Cricket-Wetten in der Schweiz — erlaubt nur bei zwei Veranstaltern
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Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zur Bewilligungslage beruhen auf dem Geldspielgesetz und der Aufsicht durch die Gespa, die Angaben zu den Veranstaltern auf deren eigenen Spielregeln und Teilnahmebedingungen.
Cricket ist in der Schweiz kein Sport mit einem grossen Publikum, und wer darauf wetten will, trifft zuerst auf ein kleineres Problem als die Frage nach dem Format: Er trifft auf die Bewilligungslage. Sportwetten sind hier ein Grossspiel, und der Kreis der Veranstalter ist gesetzlich auf zwei geschlossen — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jede ausländische Seite, die Cricket-Märkte zeigt und in der Landessprache um Schweizer Spielende wirbt, hat keine Schweizer Bewilligung, ganz gleich welche Bewilligung sie sonst vorweist. Das ist keine Fussnote, sondern der erste Satz der Antwort auf jede Frage dieses Themas.
Was daraus folgt, ist der Rahmen für alles Weitere. Cricket bringt Formate mit, die sich in ihrer Dauer um den Faktor dreissig unterscheiden: ein Test-Match läuft bis zu fünf Tage, ein T20 an einem Abend. Wer das nicht auseinanderhält, vergleicht Quoten, die völlig verschiedene Ereignisse bepreisen. Eine Meisterschaftsendrunde mit 50 Overs pro Innings ist etwas anderes als eine nationale Kurzformat-Liga mit 20 Overs, und beide Male steckt dieselbe Mechanik im Preis: der Schlüssel des Veranstalters, die Auszahlungsquote des Marktes, die Marge. Und das Format entscheidet, ob ein Regenunterbruch die Wette vernichtet, verschiebt oder gar nicht berührt.
Dazu kommen die Bedingungen, die jede Wette erst zu einer Entscheidung machen: der Mindesteinsatz, die Höchstgrenze, das geschlossene Verzeichnis der bewilligten Sportarten und Wettarten, die Steuerfreibeträge, die Verlustlimiten, die in jedem Spielerkonto gesetzt werden müssen. Alles das steht bei den beiden Schweizer Veranstaltern in den Teilnahmebedingungen, und alles das gilt bei einem Anbieter ohne Bewilligung nicht.
Spielplan: vom mehrtägigen Test bis zum Kurzformat-Abend
Ein Test-Match läuft bis zu fünf Tage, und jeder dieser fünf Tage zerfällt in drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein One-Day International umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Ein Twenty20 hat 20 Overs pro Innings und höchstens 75 Minuten je Innings. Ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Grundsätzlich stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber, und ein Spiel hat zwei oder vier Innings, je nach Format.

Wie die drei Formate eine Wette verändern
Die Dauer ist der Kern der Sache, nicht eine Randnotiz im Regelwerk. Ein Test-Match verteilt 15 Sessions über fünf Tage, und das Wetter hat in dieser Zeit beliebig oft Gelegenheit, einzugreifen. Ein Ergebnis kann ausbleiben, ohne dass irgendetwas schiefgeht: Läuft die Zeit ab, bevor alle Innings beendet sind, endet die Partie in der Regel als Draw. Das ist etwas anderes als ein Tie, der entsteht, wenn alle Innings beendet sind und beide Seiten gleich viele Runs haben — und der selten genug ist, dass Buchmacher ihn lange nicht in jedem Programm führen. Zwei Bezeichnungen, zwei völlig verschiedene Ereignisse, und beide Male steht die Wette vor demselben Problem: Sie braucht ein Ergebnis, das dieser Sport nicht zwingend liefert.
Ein ODI kennt dieses Problem in der Theorie auch, nur seltener. 50 Overs pro Innings passen in einen Tag, die Anzahl möglicher Wetterstopps ist kleiner, und die Wettarten, die ein solches Spiel trägt, sind entsprechend breiter gefächert. Im Twenty20 schrumpft die Partie auf 20 Overs pro Innings, mit höchstens 75 Minuten je Innings — einer Zeitspanne, die für einen Feierabend reicht und nicht für drei Regentage. Wer zum ersten Mal auf Cricket setzt, sollte dort anfangen. Nicht weil T20 einfacher zu lesen wäre, sondern weil die Wette in ein paar Stunden entschieden ist und nicht in einer Woche.
Was Wetter, Draw und No Result mit der Wette machen
Unterbrüche sind im Cricket kein Ausnahmefall, und in Limited-Overs-Spielen greift dafür die Duckworth-Lewis-Stern-Methode, die das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu berechnet. Eingeführt wurde sie 1997, vom International Cricket Council im Jahr 1999 offiziell übernommen, und seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern ihren heutigen Namen. Damit ein Ergebnis zustande kommt, muss in 50-Over-Spielen jedes Team wenigstens 20 Overs geschlagen haben, im Twenty20 wenigstens fünf. Bleibt es darunter, wird die Partie als «No Result» gewertet — es sei denn, ein Team ist all out oder hat das Ziel vorher erreicht.
Diese Overschwellen sind das, was ein Spieler kennen sollte, bevor er den Wettschein ausfüllt. Ein Spiel, das als «No Result» endet, liefert keinen Sieger. Für den Wettschein heisst das nicht automatisch dasselbe wie beim Draw, denn beide Fälle sind in den Bedingungen unterschiedlich geregelt, und die Regelung, die gilt, ist immer die des Veranstalters, bei dem die Wette liegt. Wer eine Partie mit Regenrisiko spielt, geht also nicht nur ein Ergebnisrisiko ein, sondern ein Regelrisiko: Er setzt auf einen Ausgang, den der Sport unter Umständen gar nicht produziert.
