League of Legends und die Schweizer Bewilligung – das Angebot, das nicht existiert

Updated Oktober 2026
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Ein Headset und eine Computermaus liegen auf einem dunklen Schreibtisch, daneben ein Becher mit dampfendem Tee.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben zu den beiden Schweizer Veranstaltern wurden gegen die Gespa-Aufsicht und die Veranstalter-Bewilligungen nach dem Geldspielgesetz geprüft.

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Es gibt eine Frage, die vor allen anderen beantwortet gehört, wenn du in der Schweiz auf League of Legends wetten willst: Wer nimmt die Wette überhaupt an? Die kurze Antwort ist unbequem für jeden, der auf der Suche nach einem sauberen, lokal bewilligten Angebot ist. Swisslos und die Loterie Romande sind die beiden Veranstalter, denen die Kantone Sportwetten überhaupt erlauben. Keiner von ihnen führt E-Sport. Nicht aus Nachlässigkeit, nicht weil der Markt zu klein wäre, sondern weil E-Sport auf der Liste der zugelassenen Sportarten gar nicht vorkommt. League of Legends ist kein Sport, den ein bewilligter Veranstalter anbieten darf.

Was das praktisch heisst, ist wichtiger als der Satz selbst. Jede Seite, die dir in der Schweiz LoL-Wetten anbietet, arbeitet ohne hiesige Bewilligung. Damit verschwindet ein ganzes Schutzpaket auf einmal: die geprüfte Identität, die selbst gesetzten Verlustlimiten, der Eintrag im Sperrregister, die steuerfreie Gutschrift. Und eine zweite Folge zeigt sich erst später, wenn es um Geld geht — bei der Auszahlung, beim Steuerformular, bei der Frage, an wen du dich wendest, wenn eine Wette strittig wird.

Die Bewilligungslage bei League of Legends in der Schweiz wirft grundlegende Fragen auf: Was bleibt von der Sportart, wenn man die regulatorischen Vorgaben ernst nimmt? Dieser Überblick beleuchtet die beiden bewilligten Veranstalter mit ihren Bedingungen und stellt acht ausländische Marken gegenüber, denen Schweizer Spielende im Alltag begegnen.

Die Grundlagen: League of Legends als Wettobjekt, verstanden

Wer erklären will, warum ein Land auf ein Spiel verzichtet, muss zuerst sagen, was das Spiel ist. League of Legends ist ein taktisches Teamspiel, in dem zwei Mannschaften aus je fünf Spielenden auf einer Karte um Ziele kämpfen, bis eine Basis fällt. Ein einzelnes Spiel läuft selten länger als 35 Minuten. Serien werden meist im Best-of-Three oder Best-of-Five entschieden, ein Abend kann also drei, vier Stunden dauern. Für den Wettmarkt ist genau das der interessante Punkt: viele kurze Ereignisse, dicht gedrängt, mit einem Ergebnis, das in einem klar abgegrenzten Zeitfenster feststeht.

Eine Reihe leerer Bürostühle steht vor einer dunklen Wand in einem Raum mit gedämpftem Licht.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Der Wettmarkt selbst liest sich nicht anders als in anderen Mannschaftssportarten. Es gibt einen Sieger-Markt, bei dem du auf den Gesamtausgang einer Begegnung setzt, und es gibt Handicap-Varianten, die eine Mannschaft mit einem Karten- oder Rundenvorsprung ansetzen. Dazu kommen Märkte über die Gesamtzahl der gespielten Karten, Märkte auf einzelne Spielabschnitte und Sonderwetten auf Ereignisse innerhalb einer Partie. Die Regelmässigkeit ist der Grund, weshalb Buchmacher überhaupt Märkte dazu aufsetzen: ein Format, das sich wiederholt, lässt sich sauber mit Quoten versehen. Ein Format, das es nicht tut, nicht.

Warum das in der Schweiz trotzdem nicht ankommt, hat nichts mit dem Markt zu tun. Es hat mit dem Rahmen zu tun, in dem Sportwetten hier stattfinden. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt, und beide dürfen nur anbieten, was auf einer behördlich geführten Liste steht. Diese Liste umfasst Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten — Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur unter bestimmten Bedingungen, Trainingsläufe nie. Eine E-Sport-Rubrik fehlt darin vollständig. Die Liste ist keine Übergangslösung, kein Ausbaustand, sondern ein geschlossener Katalog: Was nicht darauf steht, ist nicht bewilligungsfähig, und was nicht bewilligungsfähig ist, wird von keinem Schweizer Veranstalter angeboten.

