Online NBA wetten in der Schweiz: Der Korb hängt tiefer, als die Werbung verspricht

Updated Oktober 2026
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Ein orangefarbener Basketball liegt auf dem Parkett einer leeren Halle unter hellem Flutlicht, die Tribünen sind dunkel.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen wurden gegen die Informationen der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und die veröffentlichten Spielregeln der beiden konzessionierten Veranstalterinnen geprüft.

Die National Basketball Association (NBA) hat 30 Teams, 29 aus den USA und eines aus Kanada (Toronto Raptors).

Die Schweizer Antwort auf die Frage nach dem günstigsten Einstieg ist unspektakulär: CHF 1. Beim Sporttip von Swisslos kostet eine Einzelwette mindestens einen Franken, und wer sich anmeldet, kommt an einer Limite nicht vorbei, die viele Ratgeber im Netz unterschlagen: Die Verlustlimite für 30 Tage lässt sich auf höchstens CHF 9’999 setzen, unter 21 Jahren auf CHF 1’000, und erhöhen lässt sie sich erst nach 72 Stunden. Ein Mindesteinsatz von einem Franken ist also kein Freibrief, sondern der Türgriff. Was dahinter liegt, ist die eigentliche Frage: nicht die Höhe des Einsatzes, sondern der Preis, der in jeder Quote steckt.

Über die NBA selbst sind die harten Zahlen rasch aufgezählt: 30 Teams, 29 aus den USA und eines aus Kanada, 82 Hauptrundenspiele pro Team, eine Tabelle nach Siegprozentsatz statt nach Punkten, acht Playoff-Plätze je Conference und Serien im Modus «Best of seven». Wer all das im Kopf hat, weiss noch nichts darüber, was ein Einsatz von CHF 50 auf ein Viertel-Feld eigentlich kostet. Und genau das ist der Kern dieses Themas.

Denn das Schweizer Sportwetten-Angebot ist eng. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Veranstalter, weil es keine gibt. Bei Swisslos und Loterie Romande läuft das Sportwetten-Geschäft als Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, und die Gespa publiziert keine Liste erlaubter Konkurrenz, sondern eine Sperrliste ausländischer Domains. Die folgende Einordnung beginnt deshalb nicht mit Versprechen, sondern mit dem Mechanismus, der aus einem Korbwurf und einer Zahl ein Geschäft macht.

Wette, Markt und Marge: was Quoten im Basketball ausdrückt

Quoten wirken wie Preise, sind aber Wahrscheinlichkeiten in Zahlen verpackt, und in Basketball entstehen sie schnell, weil ein Spiel in zwei Minuten kippen kann. Wer das durchschaut, liest eine Quote anders.

Eine Tramhaltestelle bei Regen in einer Altstadtgasse, das Kopfsteinpflaster glänzt und ein einzelner Regenschirm lehnt an einem Mäuerchen.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Siegwette, Handicap und Over/Under: drei Arten, dasselbe Spiel zu taxieren

Die Siegwette ist die einfachste Form. Eine Mannschaft gewinnt, die Wette zahl — fertig. Bezahlt wird nur die reguläre Spielzeit, ein Detail, das regelmässig überraschen dürfte: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, und Verlängerung oder Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf ausdrücklich hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Im Basketball heisst das konkret: Wer auf den Sieger einer Partie wettet, die in die Overtime geht, hat eine Wette auf 40 beziehungsweise 48 Minuten abgeschlossen und keine Sekunde mehr.

Das Handicap kippt die Saxe, indem es die Favoritin klein rechnet. Aus einem klaren Favoriten wird eine Wette mit Punktvorgabe, die Quote steigt, und das Risiko bleibt genau so hoch wie vorher. Es ist der eleganteste Trick der Branche: Man verändert nicht die Chance, man verändert die Rechnung, und die höhere Zahl sieht nach mehr aus.

Over/Under schliesslich ist eine Wette auf eine Punktezahl, nicht auf einen Sieger. Sie ist im Basketball die intellektuell ehrlichste der drei: Wer auf ein Spiel mit hohem Tempo setzt, kann richtig liegen, auch wenn er das Resultat falsch vorhersagt.

Der Preis, der in jeder Quote steckt

Nur zwei Zahlen stehen zur Verfügung, wenn eine Partie gewertet wird: Sieg oder Niederlage. Ich nehme deshalb an dieser Stelle eine schlichte Zwei-Weg-Partie zu je 1.90 als Rechenbeispiel — nicht als zitierte Marktquote, sondern als griffige Rechengrösse. Wer CHF 50 auf 1.90 setzt, bekommt bei richtiger Vorhersage CHF 95 zurück, also CHF 45 Gewinn. Klingt fair. Rechnet man den Quotenschlüssel aus — also 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes — kommt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) heraus, und das ergibt etwa 0.95. Der Auszahlungsanteil liegt damit bei rund 95 % und die Marge bei ungefähr 5 %. Der Auszahlungsanteil ist der Teil aller Einsätze, den dieser Markt wieder auszahlt; die Marge ist der Rest und bleibt beim Veranstalter. Anders gesagt: Bei einer Quote von 1.90 auf beiden Seiten zahlt man für die Unterhaltung rund fünf von hundert Franken — als Anteil aller Einsätze im Markt, nicht als Aufschlag auf die einzelne Wette. Das ist der Durchschnitt über viele Wetten, keine Garantie für die eine.

