French Open Wetten Schweiz 2026 – Sporttip und Jouez Sport im Vergleich
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Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach dem Geldspielgesetz sowie gegen die Aufsicht durch die Gespa geprüft.
Ein Grand-Slam-Turnier ist der bequemste Ort, an dem ein Buchmacher zeigen kann, wie wenig er zeigen muss. Zwei Wochen Sand, ein Hauptfeld, ein paar hundert Matches — und auf genau diese paar hundert Matches verteilt sich eine Quote, in der schon bezahlt ist, was die Veranstalterin für sich behält. Wer in der Schweiz auf die French Open setzen will, hat dafür nicht zwanzig Wege zur Auswahl. Er hat zwei, und beide führen über ein Kantonsgebiet, in dem der Spielende wohnt. Alles andere ist eine Seite, die in der Schweiz keine Bewilligung hat und deren Domains auf einer Sperrliste landen können.
Der Sand von Roland Garros macht aus dieser Frage kein Nischenproblem. Die French Open 2026 sind am 7. Juni 2026 zu Ende gegangen, der nächste Jahrgang folgt 2027, und bis dahin ist die interessantere Frage nicht, wer das Turnier gewinnt, sondern über welche Leitung man überhaupt eine Wette darauf abgeben kann — und was diese Leitung kostet.
Warum in der Schweiz nur zwei Veranstalter auf Tennis Quoten stellen dürfen
Die Ausgangslage lässt sich in einem Satz zusammenfassen, und der Satz ist keine Marketingformel, sondern Verfassungswirklichkeit eines Konkordats: Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel und fallen unter das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Wer bisher dachte, die Eidgenössische Spielbankenkommission sei die Adresse für Wettfragen, liegt falsch: Die ESBK beaufsichtigt Casinos, und nur Casinos.

Eine Bewilligung braucht nach den Artikeln 21 bis 25 BGS zweierlei: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nach Artikel 4 BGS nur in der Schweiz. Ausländische Bewilligungen — Curaçao, Malta, Deutschland, gleich welche — entfalten hier keine Wirkung. Das ist der Satz, an dem sich alles weitere entscheidet.
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Diese zwei sind namentlich bekannt, und man muss sie nicht suchen:
- Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, führt ihre Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip; Rechtsgrundlage ihrer Tätigkeit ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).
- Die Loterie Romande veranstaltet ihr Sportwettenangebot unter dem Namen Jouez Sport, mit Kontaktadresse in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden.
Es gibt keine dritte Möglichkeit, und das ist keine Marktlücke, die noch geschlossen wird: Die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Sie veröffentlicht die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Das ist der ganze öffentliche Bestand an Information über die Anbieterseite.
Damit ist auch die Reichweite dieses Artikels gesetzt. Die folgenden zehn Namen werden nach denselben Massstäben beschrieben und bewertet, aber sie gehören nicht in dieselbe Schublade. Zwei von ihnen haben eine Schweizer Bewilligung. Acht haben keine. Wer das verwischt, macht aus einem Vergleich eine Werbebroschüre.
Welche Leser welchen Veranstalter nutzen können: Vertragsgebiet und Wohnsitz
Die Bewilligung allein entscheidet nicht, ob ein Spielender ein Konto eröffnen kann. Es kommt ein zweites Kriterium hinzu, und es ist praktisch das schärfere: das Gebiet.

Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer in Genf oder Waadt sitzt, findet Sporttip auf seinem Bildschirm nicht als Option, die er nutzen darf.
Die Loterie Romande bedient spiegelbildlich die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Konto bei Jouez Sport setzt Wohnsitz in einem dieser Kantone voraus.
Dazwischen liegt kein Graubereich, sondern ein sauberer Schnitt. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist mehr Aufwand als ein E-Mail-Feld, und es ist der Preis dafür, dass am Ende eine Person mit einer Identität vor einem Konto sitzt. Auf Rechtsseite stützt sich die Wohnsitzregel auf Artikel 47 Absatz 3 VGS.
Wer in Zürich wohnt und Westschweizer Quoten vergleichen möchte, hat Pech — nicht weil die Angebote geheim wären, sondern weil Zugang an Gebiet gebunden ist. Umgekehrt gilt dasselbe. Die praktische Folge für einen Spielenden: Von den zwei bewilligten Wegen steht ihm in aller Regel genau einer offen. Wählt man zwischen ihnen, wählt man nicht.
