielt, spielt ohne Verlustlimitensystem der Schweizer Art, ohne geprüfte Identität nach Art. 47–52 VGS und ohne die Möglichkeit, eine Spielsperre eintragen zu lassen, die auch in Schweizer Casinos gilt. Was bleibt, ist die eigene Disziplin – und die funktioniert bekanntlich am schlechtesten in der Phase, in der man sie am nötigsten hätte.

Fazit: Die fehlende Eintragung im Schweizer Sperrregister ist die teure Zeile – sie nimmt dem Spieler genau das Instrument, das ihn in einer schlechten Phase am wirksamsten ausbremst, und ersetzt es durch nichts.

Sportaza: der Aufwand für einen Wohnsitznachweis

Sportaza hat keine Schweizer Bewilligung. Es gilt dasselbe wie für die anderen ausländischen Anbieter in dieser Übersicht: keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste genommen werden.

Der praktische Preis liegt weniger im Spiel als in der Verifizierung. Ein Konto bei einem Veranstalter ohne Schweizer Bewilligung wird nicht gegen eine Adressdatenbank im Inland geprüft, sondern nach den Regeln des Anbieters und seines Sitzlandes. Wer auf eine Auszahlung wartet und keinen Wohnsitznachweis nach Schweizer Art vorlegen kann, verhandelt mit einer Stelle, die von der Schweiz aus nicht erreichbar ist.

Fazit: Der Bewilligungsmangel wird hier erst im Auszahlungsfall wirklich teuer – und wer bei einer Prognose nachprüfbar bleiben will, wählt einen Veranstalter, dessen Regeln er notfalls vor einer Schweizer Stelle durchsetzen kann.

PowBet: das Konto ohne Schweizer Kontrolle

PowBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten; eine ausländische Zulassung hat keine Geltung hier (Art. 4 BGS), und der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden.

Eine nicht vorhandene Schweizer Aufsicht äussert sich konkret: keine Gespa-Testkäufe, keine Limitenlogik mit sofortiger Senkung und 72-Stunden-Erhöhung, keine Sperre, die auch für Online-Casinos im In- und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Diese Kontrollen greifen bei einem ausländischen Anbieter nicht, und kein Beteiligter – auch nicht der Anbieter – hat ein Interesse daran, sie freiwillig nachzubauen.

Fazit: Der Verzicht auf die Schweizer Limitenmechanik ist kein Neutralum, sondern eine Verschiebung der Verantwortung auf den Spieler – dort bleibt die Bremse, wenn das Haus sie nicht einbaut.

HighFlyBet: wer bei Verlusten wirklich zahlt

HighFlyBet hat keine Schweizer Bewilligung. Damit entfällt der Schweizer Schutzrahmen, und es bleibt die Sperrlistenmechanik: Die Gespa kann die Domain auf die Liste setzen, Schweizer Telekom-Anbieter blockieren sie per DNS.

Der Umstand, dass keine Schweizer Bewilligung nötig ist, um bei Schweizer Spielenden zu landen, ist die eigentliche Geschichte dieses Eintrags. Der Markt kommt ins Haus, der Schutz bleibt draussen.

Fazit: Das ist die Zeile der ganzen Liste: die Domain wird blockiert, das angebotene Produkt nicht – was ohne Schweizer Regeln gespielt wird, wird auch ohne Schweizer Regeln ausgezahlt.

Coolzino: die Bewilligung entscheidet über die Frist

Coolzino hat keine Schweizer Bewilligung. Für Anbieter ohne Zulassung mit Geltung in der Schweiz gibt es weder Einsicht in das Sperrregister noch Schweizer Aufsicht, und die Domain ist ein Kandidat für die Sperrliste.

Wer eine Prognose in einem solchen Konto einsetzt, verzichtet auf die Prüfstruktur, die in der Schweiz an den Anbieter gebunden ist. Im Ausland entscheiden stattdessen die Bedingungen des jeweiligen Landes und die Bearbeitungszeiträume des Anbieters darüber, wann eine Auszahlung kommt.

Fazit: In dienstag Abende sind Prognosen im Schweizer System begrenzt, bei ausländischen Anbietern sind sie es nicht – die Freiheit nach oben ist genau das, was die fehlende Bewilligung kostet.

Duelbits: was ohne Schweizer Regeln nicht existiert

Duelbits hat keine Schweizer Bewilligung. Es gibt keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg; die Domain kann per DNS blockiert werden.

Interessanter als die Bonushöhe ist hier die Zeitachse. Bei einem Schweizer Veranstalter sind Kontoregistrierung, Identitätsabgleich und Adressprüfung Teil der Eröffnung, und sie greifen, bevor der erste Einsatz läuft. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fehlt nicht nur die Prüfung, sondern auch die Stelle, die sie durchsetzen könnte.

Fazit: Die fehlende Registrierungsprüfung verkürzt die Eröffnung und verlängert dafür den Streit – es gibt niemanden in der Schweiz, an den man sich wenden kann, wenn die Auszahlung nicht kommt.

GG.BET: wenn die Prognose zur Beschwerde wird

GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung. Es fehlt die Zulassung mit Geltung in der Schweiz, es fehlt die Verbindung zum Sperrregister, und es fehlt der Schweizer Rechtsschutz; die Domain kann von den Telekom-Anbietern blockiert werden.

