Systemwetten-Rechner für die Schweiz: Rechnen ja, sicher gewinnen nein

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein Taschenrechner liegt neben einem Bleistift und einem karierten Blatt mit handgezeichneten Kurven auf einem hellen Holztisch.

Stand: Oktober 29, 2026 — geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport sowie gegen die Bewilligungen im Geldspielgesetz und die Aufsicht der Gespa.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Systemwetten-Rechner ist ein Taschenrechner mit Anspruch. Er nimmt eine Handvoll Quoten, verteilt einen Einsatz und spuckt Zahlen aus, die auf dem Wettschein nirgends stehen. Was er nicht ausspuckt, ist die Antwort auf die Frage, die einen vor dem Klick auf «Wette platzieren» beschäftigt: ob der Einsatz noch zum Budget passt. Genau dort liegt die Rechnung, die niemand für Sie macht.

Wer in der Schweiz auf Sportwetten setzt, hat es mit einer Besonderheit zu tun, die es in kaum einem anderen Markt gibt. Zulässig sind nur Ereignisse und Wettarten, die auf der gültigen Liste der Gespa stehen, und anbieten dürfen sie ausschliesslich die beiden berechtigten Veranstalter. Wer eine Systemwette mit acht Voraussagen plant, plant sie also nicht bei einem von fünfzig internationalen Anbietern, sondern bei Swisslos oder bei der Loterie Romande — und rechnet mit Einsatzgrenzen, die dort deutlich niedriger liegen, als die Zahl der Kombinationen vermuten lässt.

Veranstalter Bewilligungsstatus Veranstalterin bzw. Bewilligungsgrundlage
Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51; Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51; Aufsicht Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne
Duelbits ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung; Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa stehen
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung; Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa stehen
Bettilt ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung; Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa stehen
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung; Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa stehen
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung; Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa stehen
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung; Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa stehen
Betify ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung; Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa stehen
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung; Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa stehen

Diese Tabelle ordnet ein, was in der Schweiz überhaupt erlaubt ist, und sie macht die wichtigste Zahl des ganzen Themas sichtbar: zwei. Innerhalb der Schweiz gibt es keine Bestenliste mit zehn gleichrangigen Anbietern, weil es keine zehn bewilligten Anbieter gibt. Die acht ausländischen Marken stehen hier, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen — in Suchergebnissen, in Werbebannern, in Foren. Keine von ihnen verfügt über eine Schweizer Bewilligung, und keine ist mit den beiden Veranstaltern auf eine Stufe zu stellen. Ob eine Marke einem Sperrantrag der Gespa zum Opfer fällt, entscheiden nicht ihre Quoten, sondern eine Liste, die die Aufsicht führt.

Bevor es an die Arithmetik geht, ein Wort zur Haltung dieses Textes: Ein Rechner ist ein Werkzeug, und Werkzeuge lügen nicht, solange man sie richtig einsetzt. Manche Erwartungen, die rund um «System» und «sicher» wachsen, halten der Rechnung nicht stand. Das lässt sich zeigen, ohne die Zahlen zu verbiegen.

Systemwetten verstehen: Einzelwetten, Kombinationen und der Sprung im Einsatz

Eine Wette ist entweder eine einzelne Voraussage oder ein Bündel. Die Einzelwette setzt alles auf ein Ereignis. Die Kombiwette verlangt, dass alle ihre Voraussagen eintreffen — dafür multiplizieren sich die Quoten. Die Systemwette ist der Versuch, aus diesem Entweder-Oder auszubrechen: Sie erklärt eine Reihe von Voraussagen zur Grundlage und spielt mehrere Kombinationen daraus gleichzeitig, sodass ein einzelner Fehlgriff die Gesamtwette nicht zerstört. Was auf den ersten Blick nach Risikostreuung klingt, ist zuerst einmal eine Vervielfachung des Einsatzes, denn jede dieser Kombinationen wird einzeln bezahlt.

Ein Basketball ruht auf dem polierten Parkett einer leeren Halle, Nachmittagslicht fällt durch hohe Fenster.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Das ist die Stelle, an der ein Rechner unverzichtbar wird und an der die meisten ihn zu spät benutzen. Bei einer 3-aus-4-Systemwette entstehen vier Dreierkombinationen. Wer CHF 5 pro Kombination einsetzt, hat am Ende CHF 20 auf dem Wettschein stehen — viermal so viel wie beim Blick auf die erste Zeile vermuten lässt. Der Höchsteinsatz bei Sporttip liegt für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Die Systemwette darf also formal zehnmal so viel kosten wie eine Kombiwette; die Zahl der Teilwetten wächst dabei aber nicht linear mit dem Einsatz, sondern mit dem gewählten System.