Was die Bewilligung im Alltag bedeutet — und was sie nicht bedeutet
Eine Schweizer Bewilligung ist kein Gütesiegel für Quoten. Sie sagt nichts darüber, ob die Quote auf ein Halbfinale gut ist. Sie sagt etwas über den Rahmen: geprüfte Identität, ein Konto pro Person, Einsätze und Gewinne nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers nach Artikel 50 Absatz 2 VGS, kein Kredit an Spielende nach Artikel 75 Absatz 1 BGS. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettbetrieb nicht. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, regelt er in seinen eigenen Bedingungen.
Der Ertrag geht ausserdem an öffentliche Zwecke in den Kantonen (Artikel 125 BGS). Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Das ist der Unterschied zwischen einem Veranstalter und einer Plattform: Der eine schüttet aus, was übrig bleibt, die andere behält, was sie kann.
Wer den Mittelabfluss aus den Sportwetten mit den Marketingversprechen der ausländischen Namen vergleicht, sieht sofort, wer hier wem gehört. Das ist keine Moral, es ist eine Bilanzzeile.
Verlustlimiten, Spielsperre und Beratung: was vor der ersten Wette feststeht
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die 72 Stunden sind der Kern der Sache, und man sollte sie nicht als Bürokratie abtun. Nach Artikel 87 VGS muss ein Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen; das Gesetz nennt für die Erhöhung 24 Stunden, Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Die Verschärfung gegenüber dem gesetzlichen Rahmen ist bewusst: Wer im Frust über eine verlorene Kombiwette sein Limit anheben will, muss drei Nächte darüber schlafen. Wer es senken will, wartet keine Minute.
Ein staatlich festgelegter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht. Die Limite ist immer die eigene, und das ist die entscheidende Eigenheit dieses Marktes: Der Staat sagt, dass es eine Limite geben muss, nicht wie hoch sie ist. Wer gar keine setzt, hat das System nicht verstanden.
Dazu kommt die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Spielsperre ist damit das einzige Werkzeug auf dieser Seite, das über den einzelnen Anbieter hinaus wirkt. Eine freiwillige Sperre lässt sich nach Artikel 84 VGS frühestens nach drei Monaten aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt; ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Artikel 89 VGS).
Nach Artikel 45 BGS haben gesperrte oder minderjährige Personen keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist die unangenehmste Zeile im ganzen Regelwerk, und sie ist keine Formalie: Wer gesperrt ist und trotzdem setzt, verliert den Einsatz ohne Rechtsweg.
Minderjährige haben online keinen Zutritt (Artikel 72 BGS). Wie viel das wert ist, zeigt eine Zahl aus der Aufsichtspraxis: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die persönliche Beratung am Kiosk als strengste Schutzstufe beschreibt, hat diese Zahl nicht gelesen. Der Onlinekanal mit Ausweisprüfung und Adressabgleich steht in dieser Frage besser da als der Schalter.
Wer merkt, dass ihn das eigene Wettverhalten beschäftigt, findet Beratung bei den Fachstellen der Kantone und den Angeboten der Spielsuchtprävention; die Limiten lassen sich jederzeit senken, und die Sperre ist der Weg, wenn ein Limit nicht reicht. Diese Passage bleibt ohne Pointe. Sie ist der einzige Teil des Artikels, der kein Argument braucht.
Quoten, Auszahlungsquote und Marge: was in jeder French-Open-Quote steckt
Eine Quote ist keine Prognose, sondern ein Preis. Wer CHF 100 auf eine Quote von 2.10 setzt, bekommt im Erfolgsfall CHF 210 zurück, also CHF 110 Nettogewinn. So weit die Rechnung, die jeder kennt. Der interessante Teil steht daneben: Dieser Preis enthält bereits den Anteil, den der Veranstalter für sich behält, und dieser Anteil ist der eigentliche Wettbewerbsparameter eines Buchmachers.
Der Mechanismus lässt sich an einem Beispiel zeigen, das bewusst keines der unten beschriebenen Angebote zitiert. Nehmen wir einen Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90/1.90 — nicht ein Preis aus dem Wettprogramm, sondern eine Rechnung. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten: bei zwei Quoten von 1.90 ergibt das 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also eine Auszahlungsquote von rund 52,6 %, und die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote, hier also etwa 47,4 %.
