Wie Wettquoten berechnet werden – und was davon beim Spielenden hängen bleibt
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach dem Geldspielgesetz sowie die Aufsichtsangaben der Gespa geprüft.
Eine Quote ist keine Vorhersage. Sie ist ein Preis, und in jedem Preis steckt die Rechnung des Verkäufers. Wer das einmal verstanden hat, liest Wettprogramme anders: nicht mehr als Liste von Chancen, sondern als Liste von Forderungen. Die Zahl vor dem Komma sagt, was Sie bekommen. Was sie verschweigt, steht in der Differenz zwischen den Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Ausgänge und den 100 %, die es eigentlich nur geben dürfte.
Genau diese Differenz ist der Gegenstand dieses Textes. Nicht die Frage, welcher Verein am Sonntag gewinnt — das weiss niemand, und wer es behauptet, verkauft etwas. Sondern die Frage, wie eine Zahl wie 2.10 oder 1.45 überhaupt entsteht, was sie über die Einschätzung des Veranstalters verrät und was sie kostet. In der Schweiz ist diese Frage enger zu beantworten als anderswo, weil hier nur zwei Veranstalter überhaupt Sportwetten anbieten dürfen: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide arbeiten nach denselben Grundregeln, beide haben eigene Hausordnungen, und beide zahlen am Ende in Franken aus.
Warum aus Quoten keine sicheren Tipps werden
Man kann aus jeder Quote eine Zahl herausrechnen, die aussieht wie eine Gewinnwahrscheinlichkeit. Man kann sie neben die eigene Einschätzung legen und daraus schliessen, ob ein Spiel «wert» ist. Man kann das sehr lange tun. Irgendwann steht man vor dem Ergebnis von zwanzig Wochen und fragt sich, warum die Einschätzung nie so gut war wie die Rechnung.

Der Grund ist unspektakulär. Eine Quote enthält die Schätzung des Veranstalters, seine Marge und den Stand des Geldes, das bereits auf die Ausgänge gesetzt wurde. Von diesen drei Bestandteilen ist nur der erste überhaupt eine Aussage über den Sport. Der zweite ist eine Gebühr. Der dritte ist eine Momentaufnahme, die sich in den nächsten zwanzig Minuten ändern kann, ohne dass sich am Spielstand irgendetwas geändert hätte.
Wer aus einer Quote eine Strategie ableitet, leitet sie aus allen drei Bestandteilen gleichzeitig ab und behandelt sie, als wären sie einer. Das ist die Quelle fast jeder Enttäuschung im Wettgeschäft.
Die implizite Wahrscheinlichkeit als Lesehilfe
Aus einer Dezimalquote lässt sich eine implizite Wahrscheinlichkeit bilden, und das ist die nützlichste Übung, die man an einem Wettprogramm machen kann. Man nimmt den Kehrwert der Quote und erhält einen Prozentwert. Bei Quote 2.00 sind das 50 %, bei 1.50 sind es 66,7 %, bei 4.00 sind es 25 %.
Bleiben wir bei diesem Schritt stehen, weil er die ganze Marge erklärt. Ein Tennisspiel hat genau zwei Ausgänge. Wären beide Spieler gleich stark und würde der Veranstalter nichts verlangen, stünden beide Quoten bei 2.00, und die zwei Prozentwerte ergäben zusammen genau 100 %. Nur: keine dieser Zahlen ist 2.00. Aus der Summe zweier Kehrwerte, die zusammen mehr als 100 % ergeben, besteht kein Cent, der nicht aus der Tasche der Spielenden kommt.
Und ein zweiter Punkt, der in jedem Zusammentreffen von Interpretation und Zahl steckt: die implizite Wahrscheinlichkeit beschreibt die Preisgestaltung, nicht den Ausgang. Eine Quote von 1.20 auf einen klaren Favoriten heisst, dass der Anbieter das kurze Ende eines Preises gewählt hat, an dem die meisten Kunden stehen. Sie heisst nicht, dass dieser Favorit in acht von zehn Fällen gewinnt. Es kann sein. Es kann auch das Gegenteil sein, und die Quote lässt beides zu.
Favoritenquoten, Aussenquoten und der Griff ins eigene Konto
Jede Quote über 2.00 schmeichelt. Wer 5.00 liest, denkt in Verdopplungen und Verfünffachungen. Der Anbieter denkt in etwas anderem: an welcher Stelle des Programms er die Kunden halten kann, die zwar selten, aber dann gross gewinnen wollen.
Ein Beispiel, das keine Prognose ist, sondern eine Struktur: ein Aussenseiter mit Quote 10.00 und ein Favorit mit Quote 1.10, zusammen in einem Markt mit zwei Ausgängen. Der erste Kehrwert ist 0,10, der zweite 0,909. Zusammen 1,009. Das entspricht einer Marge von knapp 1 %. Für einen Zweiwegemarkt ungewöhnlich knapp und in der Praxis kaum anzutreffen — aber es zeigt, wohin die Rechnung läuft. Je weiter die Quoten auseinanderliegen, desto weniger Spielraum braucht der Anbieter, um denselben Ertrag zu sichern. Wo beide Ausgänge nah beieinanderliegen, muss er breiter ansetzen.