Verschieben sich die Quoten auf 1.80 und 2.10 — ein einseitig getippter Markt, wie er bei NBA-Spielen mit Verletzungsmeldungen ständig entsteht —, dann steigt die Marge, und mit ihr der Preis für alle, die weiterspielen. Der Mechanismus ist unspektakulär: Die Buchmacherin muss sich gegen einseitige Einsätze absichern, und sie tut das über die Quote, nicht über ihr Portemonnaie.

Kombiwette, Systemwette und «Boost»: wo der Einsatz verschwindet

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem Gesamtpreis, und aus völlig normalen Auswahlwetten wird ein Produkt mit hoher Quote und winziger Trefferwahrscheinlichkeit. Der Aufschlag der Buchmacherin wird bei jedem weiteren Bein mitmultipliziert.

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung ausschliesslich über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt das Unternehmen eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann es die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Quoten- und Profitboosts sind das Marketing bei der Arbeit. Quotenboosts gelten bei Sporttip nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro wettende Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung begrenzt, und wer vorher den Cash-Out zieht, verliert den Boost. Ein Boost ist also kein Geschenk, sondern ein Rabatt auf einen sehr kleinen Einkauf.

Was den Preis zusätzlich treibt: Limiten, Cash-Out und die Grenzen des Angebots

Beim Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Das sind keine Zahlen für Profis; das sind Zahlen, die ein Freizeitkonto sauber halten und grossen Spielern die Luft nehmen. Und die Höchstgrenze gilt nicht fest: Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Nimmt man die Limite als das, was sie ist — eine Obergrenze, die sich jederzeit verschieben darf —, dann relativiert sich das ganze Gerede über hohe Einsätze von selbst.

Der Cash-Out ist das praktischere Instrument, und er hat einen Preis, der nicht in der Quote steht. Bei Sporttip ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab, und Swisslos kann ihn jederzeit ändern. Eine Garantie, dass überhaupt ein Cash-Out angeboten wird, besteht für keinen Markt. Die Einschränkung, die in der Praxis am härtesten ist: Cash-Out gibt es nur bei Online-Wetten und nur als vollständige Auszahlung, ohne Teilauszahlung; ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer also hofft, bei einem knappen Rückstand in der zweiten Halbzeit noch ein paar Franken zu retten und den Rest weiterlaufen zu lassen, hat sich das Instrument falsch vorgestellt.

Livewetten sind bei Sporttip zulässig, ohne dass die Übertragung eine Rolle spielt: Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Zwei Regeln kommen live aber erst zur Geltung: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Freistoss, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. In einem Sport, in dem in neunzig Sekunden zwölf Punkte fallen können, ist dieser Satz die praktischste Regel des ganzen Programms. Der Wettende glaubt, mit dem Bildschirm zu reagieren; das Bild auf dem Bildschirm ist aber immer schon älter als die Partie.

An dieser Stelle soll es nicht darum gehen, wie sich die nächste Ausgabe ausgeht. Wer eine Vorhersage braucht, wird hier keine finden, und das ist keine Zurückhaltung, sondern die einzige saubere Haltung: Niemand weiss, wer gewinnt.

Grundlagen der NBA: Conference, Hauptrunde, Play-in, Playoffs

Die NBA hat 30 Teams, 29 aus den USA und eines aus Kanada — die Toronto Raptors —, aufgeteilt in die Western und die Eastern Conference mit je 15 Teams und je drei Divisionen. Diese Zweiteilung ist für die Wette wichtiger, als sie aussieht, denn der Spielplan ist nicht ausgewogen: Ein Team aus der Western Conference trifft seine 14 Konferenzkollegen häufiger als die Gegner aus der Eastern Conference. Eine Bilanz ist deshalb nie ein reines Qualitätsmass, sondern immer auch ein Kalenderergebnis.

Ein Basketballkorb von unten gesehen, darüber eine Hallendecke mit Scheinwerfern und Stahlträgern.
In der NBA bestreitet jedes Team 82 Hauptrundenspiele; die Tabelle richtet sich nach dem Siegprozentsatz, nicht nach Punkten.

In der Hauptrunde bestreitet jedes Team 82 Spiele, und die Tabelle richtet sich nach dem Siegprozentsatz, nicht nach Punkten. Wer zwei Ergebnisse vergleichen will, rechnet also mit Verhältniszahlen und nicht mit einem Punktestand. In die Playoffs kommen aus jeder Conference die besten acht Teams, und alle Serien werden im Modus «Best of seven» gespielt. Seit der Saison 2020/21 ermitteln die Plätze 7 bis 10 in einem Play-in-Turnier die letzten beiden Playoff-Plätze — ein Format, das dem April ein paar Tage zusätzlicher Varianz schenkt und jede Wette auf eine Endplatzierung nervöser macht, als sie vorher war.