Wovon ein Systemrechner ausgeht

Ein Systemwetten-Rechner arbeitet mit drei Eingaben: der Zahl der ausgewählten Voraussagen, der Grösse der Kombinationen, die daraus gebildet werden sollen, und dem Einsatz pro Kombination. Daraus leitet er ab, wie viele Teilwetten entstehen, wie hoch die Summe der Einsätze ist und welche Quotenkonstellation in welchem Fall welchen Teilgewinn erzeugt. Für den Anfang ist eine gerade Linie hilfreich: Ein 2-aus-3-System enthält drei Zweierkombinationen, ein 3-aus-4-System vier Dreierkombinationen, ein 3-aus-5-System zehn Dreierkombinationen. Wer den Einsatz pro Kombination verdoppelt, verdoppelt auch die Gesamtsumme.

Ein gepflegter Tennisplatz im Morgengrauen, über der Grundlinie hängt leichter Nebel und die Bänke am Rand sind leer.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Ein Punkt, den Systemrechner im Netz gern unterschlagen: Nicht jede Voraussage lässt sich beliebig bündeln. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann der ganze Wettschein für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Ein Rechner, der zwei Märkte desselben Spiels ahnungslos in ein System packt, produziert dann eine Zahl, die nie zur Auszahlung kommt.

Wo der Rechner aufhört und die eigene Entscheidung beginnt

Ein Rechner kann rechnen. Er kann einem nicht abnehmen zu entscheiden, ob ein System überhaupt zum eigenen Vorhaben passt. Drei Voraussagen als 2-aus-3 zu spielen, heisst: Jede Zweierkombination wird bezahlt, auch wenn die dritte Voraussage daneben liegt. Die Kosten dafür stecken im Einsatz pro Kombination, den man selbst festlegt. Wer für dieselben drei Voraussagen eine Dreierkombi spielt, bekommt bei Erfolg die höchste Quote, verliert aber alles, sobald eine einzige Zeile reisst. Das System kauft Fehlertoleranz, und bezahlt wird sie an der Kasse — mit dem dreifachen Einsatz. Ob diese Versicherung den Preis wert ist, ist eine Frage an das eigene Budget, nicht an den Algorithmus.

Diese Überlegung hat eine praktische Seite, die gerade im Systemspiel häufig unterschätzt wird. Jede Teilwette ist eine eigene Wette mit eigenem Verlustrisiko. Wer bei vier Voraussagen ein 3-aus-4-System wählt und zwei davon falsch liegen, verliert trotz des Systems die gesamte Summe, weil dann keine einzige Dreierkombination vollständig ist. Der Puffer, den ein System schafft, ist ein Puffer gegen einen einzigen Fehler, nicht gegen eine schlechte Runde.

2026 als Systemspieler in der Schweiz: was die Gespa-Liste zulässt und wer anbieten darf

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und stehen unter der Aufsicht der Gespa in Bern. Die Aufsicht ist nicht die ESBK, die nur Casinoangelegenheiten beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung und gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und deshalb fragt man bei Systemwetten nicht nach der schönsten App, sondern nach dem Kanton, in dem man wohnt.

Swisslos führt seine Sportwetten unter dem Namen Sporttip durch. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in Genf wohnt, kann sich kein Sporttip-Konto eröffnen; wer in Zürich wohnt, kein Jouez-Sport-Konto. Diese Grenze ist keine Bequemlichkeit, sondern eine Folge des Aufbaus: Jeder Veranstalter deckt sein Gebiet, und beide zusammen decken das Land.