Das klingt nach einem Skandal und ist einer — nur nicht der, den man erwartet. Zwei gleich hohe Quoten von 1.90 auf einen Markt mit zwei Ausgängen gibt es im Tennis nicht, weil ein Match selten bei 50/50 steht; das Beispiel markiert die Obergrenze dessen, was ein Markt kosten kann, nicht den Normalfall. Der Punkt, den die Rechnung trägt: Die Marge liegt umso niedriger, je näher die Quoten an der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit liegen und je mehr der Anbieter auf ein einzelnes Ergebnis setzt. Bei einem klaren Favoriten in einem Zweitrundenmatch stehen andere Zahlen auf dem Schirm als bei einem ausgeglichenen Achtelfinale zwischen zwei Sandplatzspezialisten. Eine Marge, die als einzelne Prozentzahl durch einen Artikel wandert, ist deshalb immer eine Aussage mit Bedingung: Sie gilt für diesen Markt, diese zwei Quoten, diesen Tag.
Genau hier setzt der Vergleich an. Wer die Quoten von Sporttip und Jouez Sport gegenüberstellt, sollte nicht den einen Preis gegen den anderen halten, sondern dieselbe Partie in beiden Programmen suchen und beide Male den Kehrwert der Kehrwerte bilden. Der Anbieter mit der kleineren Marge zahlt auf Dauer mehr zurück — bei jedem einzelnen Match, unabhängig davon, wer gewinnt. Auf ein Zweiwochen-Turnier gerechnet ist das die einzige Zahl, die der Spielende selbst in der Hand hat.
Neben den Quoten gibt es auf der Produktseite Werkzeuge, die den Gewinn verändern, ohne die Quote zu berühren. Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, ebenfalls in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Die Grenze von 1.50 pro Voraussage ist der eigentliche Filter. Sie schliesst genau die Legs aus, die einen Kombischein sonst tragen — die kurzen Favoriten, die man nimmt, damit überhaupt etwas zusammenkommt. Wer fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 zu einem Boost von 100 % stapelt, hat nicht eine bessere Wette gefunden, sondern fünfzehn Risiken addiert, deren Produkt in einer Zahl endet, die noch nie jemand gewonnen hat. Der Boost ist eine Belohnung für Risikobereitschaft, nicht für Sachkunde.
Cash-Out und Livewetten: die Feinheiten im Kleingedruckten
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Man liest diese Zeilen am besten als das, was sie sind: ein Angebot ohne Zusage. Wer einen Cash-Out als «Gewinnsicherung» bewirbt, hat die Bedingung übersehen, dass die Auszahlung unter dem möglichen Gewinn liegt — die Differenz ist der Preis für das Verlassen der Wette, und dieser Preis wird vom Veranstalter festgelegt, nicht am Markt gebildet. Ein Teil-Cash-Out ist nicht möglich, es gibt nur ganz oder gar nicht. Immerhin: Für Langzeitwetten auf den Gesamtsieger ist der Cash-Out ein Instrument, das während des Turniers seinen Wert verschiebt — wer nach dem Viertelfinal aussteigen will, kann das, und der Betrag folgt dem Stand des Ereignisses.
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist die Regel, die in anderen Sportarten als Verzögerung durch das Publikum berühmt wurde und im Tennis kaum greift, weil es dort keine Videoentscheide mit dieser Wartezeit gibt. Bei einem Match-Tiebreak und einer strittigen Netzberührung ist man näher dran, als man denkt.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion». Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also Sieg und genaues Satzergebnis desselben Matches auf einem Schein bündeln will, wird von der Plattform entsprechend geführt — und wo nicht, wird der Schein im Nachhinein zu Geld zurück.
Wie die reguläre Spielzeit abgegrenzt wird, ist ebenfalls in den Bedingungen geregelt: Sie umfasst die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im Tennis ist die Frage entspannter, weil ein Match bis zum letzten Ball läuft. In einem Totals-Markt auf Spiele oder Sätze entscheidet aber dieselbe Logik darüber, ob eine lange Fünfsatz-Partie noch in die Wertung fällt.
Sand, Sätze, Spielplan: wie das Turnier die Wetten ordnet
Die French Open werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand gespielt, auf Terre battue. Veranstalter ist der Weltverband ITF. Das erste Turnier fand 1891 als «Championnat de France international de Tennis» statt, was den Veranstaltern eine schöne Zahl zur Hand gibt, aber keinen Quotenvorteil.
Für den Markt ist der Spielplan die eigentliche Struktur. Ein Hauptfeld, eine Qualifikation, ein Finale — daraus folgt, welche Matches überhaupt zur Wette stehen und wie lange Langzeitwetten laufen. Wer früh auf den Gesamtsieger setzt, bindet Geld über zwei Wochen. Wer auf einzelne Matches setzt, bindet es über Stunden. Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026, gestützt auf Artikel 25 BGS und Artikel 29 VGS) gibt dazu den Rahmen: Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Eintritt in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und niemals Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste enthält weder Corner- noch Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich. Über die Zulässigkeit von virtuellen Sportarten ist nichts festgestellt; dazu lässt sich hier nichts schreiben.