Genau an dieser Stelle trennt sich der Blick eines Cricketkenners von dem eines reinen Quotenlesers. Beim Fussball gibt es ein Unentschieden als reguläres Ergebnis, und die Regelbücher liefern danach ein Resultat. Beim Cricket ist der Ergebnisraum selbst unsicher: Draw, Tie und No Result sind verschiedene Ausgänge, und nicht jede Wettart bepreist alle drei. Wer das nicht sieht, vergleicht Quoten über zwei Sportarten hinweg, als wären sie dasselbe.
Turniere, an denen sich der Spielplan orientiert
Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt, seit 1987 in dieser Form; zuvor waren es 60 Overs. Die erste Austragung war 1975 in England. Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Die Ausgabe 2023 gewann ebenfalls Australien, damals war Indien Gastgeber. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und von 14 Teams bestritten.
Das Finale des Cricket World Cup 2019 zeigt, wie tief die Regeln in ein Ergebnis hineinreichen können. Nach 50 Overs stand es 241:241, und auch der anschliessende Super Over endete 15:15. Entschieden wurde die Partie über die Zahl der erzielten Boundaries. Zwei Mannschaften gleich viele Runs, gleich viele im Entscheidungsovers — und dann eine dritte Grösse, die den Titel vergibt. Wer solche Feinheiten nicht auf dem Schirm hat, hält ein solches Ende für Zufall; es ist das Regelwerk.
Auf der anderen Seite des Spielplans stehen die nationalen Twenty20-Ligen, und die Indian Premier League ist das Beispiel, an dem sich das Muster zeigt: ein Kurzformat-Wettbewerb mit internationalen Spielern, der in wenigen Wochen sehr viele entschiedene Spiele produziert. Der kurze Zeitrahmen ist der Grund, warum Ligen dieser Art überhaupt in eine Meisterschaft passen, und der Grund, warum sie im Wettprogramm regelmässig dort stehen, wo ein Test-Match nicht stehen kann.
Wo der Spielplan in der Schweiz aufhört
Die Aufzählung der Turniere ist aufschlussreich und für Schweizer Spielende nur begrenzt anwendbar. Sportwetten dürfen sich hier auf Sportwetten zum Sport beschränken und nur auf das, was im bewilligten Programm steht. Die Gespa führt ein Verzeichnis der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten — in der Fassung vom 10.09.2026 —, und was dort nicht steht, wird weder von Swisslos noch von der Loterie Romande angeboten. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ausgeschlossen. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur dort, wo die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, Probeläufe nie. Korner- und Kartenmärkte fehlen in diesem Verzeichnis, und esports ebenfalls.
Für einen Spieler heisst das: Der internationale Cricket-Kalender ist der eine Teil der Frage, das bewilligte Angebot der andere. Was an einem Wochenende in Südafrika oder Indien läuft, lässt sich nicht daraus ableiten, was am Montag im Programm von Sporttip oder Jouez Sport steht. Ein Blick ins Wettprogramm des eigenen Veranstalters, vor jedem Wettschein, beantwortet eine Frage, die kein Kalender und kein Quotenvergleich beantwortet.
Die Marge im Quotenbild lesen
Eine Fussball- oder Cricket-Herausgeberin veröffentlicht Quoten, keine Wahrheiten. Das ist die Stelle, an der sich der Blick für das Geschäft von der Freude am Sport trennt. In der Kurzbeschreibung mag eine Quote wie ein Angebot aussehen. Sie ist ein Preis, und in jedem Preis steckt ein Schlüssel des Veranstalters.
Wie gross dieser Anteil ist, lässt sich aus den Quoten herauslesen: Man nimmt für jeden Ausgang eines Marktes den Kehrwert der Quote, summiert die Werte und teilt 1 durch die Summe. Was herauskommt, ist die Auszahlungsquote des Marktes; die Marge ist 100 % minus diese Zahl. Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 2,00 liefert in dieser Rechnung eine Auszahlungsquote von 100 % und eine Marge von null — in der Wirklichkeit steht das nicht im Programm, und ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90 ebenfalls nicht. Bei dieser Konstellation liegt die Auszahlungsquote rechnerisch bei rund 95,2 % und die Marge bei knapp 4,8 %. Die Rechnung ist hier nur ein Beispiel, kein Kurspreis eines Veranstalters: Kein Schweizer Anbieter gibt diese Quote aus.
Zwei Ausgänge sind die schmalste Anwendung des Verfahrens, und das ist der Grund, warum das Ergebnis als Band zu lesen ist und nicht als eine Zahl. Eine Dreiwegwette — Sieg, Draw, Niederlage, wie sie ein Test-Match oder ein ODI kennt — wird über drei Quoten gerechnet, deren Kehrwerte sich gegenseitig verwässern. Schon eine Aufteilung von 65 zu 25 zu 15 zu je 2,70 verändert die Auszahlungsquote; bei zwei ungleichen Ausgängen passiert dasselbe. In der Praxis liegt die Auszahlungsquote zweistellig gehandelter Ligen bei den beiden Schweizer Veranstaltern eher in der Nähe von 90 % bis 95 %, während Nebenmärkte, Exoten und Kurzformat-Sonderwetten systematisch darunter liegen. Je weniger Umsatz ein Markt trägt, desto teurer ist die Quote für den, der sie kauft. Die Marge verschwindet auch nicht mit der Trefferquote: Sie ist bei jedem einzelnen Einsatz schon abgezogen.
Rechtslage: wer in der Schweiz überhaupt Cricket anbieten darf
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und unterstehen der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, deren Grundlage das Geldspielkonkordat ist, geltend seit dem 1.1.2021. Die eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht die zuständige Behörde — sie beaufsichtigt die Casinos, nicht die Sportwetten. Eine Bewilligung setzt sich aus einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung pro Spiel zusammen, und eine Bewilligung nach dem BGS gilt nur in der Schweiz.