Die geschlossene Liste der Ereignisse und Wettarten

Nicht alles, was eine Quote trägt, darf in der Schweiz auch angeboten werden. Die zulässigen Ereignisse und Wettarten stehen auf einer Liste der Gespa (Fassung vom 9. September 2026), die auf Artikel 25 des Geldspielgesetzes und Artikel 29 der Verordnung zurückgeht. Gewettet wird ausschliesslich auf Sportereignisse — auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen keine Wette. Qualifikationsrunden stehen nur dann zur Verfügung, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Rangierungswetten gibt es nur, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, und auf Trainingsläufe wird nicht gewettet. Die Liste enthält weder Eckball- noch Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Für den Rechner heisst das: Die Zahl der Märkte, die sich überhaupt zu einem System bündeln lassen, ist kleiner als das Wettprogramm internationaler Anbieter vermuten lässt. Wer eine Systemwette über fünf verschiedene Märkte desselben Spiels plant, stösst in der Schweiz schnell an die Grenze des Angebots. Livewetten sind erlaubt — vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter über die entsprechende Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Cash-Out bleibt demgegenüber Sache des einzelnen Veranstalters und ist nicht reguliert.

Ausländische Bewilligungen: warum sie hier nichts bedeuten

Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Die Spielenden selbst werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Aufsicht führt eine Sperrliste ausländischer Domänen, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre blockieren; die erste Liste stammt vom 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domänen. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home, ausserdem steht bet365 auf der Liste.

Sporttip ist bei den beiden Veranstaltern zu Hause und ausserhalb davon nirgends: Wer eine Bewilligung bei Swisslos hat, kann sie nicht bei einem Anbieter im Ausland nutzen, und wer ein ausländisches Konto führt, geniesst keinen Schweizer Schutz. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern im Rahmen: bewilligt heisst geschlossene Ereignisliste, Wohnsitzvoraussetzung, Identitätsprüfung und Anschluss an das Sperrregister. Ausländisch heisst: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an dieses Register, kein Schweizer Rechtsweg — und steuerlich die kantonale Praxis. Weder das eine noch das andere ist per se «die sichere Wahl». Das ist keine Beruhigungsformel, sondern die einzige ehrliche Beschreibung einer Lage mit zwei ungleichen Hälften.

Sporttip Limiten, Sperren und Mindesteinsatz

Innerhalb der bewilligten Schweiz gibt es keine staatliche Einzahlungsobergrenze. Limiten setzen die Spielenden selbst. Das ist kein Detail am Rand, sondern der Grund, warum der Gesamteinsatz einer Systemwette eine Frage ist, die niemand anders für einen beantwortet.

Wer sich bei Swisslos online registriert, braucht mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die 72 Stunden sind die interessanteste Zahl in diesem Absatz. Gesetzlich verlangt die Verordnung bei einer Erhöhung 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer an einem Freitagabend beschliesst, seine Verlustlimite für das Wochenende zu erhöhen, kommt damit nicht durch. Diese Wartezeit ist keine Schikane, sondern eine eingebaute Bedenkzeit — und sie wirkt gegen genau die Stimmung, in der Systemwetten geplant werden, nämlich nach einer Serie von Fast-Treffern.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne dass die Sperre vor Ablauf der Frist aufgehoben werden kann. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Von Gesetzes wegen erfasst die Spielsperre überschuldete und suchtgefährdete Personen sowie die Selbstsperre, und eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an der Verkaufsstelle für streng hält, hat diese Zahl nicht gesehen.

Mindesteinsatz und Höchsteinsatz bei Sporttip

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1. Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Die beiden Zahlen stehen im Vergleich zueinander in einem Verhältnis von eins zu zehn, und das ist für Systemspieler die eigentliche Nachricht: Der Veranstalter erlaubt beim System das Zehnfache dessen, was eine einzelne Kombiwette kosten darf. In Verbindung mit der Zahl der Teilwetten ergibt sich daraus ein Einsatzvolumen, das bei anderen Wetten nicht einmal in die Nähe der Limite kommt. Wer CHF 10’000 als Systemwette platziert und auf sechs Dreierkombinationen verteilt, setzt pro Kombination deutlich weniger als die CHF 1’667, die man bei flüchtigem Rechnen annimmt, aber die Gesamtsumme bleibt derselbe vierstellige Betrag. Eine Sporttip-Wette ist in der Schweiz kein grosses Geschäft — verglichen mit den Summen, die ausländische Anbieter auf Systeme zulassen, ist sie es schon gar nicht.

Jouez Sport setzt bei den Westschweizer Veranstalterinnen andere Akzente: Der Mindesteinsatz beträgt online CHF 2, an Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Für Sportwetten steht nach Auffassung der ESTV ein Steuerfreibetrag zur Verfügung: Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei und werden erst darüber besteuert, wobei der Bund für 2026 einen Betrag von CHF 1’071’000 nennt und für 2025 CHF 1’070’400; der kantonale Freibetrag weicht davon ab, es gilt also «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen typischen Wettschein mit einem Gewinn im dreistelligen Bereich stellt sich die Frage nicht: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, doch die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles Einkommen. Wer das für sich klären will, fragt eine Steuerberaterin oder die kantonale Steuerverwaltung.