Spielende merken das nicht an einem Verbotsschild, sondern an einer leeren Seite. Wer bei Sporttip oder Jouez Sport nach League of Legends sucht, findet nichts. Das ist keine Lücke im Programm, die beim nächsten Update geschlossen wird. Es ist die Mechanik selbst.

Ein zweiter Punkt gehört hierher, weil er regelmässig verwechselt wird. Die Liste der zugelassenen Wettarten führt keine Eckball- oder Kartenmärkte. Sie führt auch keine E-Sport-Sektion. Die Grenze verläuft also nicht zwischen «echtem» und «virtuellem» Sport, sondern zwischen dem, was ein Regulator als Sportart anerkennt und in seinen Katalog aufnimmt, und allem anderen. E-Sport steht auf der Seite der anderen.

Der Spielplan der Ligen und Weltturniere

Der Spielplan ist kein Geheimnis. Die regulären Ligen laufen über die Saison, es gibt Sommer- und Winterabschnitte, regionale Meisterschaften in Europa, Nordamerika und Asien, und am Jahresende ein Weltturnier, das die besten Teams zusammenführt. Der Kalender steht öffentlich, die Ansetzungen verschieben sich selten, und Live-Übertragungen erreichen ein Publikum, das in der Grössenordnung traditioneller Sportarten liegt.

Für die Frage, ob du darauf wetten kannst, ändert das nichts. Ein noch so gut getakteter Spielplan wird nicht dadurch zum zugelassenen Wettobjekt, dass man ihn kennt. Bei einem Veranstalter ohne Schweizer Bewilligung sind die Märkte vorhanden, und die Quoten stehen live zur Verfügung; bei einem bewilligten fehlen sie, weil die Liste sie nicht hergibt. Der Kalender ist die eine Hälfte der Sache, die Bewilligung die andere.

Interessant ist, was mit diesem Kalender bei einem ausländischen Anbieter passiert. Weil die Partien dicht liegen und die Übertragungen parallel laufen, ist die Versuchung gross, mitten in einer Serie nachzusetzen. Genau dort verschiebt sich der Einsatz vom vereinbarten Betrag zu dem, was gerade übrig ist. Die Limiten, die den Rahmen halten sollen, stehen auf einer Seite ohne Schweizer Bewilligung nicht.

Warum die bewilligten Veranstalter sich ausschliessen

Es wäre zu einfach, das als Rückständigkeit zu lesen. Die beiden bewilligten Veranstalter sind keine Sportwetten-Firmen mit einem Nebenangebot, sondern Lotteriegesellschaften mit einem öffentlichen Auftrag. Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten auf Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen; das Sportwetten-Angebot läuft unter dem Namen Sporttip. Die Loterie Romande veranstaltet ihr Gegenstück Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne. Zusammen mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschutz und 221 Mitarbeitenden ist das ein Vertriebsapparat, dessen Grösse in einem Verhältnis zum öffentlichen Zweck steht, nicht zu einem Wettprogramm.

Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Für 2025 hat Swisslos CHF 562 Mio. ausgeschüttet: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten selbst stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Ein Geschäftsmodell, das solche Beträge an Sportverbände weiterleitet, hat kein Interesse daran, sein Angebot um eine Sparte zu erweitern, die der eigene Katalog nicht kennt. Die Zurückhaltung ist kein Unvermögen, sondern die Konsequenz des Auftrags.

Die Rechtslage: Warum eine ausländische Bewilligung in der Schweiz nichts gilt

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Die Aufsicht führt die Gespa in Bern, nicht die ESBK — die ist für Casinos zuständig. Wer Sportwetten veranstalten will, braucht eine Veranstalterbewilligung und dazu eine Bewilligung pro Spiel, und beide gelten nur in der Schweiz. Genau darin liegt der Punkt, den viele missverstehen: Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst einem Land hat hier keine Wirkung. Sie existiert, sie kann in ihrem Herkunftsland sogar ordentlich sein, und für einen Streit in der Schweiz ist sie ein Blatt Papier.

