Curling-Wetten in der Schweiz: zwei bewilligte Veranstalter, ein geschlossener Markt

Updated Oktober 2026
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Eine Curlinghalle von der Tribüne aus gesehen: ein glatter Granitstein auf blauem Eis, daneben ein Besen, kühles Hallenlicht

Wer auf Curling wetten will und dabei in der Schweiz bleiben möchte, landet bei Swisslos oder bei der Loterie Romande. Andere Namen, die bei einer Suchanfrage auftauchen, haben hier keine Bewilligung. Das ist der erste Satz, den ein Ratgeber über online curling wetten schweiz 2026 liefern muss, und er entscheidet mehr als jede Quotenempfehlung.

Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz.

Stand Oktober 29, 2026; die Bewilligungsangaben wurden gegen die Gespa und deren Sperrliste sowie gegen die Spielregeln von Swisslos und der Loterie Romande geprüft.

Warum eine Curling-Wette in der Schweiz zuerst eine Währungsfrage ist

Ein Granitstein wiegt knapp zwanzig Kilo, gleitet über eine Eisbahn, die nach dem Aufbau oft ein bis zwei Millimeter pro Meter geneigt ist. Wer wettet, wettet nicht auf einen Stein, sondern auf ein Ergebnis. Nur zwei Veranstalter dürfen in diesem Land Quoten auf ein solches Ergebnis anbieten.

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Ein Bergdorf im Schnee am Morgen aus der Ferne gesehen, aus einem Kamin steigt Rauch auf
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Der Satz «nur zwei» ist der ganze Befund dieses Themas. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten gedeckelt. Es gibt keine Warteliste, keinen dritten Kandidaten, keine Schweizer Zweigstelle eines internationalen Buchmachers. Ein Anbieter taucht in der Schweiz auf der Bildfläche auf oder eben nicht — und die Konsequenz daraus erreicht den Spielenden, bevor er überhaupt einen Einsatz eingibt. Eine Wette gilt nämlich nur in der Schweiz. Der Anbieter selbst darf sich ausserhalb der Schweiz bewegen. Wo die Bewilligung liegt, dort liegt auch die Aufsicht, und wo sie nicht liegt, dort liegt sie nicht.

Für einen Schweizer Spielenden heisst das: Sobald eine Seite mit einem ausländischen Namen auftaucht, stimmt die Währungsfrage nicht mehr. Es gibt keine Schweizer Regeln mehr, keine Limiten, kein Sperrregister, keine Ansprechstelle. Nur die eigene Einschätzung, ob das ausländische Unternehmen am Ende zahlt.

Wer dennoch auf eine solche Seite geht, tut das bewusst. Diese Seite ist nicht gewillt, dafür zu werben, und wird es bei keiner Gelegenheit tun. Die Bewerbung von nicht bewilligtem Glücksspiel ist in der Schweiz eine Straftat und wird mit einer Busse geahndet. Ein Ratgeber beschreibt, ein Ratgeber wirbt nicht.

Was ein echter Wetten auf Curling angeht: Ob Curling im Programm steht, hängt davon ab, ob das Wettprogramm die Sportart nennen kann. Curling soll laut dieser Darstellung der Gespa-Aufsicht in der Schweiz über den Kegelsport- und Handballverband gelten. Wer eine bis 200 Zeichen gültige Antwort auf die Frage «Wo steht Curlings auf der Liste?» sucht, findet sie im Wettprogramm, nicht in einer Prognose. Was zählt, ist die Bezeichnung der Sportart auf dem Wettschein.

Wann Schweizer Curling-Wetten auf der Tagesordnung stehen

Curling ist eine Randsportart. Randsportarten haben wenige Termine. Die Kurve, die das Angebot ausmacht, sind die grossen Turniere. Olympische Winterspiele, Weltmeisterschaften, im europäischen Bereich die Curling-Europameisterschaft. Begegnungen dieser Grössenordnung bespielen den Kalender im Rhythmus von Monaten, nicht von Wochen. Wer sich eine Woche freihält, in der Hoffnung auf einen gefüllten Curling-Spielplan, wird meistens nichts finden.

Das ist keine Schwäche des Schweizer Angebots, es ist der Sport selbst. Wohin das führt, zeigt die Blätterung des Wettprogramms. Gibt es eine Curling-Begegnung mit Fernsehübertragung oder mit Schweizer Beteiligung, tauchen mehr Märkte auf: Sieger der Begegnung, Endstand, Anzahl der Ends. Turniere mit kleiner Beteiligung und ohne Zuschauerinteresse laufen als schmale Auswahl, oft nur eine Handvoll Voraussagen pro Partie.