Wettschein-Rechner: Quote, Kombinationsquote und was am Ende ausgezahlt wird

Jede Quote enthält eine Marge. Der Quotenschlüssel — in der Marktsprache auch Auszahlungsquote — gibt an, welchen Anteil aller Einsätze ein Markt an die Wettenden zurückzahlt, und die Marge ist die Differenz zu 100 %. Bei zwei Ausgängen mit den Quoten 2.10 und 1.85 liegt der Quotenschlüssel bei 1 ÷ (1/2.10 + 1/1.85), also knapp unter 98 %, und die Marge dementsprechend etwas über 2 %. Diese Zahlen stehen in keiner Quotenzeile. Sie sind eine Eigenschaft des Marktes, und sie sind der Grund, warum ein System, das viele Kombinationen desselben Marktes bündelt, den Quotenschlüssel vervielfacht. Wer drei Kombinationen mit je 98 % Auszahlungsquote spielt, bekommt nicht 98 % zurück, sondern 0,98 × 0,98 × 0,98.

Gesamtquote und Teilgewinne eines Systems

Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Gesamtquote einer Kombination entsteht durch Multiplikation der Einzelquoten — aus 1.50, 2.00 und 2.50 wird 7.50. Bei einer Systemwette bildet der Rechner aus denselben Voraussagen mehrere solcher Produkte und zeigt für jedes an, was es bei Erfolg zurückzahlt.

Hier lässt sich die Rechnung einmal sauber durchspielen, weil sie der Kern des Themas ist. Angenommen werden drei illustrative Auswahlen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 und ein Einsatz von CHF 1 pro Linie — als Beispiel, nicht als zitierte Quote. Die Dreierkombination aus allen drei Auswahlen hat die Gesamtquote 7.50 und zahlt bei drei Treffern CHF 7.50 zurück, bei einem Nettoertrag von CHF 6.50. Die drei Zweierkombinationen haben Gesamtquoten von 3.00, 3.75 und 5.00 und zahlen je CHF 3.00, CHF 3.75 und CHF 5.00 zurück. Wer alle drei Auswahlen als 2-aus-3-System mit CHF 1 pro Linie spielt, hat CHF 3 Einsatz gebunden. Treffen zwei der drei Auswahlen, kommt genau eine der drei Linien durch, und die Rückzahlung liegt je nach Paar bei CHF 3.00, CHF 3.75 oder CHF 5.00, also in einer Bandbreite von CHF 3 bis CHF 5 — das ist brutto, der Einsatz von CHF 3 ist darin noch nicht abgezogen. Das ist der ganze Spannungsbogen des Systemspiels: zwei von drei Voraussagen richtig, und das Ergebnis pendelt zwischen einem kleinen Nettoverlust, einem Nullsummengeschäft und einem kleinen Nettogewinn, abhängig davon, welches Paar trifft.

Wird der Einsatz auf CHF 5 pro Linie erhöht, wächst jeder dieser Beträge mit: CHF 15, CHF 18.75 und CHF 25 brutto bei CHF 15 Gesamteinsatz. Die Bandbreite wird absolut grösser, ihr Verhältnis zum Einsatz bleibt identisch. Genau darum ist die Wahl des Einsatzes pro Linie die eigentliche Entscheidung und die Höhe der Quoten nur die zweite.

Die Rundung, die den kleinen Einsatz trifft

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Reihenfolge klingt nach einem Detail aus der Buchhaltung. Für Systemspieler ist sie handfest.

Bei CHF 1 Einsatz und einer Quote von 2.10 rechnet sich ein Bruttobetrag von CHF 2.10, der ohne Verlust durch die Rundung kommt. Bei einer Quote von 2.13 ergibt derselbe Einsatz CHF 2.13, und nach der Abrundung auf 5 Rappen bleibt CHF 2.10 übrig — drei Rappen, die in der Rechnung stehen und im Wallet fehlen. Wer zehn Linien eines Systems mit je CHF 1 spielt, hat zehnmal diese Rundung. Sichtbar wird das in der Praxis meist bei Systemen mit vielen kleinen Linien: Aus CHF 3.75 werden CHF 3.75, aus CHF 3.74 werden CHF 3.70.