Was aus einem Live-Spielstand wird, wenn man es falsch liest
Livequoten bewegen sich, und der Reflex, daraus eine Botschaft über den Spielverlauf zu lesen, ist verständlich. Es ist ein Tor gefallen, die Quote auf die Heimmannschaft sinkt von 2.60 auf 1.70, und jetzt sieht es aus, als hätte der Veranstalter «erkannt», was passiert. Er hat aber nicht erkannt, was passieren wird. Er hat neu gerechnet, weil sich das Ereignis selbst verschoben hat und weil in den wenigen Minuten nach dem Tor so viel Geld in eine Richtung geflossen ist, dass der Anbieter sein Buch neu ausbalancieren musste.
Wer eine Livewette platziert, wettet auf einen Punkt in einem laufenden Prozess. Die Quote zu diesem Punkt ist die einzige Information, die zu diesem Punkt gehört. Alles, was danach passiert, war in ihr nicht enthalten — sonst wäre sie keine Quote, sondern ein Ergebnis. Dieser Satz gilt für jede Livewette, die jemand platziert.
Die Grenze zwischen Einschätzung und Wissen
Es gibt Wettende, die sich ein Bild von einem Spiel machen und dieses Bild gegen die implizite Wahrscheinlichkeit halten. Das ist eine legitime Übung, und sie hat nichts mit Tippspielerei zu tun. Der Unterschied: man sucht sich nicht das Spiel aus, bei dem die Quote am besten aussieht, sondern man prüft eine Reihenfolge, die man sich vorher überlegt hat.
Es bleibt eine Einschätzung gegen eine andere. Der Veranstalter hat die Daten, die Statistik und das Geld, das auf jeder Seite liegt. Der Spielende hat seine Sicht auf ein Spiel und ein Konto mit Einsatzlimit. Wer diese beiden Positionen für vergleichbar hält, überschätzt die eine und unterschätzt die andere. Aus einer Quote lässt sich ablesen, wie der Anbieter einen Ausgang einordnet. Eine Garantie für den Ausgang steht in keiner Zahl, in keinem Weltformat, in keinem Schweizer Markt.
Wettmärkte: was im Preis einer Wette steckt
Ein Wettprogramm ist eine Liste von Preisen für verschiedene Fragen an dasselbe Spiel. Der Sieger ist eine davon. Der ist am einfachsten zu verstehen, weil er die ganze Struktur zeigt.
Einzelwette, Systemwette, Kombination: die Grundformen
Die Einzelwette ist der klare Fall. Ein Einsatz, eine Voraussage, eine Quote. Gewinnt die Voraussage, wird der Einsatz mit der Quote multipliziert, und am Ende kommt ein Betrag heraus. Verliert sie, ist der Einsatz weg. Das ist die ganze Mechanik, und niemand braucht dafür ein Buch.
Die Kombiwette bündelt mehrere Voraussagen in einem Wettschein. Gewinnt eine der Voraussagen nicht, ist die ganze Kombination verloren — unabhängig davon, wie sicher die übrigen waren. Der Anreiz ist mathematisch begründet: Die Quoten der einzelnen Voraussagen multiplizieren sich zu einer Gesamtquote, und deshalb steht auf einem Schein mit sechs Voraussagen eine Zahl, die nach einem grossen Abend aussieht.
Was dieser Anreiz kostet, lässt sich aussprechen, ohne eine einzige Wahrscheinlichkeit zu erfinden. Die Chance, dass alle sechs Voraussagen zutreffen, ist kleiner als die Chance jeder einzelnen. Die Quote wächst multiplikativ, die Trefferwahrscheinlichkeit schrumpft multiplikativ. Der Preis trägt die kleinere Zahl in sich, und er wirbt mit der grösseren.
Die Systemwette ist die Variante für alle, die sich das nicht mehrfach antun wollen: Es werden mehrere Wetten gleichzeitig gespielt, aber nicht in einer einzigen Kette, sondern so, dass ein Teil der Voraussagen ausfallen darf. Das kostet mehr Einsatz als eine einzelne Kombination, weil mehrere Kombinationen abgedeckt werden.
Bei Sporttip gibt es Kombinationen von Ereignissen derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann der ganze Schein für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Ein Detail, das man erst dann bemerkt, wenn es eintritt.
Die Quote der Kombination und die Grenzen der Multiplikation
Dass sich die Einzelquoten zur Gesamtquote multiplizieren, ist der Grund, warum Kombinationen für viele attraktiv aussehen. Setzt man 2.00, 2.00 und 2.00 zusammen, steht am Ende 8.00 auf dem Schein. Aus drei ausgeglichenen Spielen wird eine Quote, die niemand mehr als vorsichtig bezeichnen würde.
Die Grenzen liegen nicht im Prinzip, sondern in den Bedingungen. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen, und die Gesamtquote darf 100’000 nicht übersteigen. Bei Swisslos gibt es den Kombiboost nur online, für Pre-Match-, Live- und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt dann 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen — Einsatz und Gewinnerhöhung sind dabei limitiert.
Die Zusatzbedingungen sind der eigentliche Inhalt solcher Boni. Wer nur die Prozentzahlen liest, liest die Werbung. Wer die Mindestquoten liest, liest das Produkt.
Handicap, Unentschieden und die Frage, was genau gewettet wird
Neben dem reinen Sieger gibt es Märkte, die ein Spiel künstlich verschieben. Beim Handicap bekommt eine Mannschaft rechnerisch Tore gutgeschrieben oder abgezogen, und der Markt wird dadurch ausgeglichen. Das ist keine Mildtätigkeit gegenüber dem schwächeren Team. Es ist die Art, wie der Anbieter einen Markt baut, in dem auf beiden Seiten genug Geld liegt, sodass er nicht selbst zum Gegenspieler seiner Kunden wird.