Warum es genau zwei Veranstalter gibt
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es sind Swisslos, deren Sportwette unter dem Namen Sporttip läuft und deren Trägerin die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel ist, und die Loterie Romande mit ihrem Produkt Jouez Sport. Swisslos arbeitet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Netzgewinne fliessen nach Art. 125 BGS gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu.
Für das Cricket-Thema ist das die alles entscheidende Einschränkung. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher. Es gibt nur die beiden genannten Veranstalter, getrennt nach Gebiet. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren, aber sie veröffentlicht keine Liste zusätzlicher Bewilligungen, weil es keine gibt.
Ein Cricket-Wettprogramm mit einem Dutzend verschiedener Anbieter, wie es eine ausländische Vergleichsseite zeigt, existiert in der Schweiz für Schweizer Spielende nicht. Wer das vergleicht und auf dieser Basis einen Anbieter auswählt, vergleicht Anbieter, die hier gar nicht tätig sein dürfen.
Zwei Gebiete, ein Konto, eine Adresse
Die Gebiete der beiden Veranstalter sind getrennt. Sporttip läuft in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bildet das das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, mit Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.
Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters zugänglich. Für die Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre alt zu sein sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist kein Formalismus, sondern die Bedingung, unter der eine Schweizer Bewilligung überhaupt greift.
Wer in Genf wohnt, hat bei Sporttip keinen Zugang; wer in Zürich wohnt, keinen bei Jouez Sport. Für einen Cricket-Freund in einem dieser Gebiete heisst das, dass sein bevorzugtes Spielprogramm davon abhängt, wo er gemeldet ist. Die Wahl des Veranstalters ist in der Schweiz nicht immer eine Wahl.
Was eine ausländische Bewilligung hier wert ist
Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Staat entfaltet in der Schweiz keine Wirkung nach Art. 4 BGS. Das ist der Kern der ganzen «ohne Schweizer Bewilligung»-Kennzeichnung, und dieser Satz gilt für jede ausländische Marke gleichermassen. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden.
Was dazu kommt, ist unspektakulärer und trotzdem die eigentliche Rechnung. Sporttip legt Wetten ab 18 Jahren auf, Personen unter 18 sind ausgeschlossen; ein Wettkämpfer, der an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fehlen der Anschluss an das schweizweite Sperrregister, der Zugang zur Schweizer Aufsicht und jede Schweizer Rechtsschutzmöglichkeit. Es gibt keinen Anspruch auf Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle.
Die Gespa kann die Domains solcher Anbieter auf die Sperrliste setzen. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Aufsicht selbst nennt dieses Muster Domain-Hopping und führt dabei Interwetten und Bet-at-Home an; bet365 nennt sie ebenfalls als gelistet. Die Sperre wirkt also auf die Adresse, nicht auf das Angebot, und wer eine solche Seite finden will, findet sie auch nach der Blockade. Die Blockade ist eine Zugangsbarriere, kein Verschwinden.
Womit die Vergleichsgrundlage sauber ist: Ein bewilligter Schweizer Anbieter bringt vollen Schutz, ein geschlossenes Sportarten- und Wettartenverzeichnis, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung mit. Ein Anbieter ohne Bewilligung bringt nichts davon, dafür ein Programm ohne diese Grenzen. Keines der beiden Angebote ist per se «die sichere Wahl» — beides sind unterschiedliche Bündel, und der Leser bezahlt sie mit unterschiedlichem Risiko.
Sportarten, Wettarten und was ausgeschlossen bleibt
Selbst bei den beiden bewilligten Veranstaltern ist das Angebot nicht offen. Das Verzeichnis der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa in der Fassung vom 10.09.2026 legt fest, worauf überhaupt gewettet werden darf; Rechtsgrundlage sind Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Wettbewerbe mit überwiegend Minderjährigen sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS ausgeschlossen.
Unsereins kennt die Frage aus der Praxis: «Kann ich bei euch auf Cricket setzen?» Die Antwort hängt daran, ob Cricket und die konkrete Wettart im Verzeichnis stehen. Sporttip und Jouez Sport können nichts anbieten, was dort fehlt, und sie können nichts weglassen, was sie anbieten wollen. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, wenn der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Das ist der Teil des Schweizer Angebots, der breiter ist, als man erwarten würde, und der für Cricket mit seinen langen, live gut lesbaren Spielverläufen durchaus Gewicht hat.
Ein Punkt, an dem die Marketingrede von der Substanz abweicht: Livewetten gelten bei Sporttip unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich übertragen wird. Wer auf einen Live-Stream als Bestandteil des Angebots setzt, sollte das wissen. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos eine Wette ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt zurück, der Gewinn nicht.
Auch das Cash-Out ist in der Schweiz nicht gesetzlich geregelt; es ist eine Funktion, die jeder Veranstalter in seinen eigenen Bedingungen ausgestaltet. Bei Sporttip ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab, kann von Swisslos jederzeit geändert werden, und Swisslos muss ihn nicht für alle Wetten anbieten.
Limiten, Pausen und die Spielsperre
Ein Cricket-Test-Match läuft über fünf Tage, und genau darin liegt ein Risiko, das kein Fussballspiel kennt: Die Einsätze werden nicht an einem Abend abgerechnet. Wer über mehrere Tage «nachlegt», sieht den Kontostand nicht in derselben Frequenz sinken wie bei einer Partie über 90 Minuten. Schutzmechanismen, die auf Verluste reagieren, müssen hier länger greifen.
Verlustlimiten: die eigene Zahl, nicht die des Staates
Die Schweiz kennt keine gesetzlich festgelegte Einzahlungsgrenze. Art. 87 VGS verpflichtet den Veranstalter, einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste über Tag, Woche oder Monat abzufragen. Die Festlegung erfolgt durch die Spielenden selbst, und das ist der Punkt, an dem sich der Unterschied in der Praxis zeigt.