Die letzte abgeschlossene Saison, die Saison 2025/26, dauerte vom 21. Oktober 2025 bis zum 12. April 2026, mit 82 Spielen pro Team. Das Play-in-Turnier fand vom 14. bis 17. April 2026 statt, die Playoffs begannen am 18. April 2026. Die New York Knicks gewannen die Finals mit 4:1 gegen die San Antonio Spurs und holten ihren dritten Titel; Finals-MVP wurde Jalen Brunson. Den NBA Cup 2025, ausgetragen vom 1. November bis 16. Dezember 2025, gewannen ebenfalls die Knicks, mit 124:113 im Finale gegen dieselben Spurs. Zum wertvollsten Spieler der Hauptrunde 2025/26 wurde Shai Gilgeous-Alexander gewählt, die beste Bilanz hatten die Oklahoma City Thunder mit 64 Siegen und 18 Niederlagen. Rekordchampion bleiben die Boston Celtics mit 18 Titeln.

Historisch geht die Liga auf die Basketball Association of America zurück, die am 6. Juni 1946 gegründet wurde; ihren heutigen Namen erhielt sie am 3. August 1949 nach der Übernahme der NBL. Solche Jahreszahlen sind hübsch für die Tabelle und irrelevant für die Quote — ausser an dem Punkt, an dem ein Wettprogramm sie als Langzeitwette verkauft.

Warum die Marktauswahl in der Schweiz kleiner ist als im Netz

Im Schweizer Sportwetten-Geschäft sind nur Sportereignisse erlaubt: keine Politik, kein Wetter, keine Fernsehsendung. Das erlaubte Angebot ist ausserdem eine geschlossene Liste — die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa, in der Fassung vom 10. September 2026, gestützt auf Art. 25 des Geldspielgesetzes und Art. 29 der zugehörigen Verordnung. Diese Liste kennt keine Eckball- und keine Kartenmärkte und führt keine Esport-Sektion. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe gibt es gar nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Für die NBA-Praxis heisst das: Das Wettprogramm folgt der Liste, nicht dem Marketing. Wer im Netz ein Dutzend exotischer Basketballmärkte mit Spielerstatistiken sieht, sollte nicht annehmen, dass dieselbe Breite bei einem Schweizer Veranstalter steht. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, wenn der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das Geldspielgesetz selbst schränkt Livewetten nicht auf bestimmte Märkte ein. Diese Offenheit ist der eigentliche Reiz der Sporttip-Livewette und zugleich ihr teuerster Teil.

Vergleich der Anbieter: zwei mit Bewilligung, acht ohne

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Plattformen nach einer Frage, die hier alles andere überstimmt: Wer darf überhaupt Sportwetten in der Schweiz veranstalten? Die Angaben zur Bewilligung folgen den Schweizer Rechtsgrundlagen und den veröffentlichten Unterlagen der Anbieter.

Plattform Schweizer Bewilligung Bewilligung oder Angabe des Anbieters
Swisslos Sporttip Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz (SR 935.51), Aufsicht Gespa Sportwetten als Grossspiel; Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz (SR 935.51), Aufsicht Gespa Sportwetten als Grossspiel; Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
BassBet Nein — ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung des Anbieters nicht erstellt; hat in der Schweiz keine Geltung
Funbet Nein — ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung des Anbieters nicht erstellt; hat in der Schweiz keine Geltung
Bettilt Nein — ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung des Anbieters nicht erstellt; hat in der Schweiz keine Geltung
MyStake Nein — ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung des Anbieters nicht erstellt; hat in der Schweiz keine Geltung
Coolzino Nein — ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung des Anbieters nicht erstellt; hat in der Schweiz keine Geltung
bet365 Nein — ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung des Anbieters nicht erstellt; hat in der Schweiz keine Geltung; steht auf der Sperrliste der Gespa
20Bet Nein — ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung des Anbieters nicht erstellt; hat in der Schweiz keine Geltung
BetOnRed Nein — ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung des Anbieters nicht erstellt; hat in der Schweiz keine Geltung

Zwei Zeilen mit «Ja» und acht mit «Nein» — der Vergleich ist damit im Wesentlichen entschieden, und die Zahlen dahinter sagen nur, warum. Die acht ausländischen Plattformen sind nicht deshalb schlechter programmiert; sie stehen nur ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung. Praktisch bedeutet das: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rückgriff, ein ausländisches Steuerregime ohne Netz und doppelten Boden und Domains, die auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS blockiert werden können. Gestützt auf die Artikel 86 bis 93 des Geldspielgesetzes veröffentlicht die Gespa diese Liste; die erste Fassung stammte vom 3. September 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockiert wird dynamisch: Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa Domain-Hopping nennt und als Beispiel Interwetten und Bet-at-Home anführt — und in derselben Liste erscheint bet365.