Ein zweiter Punkt, an dem viele Wetten scheitern, ist die Definition des Ereignisses. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Diese Regel steht in den Teilnahmebedingungen, und sie entscheidet über eine Wette, deren Verlauf bis zur 119. Minute genau den Erwartungen entsprach. Wer den «Sieger nach regulärer Spielzeit» spielt, spielt genau das und nicht das andere. Die Genauigkeit liegt beim Schein, nicht beim Gefühl.
Was passiert, wenn eine Wette nicht zustande kommt
Nicht jedes Spiel findet statt. Wird ein Wettspiel abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette bei Sporttip ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Diese Quote 1.00 ist übrigens die wichtigste Zahl in den ganzen Bedingungen. Sie bedeutet: diese Voraussage war nicht Teil des Scheins. Eine Absage verwandelt eine riskante Kombination nicht in eine sichere, sondern entfernt einen Faktor. Die Gesamtquote sinkt entsprechend, und der ausgezahlte Betrag wäre nicht der, der auf dem Schein noch vor zwei Tagen stand.
Dasselbe Muster gilt bei Livewetten, und dort ist es schärfer. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Man setzt also während eines laufenden Entscheids auf einen Ausgang, der in diesem Moment bereits feststeht oder sich in diesem Moment entscheidet. Der Anbieter rechnet mit der Latenz, und er darf sie zu seinen Gunsten auflösen.
Einordnung: die zwei Schweizer Veranstalter und ihr Quotenrahmen
Bei der Suche nach dem besten Quotenvergleich stösst man in der Schweiz auf eine sehr kurze Liste. Das ist kein Zufall und keine Marktlücke, sondern die Folge einer bewussten Entscheidung der Kantone. Wer die Preisgestaltung eines Anbieters beurteilen will, muss zuerst wissen, wie viele Anbieter es überhaupt gibt und woran sie gebunden sind.
Der Rahmen, den beide teilen
Beide Veranstalter arbeiten mit einem Verlustlimiten-System, das die Spielenden selbst einrichten müssen. Bei Sporttip werden vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Der Mechanismus ist der eigentliche Kern. Wer im Affekt erhöhen will, kann das nicht. Die 72 Stunden sind keine Schikane, sondern eine Zwangspause in einer Situation, in der eine Zwangspause nachweislich nützlich ist. Der unangenehme Teil: Man muss diese Limiten setzen, bevor man überhaupt spielen kann, und man muss sich dabei selbst einschätzen. Wer sich selbst überschätzt, hat die Limite falsch gesetzt.
Ein Punkt, der häufig verwechselt wird: die Rechtslage verlangt eine Obergrenze für Tages-, Wochen- oder Monatswerte, aber die Schweiz kennt keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze. Die Limiten sind die der Spielenden, nicht die des Staates. Wer also in einem Forum liest, es gebe hier eine staatliche Einzahlungsgrenze für Sportwetten, hat Casino-Regeln mit Sportwettenregeln verwechselt.
Was das für den Vergleich bedeutet
Wer zwei Anbieter nach Quoten vergleichen will, vergleicht in der Schweiz zwei Häuser. Zwischen ihnen gibt es Entfernungen, aber sie liegen nicht dort, wo man sie vermutet. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei Sporttip beginnt der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000.
Für einen Spielenden mit einem Fünfliber pro Wette sind diese Unterschiede irrelevant. Für jemanden, der 200 Franken auf ein Spiel setzen will, sind sie das nicht. Und für die Frage, wie eine Quote zustande kommt, sind sie in einem Punkt entscheidend: Bei Jouez Sport ist der Höchsteinsatz so niedrig, dass eine Quote im Grenzbereich des Marktes gar nicht zu einem grossen Risiko des Veranstalters führt. Die Obergrenze ersetzt die Absicherung durch den Preis.
Warum es keine längere Liste gibt
Es gibt rund um diese zwei Häuser viele Marken, die Sportwetten anbieten und deren Seiten auf Deutsch erscheinen. Sie haben keine Schweizer Bewilligung. Das ist keine Formalie, sondern der ganze Kern: Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Geltung. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des hiesigen Schutzes und ausserhalb des hiesigen Rechtswegs.
Was in der Schweiz fehlt und was bleibt, gehört in dieselbe Antwort. Fehlt die Bewilligung, fehlt die Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, fehlt also die Sperre, die auch in Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Fehlt ein Schweizer Ansprechpartner, wenn gutgeschriebene Gewinne nicht ankommen. Auf der anderen Seite steht ein Bewilligungssystem mit geschlossener Angebotsliste: nicht jede Sportart, nicht jede Liga, nicht jede Wettart ist zugelassen, und das ist der Preis für die Aufsicht.
Rechtslage: Wer Quoten überhaupt festlegen darf
In der Schweiz ist das Anbieten von Sportwetten ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und wird von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Die Aufsichtsbehörde für Casinos, die ESBK, ist hier nicht zuständig. Sie prüft Glücksspielkonzessionen, nicht Sportwetten.

Der Grund für die kurze Liste steht in der Bewilligungsarchitektur selbst. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Es gibt keine unbekannten dritten. Die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt — sie veröffentlicht die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.