Für einen Spielenden folgt daraus etwas Praktisches. Wer sich auf eine Curling-Wette vorbereitet, tut gut daran, den Spielplan zu kennen, bevor er das Konto öffnet. Zwei Wochen Planung bringen meist nichts. Die Begegnung muss wirklich anstehen.

Was der Faktor «Termin» für eine Strategie bedeutet: Ob die Begegnung im Angebot steht, lässt sich vorab nur anhand des Spielplans schätzen. Je später der Wettentscheid fällt, desto mehr Informationen über die Tagesform liegen vor. Das ist in jeder Sportart so, aber im Curling besonders, weil die Formatierung der Voraussagen bei kleiner Beteiligung schnell altert. Die Tagesform steckt in der Quote — und die Quote wird mit jeder neuen Information angepasst. Wer sich etwa für eine Tagesform interessiert, kann sich das im übrigen mitunter sparen, weil die Quote zu diesem Zeitpunkt eine Information enthält, die man selbst noch gar nicht hat.

Was nicht in dieser Gleichung steht, ist ein Ergebnis. Niemand kennt es. Wer das anders darstellt, rät.

Grundlagen: Marotte, Quotenschlüssel und was davon auf dem Abschnitt bleibt

Ein Curling-Spiel am Fernsehen ist ein Caveman-Ritual aus taktisch gesetzten Steinen. Im Block der fünf oder sechs Ends davor sieht man den Skip mit dem Besen winken, als müsse er eine Flugzeuglandung einweisen. Das eigentliche Geschick liegt darin, eine Partie über zehn Ends zu gewinnen, ohne dabei jede einzelne Bahn zu zerstören.

Zwei Curlingbesen lehnen an einer Bande am Rand einer leeren Eisfläche, kaltes Licht fällt durch hohe Fenster
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wettmässig ist Curling ein Zwei-Personen-Sport. Die Schweiz hat starke Curling-Spielende und regelmässig Medaillen. Aber eine Quote auf diese Medaille entsteht nur in einem Buchmachersystem, das den Sport aufnimmt. Und die Aufnahme hängt davon ab, ob die Sportart das Turnier erreicht.

Die Marge in einer Quote ist handwerklich dasselbe wie in jeder anderen Sportart. Sie steckt nicht in einem Wert, den ein Spielender sieht, sondern darin, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten über alle Ausgänge einer Wette zusammen mehr als 100 Prozent ergeben — in der Schweiz wird das Ergebnis dann als 47,5 Prozent geschrieben, mit einem Punkt, und als Quote mit einem Punkt: 2.10, 1.90.

Wer die Marge eines Marktes berechnen will, braucht eine Quote für jeden Ausgang, sonst nichts. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90 ergibt die Summe der reziproken Werte 1/1.90 + 1/1.90, was einer Auszahlungsquote von etwa 95 Prozent entspricht — die Marge ist 100 Prozent minus diesen Wert, also rund 5 Prozent. In einem echten Markt sind die Quoten selten genau gleich, aber auch bei gleichen Quoten rundet die Realität. Liegt der eine Wert bei 1.90 und der andere bei 1.85, dreht sich das Ergebnis: der Auszahlungsanteil fällt, die Marge steigt.

Dieselbe Rechnung gilt für jede Sportart und jeden Buchmacher. Nur die Zahlen unterscheiden sich. Und bei einem Markt mit sehr wenig Umsatz lässt sich das Ergebnis der Formel nicht in einem Satz zusammenfassen; hier liegt die Marge in der Realität tendenziell höher als in einem Markt mit breitem Publikum. In einem Nebenmarkt wie Curling muss der Veranstalter ausserdem einen Teil der Unsicherheit tragen, die die eigentliche Arbeit der Buchmacher ersetzt — der Sport ist zu klein, um über viele Wetten und ein grosses Volumen die Schwankungen auszugleichen.

Der Punkt, den diese Passage tragen soll: Die Marge trifft den Spielenden bei jedem Einsatz in gleicher Höhe, unabhängig davon, ob er gewinnt. Der Einsatz spielt die Rolle; die Marge nimmt ihren Anteil; der Rest geht zurück an die Menge. Über eine grosse Zahl von Wetten ist die Marge eine Kostenposition, die sich aus dem Spielbetrieb nicht mehr wegdiskutieren lässt.