Ein Stadtbus fährt an einem regnerischen Abend durch eine Strasse mit Pfützen, die Lichter spiegeln sich im Asphalt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei gedeckelt. Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Das sind nicht die bekanntesten, sondern die einzigen. Umgekehrt gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt: Die Gespa publiziert nur eine Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Das ist der entscheidende Unterschied zu einem Markt wie Deutschland, wo eine weisse Liste mehrere Dutzend Namen führt. In der Schweiz ist die Frage «bei wem darf ich wetten» mit zwei Namen zu beantworten, und dann ist sie zu Ende.

Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis zusätzlich den Aufenthalt im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wer in Zürich wohnt, kommt an Sporttip, aber nicht an Jouez Sport. Wer in Genf wohnt, umgekehrt. Das ist keine Willkür, sondern die Folge davon, dass jeder Veranstalter seinen eigenen Kantonsverbund bedient.

Was verlässt du mit einer Wette, die du bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung abgibst? Zunächst einmal die Schweizer Aufsicht. Bei einem bewilligten Veranstalter untersteht der Betrieb dem Geldspielgesetz, die Identität wird verifiziert, die Spielsperre greift, und die Behörde kann nachschauen. Bei einer ausländischen Seite gibt es keine Schweizer Aufsicht, keinen Anschluss an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Stakes und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden; die spielende Person wird nach schweizerischer Praxis nicht bestraft, aber das ist ein schwacher Trost, wenn das Geld weg ist. Fair-Play-Kontrollen, wie sie ein konzessionierter Betrieb vorhalten muss, gibt es dort nicht.

Dasselbe Bild bei der Zahlung. Bei einem bewilligten Veranstalter werden Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt. Bei einer Seite ohne Bewilligung ist die Zahlungsabwicklung deren eigene Sache. Wer sich ein Konto mit einer Kryptowährung auszahlen lässt, hat am Ende eine Transaktion, die auf kein auf seinen Namen lautendes Bankkonto führt — und das ist der Punkt, an dem später die Diskussion beginnt und meist schon verloren ist.

Ein Detail, das viele falsch erwarten: Die Schweiz hat kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenschemas Zahlungen an unbewilligte Wettseiten sperren. Was gegen solche Domains läuft, ist die Sperrliste der Gespa, und die wird von Schweizer Telekom-Anbietern über DNS durchgesetzt. Sie ist kein Betrugsverhinderungssystem, sondern eine Zugangssperre. Die Liste existierte erstmals am 3. September 2019, umfasste Ende 2025 671 Domains, und die Gespa nennt das Domain-Hopping als offenes Problem: gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Die Gespa führt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home an und nennt bet365 als auf der Liste stehend. Wer heute eine nicht erreichbare Adresse sieht, findet morgen eine andere.

Ehrlich gelesen heisst das: Beide Wege kosten etwas. Eine Wette ohne Schweizer Bewilligung bedeutet keine Schweizer Aufsicht, keinen Anschluss an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und eine ausländische Steuerlage. Eine Wette bei einem bewilligten Veranstalter bedeutet vollen Schutz, aber nur zwei Anbieter, einen geschlossenen Katalog an Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzbedingung und die Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist «die sichere Wahl» von Haus aus. Wer League of Legends spielen will, kann nicht beides haben.

Wie Gewinne aus der Schweiz besteuert werden

Hier wird eine Entscheidung sichtbar, die im Marketing nichts kostet und im Steuerformular viel. Gewinne aus einem schweizerisch bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei, und darüber hinaus fällt die Verrechnungssteuer von 35 % an, die der Veranstalter einbehält — wer die Gewinnsumme in der Steuererklärung deklariert, kann sie zurückholen. Der Schwellenwert des Bundes liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr betrug er CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht ab, «je nach Kanton», und ein typischer Wettergebnis liegt weit darunter. Für die ganz grosse Mehrheit gilt damit: kein Einkommenssteueranteil und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.

Ausländische Anbieter fallen nicht unter die Verrechnungssteuer, weil der Veranstalter sie nicht einbehalten muss. Das ist aber keine Steuerfreiheit. Die kantonale Praxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Wer also seine LoL-Wette über eine Marke ohne Schweizer Bewilligung laufen lässt, hat im Gewinnfall ein Steuerthema, das bei Sporttip schlicht nicht entsteht.