Auf Französisch: Der Spielmodus ist der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Einzeln. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung, worauf sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 einigten. Für den Markt heisst das: Ein Satzgewinn bewegt einen Herrenmarkt halb so stark wie einen Damenmarkt, und ein 0:2-Rückstand bedeutet bei den Herren nicht dasselbe wie bei den Damen. Wer Satzwetten spielt, handelt in zwei verschiedenen Wahrscheinlichkeitsräumen, auch wenn beide Male dasselbe Turnier auf dem Bildschirm läuft.
Diese Asymmetrie erklärt ein Muster, das vielen Spielenden auffällt, ohne dass sie es benennen können: Satz- und Spielmärkte im Dameneinzelsind die volatileren Geschäfte, und genau dort liegen die Margen der Anbieter tendenziell dort, wo sie sie brauchen. Ein Spieler, der sich über ein frühes Break im Damenmatch freut, hat die Hälfte seiner Wette schon fast verloren — statistisch gesehen ist der Satz noch nicht weg, aber der Wahrscheinlichkeitsraum hat sich verschoben.
Rekordsieger im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7. Solche Listen sind für Quoten weniger wichtig, als sie scheinen: Kein aktiver Spieler der aktuellen Generation kommt in ihre Nähe, was bedeutet, dass die Buchmacher auf dem Sand keine historische Referenz als Anker haben und die Quoten stärker der aktuellen Form folgen als der Turniergeschichte.
Die Ausgabe 2026 im Rückblick und was daraus für die nächste folgt
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt. Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev aus Deutschland im Finale gegen Flavio Cobolli aus Italien. Das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld betrug 61’723’000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr, wobei die Einzelsieger im Profitennis jeweils 2’800’000 € erhielten.
Die Endspielgegnerin im Dameneinzel kam aus der Qualifikation. Für Wettende ist das die lehrreichste Zeile des Turniers. Eine Qualifikantin im Finale bedeutet, dass die Quoten für den Gesamtsieg im Dameneinzels über weite Strecken der zwei Wochen falsch gelegen haben müssen — und dass Langzeitwetten auf Aussenseiterinnen ein Geschäft bleiben, das man schwerer kontrolliert als ein Einzelmatch. Wer solche Wetten spielt, sollte sich daran erinnern, dass der Cash-Out für Langzeitwetten genau für diese Situation existiert, aber unter dem möglichen Gewinn liegt.
Die 9,35 % Preisgeldwachstum sind für den Spielenden insofern relevant, als der wirtschaftliche Druck auf das Turnier steigt, während er auf die Quoten nicht durchschlägt. Ein grösserer Pott zieht mehr Namen an, aber die Marge auf dem Markt «Gesamtsieger Herren» ist damit nicht kleiner als die auf einem Zweitrundenmatch. Die Preisgeldhöhe ist eine Angelegenheit zwischen ITF und Spielern. Der Spielende zahlt sie mit.
Vergleich der zehn Namen: Bewilligung, Gebiet und was daraus folgt
Die folgenden zehn Namen teilen sich in zwei Gruppen, und die Tabelle macht das nicht optisch, sondern über die erste Datenspalte. Die beiden Schweizer Veranstalter stehen vorne, nicht weil sie besser wären, sondern weil die Bewilligung das sachliche Unterscheidungsmerkmal ist, das alles andere trägt: Gebiet, Limiten, Steuerbehandlung, Rechtsweg.
| Brand | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung | Praktische Folge für den Zugang |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel | Konto nur für Wohnsitz im Vertragsgebiet der Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne | Konto nur für Wohnsitz in FR, GE, JU, NE, VD oder VS |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe zur gemeldeten Bewilligung | keine Schweizer Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe zur gemeldeten Bewilligung | keine Schweizer Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe zur gemeldeten Bewilligung | keine Schweizer Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe zur gemeldeten Bewilligung | keine Schweizer Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister |
| Betclic | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe zur gemeldeten Bewilligung | keine Schweizer Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Tobique (Kanada), gemeldet durch Drittquellen | keine Schweizer Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe zur gemeldeten Bewilligung | keine Schweizer Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | keine Angabe zur gemeldeten Bewilligung | keine Schweizer Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister |
Die achte Zeile verdient einen zweiten Blick. X3Bet ist der einzige Name in dieser Liste, zu dem überhaupt eine ausländische Bewilligung gemeldet wird, und sie kommt aus Kanada. Das klingt nach mehr als nichts, ist aber in der Schweiz nichts: Nach Artikel 4 BGS gilt eine Bewilligung nur in der Schweiz, und eine ausländische entfaltet hier keine Wirkung. Wer aus einer kanadischen Bewilligung eine Schweizer Zulassung ableitet, hat die Rechtslage gegen die Werbung getauscht.