Für einen Schweizer Wettenden heisst das nicht, dass von den zehn eine unbesorgte Wahl übrig bleibt. Wer sein Konto in der Westschweiz eröffnet, kann das nicht bei Swisslos tun, und wer im Wallis wohnt, kommt mit dem Sporttip-Vertragsgebiet nicht weiter. Und wer bei einem der acht ausländischen Anbieter sein Konto führt, hat faktisch nichts von den Schutzmechanismen, die hierzulande vorgeschrieben sind. Keine der beiden Seiten ist «die sichere» von sich aus. Was auf der einen Seite geschützt ist, ist auf der anderen offen.

Zulassung und Recht: Veranstalterbewilligung, Vertragsgebiet, Sperrliste

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Die Rechtsbegriffe sollte man an dieser Stelle ernst nehmen: Im Gesetz heisst es Bewilligung, nicht Lizenz; eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel sind nötig (Art. 21 bis 25 BGS), und eine Bewilligung «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Der Nettoertrag geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Der erste ist Swisslos mit dem Produkt Sporttip; die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip läuft in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Der zweite ist die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 der Verordnung zum Geldspielgesetz) — und in der Praxis Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Zur Online-Registrierung bei Swisslos gehören mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und ein Konto pro Person. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Zwei Verkaufsstellen für 2’350 Westschweizer Standorte zeigen die Grössenverhältnisse: Der eine Veranstalter arbeitet mit einem Vertragsgebiet von zweiundzwanzig Kantonen und einem Fürstentum, der andere mit sechs Kantonen.

Wer sein Glück trotzdem bei einem Auslandanbieter sucht, hat es mit dem Strafrecht zu tun, ohne selbst bestraft zu werden. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden selbst werden nicht bestraft (so die Haltung des Bundesamts für Justiz), aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fair-Play-Kontrolle. Damit ist auch die Frage der Krypto-Wetten beantwortet: Sporttip und Jouez Sport zahlen Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers aus (Art. 50 Abs. 2 der Verordnung), und Kredite an Spielende sind unzulässig (Art. 75 Abs. 1 BGS). Ein anonymes oder in Krypto ausgezahltes Guthaben gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten-Geschäft nicht.

Verlustlimiten, Spielsperre und wo es Hilfe gibt

Die Limiten kommen von den Spielenden selbst, nicht vom Staat: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen (Art. 87 der Verordnung). Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung ist nach Gesetz erst nach 24 Stunden möglich, und Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein staatlich fixierter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht — wer im Netz das Gegenteil liest, liest eine Verwechslung mit ausländischen Regelungen.

Vor der ersten Teilnahme beim Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 für 30 Tage, unter 21 Jahren bei CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage festlegen.

Der Hinweis auf den Unterschied zwischen einer Limite und einer Sperre fehlt in fast jeder Anleitung. Eine Limite bremst. Eine Spielsperre schliesst aus. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem Schweiz weiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Sperrsystem reicht über das Sportwetten-Geschäft hinaus, und genau deshalb ist es das wirksamste Werkzeug, das ein Spielender in der Hand hat. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt (Art. 80 bis 82, Art. 81 BGS; Art. 84 der Verordnung). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 der Verordnung). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen; wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Sporttip-Konto erfordert eine verifizierte Identität und ein Konto pro Person (Art. 47 bis 52 der Verordnung).

Wer am schnellen Punktewechsel im Basketball hängt, ist übrigens genau die Zielgruppe der Livewette — und die, die eine Verlustlimite am ehesten ausreizt. Ein Tageslimit von CHF 200 sieht grosszügig aus, bis man im Kopf durchrechnet, wie viele Viertel in einem Abend passen.

Beim Verkauf an Verkaufsstellen ist die Kontrolle übrigens nicht lückenlos: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist keine Randnotiz, sondern der Grund, warum Limiten im eigenen Konto mehr wert sind als jede Zusage am Tresen. Wer merkt, dass die Limite nicht mehr hält, findet Unterstützung bei einer kantonalen Fachstelle oder einem Hausarzt und kann die Spielsperre selbst einleiten; verpflichtend ist das nicht, aber es ist der einzige Mechanismus, der sofort greift.

Steuern: wann ein NBA-Gewinn steuerfrei bleibt

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — und die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Steuerfreibetrag liegt beim Bund ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), und der kantonale Freibetrag unterscheidet sich davon: je nach Kanton also, nie eine einzige kantonale Zahl. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird.

Wer mit einem Einsatz von CHF 20 auf eine Quote von 2.10 gewinnt, liegt so weit unter jedem Freibetrag, dass die Frage akademisch ist: kein Einkommenssteuerabzug, keine Verrechnungssteuer. Auch bei einer grösseren Kombiwette bleibt man in der Regel darunter.