Die Marge erklärt an einem Beispiel, das jeden Curling-Markt betrifft

Die folgende Rechnung steht hier, weil sie sich mit jedem Markt dieser Seite wiederholen lässt. Sie bezieht sich nicht auf einen echten Markt und nicht auf ein bestimmtes Spiel, sondern ist ein Rechenbeispiel.

Angenommen wird ein Zwei-Weg-Markt mit je einer Quote von 1.90. Die Summe der reziproken Werte ergibt eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent, und daraus folgt eine Marge von etwa 5 Prozent.

Diese Zahl liest sich harmlos. Über einen Abend mit Einsätzen von insgesamt CHF 1’000 behält der Buchmacher im statistischen Mittel etwa CHF 50 von diesen Einsätzen ein — vorausgesetzt, der Markt entspricht dem Beispiel und die Summe der Einsätze verteilt sich auf beide Seiten. Bei einem kleineren Umsatz ist der mögliche Vorteil eines einzelnen Marktbesuchers gross genug, um die Marge zu verdecken. Bei zwei Wegen mit 1.90 lässt sich die Wette nicht mehr in einen Gewinn verwandeln, ohne einen Markt zu finden, dessen Quote vom Beispiel abweicht.

Ein Beispiel mit einem Punkt Unterschied auf der einen Seite: Quote 1.90 auf Seite A, Quote 2.10 auf Seite B. Die Marge liegt dann in der Grössenordnung von etwa 3 bis 4 Prozent. Dasselbe Spiel gezogen über mehrere Anbieter, und die Kosten unterscheiden sich. Eine Marge von CHF 50 pro CHF 1’000 Einsatz erscheint wie ein Sandkorn; bei einem dichten Markt sind es rund CHF 30. Wer überlegen will, wo das Geld bleibt, sollte diese Zahl nicht vergessen.

Der Rechenweg ist am Ende plausibel, aber er hängt an der Annahme, dass der Markt zwei Seiten hat und der Spielende die Seite wählt. In einem Markt mit drei Ausgängen — Sieg, Unentschieden, Niederlage — steigen die Summen und damit auch die Marge leicht. Und bei einem Markt, den ein einzelner Buchmacher eigentümlich führt, verliert die Rechnung an Aussagekraft, sobald der zweite Anbieter fehlt.

Noch ein Punkt zur Vergleichbarkeit. Eine Marge, die sich aus dem Verhältnis der beiden Quoten ergibt, beschreibt die Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher beiden Seiten gibt. Die Marge, die man mit dem Kehrwert summiert, ist der Preis, den der Spielende für die Produktion des Marktes zahlt — unabhängig davon, ob er die wettet oder die Wette ablehnt.

Quoten und was dahinter steckt: warum CHF 1 nicht CHF 1 bleiben

Der Mindesteinsatz bei Sporttip liegt bei CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist nicht nur eine Zahl: Für jemanden, der eine Woche mit zehn Wetten spielt, ist das eine Limite, die fast nie greift. Für jemanden, der mit einer einzelnen Wette ein Ergebnis erzielen will, schon eher.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal die Gesamtquote, das Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das klingt nach einem Detail. Es ist eine der wenigen Stellen, an denen die Buchhaltung offen vor dem Spielenden liegt.

Ein Beispiel: eine Einzelwette mit CHF 20 Einsatz und einer Quote von 1.85. Der Gewinnbetrag beträgt CHF 37,00 und wird auf CHF 37,00 abgerundet — kein Verlust also. Es gibt jedoch Fälle, in denen die Abrundung den Ausschlag gibt: Bei einem Gewinnbetrag von CHF 100,49 bleiben nach der Abrundung CHF 100,45. Das ist ein Detail, aber es steht in den Regeln und nicht in einem Prospekt.

Wann die Wette einfach zurückkommt

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Das ist der wichtigste Fall, in dem eine Wette verschwindet, ohne dass jemand verloren hat. Beim Curling ist das keine theoretische Frage, weil eine Bahn verschoben werden kann und weil kleine Turniere mit kleiner Ausstellerzahl einen Spielplan schnell umlegen.