Und eine Sache gibt es in der Schweiz nicht, obwohl sie in Gesprächen ständig auftaucht: eine Wettsteuer auf den Einsatz. Wer eine Rechnung über «Sportwettensteuer» erwartet, sucht etwas, das nicht existiert. Konkrete Fragen zur eigenen Situation gehören trotzdem vor die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung, nicht in ein Wettportal.

Der Spielplan als Zugangsfrage, nicht als Auswahlfrage

Bei League of Legends fällt der Kontrast zu einem klassischen Sport besonders auf. Beim Fussball ist die Auswahl das Problem: viele Spiele, viele Märkte, viele Anbieter. Beim LoL ist die Auswahl auf der bewilligten Seite nicht klein, sie ist null. Was bleibt, ist die Frage, ob du dein Interesse woandershin verlagerst oder ob du eine Seite ohne Schweizer Bewilligung nimmst und die Schutzmechanismen selbst mitbringst. Das ist eine Entscheidung, die kein Anbieter für dich treffen kann, und keine Marketingseite wird sie so formulieren.

Verantwortung: Was fehlt, wenn die Bewilligung fehlt

Die Limiten sind in der Schweiz keine Kulisse. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der Aufsichtsrahmen verlangt vom Veranstalter, dass er überhaupt Limiten verlangt; die konkreten Zahlen sind die der Veranstalter.

Der 72-Stunden-Aufschub wirkt harmlos und ist der wichtigste Mechanismus im ganzen Paket. Er trennt den Entschluss von der Ausführung. Wer in einer Nacht mit mehreren Partien beschliesst, die Limite zu erhöhen, kann das abhaken und weiterspielen; die neue Zahl greift nicht. Die Bewilligung gibt dir also keinen Schutz vor dir selbst, aber eine Verzögerung. Siebenundsiebzig Stunden sind im Wettschein eine Ewigkeit.

Dasselbe Muster bei der Sperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und eine Aufhebung vor Fristablauf gibt es nicht. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Auf einer Seite ohne Schweizer Bewilligung existiert dieser Eintrag für dich nicht. Du kannst dich dort sperren lassen, sofern die Funktion vorhanden ist, und du kannst sie selbst wieder aufheben. Es gibt keine Instanz, die das prüft, und keine Wartezeit, die schützt.

Die Registrierung selbst ist die dritte Säule. Bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist unbequem, gemächlich, und es ist der Grund, weshalb ein Konto nicht in fünf Minuten entsteht. Genau dieser Aufwand ist es, den eine ausländische Seite dir erspart — und um den du dann ärmer bist.

Ein Konto pro Person mit geprüfter Identität, Mindestalter 18, keine Zulassung Minderjähriger im Online-Bereich: Das alles gilt für den bewilligten Betrieb. Es ist die Kehrseite der Bequemlichkeit.

Wenn am Telefon jemand fehlt

Ein Anruf bei einer Beratungsstelle ist bei einem bewilligten Veranstalter eine strukturierte Angelegenheit mit Verfahren. Ausserhalb läuft derselbe Anruf gegen eine Sitzung, die gar nicht weiss, was für ein Konto du hast. Fachstellen und Selbsthilfegruppen sind in der Schweiz erreichbar, unabhängig davon, wo du spielst. Sie können dein Verhalten einordnen, sie können keine Wette rückgängig machen, und sie können bei einem Veranstalter ohne Bewilligung keinen Eintrag vornehmen.

Nüchtern betrachtet ist das die teuerste Konsequenz des ganzen Themas, sichtbar nicht am ersten Abend, sondern nach ein paar Monaten.

Sport und Turniere: Was du an einem LoL-Kalender beobachten kannst

League of Legends lebt von einer Struktur, die sich wiederholt: regionale Ligen mit regulärer Saison, Playoffs, ein internationales Kräftemessen während des Jahres und am Ende das Weltturnier mit den besten Teams. Innerhalb einer Begegnung entscheidet kein einzelner Moment alles, sondern der Umgang mit Karten und dem Vorteil über die Spielzeit. Deshalb ist es bei dieser Sportart besonders wichtig, das Format der Wette zu kennen: Ein Markt über die Gesamtzahl der Karten ist ein anderer Markt als der Sieger-Markt, und ein Handicap setzt eine Mannschaft mit Vorsprung an statt sie nur zu bezeichnen.