Ein Punkt wird dabei regelmässig vermischt: Es gibt in der Schweiz keine Wettsteuer auf Einsätze. Wer eine solche Abgabe behauptet, beschreibt ein anderes Land.

Bei Gewinnen von ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür greift die kantonale Steuerpraxis — im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständiges Einkommen behandelt. Wer im Ausland spielt, sollte deshalb nicht nur den Rechtsdurchgriff mitdenken, sondern auch die Steuererklärung im nächsten März. Das ist allgemeine Information und keine Steuerberatung; für die eigene Situation ist die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung die richtige Adresse.

Wie eine NBA-Prognose entsteht — und was sie nicht wert ist

Eine Prognose entsteht aus Form, Verletzungslage und Spielstatistik. Das ist die ganze Methode in einem Satz, und mehr ist es auch bei den grossen Portalen nicht. Die Kunst liegt nicht im Finden einer sicheren Vorhersage, sondern im Abschätzen, ob die angebotene Quote die eigene Einschätzung überhaupt bezahlt.

Nimmt man ein fiktives Spiel, bei dem ein Team ohne seinen Center antritt, ändert das den Quotenschlüssel nicht, aber die Einschätzung der Chancen. Eine Quote von 1.90 auf einen Sieg bedeutet, dass die Buchmacherin dieser Ausgangslage eine Wahrscheinlichkeit von etwas über der Hälfte zuschreibt, wenn die Marge mitgerechnet wird. Liegt die eigene Einschätzung deutlich darüber, ist die Wette ein Wert-Tipp; liegt sie darunter, spielt man gegen sich selbst. Der Begriff «Value-Bet» beschreibt genau diesen Vergleich zwischen gefühlter Wahrscheinlichkeit und angebotener Quote — und nichts anderes. Es ist keine Wette, die gewinnt, sondern eine Wette, deren Preis besser ist als die eigene Schätzung.

Ein Value-Tipp bleibt eine Schätzung. Aus «die Quote ist besser als mein Gefühl» folgt nicht «ich gewinne», sondern nur «dieser Preis ist für mich interessant». Wer den Unterschied nicht akzeptiert, verwechselt eine Rechnung mit einer Vorhersage. Und ein Tipp, der garantiert sicher ist, existiert nicht — nicht auf einer Website, nicht in einem Abo. Es gibt keine Strategie, die den Wert einer Kombination aus gleichen Einzelwetten zurückholt.

Die beste Strategie ist deshalb eine unbequeme: den Einsatz so wählen, dass sein Verlust den Abend nicht ruiniert, die Quote mit der eigenen Erwartung vergleichen und vor allem akzeptieren, dass Wetten kein Einkommen sind. Wer mit Sportwetten ein monatliches Ergebnis erzielen will, braucht einen Vorteil, den fast niemand hat — und die Buchmacherin sitzt immer am selben Tisch. «Nur ein kleiner Einsatz» ist die Zauberformel, die jede Rechnung übersteht; jeder Einsatz über dieser Grenze ist ein Vorhaben, das vom Zufall bezahlt werden soll, und der bezahlt unzuverlässig.

Die zehn Plattformen im Einzelnen

Die Reihenfolge der folgenden Beurteilungen folgt dem Vergleich oben: zuerst die beiden Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, danach die acht ausländischen Plattformen. Bewertet wird nach demselben Massstab, und die ausländischen Angebote werden beschrieben und beurteilt, nicht empfohlen.

Swisslos Sporttip: die Limite ist strenger als die Konkurrenz, die sie nicht hat

Swisslos Sporttip ist einer von zwei Veranstaltern, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen. Die Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019, und die Spiele laufen unter dem Namen Sporttip. Als bevilligungspflichtiges Grossspiel steht das Angebot unter der Aufsicht der Gespa.

Der eigentliche Verkaufsvorteil ist die Limitenarchitektur. Zwischen CHF 1 und CHF 1’000 bei Einzel- und Kombinationswetten, bis CHF 10’000 bei Systemwetten: Das ist das Gegenteil der üblichen Praxis, die mit einer hohen Höchstgrenze wirbt und den Anfänger damit ins offene Messer laufen lässt. Ein Wettender weiss bei Swisslos von Anfang an, dass der Schaden pro Wettschein begrenzt ist. Und selbst diese Grenzen sind nicht in Stein gemeisselt — Swisslos kann sie jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite nimmt es nicht an.

Zum Preis gehört auch hier die Marge, und die steht nicht in der Ankündigung. Über den Quotenschlüssel liegt der Auszahlungsanteil eines ausgewogenen Zwei-Weg-Marktes bei 1.90/1.90 rechnerisch bei etwa 95 %, die Marge also bei rund 5 % — der Durchschnitt über viele Wetten, kein Schicksal der einzelnen Wette.