Die zwei Vertragsgebiete und das Wohnsitzerfordernis
Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Wer das liest und sich fragt, ob Kantonsgrenzen bei einer Website eine Rolle spielen: sie spielen eine, und zwar die entscheidende. Für die Online-Registrierung braucht es bei Swisslos mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren, die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Das ist die praktische Seite des Wohnsitzerfordernisses: wer in Zürich lebt, kommt an Jouez Sport nicht als registrierter Nutzer heran, und wer in Genf lebt, nicht an Sporttip. Beide Häuser sind trotzdem für das ganze Land sichtbar; die Quoten, die sie veröffentlichen, sind es auch. Der Zugang ist es nicht.
Was gewettet werden darf
Der Spielraum ist kein Vertragsspielraum, sondern eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden sind nur zugelassen, wenn sie auf der Liste stehen. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie dort stehen. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Auf der Liste finden sich keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esport-Abteilung. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zulässig. Wer also ein Quotenprogramm anschaut und feststellt, dass bestimmte Märkte fehlen, die er von ausländischen Seiten kennt, hat nicht einen unvollständigen Anbieter gefunden, sondern eine vollständige Liste.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Für Cash-Out gibt es keine Regelung: Es ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters und keine gesetzlich geregelte Einrichtung.
Wo die Grenze zwischen Spiel und Haftung liegt
Ich will an dieser Stelle nicht um den heissen Brei reden, weil es die Frage ist, an der sich entscheidet, was die Schweiz im Wettbereich eigentlich ausmacht. Eine Bewilligung, die nur in der Schweiz gilt, schafft eine geschlossene Zone. Innerhalb dieser Zone: ein Veranstalter mit Adresse, ein Aufsichtsträger, ein Sperrregister, ein Ansprechpartner, ein gesetzlicher Rahmen, der eine Bewilligung nur erteilt, wenn ein Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung zusammenkommen. Ausserhalb: nichts davon.
Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft. Sein Einsatz und sein Gewinn können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden. Man spielt also nicht mit einem Vergehen, sondern ohne Netz.
Dazu kommt die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht ausländische Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt; die Gespa nannte dafür Interwetten und Bet-at-Home und führte bet365 auf der Liste. Wer sich fragt, warum eine Seite gestern ging und heute nicht, hat die Antwort.
Was das an Werbung bedeutet
Werbung für ein Glücksspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Ein Satz, an dem sich der Ton dieses Textes entscheidet: Die ausländischen Marken in der Übersicht «Einordnung: Wer was darf und wer dafür geradestehen muss» sind genannt, weil Spielende ihnen begegnen, und sie werden nach denselben Kriterien beschrieben wie die beiden bewilligten Häuser. Beschreiben ist erlaubt. Empfehlen wäre es nicht. Keine Marke hier ist ein Aufruf, dort ein Konto zu eröffnen.
Werbung darf zudem nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Eine Tageszeit-Beschränkung für Glücksspielwerbung kennt das Gesetz nicht. Für Gratisspiele oder Gratisguthaben braucht es die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.
Rechtslage und Spielerschutz: die Grenzen am eigenen Konto
Wer die Marge in der Quote versteht, hat einen Teil des Risikos verstanden. Es ist nicht der Teil, der im Konto am Monatsende sichtbar wird.
Limiten, Sperre und Pause
Die Verlustlimiten bei Sporttip sind oben beschrieben und gelten vor der ersten Teilnahme. Ein Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Diese Verbindung ist der wirksamste Teil des Systems. Eine Sperre, die nur bei einem Anbieter greift, ist eine Kur; eine Sperre, die über alle Anbieter und Casinos des Landes läuft, ist eine Wand. Die gesetzliche Grundlage: Ausschluss überschuldeter oder suchtgefährdeter Personen und Selbstausschluss nach Art. 80–82 BGS. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).
Bei den 72 Stunden aus den Hausordnungen lohnt sich ein genauer Blick, denn hier treffen zwei Zahlen aufeinander, die man leicht durcheinanderbringt. Das Gesetz verlangt die Erhöhung nach 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Eine Frist im Gesetz ist der Mindeststandard. Es ist nicht die Frist, mit der man rechnet, wenn man eine Limite lockern will.
Wer nicht teilnehmen kann
Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Ein Konto pro Spieler, mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS). Wer als Wettkämpfer an einem Wettspiel teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Dass Kontrolle an der Kasse und Kontrolle im Netz zwei verschiedene Dinge sind, gehört zu dieser Rubrik und ist unangenehm: Bei den Gespa-Testkäufen 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer annimmt, dass die Regeln vor dem Kiosk zuverlässig greifen, überschätzt die Wirklichkeit. Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Das ist die deutlichste Kante im ganzen Spielerschutz: Wer nicht teilnehmen darf, kann auch nicht gewinnen.
Die Spitze des Verlusts: was ein verstandenes Risiko nicht verhindert
Es ist ein Fehler, das Verstehen der Marge als Schutz zu behandeln. Man kann die implizite Wahrscheinlichkeit eines Marktes perfekt ausrechnen und trotzdem in einem Monat mehr verlieren, als man wollte, weil die Häufigkeit, mit der man mitspielt, nicht im Preis stand. Die Quote sagt etwas über ein einzelnes Ereignis. Sie sagt nichts über dreissig Ereignisse in vier Wochen.