Swisslos arbeitet mit einem festen Rahmen. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 — unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Nach dem Statut liegt diese Erhöhungssperre bei 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die 72 Stunden sind mehr als eine Bearbeitungsfrist. Sie sind der Abstand, in dem eine Entscheidung noch eine Entscheidung ist. Wer den Betrag anhebt und in derselben Nacht einsetzen will, kann das nicht; der Wunsch, der die Anhebung ausgelöst hat, verliert sich bis zur Ausführung. Ein Zeitfenster von einem Tag hätte diesen Effekt deutlich schwächer.
Selbst gesetzte Pause und die Sperre
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das Register ist der Grund, warum diese Sperre mehr ist als eine Einstellung im eigenen Konto. Sie ist eine Angabe über die Person, die über Produkte hinweg wirkt. Nach Art. 80 bis 82 BGS werden überschuldete oder suchtgefährdete Personen sowie Selbstsperren in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen erfasst. Eine freiwillige Sperre kann nur nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Nach Art. 89 VGS muss eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten möglich sein. Gesperrte und minderjährige Personen haben nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Wer sich sperrt, sperrt sich also wirksam — auch gegen sein eigenes späteres Erwägen. Das ist Derbheit mit Absicht, und man sollte wissen, dass sie so gemeint ist.
Was Aufsicht nicht garantiert
Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört auf den Tisch, weil sie eine Erwartung korrigiert: Ein Bewilligungssystem ist kein Selbstläufer, und Menschen vor Ort machen Fehler, mit denen das Gesetz nicht rechnet. Diesen Punkt sollte man bei aller Kritik kennen, bevor man von «strenger Schweizer Kontrolle» spricht, denn die Zahl misst die Aufsicht selbst.
Der hilfreiche Satz muss stimmen
Wer merkt, dass Cricket-Wetten mehr kosten, als sie einbringen, soll trotzdem nicht mit dem Recherchieren anfangen. Angebote gibt es bei der kantonalen Suchtberatung und über die Spielerschutz-Informationen der Kantone; wer über den Konsum die Kontrolle verliert, findet dort eine Ansprechstelle. Ein Spielerkonto bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung führt an keiner dieser Stellen vorbei und an keiner Sperre.
Was die beiden Schweizer Veranstalter und die ausländischen Marken trennt
Die folgende Übersicht stellt die zehn Anbieter nebeneinander, die in diesem Vergleich behandelt werden: die beiden Schweizer Veranstalter als Gruppe mit Bewilligung, die acht ausländischen Marken als Gruppe ohne eine solche. Die Reihenfolge folgt der Aufstellung, nicht einer Rangfolge — für die Bewertung ist die Spalte zur Bewilligung die erste, die zählt.
| Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter bzw. mitgeteilte Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung nach BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung nach BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport |
| Betscore | keine Bewilligung in der Schweiz | mitgeteilte Bewilligung nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz |
| 22Bet | keine Bewilligung in der Schweiz | mitgeteilte Bewilligung nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz |
| bet-at-home | keine Bewilligung in der Schweiz | mitgeteilte Bewilligung nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz |
| Betify | keine Bewilligung in der Schweiz | mitgeteilte Bewilligung nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz |
| ZotaBet | keine Bewilligung in der Schweiz | mitgeteilte Bewilligung nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetAlright | keine Bewilligung in der Schweiz | mitgeteilte Bewilligung nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz |
| N1 Bet | keine Bewilligung in der Schweiz | mitgeteilte Bewilligung nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetFury | keine Bewilligung in der Schweiz | mitgeteilte Bewilligung nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz |
Die Spalte zur Bewilligung ist bei acht von zehn Zeilen dieselbe, und das ist keine Auslassung, sondern der Befund. Wer die acht ausländischen Marken nach ihrer Bewilligung sortiert, sortiert nichts, weil die Bewilligung hier keine Variable ist. Die Variable ist eine andere: ob man ein Schweizer Konto mit Schweizer Schutz will oder ein ausländisches Programm mit erweitertem Angebot und ohne Rückgriff. Wer tatsächlich vergleicht, vergleicht die zwei Gruppen, nicht die acht Namen innerhalb der zweiten.
Der dritte Ausgang, der in dieser Diskussion oft übersehen wird: gar nicht wetten. Bei einem Test-Match, das über fünf Tage läuft und im Draw enden kann, ist das ein legitimes Ergebnis, und die Steuerfrage im Abschnitt «Was bei Cricket-Wetten steuerlich passiert» liefert ein zweites Argument dafür.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Die Reihenfolge unten ist die der Aufstellung und keine Rangfolge. Sie beginnt mit den beiden Veranstaltern, die in der Schweiz überhaupt eine Bewilligung haben, und führt danach die Marken ohne Schweizer Bewilligung auf.
Swisslos Sporttip — der Anbieter für die Deutschschweiz und das Tessin
Swisslos ist eine der beiden Genossenschaften, die in der Schweiz Sportwetten veranstalten dürfen, mit Sitz in Basel und einem Bewilligungsrahmen, der eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel umfasst. Das Produkt für Sportwetten heisst Sporttip. Die Aufsicht liegt bei der Gespa.
Die Grenze des Angebots verläuft an der Wohnadresse. Wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt — die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein — bekommt ein Online-Konto. Alle anderen nicht. Wer im Kanton Waadt wohnt, kann bei Swisslos keine Online-Wette platzieren, und das ist keine Zumutung von Swisslos, sondern die Struktur, die das Gesetz vorgibt.