Aus derselben Ecke kommt eine Regel, die für Kombinationen von Curling-Wetten mit anderen Sportarten wichtig ist. Der Gewinnbetrag steht bei Sporttip fest, wenn die Wette gültig ist. Wird eine Voraussage dagegen aufgrund eines Ereignisses ab 48 Stunden abgesagt, fällt sie als 1.00 in die Kombination. Das Ergebnis: Die Gesamtquote sinkt. Wer eine Kombination mit einem grossen Sportarten-Mix spielt, bekommt diesen Effekt eher zu spüren als jemand, der sich auf eine Sportart konzentriert.

Was Schweizer Recht erlaubt: die bewilligten Wege

Die Rechtslage ist der Kern der Sache, und die Kernaussage ist kurz. Wer in der Schweiz Wetten anbieten will, braucht eine Bewilligung. Es gibt nur zwei Veranstalter, die diese Bewilligung haben.

Was erlaubt ist, hängt nicht nur an der Bewilligung, sondern am Katalog. Der Katalog ist geschlossen — er enthält Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie darauf stehen, Ranking-Wetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder ein Podest entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Ecken- und Kartenmärkte fehlen, ein Esport-Bereich fehlt ganz. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Daraus folgt für Curling etwas Nüchternes: Ob eine Begegnung im Wettprogramm steht, entscheidet der Katalog, nicht der Geschmack des Spielenden. «Curling ist dabei», heisst: steht drauf. «Curling ist nicht dabei», heisst: kommt nicht auf den Wettschein. Diese Entscheidung ist nicht dem Spielenden überlassen und nicht verhandelbar. Wer ein bisschen genauer wissen will, was heute geht, schaut ins Wettprogramm.

Der Katalog wird von der Gespa geführt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Die Aufsicht über Online-Sportwetten liegt bei der Gespa und nicht bei der ESBK, die nur die Kasinos beaufsichtigt. Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Eine Spielbankbewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung.

Für Nicht-Bewilligtes gilt: Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar. Der Spielende wird nicht bestraft. Seine Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Eine Kontrolle über die Fairness gibt es nicht, und einen Schweizer Ansprechpartner gibt es auch nicht.

Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains. Die Schweizer Telekom-Anbieter sperren diese Domains per DNS-Sperre. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains tauchen innerhalb von Stunden unter einer neuen Adresse auf — die Aufsicht nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home, und sie nennt bet365 als auf der Liste stehend. Die Konsequenz: Eine Sperre verhindert nicht, dass jemand die Seite erreicht, sie markiert nur, dass dahinter kein Schweizer Recht steht.

Ein Wohnsitz entscheidet, wer überhaupt ein Konto öffnet

Bevor irgend ein Konto entsteht, klärt der Veranstalter zwei Dinge. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Das ist das Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone. Wer im falschen Gebiet wohnt, hat auf der richtigen Seite trotzdem keinen Zugang. Ein Konto pro Person, eine verifizierte Identität, keine Ausnahme.

Bei der Registrierung dürfen auch andere Dinge nicht im Weg stehen: Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Die Wirkung dieser Prüfung ist deutlicher, als sie klingt. Wer seinen Wohnsitz in einem Kanton hat, den ein Veranstalter nicht bedient, kann dort nicht online teilnehmen. Für diese Personen bleibt von den zwei bewilligten Wegen genau einer. Und wer ausserhalb des Vertragsgebiets wohnt, hat gar keinen.

Was eine fehlende Bewilligung konkret kostet

Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung steht nicht nur die Aufsicht anders, sondern der ganze Schutzapparat. Drei Dinge fehlen vollständig.

Das Sperrregister. Die Spielsperre gilt in einem schweizweiten Register und erfasst auch Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie das Fürstentum Liechtenstein. Wer sich sperren lässt, ist bei einem ausländischen Anbieter nicht gesperrt. Er kann dort weiter spielen. Das Register erkennt den Anbieter nicht, und der Anbieter erkennt das Register nicht.

Die Limiten. Wer sich bei Swisslos anmeldet, setzt vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Bei einem nicht bewilligten Anbieter sind diese Limiten dessen eigene Bedingungen. Ob und in welcher Höhe sie bestehen, steht in seinen Bedingungen und nicht in einem Gesetz.

Die Auszahlung. Bei einem bewilligten Anbieter ist die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen geregelt, die anonyme Auszahlung ist ausgeschlossen, und ein Kredit an Spielende ist es auch. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es diesen Rahmen nicht. Auszahlungen und Bilanzen werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers bezahlt: Wer in der Schweiz bewilligt spielt, bekommt kein Geld auf ein fremdes Konto.