Deshalb steht am Ende dieses Abschnitts die einzige Zahl, die wirklich die eigene ist: die selbst gesetzte Verlustlimite. Sie ist keine Bremse beim Spielen, sondern die Antwort auf die Frage, wie viel dieses Vergnügen kosten darf. Ob es bei CHF 50, CHF 200 oder CHF 1’000 am Monatsende liegt, hängt am Einkommen und nicht an der Quote. Wer diese Grenze erst setzt, wenn er sie braucht, setzt sie zu spät.
Bei Swisslos lässt sich der Weg dorthin auch konkret nachlesen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Ein Blick auf das Konto ist also immer auch ein Blick auf das, was nicht dort ist.
Wenn das Spielen aufhört, Vergnügen zu sein — wenn jemand weiter Dosierungen erhöht, um dieselbe Spannung zu erhalten, wenn Einsätze durch Gedanken an Rückgewinnung motiviert sind — dann ist der Punkt erreicht, an dem Beratung sinnvoller ist als jede Quotenrecherche. In der Schweiz sind die Beratungsstellen der Kantone und die Fachstellen für Spielsucht die richtige Adresse, und sie gehören zur Gesprächsgrundlage, nicht in eine Fussnote.
Auszahlung: Auf welchem Konto am Ende welcher Betrag ankommt
Die Quote bestimmt einen Betrag, aber sie bestimmt nicht, wo dieser Betrag landet. Zwischen der Gewinnrechnung und dem Konto stehen Regeln, die den praktischen Wert einer Quote verändern.
Wo die Auszahlung hingeht
Auszahlungen und Guthaben gehen bei bewilligten Schweizer Anbietern nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Kredite an Spieler gibt es ebenfalls nicht (Art. 75 Abs. 1 BGS). Es ist im eigenen Namen oder gar nicht.
Und ausbezahlt wird in Franken. Das ist keine Förmlichkeit, sondern der Grund, aus dem ein Vergleich zwischen Schweizer Anbietern und ausländischen Seiten über Euro-Quoten am Ende nicht aufgeht. Eine Quote in Euro wäre erst nach der Umrechnung eine Quote in Franken.
Zwei Gewinnschwellen, die den Charakter eines Hauses zeigen
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000; Systemwetten sind also die einzige Form, in der bei Swisslos vierstellige Einsätze in einem Schein gebündelt werden können.
Die Obergrenze bei Jouez Sport ist der interessantere Wert. Ein einzelner Schein kann dort bis CHF 300’000 gewinnen. Das ist mehr, als die meisten Spielenden in ihrem Leben zum Wetten bringen werden, und es ist die Zahl, die festlegt, wo die Haftung des Hauses endet. Für 99,9 % der Wetten an einem Samstag ist sie ohne Wirkung. Für den einen Fall, in dem jemand sie trifft, ist sie die einzige, die zählt.
Wann ein Gewinn verfällt
Bei Sporttip verfallen Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, zugunsten des Zwecks der Swisslos. Gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache zu erheben.
Ein halbes Jahr klingt grosszügig, und für ein normales Konto ist es das auch. Es sind genau zwei Fristen mit völlig verschiedenen Massstäben: ein halbes Jahr, um einen Gewinn zu beanspruchen, und zehn Tage, um sich zu wehren, wenn eine Auszahlung verweigert wird. Die zweite Frist ist die gefährliche. Sie läuft ab dem Moment, in dem man die Ablehnung liest, und ein eingeschriebener Brief braucht einen Tag und einen Umschlag.
Wie eine Wette gerundet wird
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Aufrunden auf zwei Stellen, abrunden auf fünf Rappen. Diese Reihenfolge ist ein Detail, das im Einzelfall ein paar Rappen kostet und in tausend Wetten ein Muster ergibt: die Rundung läuft immer auf die zweite statt auf die erste Stelle des Vorteils zu.
Wie das Geld ins Spiel und aus dem Spiel kommt
Der Weg des Geldes ist der praktische Teil dessen, was eine Quote kostet. Wer 100 Franken aufladen will, um eine Wette mit Quote 2.10 zu platzieren, trifft nicht eine Entscheidung, sondern drei: wie viel er einzahlt, wie oft er abhebt und wie lange sein Geld unterwegs ist.
Aufladen
Bei Swisslos lassen sich Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Diese Untergrenze ist die wichtigere der beiden. Sie bedeutet: Wer mit CHF 10 spielen will, kann sein Konto nicht mit CHF 10 aufladen. Er lädt CHF 20 auf, spielt CHF 10 und behält CHF 10 im Wallet. Die Grenze ist kein Verbot, sondern eine Bequemlichkeit, die den durchschnittlichen Saldo über dem erhöht, was man ausgeben wollte. Wer das nicht bemerkt, gibt mehr aus, ohne je mehr verdient zu haben.
Für die Aufladung nennt Swisslos PostFinance Pay als Zahlungsart, bei der die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.
Auszahlen
Bei Swisslos lassen sich Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auszahlen. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Drei Zahlen, drei verschiedene Arten von Kosten. Die Menge: zweimal im Jahr gratis, danach 3 %. Die Zeit: eine Woche bis zwei Wochen, in denen ein Gewinn nicht dort ist, wo man ihn erwartet. Und die Sorte: Gratisspielguthaben ist kein Geld, es ist Guthaben für Spielzwecke. Wer eine Gratiswette erhält und sie wie 20 Franken Guthaben behandelt, verwechselt zwei Dinge, die nicht austauschbar sind.