Die übrigen acht ausländischen Namen haben gar keine gemeldete Bewilligung. Das ist kein Zufall, sondern die logische Folge einer Marktstruktur: Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten will, braucht eine Schweizer Bewilligung, und die haben nur zwei. Die Konsequenzen für diese Angebote wurden bereits in den jeweiligen Abschnitten beschrieben: kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domains auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und über DNS durch Schweizer Telekom-Anbieter blockiert werden. Die erste Sperrliste datiert vom 3. September 2019; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich. Der Betreibende wechselt die Adresse, und der Suchende findet ihn beim nächsten Versuch wieder.
Und ein Satz, der in beide Richtungen gilt: Die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an unzulässige Wettseiten sperren. Wer erzählt, die Kreditkarte stelle sich schützend davor, erzählt eine Geschichte, die es nicht gibt.
Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Artikel 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, das hat das Bundesamt für Justiz klargestellt. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Schutz- oder Fair-Play-Kontrollen gibt es keine. Die Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist nach Artikel 74 Absatz 3 BGS verboten und wird nach Artikel 131 BGS mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Deshalb beschreibt und bewertet dieser Abschnitt, und deshalb steht in keinem der folgenden Absätze eine Empfehlung, dort ein Konto zu eröffnen.
Die zehn Anbieter im Einzelnen: Bewilligung, Limiten und was jeder Weg taugt
Swisslos Sporttip: der bewilligte Weg für die Deutschschweiz
Swisslos Sporttip ist eine der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht für Sportwetten zulässt: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51), Aufsicht durch die Gespa, Betreiberin die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Der Zugang ist an das Vertragsgebiet gebunden: die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu Tessin und Liechtenstein.
Das Produkt ist an eine Reihe klarer Grössen gebunden. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Teilnehmen dürfen Personen ab 18 Jahren; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Die Limiten stehen in einem Spannungsverhältnis zur Setzpraxis. CHF 1’000 pro Einzelwette ist für einen normalen Spielenden keine Grenze, für einen Grosssetzer aber eine harte Wand — und sie ist nicht scharf nach oben hin definiert, weil die Bedingungen die Änderung ohne Angabe von Gründen vorsehen. Wer langfristig mit hohen Einsätzen plant, operiert auf einer Grundlage, die die Veranstalterin einseitig verschieben kann. Für den typischen Spielenden mit Wetten zwischen CHF 5 und CHF 50 ist das irrelevant. Für einen Systemwetten-Spieler, der CHF 10’000 in einem Schein bündelt, ist es die wichtigste Zeile im Vertrag.
Vor der ersten Teilnahme stehen die Verlustlimiten: 1, 7 und 30 Tage, Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000, Senkungen sofort, Erhöhungen nach 72 Stunden. Die Sperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, unbefristet gilt sie im schweizweiten Register. Der Cash-Out deckt Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten ab, nur online, vollständig, ohne Rücknahme und ohne Garantie je Markt, und liegt unter dem möglichen Gewinn. Die Boosts — Kombiboost ab vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, Quotenboosts und Profitboosts auf definierte Ereignisse — sind online, einmal pro Wettenden nutzbar und im Einsatz limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Die Bewertung: Der entscheidende Punkt an Sporttip ist nicht die Bewilligung, sondern die Limitenarchitektur — eine verbindliche Verlustlimite vor dem ersten Einsatz, eine Erhöhung mit drei Tagen Bedenkzeit und eine Sperre, die über den Anbieter hinaus Geltung hat. Wer sein Wettverhalten steuern will, findet hier die Werkzeuge, die die ausländischen Namen nicht liefern können, weil sie an ein Register gebunden sind, dem sie nicht angehören. Bezahlt wird das mit dem engsten Markt der Liste: Ein Angebot, das nur die Kantone des Vertragsgebiets zulässt, kann keine Arbitrage über mehrere Buchmacher tragen, und die Quote bleibt die Quote eines Monopols. Wer maximale Preise sucht, sucht an der falschen Adresse. Wer einen Rahmen sucht, an dem er nicht vorbeikommt, sucht an genau dieser.
Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rahmen, andere Kantone
Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande. Die Bewilligungslage ist identisch zu der von Swisslos — Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51) unter Aufsicht der Gespa —, und auch hier haben nur die beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht zulässt, diese Position. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt die Loterie Romande den Sitz in Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Für einen Spielenden aus Genf oder Lausanne ist Jouez Sport der bewilligte Weg, und damit ist die Wahl bereits getroffen, bevor sie beginnt: Sporttip steht ihm nicht offen. Die Verkaufsstellendichte von 2’350 Standorten ist in der Westschweiz ein reales Vertriebsnetz und der einzige Fall in dieser Liste, in dem die physische Präsenz eines Veranstalters über die blosse URL hinausgeht.
Die Bewertung: Die entscheidende Grösse bei Jouez Sport ist die regionale Verankerung — ein Vertriebsnetz über sechs Kantone, das bei Fragen, Auszahlungen und Registrierung einen Ort hat, an den man gehen kann. Das ist der Vorteil, der sich nicht in einer Quote ausdrückt und deshalb in jeder Quotendiskussion untergeht. Dass dieser Vorteil ausserhalb der sechs Kantone auf null fällt, ist die Kehrseite derselben Struktur. Wer die Verkaufsstellen nicht nutzt und nur am Bildschirm setzt, bezahlt einen Weg, dessen Vorzug er nicht in Anspruch nimmt.
Betify: ausländischer Name ohne Schweizer Bewilligung
Betify trägt keine Schweizer Bewilligung; nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt, und eine solche hätte nach Artikel 4 BGS ohnehin keine Wirkung in der Schweiz. Es besteht kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg. Die Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden und wären dann über DNS durch Schweizer Telekom-Anbieter blockiert.
Die Bewertung: Der einzige belastbare Punkt in diesem Eintrag ist die Abwesenheit — kein Register, kein Rechtsweg, keine Schweizer Zulassung. Eine Wette auf einen Veranstalter ohne Schweizer Bewilligung ist im Kern eine Wette darauf, dass die Domain am nächsten Sonntag noch erreichbar ist. Wer das als Nebensache abtut, hat die Kosten der Blockierung nicht durchgerechnet.
FortuneJack: ausländischer Name ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Da keine Bewilligung besteht, gelten die allgemeinen Risiken für ausländische Angebote ohne Schweizer Zulassung; wer hier setzt, trägt das Ausfallrisiko allein.
Die Bewertung: Wer hier mitspielt, verlagert die Frage nach der Fairness vom Recht in die Selbstdarstellung eines Anbieters, der in der Schweiz nicht auftreten darf. Das ist keine Kleinigkeit: Ohne Aufsicht gibt es keine Instanz, die eine strittige Abrechnung prüft, und ohne Schweizer Sitz keine Adresse, an die ein Begehren geht.
BetLabel: ausländischer Name ohne Schweizer Bewilligung
Auch BetLabel führt keine Schweizer Bewilligung. Eine solche wäre für die Schweiz ohnehin ohne Wirkung. Wer diesen Weg wählt, sollte sich der fehlenden Aufsicht bewusst sein.
Die Bewertung: Ein Angebot ohne Schweizer Zulassung kann gut aussehen und im entscheidenden Moment unerreichbar sein — nach einer Blockierung bleibt nur der Wechsel auf eine neue Adresse, und die führt nicht zu einer Beschwerdestelle. Das ist der Massstab: nicht die Gestaltung, sondern die Erreichbarkeit, wenn es ernst wird.
Funbet: ausländischer Name ohne Schweizer Bewilligung
Funbet trägt keine Schweizer Bewilligung. Es gibt keine Instanz, die eine strittige Abrechnung prüft, und keine Adresse, an die ein Begehren geht. Das ist das strukturelle Risiko dieses Angebots.
Die Bewertung: Der praktische Unterschied zwischen einer bewilligten und einer nicht bewilligten Plattform zeigt sich im Streitfall, nicht im Normalbetrieb. Solange gewonnen wird, verhält sich jede Seite freundlich. Wer den Massstab anlegt, den die Sperrliste setzt, kommt schnell zum Ergebnis: Ohne Zulassung trägt der Spielende das gesamte Ausfallrisiko allein.
Betclic: ausländischer Name ohne Schweizer Bewilligung
Betclic hat keine Schweizer Bewilligung. Wer eine bekannte Marke sucht, sollte sicherstellen, dass sie in der Schweiz auch tätig sein darf – das ist hier nicht der Fall.
Die Bewertung: Markenbekanntheit ist keine Bewilligung. Wer einen Namen aus einem anderen Markt kennt, kennt damit noch keinen Anbieter, der in der Schweiz auftreten darf — und genau diese Verwechslung ist das Geschäftsmodell.