Für Schweizer Spielende entscheidet allerdings nicht der Kalender, sondern der Katalog. E-Sport steht nicht in der Liste der zugelassenen Sportarten, also fällt der ganze Bereich bei den beiden bewilligten Veranstaltern weg — von der regionalen Liga bis zum Weltturnier. Das ist keine Bewertung der Sportart, sondern die Folge einer geschlossenen Liste.

Wer trotzdem ein Auge darauf werfen will, findet den Spielplan öffentlich, die Übertragungen laufen auf den üblichen Kanälen, und ein Blick auf die Setzliste eines Turniers erklärt mehr über die Quoten als jede Vorhersage. Wer aus dem Verlauf einer Saison eine sichere Partie ableitet, hat den Mechanismus nicht verstanden: Ein Marktpreis ist kein Versprechen.

Der Vergleich: Wie die Schweizer Wettanbieter einzuordnen sind

Bewilligte und nicht bewilligte Anbieter gehören in einem Schweizer Text in zwei getrennte Gruppen. In der ersten stehen die beiden Veranstalter, denen der Rahmens es erlaubt, Sportwetten anzubieten — mit ihrer Bewilligung, ihrem Gebiet und ihren Regeln. In der zweiten stehen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Sie werden beschrieben, weil Schweizer Spielende ihnen im Alltag begegnen, und jede wird mit demselben Massstab angesehen. Keine von ihnen ist «ohne Schweizer Bewilligung» mit der Note «trotzdem in Ordnung» versehen. Ohne Bewilligung heisst ohne Bewilligung, und keine Zeile dieses Textes soll dahin gelesen werden, dass eine dieser Seiten eine Zulassung für die Schweiz hätte.

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Betovo ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt
PowBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt
Betify ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt

Die Tabelle hat eine unangenehme Eigenschaft, und die ist beabsichtigt: In der Spalte zum ausländischen Teil steht achtmal derselbe Befund. Das ist kein Platzhalter. Es ist das Ergebnis. Wo eine andere Übersicht für jedes Portal eine Lizenzzeile mit Länderkürzel druckt, steht hier achtmal derselbe Satz, weil keine dieser Marken eine Bewilligung vorweisen kann, die in der Schweiz etwas bedeutet. Eine ausländische Bewilligung entfaltet nach dem Geldspielgesetz keine Wirkung hier. Ein Steckbrief mit einer hübschen Lizenznummer würde den Leser glauben lassen, es gebe hier etwas zu vergleichen. Es gibt nichts zu vergleichen: Die Zulassungsfrage ist entschieden, bevor ein Quotenvergleich beginnt.

Der interessantere Teil der Tabelle steht in den ersten zwei Zeilen — und dort liegt die eigentliche Zumutung dieses Themas. Die beiden einzigen Anbieter, bei denen ein Schweizer Spielender all das bekommt, was die Bewilligung verspricht, bieten League of Legends überhaupt nicht an. E-Sport fehlt im Katalog. Bewilligung und Gegenstand fallen also auseinander: Der eine Anbieter liefert den Schutz ohne das Spiel, die anderen das Spiel ohne den Schutz. Wer auf League of Legends wetten will, muss zwischen diesen beiden Hälften wählen, und die Wahl ist nicht schön.

Was die Marge über ein Angebot sagt

Ein Vergleich, der nur Namen und Bewilligungen aufzählt, sagt nichts darüber, was ein Anbieter vom Einsatz behält. Diese Zahl ist ausrechenbar, und bei einem Zwei-Weg-Markt, wie es der Sieger-Markt eines LoL-Spiels ist, geht es schnell. Nimm die Beispielquoten 1.90 auf beide Seiten — ausdrücklich eine Rechnung, kein abgelesener Preis. Der Kehrwert von 1.90 ist rund 0’526, zweimal genommen ergibt das etwa 1’053. Der Auszahlungsschlüssel liegt damit bei rund 95 %, und die Marge des Buchmachers gegen 5 % des Einsatzes.