Der Auszahlungsweg ist ausserdem der Punkt, an dem sich zwei Angebote am wenigsten ähneln, obwohl ihr Quotenprogramm sich ähnelt. Der eine zeigt eine Unlimited-Grenze, der andere eine Kommission. Man sollte dort vergleichen, wo ein Unterschied im Kontostand sichtbar wird.
Wie lange das Geld feststeht
Wer eine Wette platziert, gibt sein Geld für die Laufzeit des Ereignisses aus. Mit Cash-Out lässt sich das früher beenden.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Diese Bedingungen sind das ganze Argument in einem Absatz. Der Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn, weil man einen Teil der Chance verkauft. Er hängt vom Spielstand ab, weil das Spiel die Information ist. Er kann jederzeit geändert werden, weil es keine Regelung gibt, die die Höhe festhalten würde. Und für Quotenboosts gibt es einen Zusatz: bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Das ist die relevanteste praktische Konsequenz. Wer eine Quote mit einem Bonus gespielt hat und dann die Wette vorzeitig beendet, tauscht den Gewinn gegen einen Betrag, der den Bonus nicht mehr enthält. Der Ausstieg kostet also mehr, als das Angebot anzeigt. Das ist kein Fehler des Systems, sondern seine Konstruktion.
Was eine Auszahlung über die Quote erzählt
Eine Quote ist ein Angebot, das erst nach der Auszahlung eingesammelt ist. Wenn die Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen geht, in Franken, mit einer Wartezeit von 5 bis 10 Arbeitstagen und einer möglichen Kommission ab der dritten Auszahlung, dann sind das Kosten, die auf jedem Gewinn liegen. Sie stehen nicht in der Quote, aber sie sind Teil des Preises.
Wer zwei Häuser vergleicht und nur die Quoten aneinanderhält, vergleicht die Hälfte der Rechnung. Der Weg zum Geld gehört dazu.
Einordnung: Wer was darf und wer dafür geradestehen muss
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Anbieter nach ihrer Stellung im Schweizer Recht. Die Spalte mit dem Veranstalter beziehungsweise der angegebenen Bewilligung sagt für ausländische Marken ausdrücklich nicht, dass eine Bewilligung vorliegt: dort stehen die Angaben, die die Anbieter selbst machen, und sie haben in der Schweiz keine Geltung.
| Anbieter | Bewilligungsstatus | Veranstalter / angegebene Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Bewilligung (Grossspiel) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Bewilligung (Grossspiel) | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | Angegebene Bewilligung nicht nachgewiesen |
| Duelbits | ohne Schweizer Bewilligung | Angegebene Bewilligung nicht nachgewiesen |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | Angegebene Bewilligung nicht nachgewiesen |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | Angegebene Bewilligung nicht nachgewiesen |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | Angegebene Bewilligung nicht nachgewiesen |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | Angegebene Bewilligung nicht nachgewiesen |
| BassBet | ohne Schweizer Bewilligung | Angegebene Bewilligung nicht nachgewiesen |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | Angegebene Bewilligung nicht nachgewiesen |
Was diese Tabelle zeigt, ist keine Rangfolge und auch keine Empfehlung. Es ist eine Zweiteilung mit einer unsichtbaren Linie dazwischen. Oberhalb der Linie stehen zwei Häuser, für die der Satz gilt, dass eine Veranstalterbewilligung nur in der Schweiz Geltung hat und der Veranstalter seinen Sitz in der Schweiz hat. Unterhalb der Linie stehen Marken, für die keiner dieser Sätze gilt.
Der interessante Teil liegt nicht in der Zweiteilung, sondern in den Kosten beider Seiten. Bei den zwei bewilligten Häusern ist der Einladungsradius der Verkaufsstellen gross: Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, Swisslos trägt ihre Wetten über das Vertragsgebiet. Dafür ist das Angebot begrenzt — nicht jede Sportart, nicht jede Liga, keine Eckball- und keine Kartenmärkte, keine Esport-Abteilung. Bei den ausländischen Marken ist das Gegenteil der Fall: das Angebot ist breiter, und der Schutz ist es nicht.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Wer die Preisgestaltung eines Anbieters verstehen will, muss zuerst wissen, zu welcher Seite dieser Linie er gehört. Die Reihung folgt hier nicht der Quotenhöhe — die wäre an keinem ruhigen Freitagabend stabil — sondern den vertraglichen und rechtlichen Grössen, die am Kontostand tatsächlich ankommen: Einsatzgrenzen, Gewinnobergrenzen, Auszahlungsregeln, Verlustlimiten.
Swisslos Sporttip: der Veranstalter mit dem breitesten Vertragsgebiet
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51), unter Aufsicht der Gespa.
Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet möglich.
Die Einsatzgrenzen: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Was den Ausschlag gibt, ist nicht diese Liste, sondern die Produktarchitektur dahinter. Der Kombiboost greift nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote. Quotenboosts gelten nur online für Pre-Match-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Die Einschränkung auf eine Nutzung ist der Satz, an dem sich entscheidet, was ein Boost im Alltag ist. Es ist kein Werkzeug, das man wiederverwendet. Es ist ein einmaliges Angebot, das am Tag seiner Nutzung zählt und am Tag danach nicht mehr existiert. Wer Boni als dauerhafte Einnahmequelle einplant, hat den Mechanismus nicht verstanden — und den Kombiboost mit 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen ebenfalls nicht, denn der höchste Wert setzt fünfzehn Voraussagen voraus, die alle mit mindestens 1.50 einlaufen müssen.