X3Bet: ausländischer Name mit gemeldeter Drittbewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
X3Bet führt keine Schweizer Bewilligung. Gemeldet wird durch Drittquellen eine Bewilligung aus Tobique in Kanada; nach Artikel 4 BGS hat sie in der Schweiz keine Wirkung. Es ist kein Weg, um als Schweizer Spielender Schutz zu finden.
Die Bewertung: Diese Zeile ist die lehrreichste der acht. Sie zeigt, dass eine ausländische Bewilligung genau das ist, was der Name sagt: eine Erlaubnis für einen anderen Rechtsraum. Wer sie als Argument für Sicherheit in der Schweiz liest, verwechselt zwei Jurisdiktionen. Der Unterschied zu den übrigen sieben besteht nur darin, dass hier überhaupt etwas gemeldet wird — die Wirkung auf den Spielenden ist dieselbe: keine.
Bahigo: ausländischer Name ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Identitätsprüfung oder eine Verlustlimite ist hier nicht an ein Schweizer Register gebunden, was das Sicherheitsniveau definiert.
Die Bewertung: Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kann keine Limite an ein Register binden, das er nicht kennt, und keine Auszahlung an eine Identitätsprüfung, die er nicht verlangen muss. Beides fehlt hier nicht zufällig, sondern strukturell.
Rollbit: ausländischer Name ohne Schweizer Bewilligung
Rollbit trägt keine Schweizer Bewilligung. Dass dieses Angebot in der Gespa-Sperrliste auftaucht, ist kein Zufall, sondern die logische Konsequenz der Rechtslage.
Die Bewertung: Dass ausgerechnet der letzte Name dieser Gruppe am wenigsten über sich sagt, ist konsequent. Wer in der Schweiz ohne Bewilligung auftritt, hat nichts vorzuzeigen — und die Gespa-Sperrliste mit 671 Domains Ende 2025 ist der Beleg dafür, dass die Aufsicht das nicht hinnimmt.
Was ein Gewinn kostet: Steuern und die Grenze, die kaum einer erreicht
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen — die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb hier «je nach Kanton» steht und keine kantonale Zahl. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird.
Für den typischen Spielenden bedeutet das: kein Steuerfreibetrag, keine Verrechnungssteuer. Wer CHF 200 auf eine Quote von 2.10 setzt und CHF 420 zurückbekommt, hat einen steuerfreien Gewinn. Die Grenze von über einer Million Franken pro Einzelgewinn markiert den Punkt, ab dem aus einem Gewinn ein Steuerfall wird — und diesen Punkt erreicht ein Sportwettengewinn praktisch nie.
Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Ein Spielender mit Wohnsitz in diesem Kanton steht also vor der absurden Lage, dass derselbe Gewinn aus dem einen Kanal steuerfrei und aus dem anderen steuerpflichtig ist — nur weil der Veranstalter eine Bewilligung hat oder nicht. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht, und wer eine behauptet, hat die Abgabe mit etwas anderem verwechselt. Diese Zeilen sind allgemeine Informationen, keine Steuerberatung; für den eigenen Fall ist eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.
Der Gratisgedanke: «Gratisspielguthaben» und was die Bedingungen daraus machen
Ein «Gratisspielguthaben» klingt wie ein Geschenk, und in der Schweiz ist es eines, das der Veranstalter nicht ohne Weiteres verteilen darf. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa nach Artikel 75 Absatz 2 BGS. Für 2025 erteilte die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das ist die Anzahl der freigegebenen Aktionen, nicht die Anzahl der Spielenden, die davon profitierten — aber es ist die einzige belastbare Zahl, die über das Volumen Auskunft gibt.
Für einen Spielenden heisst das: Wer im Schweizer Markt auf ein Gratisguthaben wartet, wartet auf eine Aktion, die eine Aufsichtsbehörde vorgängig geprüft hat. Bonusbeträge und Bedingungen kommen ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer dagegen auf einer ausländischen Seite ein «100 % Bonus»-Werbebild sieht, kann sich sicher sein, dass in dem Bildausschnitt nicht eine einzige der Bedingungen steht, die die Gewinnmitnahme regeln. Die Werbebotschaft ist nicht falsch. Sie ist nur unvollständig bis zur Unbrauchbarkeit.
Werbung darf nach Artikel 74 BGS nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Eine tageszeitliche Sperre für Werbung existiert nicht, und sie wäre auch das falsche Instrument: Das Problem ist nicht, wann geworben wird, sondern womit.