Ein Punkt, den viele erst nach einem Streit bemerken: Wer eine Beschwerde führt, braucht eine Adresse, die erreichbar ist, und eine Rechtsordnung, die sie durchsetzt. Beides liegt bei einem ausländischen Anbieter ausserhalb der Schweiz – die Schweizer Spielsuchtprävention ist für ihn nicht zuständig.

Fazit: Die Domain-Hopping-Mechanik, mit der blockierte Adressen innert Stunden ersetzt werden, sagt auch dem Spieler etwas über den Charakter dieses Kontos: Der Anbieter wechselt die Adresse, nicht das Geschäft.

FortuneJack: was ein Konto ohne Schweizer Bewilligung nicht hat

FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Es gilt die gleiche Einordnung wie für die übrigen ausländischen Anbieter dieser Übersicht: keine Zulassung mit Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Wer sich die Mühe macht, die drei Punkte zusammenzuzählen – keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Sperre, keine Schweizer Beschwerdestelle –, hat die vollständige Liste dessen, was fehlt. Was bleibt, ist der Preis, den ein Anbieter für die Herausforderung im Markt bezahlt.

Fazit: Bei einem Konto ohne Schweizer Bewilligung entscheidet die Bewilligungslücke über mehr als die Bequemlichkeit: Sie bestimmt, welche Regeln gelten, wenn etwas schiefläuft – und das sind nicht die Schweizer.

Was eine Prognose in der Schweiz am Ende wert ist

Wer jetzt zurückblickt, sieht eine Kette, die länger ist als der erste Gedanke an eine Prognose. Am Anfang steht eine Behauptung, die aus Form, Aufstellung und Spielverlauf eine Wahrscheinlichkeit ableitet. In der Mitte steht ein Preis, der eine Marge von rund 5 Prozent pro Markt trägt, unter der Annahme eines ausgeglichenen Zwei-Weg-Marktes zu je 1.90 – und je höher diese Marge über die Waage steigt, desto weniger bleibt von derselben Prognose übrig. Am anderen Ende steht die Schweiz, die das Spielfeld eng hält: zwei Veranstalter, zwei Gebiete, eine geschlossene Liste der zugelassenen Ereignisse, ein Konto nur für Anwohner.

Die praktische Konsequenz daraus lässt sich in drei Strichen sagen. Wer im Swisslos-Gebiet wohnt, hat einen Veranstalter mit tiefem Mindesteinsatz und harter Obergrenze, einem Kombiboost, der sich an der Voraussagenzahl aufhängt, und Cash-Out, dessen Betrag tiefer liegt als der mögliche Wettgewinn. Wer in der Westschweiz wohnt, hat einen Veranstalter mit einem Deckenmechanismus, der über das Konto wirkt und nicht über die Einzelwette. Und wer bei einem der acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, entscheidet sich nicht für einen besseren Preis, sondern für einen anderer Regelsatz.

Die dritte Konsequenz wiegt am schwersten, weil sie in keiner Quote sichtbar wird. Eine Prognose ist eine Wahrscheinlichkeit – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und was den Wert der Einsätze betrifft, die auf Schweizer Boden nicht erlaubt sind: Wer dort spielt, trägt die volle Konsequenz und erhält keinen Teil der Schweizer Schutzmechanik.

Häufige Fragen zu Sportwetten-Prognosen

Wie entsteht aus Form, Statistik und Quoten eine Sportwetten-Prognose?

Zuerst werden Form über einen offengelegten Zeitraum, Aufenthalts- und Aufstellungsdaten und der erwartete Spielverlauf zu einer Wahrscheinlichkeit verdichtet. Dann wird diese Einschätzung gegen die angebotene Quote gestellt. Erst wenn der Preis über der eigenen Einschätzung liegt, entsteht aus der Analyse ein möglicher Wert – darunter bleibt es eine richtige Meinung ohne Ertrag.

Weshalb kann keine Prognose ein Ergebnis vorhersagen?

Weil ein einzelnes Spiel keine Wiederholung kennt. Aus Form und Statistik lässt sich eine Verteilung ableiten, aber nicht der eine Ausgang. Ein Freistoss kann tausendmal simuliert werden, die Partie am Samstag nicht. Deshalb beschreibt jede Prognose eine Wahrscheinlichkeit – und jede Aussage, die ein Ergebnis kennt, ist keine Prognose, sondern eine Behauptung über die Zukunft.

Was ist eine Value-Wette, und was hat sie mit der Marge zu tun?

Eine Value-Wette ist eine Wette, deren Quote über der Quote liegt, die der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung entspricht. Ihren Spielraum bestimmt die Marge: Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 Prozent und die Marge entsprechend bei rund 5 Prozent. Je grösser die Marge, desto mehr muss eine Einschätzung richtig sein, um überhaupt Wert zu haben.

Wie verhalten sich Livewetten bei Sporttip, und was ändert sich für Live-Prognosen?

Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos ebenfalls mit 1.00 werten. Wer live spielt, trägt deshalb zusätzlich das eigene Reaktionstempo.

Welche Wetten sind in der Schweiz nach der Liste der Aufsicht erlaubt?

Nur Sportereignisse der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur darauf, wenn sie dort aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur bei entsprechendem Entscheid über Einzug oder Podest, ausgeschlossen sind Trainingsläufe. Corner- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, eine Esport-Sektion gibt es nicht, und Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen ist gesperrt.

Wie verhindern Verlustlimiten und ein festes Budget höhere Einsätze?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Das feste Budget setzt der Spielende selbst. Zusammen begrenzen beide den Verlustpfad, ohne die Einsätze im Einzelfall zu steuern.

Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»