Das ist der Punkt, an dem Sporttip am wenigsten gut aussieht. Die Staffelung wirbt mit 100 %, und der Weg dorthin ist eine Kette von fünfzehn Bedingungen, von denen jede einzelne die Gesamtchance senkt. Der Prozentsatz wächst, die Wahrscheinlichkeit schrumpft. Wer die Prozentzahl als Merkmal des Angebots behandelt, behandelt den kleineren Teil.
Loterie Romande Jouez Sport: das Haus mit der Gewinnobergrenze
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung ist eine Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51), unter Aufsicht der Gespa.
Der Mindesteinsatz beträgt online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Der Höchsteinsatz von CHF 500 ist die Zahl, die dieses Haus am deutlichsten von seinem östlichen Gegenstück unterscheidet. Wer 800 Franken auf ein Spiel setzen will, kann das bei Jouez Sport nicht. Das ist keine Einschränkung der Quoten — die Quote bleibt dieselbe — sondern eine Einschränkung dessen, was überhaupt passieren kann. Ein Haus mit einer Einsatzdecke von 500 Franken trägt weniger Risiko pro Schein und braucht deshalb weniger Spielraum im Preis. Ob dieser Zusammenhang im Quotenprogramm sichtbar wird, ist etwas anderes; er ist aber der Grund, warum solche Grenzen in den Bedingungen stehen und nicht in der Werbung.
Die Unter- und Obergrenzen der Quote sind das praktischste Detail auf diesem Schein. Ein Minimum von 1.10 schliesst die ganz kurzen Favoritenwetten aus, die fast nichts einbringen. Die Obergrenze von 100’000 schliesst die Kombination aus, die aus zehn Aussenseitern einen Jackpot baut. Zwei Seiten des Spielraums, und beide sind eng gezogen.
Bahigo: eine Marke ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS). Eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenfalls nicht.
Wer hier spielt, spielt ausserhalb des Rahmens, den die beiden Schweizer Häuser teilen. Es gibt keine Schweizer Aufsicht, keine Limitenpflicht nach Schweizer Recht, keine Beschwerdestelle in der Schweiz, wenn eine Auszahlung stockt. Das ist die vollständige Beschreibung und nicht die Einleitung zu einer Bewertung.
Duelbits: keine Schweizer Bewilligung
Duelbits führt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS), und nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten anbieten. Eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenfalls nicht.
Der Unterschied zu einem bewilligten Anbieter liegt nicht in der Bedienung, sondern in der Rückversicherung. Bei einem Schweizer Haus greift die Aufsicht ein, wenn die Auszahlung hakt; hier hängt sie an den Bedingungen des Anbieters, so wie er sie geschrieben hat, und an keinem staatlichen Verfahren.
Sportuna: keine Schweizer Bewilligung
Sportuna führt keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS). Eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister besteht nicht, und ein Schweizer Rechtsweg ebenfalls nicht.
Jackbit: keine Schweizer Bewilligung
Jackbit führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS). Eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenfalls nicht.
GG.BET: keine Schweizer Bewilligung
GG.BET hat keine Erlaubnis für den Schweizer Markt. Da ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten offerieren dürfen, sind ausländische Lizenzen rechtlich wirkungslos (Art. 4 BGS). Der Anbieter untersteht weder dem hiesigen Sperrregister noch dem schweizerischen Rechtsweg; die Domain kann jedoch durch die Gespa via DNS-Sperre blockiert werden.
Playzilla: keine Schweizer Bewilligung
Playzilla führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine Bewilligung in einem anderen Land hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS). Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.
BassBet: keine Schweizer Bewilligung
BassBet führt keine Schweizer Bewilligung. Für Sportwetten in der Schweiz sind nur Swisslos und die Loterie Romande zugelassen; eine allenfalls angegebene Bewilligung eines anderen Landes hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS).
BDMBet: keine Schweizer Bewilligung
BDMBet ist in der Schweiz nicht bewilligt. Da das Geldspielgesetz (Art. 4 BGS) ausländische Konzessionen nicht anerkennt, dürfen in der Schweiz nur die beiden konzessionierten Anbieter Sportwetten offerieren. Der Schutz durch das Sperrregister oder den schweizerischen Rechtsweg greift hier nicht; die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gelangen.
Was die Marge im Preis tatsächlich ausmacht
Jetzt lässt sich die Rechnung aufmachen, die hinter jeder einzelnen Quote steht. Nehmen wir einen Markt mit genau zwei Ausgängen, wie es ihn im Tennis gibt, und unterstellen wir, dass beide Seiten mit Quote 1.90 geführt werden. Es ist ein Rechenbeispiel, keine zitierte Preislage, und es steht für eine Konstellation, die in einem ausgeglichenen Markt häufig anzutreffen ist.
Der Kehrwert von 1.90 ist 0,5263, also 52,63 %. Zwei solche Kehrwerte ergeben zusammen 105,26 %. Das ist mehr als 100 %, und die überschiessenden 5,26 % sind die Marge. Anders herum gerechnet: Die Auszahlungsquote des Marktes liegt bei etwa 95 %, und die Marge ist der Rest von 5 %.