Wer sein Konto in einem Kanton des Vertragsgebiets führt und ausschliesslich auf Sportereignisse aus der Liste der bewilligten Wettarten setzt, bekommt einen Rahmen, in dem Verluste nicht überraschen. Wer dagegen eine breite Basketball-Marktabdeckung sucht, wird von der geschlossenen Liste ausgebremst. Beides ist dieselbe Eigenschaft des Produkts, von zwei Seiten betrachtet: Der Schutz ist der Verzicht.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Rahmen, sechs Kantone statt zweiundzwanzig

Die Loterie Romande ist der zweite Veranstalter mit Schweizer Bewilligung; sie bietet Jouez Sport für die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura an. Ihr Sitz ist die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Rechtlich ist es derselbe Typ: Ich beschreibe hier das Geschäft mit den bewilligten Grossspielen, wie es das Geldspielgesetz vorgibt — für die Details des Geldes, der Limiten und der Sperren ist der Abschnitt zu Limiten, Spielsperre und Hilfe der richtige Ort.

Die Limitenregeln sind für beide Veranstalter dieselben: Senkungen greifen sofort, Erhöhungen warten 72 Stunden, und der staatliche Rahmen kennt 24 Stunden. Ein Westschweizer Kanton mit Verkaufsstellendichte in jedem Hauptort und nur einer Online-Plattform ist ein eigentümliches Angebot: Wer dort wohnt, kann wechseln, aber nicht ausweichen.

Reizvoll ist Jouez Sport für ein Publikum, das in einer Filiale eine Frage stellen will und nicht ein Callcenter anruft. Der Nachteil ist derselbe wie beim Sporttip: enge Liste, klare Limiten. Wer in Genf oder Lausanne ein Konto führt und nur ab und zu auf ein NBA-Spiel setzt, hat alles, was er braucht. Wer mehr Märkte will, will etwas, das die Schweiz nicht anbietet.

BassBet: beschrieben, nicht empfohlen

BassBet ist ein ausländischer Anbieter, der in der Schweiz ohne Bewilligung auftritt. Die Veranstaltung von Sportwetten braucht in der Schweiz eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung; welche Bewilligung BassBet vorweist, ist hier nicht erstellt. Ein ausländisches Bewilligungsdokument hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS).

Zwei Dinge folgen daraus, und es sind die einzigen, die hier mit Sicherheit sagbar sind. Erstens: BassBet ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, wer selbst gesperrt ist, wird nicht automatisch ferngehalten. Zweitens: Es gibt keinen Schweizer Rückgriff — weder eine Aufsichtsbehörde noch ein Gericht in der Schweiz ist die richtige Adresse, wenn eine Auszahlung nicht ankommt. Was das im Alltag heisst, beschreibt der Abschnitt zur Zulassung mit den Artikeln 86 bis 93 BGS und der Sperrliste ausführlicher: Domains ausländischer Anbieter können dort landen und über Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockiert werden.

Über das Wettprogramm, die Quoten, die Zahlungswege und die Limiten dieses Anbieters lässt sich hier nichts Sicheres sagen, und nichts davon wird erfunden. Wer BassBet dennoch prüft, findet die eigenen Bedingungen auf der Website des Anbieters und sollte dort nach dem Zahlungskonto, nach der Limite und nach dem Bewilligungsvermerk suchen, statt es darauf ankommen zu lassen.

Funbet: der Preis des fehlenden Rückgriffs

Funbet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Zwei Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten, und Funbet gehört nicht dazu. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung, mag sie im Ausland noch so hübsch gedruckt sein.

Der Unterschied zu einem bewilligten Angebot liegt nicht in der Benutzeroberfläche. Er liegt darin, was passiert, wenn etwas schiefgeht: kein Sperrregister, das einen selbst ausbremst, kein Rückgriff bei Streitigkeiten über eine Auszahlung, und im schlimmsten Fall ein Verfahren gegen den Anbieter, in dem Einsätze und Gewinne eingezogen werden können (Art. 130 BGS). Der Wettende selbst wird nicht bestraft, aber er trägt das Risiko allein. Für einen Betrag, der einem wehtut, ist das keine gute Struktur. Für einen Fünfliber Abendunterhaltung mit vollem Wissen um diese Lage bleibt es eine Geschäftsbeziehung ohne Netz.

Wer bei Funbet dennoch ein Konto führt, sollte vor dem ersten Einsatz die Auszahlungsbedingungen lesen und keine Guthaben stehen lassen. Das ist keine Empfehlung, sondern die einzige Vorsichtsmassnahme, die ohne Schweizer Aufsicht überhaupt übrig bleibt.

Bettilt: was ein Konto im Ausland an Schutz kostet

Bettilt hat keine Schweizer Bewilligung, und deshalb beginnt die Einschätzung mit einer Typologie statt mit einer Produktbeschreibung: ausländischer Anbieter, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss an das Schweizer Sperrsystem, kein Rückgriff nach Schweizer Recht. Eine Bewilligung dieses Anbieters ist hier nicht erstellt.