Wie sich das Angebot für Cricket ausgestaltet, hängt am erwähnten bewilligten Verzeichnis. Was dort für Cricket und für die jeweilige Wettart steht, darf Sporttip anbieten; was fehlt, bleibt draussen. Das reguläre Spielzeitverständnis ist in den Bedingungen geregelt: Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, und Verlängerung sowie Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Die Regel ist am Fussball formuliert, und ihr Prinzip — nur was in der Wette steht, zählt — ist der Grund, warum man bei einem Test-Match nicht davon ausgehen sollte, dass die Wette sich an der naheliegenden Lesart des Ereignisses orientiert.
Bei den Wetten gibt es einen klaren Rahmen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Spanne von CHF 1 bis CHF 1’000 ist für den Cricket-Alltag grosszügig; der effektive Deckel liegt nicht hier.
Zwei Besonderheiten, die man kennen sollte, bevor man sich auf sie verlässt. Erstens die Quoten- und Profitboosts: Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Zweitens die Bet-Builder-Funktion: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über diese Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne die Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer selbst eine Kombination aus korrelierten Märkten bastelt, baut in einem Fall, den er nicht steuert, auf Rückerstattung statt auf Gewinn.
Dass Cash-Out nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung läuft, wurde bereits erwähnt; im Kontobild heisst das, dass es keine halbe Absicherung auf einen Fünf-Tage-Verlauf gibt, sondern nur den ganzen Ausstieg. Wer ein Cricket-Test-Match über mehrere Tage begleitet, sollte diesen Unterschied kennen, bevor er einen Ausstieg plant, den es nicht gibt.
Fazit. Sporttip löst nicht das Problem, das ein Cricket-Spieler ohne Schweizer Wohnsitz hat, sondern nur das des Wohnsitzes innerhalb der Bewilligung — und innerhalb des erlaubten Sportartenverzeichnisses. Wer drin ist, bekommt die regulierte Umgebung, die enge Einsatzspanne, den Gratiswette-Mechanismus nach Gespa-Massgabe und einen Live-Bereich, in dem Wetten mit Quote 1.00 gewertet werden, sobald eine spielentscheidende Situation läuft. Das ist wenig im Vergleich zu einem ausländischen Programm und viel im Vergleich zu dem, was hier erlaubt ist.
Loterie Romande Jouez Sport — dasselbe Recht, anderes Publikum, anderes Gebiet
Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin, mit dem Produkt Jouez Sport und derselben Aufsichtsstruktur. Sie arbeitet für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Die Grösse des Netzes ist der interessante Teil. Der Sporttip-Bezug in der Deutschschweiz ist stark kiosk- und terminalgeprägt, aber die Westschweiz hat mit 2’350 Verkaufsstellen eine Dichte, die die Frage «online oder am Schalter» anders beantwortet als in anderen Landesteilen. Wer Cricket-Wetten überhaupt erst einmal ausprobieren will, kann das in Freiburg oder Genf an einem Schalter tun, ohne vorher ein Online-Konto mit Ausweisprüfung aufzusetzen.
Die Trennlinie bleibt dieselbe wie bei Swisslos und verläuft diesmal entlang der Sprachgrenze. Wer in Zürich oder Basel wohnt, bekommt bei Jouez Sport kein Online-Konto; wer in Neuenburg wohnt, bekommt es bei Sporttip nicht. Zwei Veranstalter, zwei Gebiete, keine Überlappung — und für Cricket bedeutet das, dass eine Diskussion über «den Schweizer Anbieter» immer in zwei Diskussionen zerfällt.
Für Cricket gilt auch hier, dass das bewilligte Sportarten- und Wettartenverzeichnis die Grenze zieht. Die Loterie Romande hat 2025 insgesamt 24 Gespa-Zustimmungen für Gratisspiele oder Gratisguthaben erhalten, Swisslos acht; Gratisspielguthaben braucht nach Art. 75 Abs. 2 BGS die vorherige Zustimmung der Aufsicht. Wer also irgendwo ein Gratisangebot sieht, sieht nicht das Ergebnis freier Marktwahl. Bonusbetrag und Bonusbedingungen kommen ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen des jeweiligen Veranstalters; wer die genaue Höhe braucht, liest sie dort oder lässt es bleiben.
Fazit. Die Westschweiz bekommt kein besseres Cricket-Angebot, aber einen zweiten Zugangsweg: 2’350 Verkaufsstellen und ein Papierweg, den die Deutschschweiz in dieser Form nicht kennt. Wer die Registrierung mit Ausweisprüfung scheut und in einem der sechs Kantone wohnt, hat hier einen Einstieg, den er bei Sporttip so nicht hat.
Betscore — «Bonus» ohne Register und ohne Rückgriff
Betscore ist eine der acht ausländischen Marken in dieser Aufstellung, und sie ist im Kern mit jeder der anderen sieben vergleichbar: keine Schweizer Bewilligung, eine mitgeteilte Bewilligung, die nicht festgestellt ist und in der Schweiz ohnehin keine Wirkung entfaltet, kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rechtsschutzmöglichkeit, und die Möglichkeit, dass die Domain per DNS blockiert wird.
Was daraus für Cricket folgt, ist die eigentliche Bewertung. Ein ausländisches Programm kann Cricket-Märkte führen, die das bewilligte Verzeichnis hier nicht kennt — aber der Spieler kann diese Erweiterung nicht gegen Schweizer Recht einklagen. Fällt die Domain unter die Sperrliste, ändert sich nur die Adresse; erreichbar bleibt die Seite. Der Punkt ist, dass keine der drei fehlenden Schutzlinien gegen den Anbieter gerichtet ist, sondern gegen den Spieler: Er hat niemanden, an den er sich in der Schweiz wenden kann.
Fazit. Zusätzliches Angebot, kein zusätzlicher Schutz — die Wahl zwischen Betscore und einem Schweizer Konto ist keine Wahl zwischen zwei Buchmachern, sondern zwischen zwei Rechtsräumen, und nur einer davon lässt den Spieler im Streitfall nicht allein.