Diese fünf Prozent sind keine Nebenbemerkung, sondern der Preis des Zugangs zum Markt. Bei 1.90 gegen 1.90 zahlst du ihn auf jeden Fall; wer die beiden Quoten so vorfindet, sieht ihn nicht, weil er in der Quote verschwindet. Und er schwankt. Stehen die Quoten bei 1.85, sinkt der Auszahlungsschlüssel auf rund 92,5 %, und die Marge wächst auf ungefähr 7,5 %. Stehen sie bei 1.95, geht der Auszahlungsschlüssel auf rund 97,4 % und die Marge unter 3 %. Bei vier Ausgängen — etwa einem Markt über die Gesamtzahl der gespielten Karten — gilt dieselbe Rechnung über alle vier Kehrwerte, und die Spanne wird breiter. Die Zahl ist also keine Konstante eines Anbieters, sondern das Ergebnis des konkreten Marktes, den du gerade vor dir hast: rund 2,6 % bis 7,5 % bei den Beispielen dieses Textes, je nachdem, wie die Quoten stehen.

Daraus folgt für die Praxis etwas Nützliches. Vergleiche zwei Anbieter nie über die Hauptwette, sondern über den Markt, den du tatsächlich spielen willst, und rechne den Kehrwert beider Quotenaddiert nach. Der Unterschied zwischen 1.85 und 1.90 je Seite ist pro Wette klein und über zwanzig Wetten gross.

Die Anbieter im Einzelnen

Zehn Karten, in der Reihenfolge der beiden Veranstalter zuerst und danach der Marken ohne Schweizer Bewilligung. Jede Bewertung ist die dieses Textes und keine Eigenschaft der Marke.

Swisslos Sporttip: das Schweizer Gegenangebot ohne League of Legends

Hier sitzt die Bewilligung, und hier endet die Spur. Sporttip ist das Sportwetten-Produkt der Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Es ist einer der beiden Veranstalter, welche die Kantone überhaupt zulassen.

Das Einzugsgebiet ist konkret. Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt — dem Swisslos-Vertragsgebiet. Wer dort wohnt, kommt an ein Konto; wer in der Westschweiz wohnt, nicht. Die Grenze verläuft nicht entlang der Sprachgrenze aus Bequemlichkeit, sondern entlang der Vereinbarung.

Sporttip setzt E-Sport nicht, weil es nicht darf. Wichtiger als die fehlende Rubrik sind die Bedingungen, die für alles andere gelten. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist eine Hausregel, keine staatliche Obergrenze.

Die Funktionsliste liest sich ordentlich. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Beim Kombiboost sind mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 nötig, und der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Anzahl auf 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn — online, limitiert in Einsatz und Gewinnerhöhung. Quotenboosts gelten online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, beide sind pro Person einmal nutzbar, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Bei Livewetten gilt das Ergebnis unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine Regel zu deinem Nachteil, und sie steht in den Bedingungen.

Was das Urteil angeht: Der Anspruch «vollständiger Schutz» hängt an einer Rubrik, die hier leer ist. Wer Sporttip für League of Legends sucht, findet nichts — und das ist keine Panne, sondern die Bewilligungsgrenze in ihrer Reinform. Die Bewertung lautet deshalb nicht «gut» oder «schlecht», sondern sie lautet: bewillingt und fürs kommende Turnier unbrauchbar.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Schluss, andere Kantone

Die zweite Hälfte desselben Doppelmonopols. Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Das ist ein Vertriebsnetz, das auf Schalter und Laufkundschaft gebaut ist.

Der Bewilligungsrahmen ist derselbe wie bei Sporttip: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel nach dem Geldspielgesetz, unter der Aufsicht der Gespa, und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Und der Katalog ist derselbe: die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, in der E-Sport fehlt.

Der praktische Unterschied für Spielende liegt im Gebiet. Wer in Genf, Lausanne oder Sitten wohnt, findet hier den Zugang, der in Zürich verschlossen ist; wer in Zürich wohnt, muss sich an Sporttip halten. Online ist ein Konto auf das eigene Gebiet beschränkt. Über die Sprachgrenze hinweg gibt es nichts zu vergleichen, deshalb steht in der Übersicht dieselbe Bewilligungszeile für beide — und dieselbe Leerstelle beim Thema dieses Textes. Ein Westschweizer LoL-Fan steht genau so ohne bewilligtes Angebot da wie einer in St. Gallen.

Betovo: eine Marke ohne Schweizer Bewilligung aus dem Ausland

Betovo führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung entfaltet nach dem Geldspielgesetz keine Wirkung in der Schweiz. Eine in der Schweiz gültige Bewilligung ist nicht festgestellt. Das Konto hängt nicht am Schweizer Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS gesperrt werden.