Was das bedeutet, lässt sich an einem einzelnen Einsatz zeigen. Wer 100 Franken auf diese Wette setzt, bekommt bei einem Treffer 190 Franken zurück, also 90 Franken Gewinn. Im Durchschnitt über viele Wetten dieses Marktes bleiben von den Einsätzen etwa 95 % bei den Spielenden und etwa 5 % beim Veranstalter. Anders gesagt: Auf jeden Franken, der in diesem Markt gesetzt wird, entfallen im statistischen Mittel rund 5 Rappen, die nicht mehr ausbezahlt werden.
Die Denkfigur, die daran hängt: diese 5 % wirken bei einem einzelnen Schein wie nichts. Bei hundert Scheinen sind es nicht 5 %, sondern ein Muster. Die Marge ist keine Gebühr, die man einmal zahlt, sie ist ein Abschlag auf jeden einzelnen Vorgang, und sie wirkt umso stärker, je häufiger man spielt. Wer zwei Wetten am Wochenende platziert und vierzig im Jahr, trägt sie vierzigmal.
Setzt man an die Stelle der Marge eine höhere Zahl, wird der Effekt deutlicher. Bei einer Marge von 10 % sinkt die Auszahlungsquote auf 90 %: aus 100 Franken werden im Mittel 90. Bei 3 % wären es im Mittel 97. Der Unterschied zwischen einem günstig aufgestellten und einem teuer aufgestellten Markt liegt also nicht in der Grössenordnung, die man an einem Abend bemerkt. Er liegt in der Grössenordnung, die man in einem Jahr bemerkt.
Und weil die Marge in den Quoten steckt und nicht daneben steht, ist sie nicht direkt sichtbar. Man kann sie sich aber bilden, und das ist die einzige Übung an einem Wettprogramm, die sich immer lohnt: die Kehrwerte aller Ausgänge eines Marktes addieren. Liegt die Summe bei 1,05, ist der Markt eng gebaut. Liegt sie bei 1,12, zahlt man deutlich mehr für denselben Ausgang.
Für die Schweizer Verhältnisse kommt eine Besonderheit hinzu. Der Markt ist auf zwei Häuser begrenzt, zwischen denen ein Spielender wählen kann, und diese Wahl ist die einzige Stellschraube, die er bei der Marge hat. Bei ausländischen Marken gibt es mehr Vergleichspunkte — und keinen Schweizer Rechtsweg, wenn ein Punkt strittig wird. Der günstigere Preis ist also nicht automatisch das bessere Geschäft. Er ist der halbe Vergleich.
Und die Steuerseite gehört zur Bilanz, weil sie über den tatsächlichen Ertrag entscheidet. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der eidgenössische Schwellenwert liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Schwellenwert weicht davon ab, je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine typische Wette liegt weit unter diesen Werten: kein Einkommenssteueraufschlag und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Das ist allgemeine Information und keine Steuerberatung; für den eigenen Fall hilft der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
FAQ
Wie werden Wettquoten berechnet, und was gehört zur Marge?
Aus zwei Grössen: einer geschätzten Wahrscheinlichkeit für einen Ausgang und einem Aufschlag des Veranstalters. Für einen Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90 addieren sich die Kehrwerte auf 105,26 %, die Auszahlungsquote liegt bei rund 95 % und die Marge bei etwa 5 %.
Wie lässt sich aus der Dezimalquote die implizite Wahrscheinlichkeit ausrechnen?
Man nimmt den Kehrwert der Quote. Bei Quote 2.00 ergibt das 50 %, bei 1.50 rund 66,7 %, bei 4.00 genau 25 %. Die Summe dieser Werte über alle Ausgänge eines Marktes liegt über 100 %; die Differenz ist die Marge des Veranstalters.
Warum ändern sich Quoten vor einem Spiel und während einer Livewette?
Weil zwei Dinge sich bewegen: der Stand des Ereignisses selbst und das Geld, das auf die einzelnen Ausgänge fliesst. Ein Tor im laufenden Spiel verändert die Voraussetzungen, ein plötzlicher Zufluss auf eine Seite verändert das Buch des Anbieters. Beides schlägt sich sofort im Preis nieder.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote gerundet?
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Reihenfolge kostet im Einzelfall Rappen, über viele Wetten ein Muster.
Wie entsteht die Gesamtquote einer Kombiwette aus den Einzelquoten?
Sie ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Voraussagen mit 2.00, 2.00 und 2.00 ergeben 8.00. Das Multiplizieren vergrössert die Quote und verkleinert die Trefferwahrscheinlichkeit im gleichen Verhältnis: alle Voraussagen müssen eintreffen.
Wer legt bei Sporttip und Jouez Sport die Quoten fest, und wer beaufsichtigt das Angebot?
Die Quoten setzen die beiden Veranstalter selbst: Swisslos für Sporttip, die Loterie Romande für Jouez Sport. Die Aufsicht über das Angebot liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Die Zahl der zugelassenen Wettarten und Wettbewerbe steht in der Gespa-Liste.
Wie entsteht die Gesamtquote einer Kombiwette?
Sie ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Voraussagen mit 2.00, 2.00 und 2.00 ergeben 8.00. Das Multiplizieren vergrössert die Quote und verkleinert die Trefferchance im gleichen Verhältnis: Aus drei ausgeglichenen Spielen wird ein Schein, der nur dann zahlt, wenn alle drei eintreffen.
Quoten – seriosewetten
Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»