22Bet — Reichweite ist kein Ersatz für eine Aufsicht
Auch 22Bet steht ohne Schweizer Bewilligung da, und die Angaben zur mitgeteilten Bewilligung sind nicht festgestellt. Damit liegt die Marke in jeder Kategorie, die in der Schweiz zählt, auf derselben Linie wie jede andere hier aufgeführte ausländische Marke.
Die Beobachtung, die man über diesen Block machen kann, ist die, dass eine grosse, international bekannte Marke oft mit dem Gefühl von Sicherheit verwechselt wird. Für Schweizer Spielende ist das ein Trugschluss mit einer harten Zahl dahinter: Die Gespa hat Ende 2025 insgesamt 671 Domains auf ihrer Sperrliste geführt, und die erste Liste von 2019 zeigt, wie lange dieses Instrument schon arbeitet. Die Blockade trifft grosse wie kleine Marken.
Für Cricket heisst das nichts Schlechtes über das Spielprogramm dieser Marke. Es heisst nur, dass ein Cricket-Test-Match, das fünf Tage lang läuft, eine merkwürdige Wette für jemanden ist, der bei Problemen keinen Schweizer Ansprechpartner hat. Die lange Laufzeit vergrössert das Risiko unscharfer Erinnerung — und Unschärfe ist der erste Feind jedes Einwands.
Fazit. Reichweite ersetzt keine Aufsicht; wer sich für diese Marke entscheidet, wählt das breitere Programm und trägt die fehlende Absicherung selbst.
bet-at-home — eine Marke, die auf der Sperrliste schon einen Namen hat
Bet-at-home ist in dieser Aufstellung als Marke ohne Schweizer Bewilligung geführt, und dazu kommt ein Detail, das andere Marken nicht tragen: Die Gespa nennt bei der Erklärung des Domain-Hoppings ausdrücklich Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele und führt bet365 als weiteren Eintrag. Diese Marke ist in der Schweizer Aufsicht also namentlich bekannt.
Für einen Cricket-Spieler mit Deutschschweizer Wohnsitz ist das kein abstrakter Hinweis. Die Frage ist nicht, ob die Seite erreichbar ist — sie bleibt erreichbar —, sondern ob die Rechtsbeziehung zu einer Marke, die in der Schweizer Sperrpraxis einen Namen hat, eine tragfähige Grundlage für einen Gewinnanspruch über einen Fünftageslauf bietet. Sie tut es nicht, und der Grund liegt nicht in der Marke, sondern in der Struktur.
Fazit. Bei dieser Marke kennt man in der Schweiz sogar den Namen im Sperrzusammenhang; die Differenz zu einem Schweizer Konto ist hier nicht graduell, sondern strukturell.
Betify — Steuer- und Sperrfragen hängen am Sitz, nicht am Angebot
Betify steht hier wie die übrigen ausländischen Marken: keine Schweizer Bewilligung, keine festgestellte mitgeteilte Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Rechtsschutzmöglichkeit. Namen wie dieser tauchen regelmässig in Vergleichen auf, weil sie grosse Sportprogramme führen.
Für Cricket ist die relevante Frage nicht die Sportabdeckung, sondern was mit einem Gewinn passiert. Die Steuerfrage im Abschnitt «Was bei Cricket-Wetten steuerlich passiert» klärt das ausführlich: Eine ausländische Seite ist nicht Verrechnungssteuer-pflichtig, und die kantonale Praxis kann einen Gewinn aus einem ausländischen Grossspiel vollständig als Einkommen behandeln. Wer im Kanton Thurgau wohnt, sollte das vorher lesen. Wer Sportwetten ohne Internetzugang am Bankschalter einzahlt, sollte das ebenfalls lesen.
Fazit. Das Programm kann gut sein; die Steuerwelt, in der ein Gewinn landet, ist eine andere als bei Swisslos oder der Loterie Romande, und diese Differenz ist vorher bekannt.
ZotaBet — der Rechercheaufwand liegt beim Leser
ZotaBet gehört zur zweiten Gruppe. Keine Schweizer Bewilligung, keine festgestellte mitgeteilte Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht.
Die Cricket-Spezifika dieser Marke sind nicht Gegenstand dieser Aufstellung, und sie sollten es auch nicht sein, weil eine Bewertung ohne Schweizer Aufsicht ohnehin nur eine Teilbewertung sein kann. Was hier hilft, ist eine Gewohnheit: Bewilligungsnummer suchen, Aufsichtsbehörde nachschlagen, Adresse der Betreibergesellschaft lesen. Bei den zwei Schweizer Veranstaltern ist das eine Minute Arbeit. Bei den acht übrigen führt genau diese Minute zur Beobachtung, dass die Website den Aufwand nicht beantwortet.
Fazit. Wer hier Zeit sparen will, zahlt sie später zurück; bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist die eigene Prüfung der einzige Teil des Schutzes, der übrig bleibt.
BetAlright — dieselbe Lücke, andere Website
Bei BetAlright wiederholt sich das Muster: keine Schweizer Bewilligung, keine festgestellte mitgeteilte Bewilligung, kein Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht.
Der interessante Beitrag solcher Marken zur Diskussion ist das Format des Bonus, nicht dessen Betrag. Ein Bonus, der sich an ein Programm ohne Schweizer Aufsicht anschliesst, liegt ausserhalb jeder Schweizer Regelung zu Gratisspielguthaben — jener Zustimmung, die die Gespa nach Art. 75 Abs. 2 BGS erteilen muss und 2025 in 24 Fällen an die Loterie Romande und in 8 Fällen an Swisslos gegeben hat. Fürs Cricket heisst das: Die Bedingung, unter der ein Gratisangebot konsumiert wird, richtet sich nach den Bedingungen eines Anbieters, auf den der Schweizer Rahmen nicht anwendbar ist.