Über das Wettprogramm, die Limiten und die Auszahlungswege dieser Marke steht hier nichts, weil dazu nichts steht. Was ein Leser tun kann, ist ein Blick in die eigenen Bedingungen vor der ersten Einzahlung — und zwar in die Zahlungs- und Auszahlungsbedingungen, nicht in die Werbeseite.

Coolzino: ein Konto ohne Anschluss an das Sperrregister

Bei Coolzino liegt es gleich. Keine Schweizer Bewilligung, eine in der Schweiz gültige Bewilligung nicht festgestellt, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann über die Sperrliste blockiert werden.

Was das für die Sperre bedeutet, ist der Kern dieser Karte. Du kannst dich dort sperren lassen, wenn die Funktion da ist, und du kannst sie selbst wieder aufheben. Die Schweizer Sperre dagegen ist ein Eintrag in einem Register, der auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos gilt — und dieser Eintrag existiert bei einer Marke ohne Bewilligung nicht für dich.

PowBet: ein Portal, bei dem die Schweiz nicht mitzureden hat

PowBet arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage fällt unter denselben Befund: keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt. Damit fehlt die Schweizer Aufsicht, und damit fehlt auch die Möglichkeit, bei einem Streit eine hiesige Instanz anzurufen.

Interessant ist an dieser Karte weniger sie selbst als das Muster, das sie sichtbar macht. Wenn acht Anbieter denselben Bewilligungsstatus haben, ist der Status keine Eigenschaft mehr, sondern eine Kategorie. Die Kategorie heisst «ausserhalb». Innerhalb dieser Kategorie gibt es Unterschiede bei allem, was die Marke selbst regelt — Zahlungswege, Auszahlungszeiten, Limiten, Programm —, und diese Unterschiede sind es, die ein Leser in den eigenen Bedingungen nachschauen muss.

Betwinner: der Alltag eines Spielers ohne Schweizer Option

Betwinner hat keine Schweizer Bewilligung, eine in der Schweiz gültige Bewilligung ist nicht festgestellt, das Konto hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste kommen.

Wer bei einer solchen Marke ein Konto hält, hat faktisch zwei getrennte Welten: das Spielkonto, das der Anbieter selbst verwaltet, und die hiesigen Regeln, die dort nicht greifen. Das ist keine dramatische Feststellung, es ist eine buchhalterische: Es gibt niemanden in der Schweiz, der dein Verhältnis zu diesem Anbieter prüfen kann.

Betify: eine Marke mit demselben Bewilligungsbefund

Auch Betify führt keine Schweizer Bewilligung; eine hier gültige Bewilligung ist nicht festgestellt. Der Betrieb fällt nicht unter die Schweizer Aufsicht, das Sperrregister erreicht das Konto nicht, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg.

Wer eine Wette auf ein Turnier plant, sollte bei einer solchen Marke vorher klären, wie eine Auszahlung nach einem Gewinn tatsächlich läuft: auf welches Konto, in welcher Frist, unter welchen Bedingungen. Das lässt sich nur in den eigenen Bedingungen des Anbieters nachlesen. Die Frage ist im Gewinnfall entscheidend und in der Sekunde der Einzahlung noch abstrakt.

Jackbit: ausländisches Angebot, Schweizer Steuerfrage

Jackbit arbeitet ohne Schweizer Bewilligung, eine in der Schweiz gültige Bewilligung ist nicht festgestellt, kein Sperrregister-Anschluss, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Eintrag möglich.

Der Steuerpunkt gehört zu dieser Karte und nicht in eine Fussnote. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, weil der Veranstalter sie nicht einbehält — und die kantonale Praxis im Thurgau behandelt sie unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Bei einem bewilligten Veranstalter liegt der Schwellenwert des Bundes seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn, und darunter bleiben Gewinne steuerfrei. Der Unterschied wird nicht beim Setzen sichtbar, sondern im März.

Sportaza: ein Programm ohne Schweizer Aufsicht

Sportaza führt keine Schweizer Bewilligung. Eine hier gültige Bewilligung ist nicht festgestellt, die Aufsicht fehlt, das Sperrregister erreicht das Konto nicht, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann blockiert werden.