Die Schweiz hat kein Instrument, mit dem Banken oder Kartensysteme Zahlungen an nicht bewilligte Wettseiten blockieren. Was nicht existiert, ist keine Beruhigung, sondern eine Lücke: Weder der Umstand, dass eine Zahlung durchgeht, noch die Tatsache, dass eine Visa-Karte akzeptiert wird, sagt etwas über die Bewilligung.

Was am Ende bleibt, sind zwei Dinge, die man selbst prüfen kann. Ob der Anbieter auf der Sperrliste der Aufsicht steht. Und ob er eine Schweizer Bewilligung hat, also eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz. Für alles andere steht die Aufsicht nicht gerade.

Was eine Wette wert ist, wenn keine Bewilligung dahintersteht

Eine Wette ist bei einem ausländischen Anbieter kein Schweizer Rechtsgeschäft. Der Satz klingt abstrakt und hat eine sehr konkrete Fassung: Eine Einsprache gegen eine Auszahlung ist bei einem Schweizer Veranstalter möglich, sie ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Bei einem ausländischen Anbieter gibt es diesen Weg nicht.

Für die meisten Spielenden ist das noch die kleinere Frage. Grösser ist die Frage nach der Zahlungsunfähigkeit. Ein Schweizer Veranstalter untersteht einer Aufsicht, die auch nachschaut, ob er seinen Verpflichtungen nachkommt. Eine ausländische Firma in einem anderen Aufsichtsregime haftet im Zweifel nach eigenen Regeln. Für Curling-Wetten heisst das konkret: Bei einem kleinen Markt mit wenigen Besuchern ist der Streitwert niedrig genug, dass sich ein Rechtsweg für niemanden lohnt. Der Einsatz ist damit de facto ohne Rückgriff auf Schweizer Recht.

Wann eine Wette steuerfrei bleibt und wann nicht

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich als Grossspiel. Für das Steuerjahr 2025 liegt der Freibetrag noch bei CHF 1’070’400, ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000. Die Differenz der beiden Zahlen ist kein Schreibfehler, sondern die Anpassung. Wer knapp unter der Grenze liegt, bemerkt sie nicht.

Die kantonale Schwelle weicht ab. Es wäre falsch, hier eine Zahl zu nennen: Die Grenze liegt «je nach Kanton» anders. Wer sie genau wissen will, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung.

Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Diese Steuer lässt sich über die Steuererklärung zurückholen. Ein typischer Spieler liegt mit seinen Gewinnen weit unter der Grenze, und die Verrechnungssteuer interessiert ihn daher nicht.

Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sieht es anders aus. Auf Gewinne ausländischer Anbieter fällt keine Verrechnungssteuer an. Die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen dagegen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Das ist keine Argumentation für Steuerhinterziehung, sondern eine Warnung: Wer auf ausländischen Seiten gewinnt, sollte die kantonale Praxis kennen, bevor er den Gewinn einplant.

Eine Wettensteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Wer in einem Ratgeber auf einen solchen Satz stösst, der stösst auf eine Erfindung.

Wann Wetten nicht mehr stattfinden: die Spielsperre

Wer über das Konto spielt, setzt vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten. Die Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung gilt erst nach 72 Stunden. Bei der Loterie Romande ist es geregelt wie bei einem anderen Schweizer Veranstalter, weil die Aufsicht für beide gilt: Die Erhöhung greift nicht vor Ablauf.

Daneben steht eine zweite Möglichkeit. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Hier zeigt sich der Unterschied zur ausländischen Seite in einer unangenehmen Frage. Wer sich dort freiwillig sperrt, ist nur bei diesem Anbieter gesperrt, nicht auf jeder anderen Seite. Das ist kein Vorwurf an den Anbieter, sondern eine Eigenschaft des Systems: Die Sperre wirkt, weil die Aufsicht eine gemeinsame Liste führt.

Wer den Betrag über die Limite hinaus einsetzen will, sollte wissen, was das ist: eine Grenze, die einen vor der eigenen Entscheidung in der nächsten Stunde schützt. Wer mehr einsetzen will, muss die Limite erhöhen. Zwischen der Anfrage und der Erhöhung liegen 72 Stunden. Das ist keine Bestrafung, sondern die Zeit, in der sich der Impuls abkühlen soll.