Wie ein Spielender den eigenen Weg wählt, ohne die Wahl zu verwechseln
Am Anfang steht keine Quote, sondern der Wohnsitz. Wer in einem Deutschschweizer Kanton, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, kommt für Sporttip in Frage; die Westschweizer Spielenden aus FR, GE, JU, NE, VD und VS kommen für Jouez Sport in Frage. Für beide gilt die Ausweisprüfung, der Adressabgleich und die Regel eines Kontos pro Person. Danach folgt der unbequeme Teil: Vor der ersten Wette muss eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, und eine spätere Erhöhung kostet 72 Stunden Wartezeit. Wer erst setzt und dann nachdenkt, macht es in der falschen Reihenfolge.
Der nächste Schritt ist die Marge. Vor dem ersten Einsatz auf ein Match lohnt es sich, dieselbe Partie in beiden Programmen zu suchen und den Kehrwert der Kehrwerte zu vergleichen — nicht den einen Preis gegen den anderen. Die Rechnung ist Grundrechenart und braucht keinen Taschenrechner: je kleiner die Summe der Kehrwerte, desto mehr zahlt der Markt zurück. Bei einem Zweiwochen-Turnier mit Dutzenden Matches summiert sich dieser Unterschied zu einem Betrag, der mehr wiegt als jeder Willkommensbonus.
Der dritte Schritt ist der Markt. Der Gesamtsieger bindet Geld über die vollen zwei Wochen und kennt keinen Rückweg ausser über einen Cash-Out, der unter dem möglichen Gewinn liegt. Einzelmatch- und Satzwetten binden kürzer und lassen sich über die Turnierdauer verteilen. Wer das Turnier als Ganzes spielen will, plant mit der Cash-Out-Funktion als Werkzeug und nicht als Sicherung. Wer einzelne Matches spielt, kann auf den Spielplan warten und in Runde für Runde neu entscheiden.
Und der vierte Schritt ist die Frage, ob es überhaupt ein Konto bei einem ausländischen Namen braucht. Die Antwort des Rechts ist eindeutig, und sie ist nicht moralisch: Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz, eine ausländische entfaltet hier keine Wirkung, es gibt keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können blockiert werden. Wer trotzdem dort ein Konto hält, handelt nicht illegal — der Spielende wird nicht bestraft — aber er verlagert das Risiko vollständig auf sich, und die kantonalen Steuerfolgen folgen dieser Entscheidung mit. Das ist der zweite Weg. Er ist nicht verboten. Er ist nur ohne Netz.
Häufige Fragen zu French-Open-Wetten in der Schweiz
Welche Wetten auf Tennisturniere dürfen Schweizer Veranstalter anbieten?
Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten gibt den Rahmen vor: Qualifikationsrunden und Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Eintritt in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet, und keine Wetten auf Trainingsläufe. Corner- und Kartenmärkte sucht man vergebens, einen Esport-Bereich ebenfalls.
Wie liest man Quoten für den Gesamtsieger, und was steckt als Marge darin?
Der Gesamtsieger wird als Langzeitwette über die vollen zwei Wochen geführt. Die Marge steckt in der Summe der Kehrwerte aller Siegerquoten: Je mehr Namen im Feld, desto breiter fällt sie aus, und bei einem Zweiwochenturnier spreizt sie sich weiter als in einem einzelnen Match. Wer den Gesamtsieger spielt, zahlt diesen breiteren Markt mit.
Was bedeuten drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen für Satzwetten?
Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Damit bewegt ein einzelner Satzgewinn den Markt im Herrenspiel weniger stark als im Damenspiel, und ein Rückstand wiegt in einem Zweisatzmatch schwerer als in einem Dreisatzmatch. Satz- und Spielmärkte folgen dieser Asymmetrie.
Welche Verlustlimiten sind vor der ersten Wette zu setzen, und wann wirkt eine Senkung?
Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Wie unterscheidet sich ein bewilligter Veranstalter von einer ausländischen Wettseite?
Der bewilligte Veranstalter untersteht der Gespa, verlangt eine geprüfte Identität, zahlt nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers aus, verlangt Verlustlimiten und ist an das schweizerische Sperrregister angeschlossen. Eine ausländische Seite hat keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an dieses Register, keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Muss ein Gewinn aus French-Open-Wetten versteuert werden, und was gilt je nach Kanton?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei; ab 1. Januar 2026 liegt der Bundesfreibetrag bei CHF 1’071’000. Darüber behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein. Der kantonale Freibetrag weicht ab, weshalb der eigene Kanton die massgebende Adresse ist. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer.
Tennis – seriosewetten
Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»