Was in einem solchen Betrieb fehlt, ist die Kontrolle darüber, dass die angebotenen Märkte und ihre Abrechnung sauber sind. Bei einem bewilligten Veranstalter gibt es dafür eine Aufsicht und Regeln zur Auswertung. Hier fehlt beides, und das ist kein Nebenaspekt, sondern der ganze Zweck einer Bewilligung.

BetAlright: die letzte Karte derselben Kategorie

BetAlright schliesst die Runde mit demselben Befund: keine Schweizer Bewilligung, keine in der Schweiz gültige Bewilligung festgestellt, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und ein Eintrag auf die Sperrliste bleibt möglich.

Wenn bei der letzten von acht Marken dieselbe Zeile steht wie bei der ersten, ist das die Antwort auf die Ausgangsfrage dieses Textes in ihrer knappsten Form. Es gibt für League of Legends in der Schweiz kein bewilligtes Angebot und mehrere unbewilligte.

Der Schluss

Es gibt bei diesem Thema nichts zu vergleichen, was den Namen Vergleich verdient hätte, und das ist der Befund. Die beiden Veranstalter, denen die Kantone Sportwetten erlauben, dürfen E-Sport nicht anbieten; die Marken, die es anbieten, stehen ausserhalb der Bewilligung. Eine LoL-Wette in der Schweiz ist damit immer eine Entscheidung gegen den hiesigen Schutzrahmen, und keine Quotentafel ändert daran etwas.

Wer trotzdem bei einer Marke ohne Bewilligung spielt, sollte die Punkte, die hier stehen, nicht als Warnung lesen, sondern als Liste: Wohnsitzfrage, Zahlungsweg, Auszahlungskonditionen, Limiten, eigene Verhaltensregeln. Das sind die Dinge, die bei einem bewilligten Veranstalter institutionell geregelt sind und hier von dir selbst kommen müssen.

Kleiner Rat zum Schluss, aus einem Grund, der hier oft untergeht: Bei 1.90 gegen 1.90 zahlst du jedenfalls rund fünf Prozent Marge. Stehen die Quoten bei 1.85, sind es etwa 7,5 %. Die Zahl unterscheidet sich je Markt und je Anbieter, und sie lässt sich in zwei Minuten nachrechnen — für ein Angebot zu League of Legends in der Schweiz, das keiner prüft, lohnt die Rechnung doppelt.

Häufig gestellte Fragen

Sind Wetten auf League of Legends bei Swisslos oder der Loterie Romande möglich?

Nein. E-Sport steht nicht auf der Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die für die beiden bewilligten Veranstalter massgebend ist. Damit fehlt League of Legends im Programm von Sporttip und Jouez Sport, und beide dürfen den Titel auch nicht nachträglich aufnehmen.

Was bedeutet es, dass E-Sport nicht auf der Liste der Gespa steht?

Die Liste zählt auf, worauf ein bewilligter Veranstalter Wetten anbieten darf. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten sind nur aufgeführt, wenn sie darin stehen; eine E-Sport-Rubrik fehlt vollständig. Was nicht auf der Liste steht, ist nicht bewilligungsfähig — für League of Legends heisst das: kein zugelassenes Wettobjekt.

Welchen Schutz bietet eine Schweizer Bewilligung, den eine ausländische Seite nicht bietet?

Die geprüfte Identität mit einem Konto pro Person, die verlangten Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, die Spielsperre mit Eintrag in einem schweizweiten Register und ein Auszahlungsweg auf ein Konto auf den eigenen Namen. Auf einer Seite ohne Schweizer Bewilligung fehlen Aufsicht, Sperrregister-Anschluss und Schweizer Rechtsweg.

Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung besteuert?

Sie unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, weil der ausländische Veranstalter sie nicht einbehält. Die kantonale Praxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Verbindliche Auskunft geben die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung.

Welche Verlustlimiten müssen bei einem Schweizer Veranstalter vor der ersten Wette gesetzt werden?

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip sind Limiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage ist zusätzlich möglich.

Was ist die Sperrliste der Gespa, und was bedeutet sie für Wettseiten aus dem Ausland?

Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter über DNS sperren; sie bestand erstmals am 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains. Gesperrte Domains werden laut Gespa innert Stunden ersetzt, weshalb die Sperre kein durchgehendes Hindernis ist.

Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»