Wenn die Sache tiefer geht, ist der Weg kein Reklamationsweg bei einem Buchmacher. Zu einer unbefristeten Spielsperre gehört ein Fachgremium, und die Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss ein Veranstalter anbieten. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Die Aufsicht hat im Jahr 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt. Bei 200 Fällen wurde an einer Verkaufsstelle in 47,5 Prozent der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist keine Zahl über Online-Konten, aber eine Zahl über die Wirksamkeit von Regeln, die auf dem Papier stehen. Wer sein Vertrauen an ein Kontrollsystem hängt, sollte wissen, wie oft es nicht greift.

Was die anderen Anbieter in der Schweiz sind

Die Übersicht unterscheidet zwei Gruppen von Anbietern. Die einen haben eine Bewilligung, die anderen nicht. Wer den Unterschied ignoriert, verwechselt die Frage «Was kostet das?» mit der Frage «Wer steht dahinter?».

Die folgende Einordnung ordnet die Anbieter nach ihrer Schweizer Bewilligung. Ob ein Anbieter eine Bewilligung hat, ist eine Eigenschaft des Anbieters; wie hoch seine Quote ist, eine andere. Beides gehört in den Vergleich, aber nicht in dieselbe Zeile.

Die Angaben in der Tabelle stützen sich auf die Zulassung der beiden bewilligten Veranstalter und, bei den ausländischen Anbietern, auf die Angabe zum Veranstalter. Sie sind ein Vergleich der Rechtsstellung, kein Vergleich der Höhe der Quoten.

Anbieter Vorhandensein einer Schweizer Bewilligung Veranstalter / Angemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung vorhanden SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung vorhanden Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Betwinner Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz
Fezbet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz
1Bet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz
BetFury Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz
Playzilla Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz
IviBet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz
BassBet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz
20Bet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz

Die Verteilung des Geldes: wo die Einsätze landen

Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024.

Häufige Fragen zu Curling-Wetten

Welche Curling-Wetten sind in der Schweiz erlaubt?

Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Curling ist darin enthalten, sofern es im jeweiligen Wettprogramm gelistet ist. Wer Genaueres über das Angebot wissen möchte, sollte direkt in das Wettprogramm des Anbieters schauen, da nur die dort aufgeführten Märkte und Ereignisse für eine Wette infrage kommen.

Wie unterscheiden sich bewilligte und nicht bewilligte Anbieter?

Bewilligte Anbieter unterstehen der Aufsicht der Gespa und müssen sich an strenge Regeln halten, etwa beim Spielerschutz und dem Sperrregister. Nicht bewilligte Anbieter entziehen sich dieser Kontrolle. Bei ihnen fehlen der Rückgriff auf Schweizer Recht und der Schutz durch das interkantonale Sperrregister, was bei Streitigkeiten oder Problemen das Risiko für den Spielenden erhöht.

Was passiert, wenn eine Wette abgesagt wird?

Wird eine Curling-Partie abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt, gilt die Wette bei Schweizer Anbietern als ungültig. Einzelwetten werden in diesem Fall vollständig zurückerstattet. Bei Kombinationswetten wird die betroffene Voraussage mit einer Quote von 1.00 gewertet, sodass die übrigen Tipps der Wette weiterhin ihre Gültigkeit behalten und das Spiel fortgeführt wird.

Warum sind die Quoten bei verschiedenen Anbietern unterschiedlich?

Quoten spiegeln die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses wider, kombiniert mit der Marge des Anbieters. Da jeder Buchmacher seine Quoten eigenständig kalkuliert und dabei auch das eigene Risiko sowie die Marktsituation berücksichtigt, ergeben sich zwangsläufig Unterschiede. Ein direkter Vergleich über mehrere Anbieter hinweg ist ratsam, um das für den eigenen Einsatz beste Angebot zu finden.

Wo landet der Gewinn aus den Wetten?

Bei den bewilligten Schweizer Veranstaltern wie Swisslos fliessen die erwirtschafteten Reingewinne nach Abzug der Kosten in öffentliche Zwecke. Die Mittel gehen an die kantonalen Fonds sowie an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit den Breitensport und verschiedene nationale Verbände unterstützt. Bei ausländischen Anbietern ohne Bewilligung findet eine solche Förderung in der Schweiz nicht statt.

Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»