Fazit. Bei BetAlright ist der Bonus nicht die Ersparnis, für die er gehalten wird; wer die Bedingungen liest, liest eine Rechtsordnung, die den Schweizer Rahmen nicht bindet.
N1 Bet — Umtausch zwischen Quote und Auszahlung
N1 Bet führt die Reihe der Marken ohne Schweizer Bewilligung fort, ohne festgestellte mitgeteilte Bewilligung und ohne Schweizer Aufsicht.
An dieser Stelle gehört die zentrale Unterscheidung für alle acht ausländischen Marken einmal sauber gesagt: Bewilligung und Programm sind zwei verschiedene Fragen. Eine Marke kann ein umfangreiches Cricket-Programm führen und trotzdem keine Zeile Schweizer Recht hinter sich haben. Der Cricket-Freund, der die Quote mit der Sicherheit verwechselt, kauft ein Paket, das er nicht vollständig gelesen hat. Das gilt auch hier.
Fazit. Wer bei N1 Bet auf Cricket setzen will, bekommt ein Programm ohne Schweizer Sicherung; der Unterschied zu einer Schweizer Wette liegt nicht in der Quote, sondern darin, was im Streitfall geschieht.
BetFury — kurze Wege, lange Konsequenzen
BetFury steht am Ende derselben Liste, wieder ohne Schweizer Bewilligung und ohne festgestellte mitgeteilte Bewilligung. Die Domain-Endung .ac ist ein kleiner Hinweis darauf, dass die Struktur des Anbieters nicht auf einen europäischen Sitz verweist; für den Bewertungsmassstab der Schweiz macht das keinen Unterschied.
Eine Cricket-Wette, die fünf Tage braucht, um entschieden zu werden, und eine Marke, die keinen Schweizer Ansprechpartner kennt — das ist die ungünstigste Kombination, weil zwischen Einsatz und Ergebnis viel Zeit liegt und keine Stelle existiert, die währenddessen vermitteln könnte. Die Sperrliste als DNS-Instrument verschwindet nicht, sie wechselt nur die Adresse; die Erreichbarkeit ist also nicht das Argument.
Fazit. Erreichbarkeit und Absicherung sind zwei Dinge; bei BetFury gibt es die erste, aber nicht die zweite, und das ist bei langen Cricket-Formaten das entscheidende Kriterium.
Wo die Grenzen eines solchen Vergleichs liegen
Ein Vergleich von zehn Anbietern, von denen zwei eine Schweizer Bewilligung haben und acht nicht, ist kein Vergleich von zehn gleichartigen Angeboten. Er ist eine Gegenüberstellung zweier Gruppen, und innerhalb der zweiten Gruppe unterscheiden sich die Anbieter in genau der Kategorie nicht, die in der Schweiz rechtlich zählt. Was übrig bleibt, sind Unterschiede im Programm, in der Nutzerführung und im Bonus — alles Dinge, die von den Bedingungen des jeweiligen Anbieters abhängen und sich jederzeit ändern können.
Ausländische Namen verschwinden zudem. Die Gespa verzeichnet Domain-Hopping, blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, und Ende 2025 waren 671 Domains gelistet. Ein Vergleich, der acht ausländische Namen festhält, beschreibt deshalb einen Zustand und nicht ein Verhältnis: Die Liste der Adressen ist einer Bewegung unterworfen, die rechtliche Lage des Schweizer Spielers nicht.
Wer die Gruppenwahl hinter sich hat, dem bleiben noch drei konkrete Prüfungen. Erstens: Steht die gewünschte Cricket-Wettart im Wettprogramm meines Veranstalters? Das bewilligte Verzeichnis ist kürzer, als ein ausländischer Quotenspiegel vermuten lässt. Zweitens: Ist mein Kontostand auf meinem Konto verfügbar oder an eine Bedingung gebunden? Bei Sporttip ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und jederzeit änderbar. Drittens: Wie lange läuft mein Einsatz? Bei einem Test-Match ist das eine Frage über fünf Tage.
Der Vergleich endet also nicht in einem Testsieger. Er endet in der Einsicht, dass die Auswahl in der Schweiz zu einem guten Teil nicht vorliegt: Wer im Swisslos-Gebiet wohnt, hat einen Online-Weg, wer in der Westschweiz wohnt, einen anderen, und jede der acht ausländischen Optionen liegt in einem Rechtsraum, den die Schweiz nicht beaufsichtigt.
Was den Cricket-Wettbonus im Schweizer Rahmen ausmacht
Die Frage nach dem Bonus wird in der Regel nach der Höhe gestellt und ist in der Schweiz eine Frage nach dem, was überhaupt erlaubt ist. Art. 75 Abs. 2 BGS macht Gratisspiele oder Gratisguthaben von der vorherigen Zustimmung der Gespa abhängig; die Aufsicht hat 2025 insgesamt 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bei den beiden Veranstaltern stehen Bonusbetrag und Bonusbedingungen ausschliesslich in deren eigenen Bedingungen; eine übergreifende Bonusregel gibt es nicht.
Der Wert einer Gratiswette ergibt sich dann aus zwei Zahlen, nicht aus einer: dem Betrag und der Quote, zu der er gespielt werden muss. Bei Swisslos-Varianten gilt, dass Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gelten und Profitboosts den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz erhöhen. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die «Erhöhung» ist also eine einmalige, konditionierte Grösse, keine laufende Quote — und wer den Cash-Out nutzt, verliert sie ganz.