Wer in einem ausländischen Angebot ein Konto führt, verliert nicht nur den administrativen Rückhalt, sondern auch die Verlässlichkeit, die ein bewilligtes Produkt mitbringt: feste Limiten, dokumentierte Regeln und eine Stelle, die Beschwerden entgegennimmt. Wo diese Struktur fehlt, entscheidet die Buchmacherin allein, wann eine Wette gilt und wann nicht — in der Schweiz ist die Frage der Gültigkeit Gegenstand der sportlichen Regeln des Veranstalters, die bei Swisslos öffentlich in den Spielregeln steht.

Über die konkreten Bedingungen von Bettilt lässt sich hier nichts sagen; wer sie prüfen will, liest auf der Plattform selbst nach, welche Bewilligung genannt wird, wer die Auszahlung abwickelt und wie die Wette im Streitfall behandelt wird.

MyStake: dieselbe Bewilligungslücke, andere Zahlversprechen

MyStake tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Da zwei Veranstalter die Sportwetten veranstalten dürfen und MyStake keiner davon ist, fehlt dem Angebot die Grundlage, die hierzulande überhaupt eine Aufsicht nach sich zieht.

Die interessante Frage bei diesem Anbieter ist nicht, welche Quoten er anzeigt, sondern wohin das Geld fliesst und wie es zurückkommt. In der Schweiz dürfen Gewinne und Guthaben ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt werden; anderswo sind andere Wege üblich. Das ist genau der Punkt, an dem ein bequemer Zahlungsweg zum Risiko wird: Wer über Wege einzahlt, die keine Spur zu einer Person hinterlassen, kann bei Streitigkeiten auch nichts nachweisen.

Ein Wettender, der MyStake trotzdem nutzt, sollte sich dieser Konstruktion bewusst sein und nur Beträge riskieren, deren Verlust verkraftbar ist. Für grössere Einsätze ist ein bewilligtes Angebot die nüchternere Wahl — nicht weil es besser quotiert, sondern weil es einen Namen hat, den man belangen kann.

Coolzino: eine Casino-Plattform und die Trennung der Bewilligungen

Coolzino ist ein ausländischer Anbieter und in der Schweiz ohne Bewilligung. Eine Besonderheit ist an dieser Stelle wichtig: Casino und Sportwetten sind zwei verschiedene Bewilligungen, und eine Casino-Limite ist keine Wettlimite. Wer eine Casino-Bewilligung irgendwo auf der Welt für sein Sportwetten-Geschäft hält, verwechselt zwei Regime.

Daraus folgt für das Vorgehen: Der Name einer Plattform sagt nichts über das Produkt, das sie in der Schweiz anbieten darf, und sie darf hier gar nichts veranstalten. Der Schweizer Weg führt über eine Bewilligung nach Art. 21 bis 25 BGS, und die hat Coolzino nicht.

Was diese Plattform an Sportwetten anbietet und zu welchen Bedingungen, lässt sich hier nicht beurteilen. Wer sich die Mühe machen will, prüft zuerst, ob auf der Seite eine Bewilligung mit Namen und Nummer genannt ist, und liest dann die Auszahlungsregeln — in dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt.

bet365: der Name ändert nichts an der Sperrliste

Dass bet365 ein bekannter Name ist, macht ihn in der Schweiz nicht bewilligt. Der Anbieter tritt hier ohne Schweizer Bewilligung auf, und im Unterschied zu den übrigen acht ausländischen Plattformen dieses Vergleichs ist er namentlich auf der Sperrliste der Gespa geführt. Domains auf dieser Liste werden von Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS blockiert.

Die Sperrliste ist kein Verzeichnis von Verbrechern und auch keine Gewähr dafür, dass eine Plattform unseriös ist — sie hält fest, wer in der Schweiz nicht veranstalten darf, und macht es technisch schwer, doch hinzugelangen. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt; die Gespa nennt diesen Vorgang Domain-Hopping und führt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele. Wer sich mit einem Anbieter einlässt, der auf diese Weise um die Sperre herumarbeitet, hat den Beweis für die Regel schon in der Hand: Es gibt einen Grund, warum der Weg versperrt wurde.

Für ein Konto mit grösseren Bewegungen ist bet365 damit keine Option mit Schweizer Netz, und die Sperrliste ist der beste Anlass, gar nicht erst anzufangen. Nur wer es vorzieht, seine Wetten bei einem ausländischen Anbieter zu platzieren, findet hier Gründe, das nicht zu tun.

20Bet: ohne Bewilligung bleibt die Rechnung dieselbe

20Bet ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Damit gilt, was für jede der acht ausländischen Plattformen gilt: Organisation und Durchführung von Sportwetten brauchen in der Schweiz eine Bewilligung (Art. 21 bis 25 BGS), ein ausländisches Dokument hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS), und die Aufsicht durch die Gespa endet an der Grenze.

Die Rechnung, die eine Bewilligung aufwiegt, geht nicht auf. Ein ausländischer Anbieter kann höhere Quoten anbieten, breitere Basketball-Märkte zeigen und mehr Zahlungswege öffnen — das ist der Köder. Ihm gegenüber steht der Verlust des Rückgriffs, des Sperrregisteranschlusses und der Steuertransparenz, und bei einem Streit über einen vierstelligen Betrag sind das keine Nebenbedingungen mehr.

Wer dennoch spielt, sollte kleine Beträge wählen und keine Gewinne stehen lassen. Wer mehr als Freizeitgeld riskiert, für den ist die bewilligte Variante die einzige, bei der die Rechnung aufgeht.

BetOnRed: Prüfliste statt Anleitung

BetOnRed tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf und ist nach Art. 4 BGS hier nicht zugelassen; eine Bewilligung dieses Anbieters ist nicht erstellt, und eine solche hätte in der Schweiz ohnehin keine Geltung.

Statt einer Anleitung gehört an diese Stelle eine Prüfliste, und die ist bei allen acht gleich. Erste Frage: Welche Bewilligung, mit welcher Nummer und von welcher Behörde, wird auf der Plattform genannt? Zweite Frage: Wer nimmt die Auszahlung vor, und auf welches Konto? Dritte Frage: Was passiert, wenn eine Wette strittig ist — wohin wendet man sich? Vierte Frage: Ist die Domain auf der Sperrliste der Gespa geführt; die Liste ist öffentlich und aktuell.

Wer diese vier Fragen für einen Anbieter nicht beantworten kann, hat den Anbieter nicht geprüft. Das ist der ganze Rat, und er gilt unabhängig davon, wie gut die Quoten aussehen.

Die Anbieterwahl mit einem Rechenbeispiel unterlegten

Wer die Preislogik dieses Themas verstehen will, muss mit einer Zahl rechnen, und die schönste ist die langweiligste: der Auszahlungsanteil eines Marktes. Bei einem Basketballspiel mit zwei Ausgängen und Quoten von je 1.90 auf beiden Seiten ergeben die Kehrwerte 0’526 und 0’526; die Summe liegt bei 1’052, und der Quotenschlüssel ist der Kehrwert davon, also 1 ÷ 1’052 = 0.9506, gerundet rund 0.95. Das ergibt einen Auszahlungsanteil von etwa 95 % und eine Marge von rund 5 % — als Durchschnitt über viele Wetten, nicht als Zuschlag auf jede einzelne.

Was das für die Wahl des Anbieters bedeutet, ist einfacher, als die Zahlen vermuten lassen: Bei einem bewilligten Veranstalter sind die Limiten hart und die Regeln öffentlich, bei einem ausländischen Anbieter sind die Quoten vielleicht besser, aber niemand garantiert, dass sie es bleiben, oder dass eine Auszahlung ankommt. Die Marge wird in beiden Fällen bezahlt; bei einem Schweizer Veranstalter ist der grösste Teil des Preises die Limite — also der Betrag, den man nicht verlieren kann. Für einen kleinen Einsatz ist das ein guter Deal. Für ein Einkommen ist es keiner.

Häufige Fragen zu NBA-Wetten in der Schweiz

Dürfen in der Schweiz überhaupt Wetten auf NBA-Spiele platziert werden, und bei wem?

Ja. Sportwetten sind hier ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, und die Kantone haben die Veranstalterzahl auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich; ein Wohnsitznachweis und eine verifizierte Identität sind Voraussetzung.

Was ist von Krypto-Wetten auf die NBA bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung zu halten?

Im bewilligten Schweizer Angebot gibt es sie nicht: Gewinne und Guthaben dürfen nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausgezahlt werden, und Kredite an Spielende sind verboten. Angebote mit Krypto-Einzahlung kommen von ausländischen Plattformen ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister und ohne Schweizer Rückgriff.

Wie wird aus Einsatz und Quote der Gewinn berechnet, und was bedeutet die Marge?

Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote: CHF 50 auf 1.90 ergeben CHF 95, davon CHF 45 Gewinn. Die Marge ist der Teil, den der Markt nicht zurückzahlt. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 macht sie rund 5 % aus — als Durchschnitt über alle Einsätze dieses Marktes, nicht als Abzug auf dem einzelnen Wettschein.

Was ist ein Value-Bet, und warum ist kein NBA-Tipp sicher?

Ein Value-Bet ist eine Wette, deren Quote über der eigenen Wahrscheinlichkeitsschätzung liegt. Das macht sie interessant, nicht gewonnen. Form, Verletzungslage und Statistik liefern nur eine Schätzung, und jede Quote wird von einem Unternehmen mit einem Vorteil gestellt; ein garantiert sicheres Spiel gibt es nicht.

Wie funktionieren Verlustlimiten und die Spielsperre, bevor eine erste Wette möglich ist?

Beim Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Limiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die 30-Tage-Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre ist etwas anderes: Sie sperrt den Zugang, eine unbefristete Sperre wird schweizweit registriert.

Wie wird ein NBA-Gewinn besteuert, und was bedeutet der Steuerfreibetrag je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen bleiben bis zum Steuerfreibetrag steuerfrei; beim Bund liegt er ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, und die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht.

Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»