Was ein Bonus in dieser Struktur häufig ist, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: ein Betrag, der nur dann etwas wert ist, wenn er zu den Bedingungen des Veranstalters gespielt wird, und der verschwindet, sobald man den Einsatz vorzeitig auflöst. Beim Cricket wiegt das schwerer als beim Fussball, weil ein Test-Match lange offen bleibt und der Kurs über Tage schwankt — also lange Gelegenheit bietet, sich für einen Ausstieg zu entscheiden.
Bei den Marken ohne Schweizer Bewilligung gelten Schweizer Regeln zu Gratisspielguthaben nicht. Wer dort ein Bonusangebot sieht, prüft dessen Bedingungen im Rahmen einer Rechtsordnung, die den Schweizer Rahmen nicht bindet. Das ist keine Moral, sondern der Umstand, dass es in der Schweiz keinen Veranstalter gibt, der die Einhaltung durchsetzen könnte.
Wie eine Cricket-Wette am Beispiel durchgerechnet wird
Wer eine Quote liest, sollte sie in einen Betrag umrechnen können, sonst ist sie nur eine Zahl mit einem Komma. Die Rechnung ist unabhängig vom Format. Bei einer Einzelwette ergibt sich der Rückzahlungsbetrag aus Einsatz mal Quote; der Nettogewinn ist Einsatz mal Quote minus eins. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Wetten zu einem Preis.
Ein Beispiel. Wer CHF 20 auf eine Quote von 2.10 setzt, bekommt im Gewinnfall CHF 42 zurück und hat CHF 22 netto. Wer aus drei Wetten mit Quoten von 1.80, 2.00 und 1.70 eine Kombination bildet, kommt bei einem Einsatz von CHF 20 auf einen Rückzahlungsbetrag im dreistelligen Bereich. Der Wechsel von einer Einzelwette zur Kombination erhöht vor allem die Streuung, nicht die erwartete Rendite.
Das gilt auch für den Bonusmechanismus. Eine Gratiswette ist dann wertvoll, wenn die aus ihr resultierende Quote hoch genug liegt, um den Einsatz zu kompensieren, der aus eigener Tasche gar nicht anfällt.
Bei Gratiswetten kommen in der Regel die eigenen Bedingungen der Veranstalter ins Spiel. Wenn der Einsatz nicht mitbezahlt wird, ändert sich die Rechnung ebenfalls: Die Rückzahlung hängt dann von der Quote ab, zu der der Gratisbetrag gespielt wurde, und der Erwartungswert der Aktion ist kleiner als ihr Nominalwert.
Wer wissen will, was eine Aktion tatsächlich wert ist, kann auf dieser Website den Vergleich der Bonusangebote nutzen; dort stehen die jeweils gültigen Bedingungen der Veranstalter. Wer die Bedingungen selbst liest, sollte auf die Mindestquote achten, unterhalb deren der Einsatz nicht für die Erfüllung gilt.
Was bei Cricket-Wetten steuerlich passiert
Gewinne aus Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zu einem einzelnen Gewinn über dem Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, «je nach Kanton» ist der richtige Blick. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht.
Für den typischen Verlauf ist das eine gute Nachricht: Ein einzelner Cricket-Gewinn liegt weit unter den genannten Schwellen. Damit entfallen sowohl Einkommensteuer als auch Verrechnungssteuer auf den Gewinn, und die ganze Rechnung dreht sich um die Quote und die Marge, nicht um das Steueramt.
Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern stellt sich die Sache anders. Eine Verrechnungssteuer wird nicht einbehalten, weil es keine Schweizer Veranstalterin gibt, die sie abführen müsste. Die kantonale Steuerpraxis kann diese Gewinne aber vollumfänglich als Einkommen behandeln, unabhängig vom Betrag — der Kanton Thurgau hält es so. Wer bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, sollte also vorher wissen, welcher Kanton zuständig ist und wie dieser es handhabt.
Das gehört in den Rahmen und nicht in eine Fussnote. Wer CHF 40 bei einer Quote von 1.90 gewinnt, merkt von der Steuerfrage nichts. Wer einen grossen Gewinn erhält, sollte die kantonale Steuerverwaltung fragen, bevor er das Geld verplant.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?
Nur wenn die Sportart und die konkrete Wettart im Verzeichnis der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa steht — in der Fassung vom 10.09.2026. Beide Veranstalter dürfen nichts anbieten, was dort fehlt. Das Wettprogramm des eigenen Veranstalters zeigt, welche Cricket-Märkte aktuell tatsächlich buchbar sind.
Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?
Getestet wird über bis zu fünf Tage mit drei Sessions zu je rund zwei Stunden; ein ODI umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein T20 deren 20 mit höchstens 75 Minuten je Innings. Die Dauer bestimmt, wie lange ein Einsatz im Spiel bleibt und wie oft Wetter den Verlauf unterbricht.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrüchen auf eine Wette aus?
Sie berechnet in unterbrochenen Limited-Overs-Spielen das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs geschlagen haben, im Twenty20 mindestens fünf — sonst gilt die Partie als «No Result», es sei denn, ein Team ist all out oder hat das Ziel früher erreicht.
Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?
Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal Quote minus eins. CHF 20 auf 2.10 ergeben CHF 42 zurück und CHF 22 netto. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Wetten zu einem einzigen Preis.
Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?
Man nimmt von jedem Ausgang eines Marktes den Kehrwert der Quote, addiert sie und teilt 1 durch die Summe — das ist die Auszahlungsquote. Die Marge ist 100 % minus dieser Wert. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt sie rechnerisch bei knapp 4,8 %; reale Cricket-Märkte liegen je nach Markt und Anbieter über dieser Beispielrechnung.
Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?
Schweizer Grossspiel-Gewinne sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale weicht ab. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, doch die kantonale Praxis kann solche Gewinne voll als Einkommen behandeln — im Kanton Thurgau unabhängig vom Betrag.
Sportarten – seriosewetten
Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»