Wie die reguläre Spielzeit gerechnet wird, gehört zur selben Kategorie von Fragen. Bei Sporttip umfasst sie die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein System über Märkte, die man «bis zum Ende» liest, kann also an einer Verlängerung scheitern, die in der eigenen Kopfrechnung nicht vorkam.

Und eine Regel, die Systeme empfindlicher trifft als Einzelwetten: Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Eine abgesagte Voraussage fällt in einem System also nicht heraus, sondern rechnet mit 1.00 weiter — die Zahl der Linien und der gebundene Einsatz bleiben gleich, nur die mögliche Rückzahlung sinkt.

Vergleich: Systemwetten, Einsatzgrenzen und Auszahlungsregeln der Veranstalter

Wer in der Schweiz ein System plant, wählt zwischen zwei Häusern. Das ist keine Bestenliste, sondern ein Vergleich zweier Anbieter, die unterschiedlichen Einwohnern offenstehen und mit unterschiedlichen Obergrenzen arbeiten.

Sporttip Jouez Sport
Konto offen für Wohnsitz im Swisslos-Vertragsgebiet (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), Tessin, Liechtenstein Wohnsitz in FR, GE, JU, NE, VD oder VS
Mindesteinsatz CHF 1 (Einzel- und Kombinationswette) CHF 2 online, CHF 3 an Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples
Höchsteinsatz CHF 1’000 (Einzel- oder Kombinationswette), CHF 10’000 (Systemwette) CHF 500 (Einzel- und Kombiwette); ein Wettschein mit Multiples höchstens CHF 7’500 gesamt
Höchstgewinn — CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen
Umfang einer Kombination — 2 bis 10 Voraussagen; Quote mindestens 1.10, höchstens 100’000
Verlustlimiten Pflicht vor erster Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage, Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000; Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden Limiten nach Gesetz; Erhöhung nach 72 Stunden gemäss eigenen Bedingungen
Selbstsperre produktbezogen 1 bis 180 Tage; unbefristete Sperre im schweizweiten Register Limiten und Sperren gemäss eigenen Bedingungen
Auszahlung von Guthaben zweimal pro Jahr kostenlos auf ein Konto auf den eigenen Namen, ab der dritten Auszahlung gegebenenfalls 3 % Kommission —
Cash-Out Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, nur online, nur vollständig —

Die Spalte mit den Höchstgewinnen ist die einzige, in der ein Haus eine Zahl zeigt und das andere keine: Jouez Sport begrenzt den Gewinn einer Einzel- oder Kombiwette auf CHF 300’000 und alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000. In einem System mit vielen Linien ist diese zweite Zahl die entscheidende, denn sie addiert die Linien. Wer weiss, dass seine Systemwette im Erfolgsfall über eine Million Franken einbringen könnte, weiss auch, dass das bei diesem Veranstalter nicht passieren wird.

Interessanter als die Spitze ist der Fuss: Bei Jouez Sport sind CHF 500 der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette, bei Sporttip CHF 1’000 — und bei Swisslos CHF 10’000 für eine Systemwette. Wer sein System über viele Linien streut, wird dort langsamer an die Grenze stossen als in der Westschweiz. Umgekehrt darf ein Wettschein mit Multiples bei der Loterie Romande insgesamt bis CHF 7’500 Einsatz enthalten, was wiederum ein Volumen eröffnet, das die einzelne Kombination nicht zulässt.

Zwei Regeln verdienen einen zweiten Blick, weil sie im Alltag wirken und nicht in der Tabelle stehen. Bei Jouez Sport muss die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen — wer also eine lange Kette aus lauter kurzen Quoten baut, kann die Obergrenze erreichen, bevor das System überhaupt rechnet. Und bei Sporttip sind die Limiten ausdrücklich jederzeit ohne Angabe von Gründen änderbar; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer sein System am Rand der Limite baut, baut auf einem Wert, der sich verschieben darf.

Cash-Out im System und sein Preis

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

In einem System ist dieser Mechanismus besonders unhandlich, weil es keine Teilauszahlung gibt: Man kann nicht die eine Linie schliessen, die schon durch ist, und die anderen laufen lassen. Entweder alles oder nichts. Wer glaubt, er könne mit Cash-Out das Risiko eines Systems «managen», muss ausserdem wissen, dass der angebotene Betrag unter dem liegt, was der Wettschein bei regulärem Ausgang zahlt — die Differenz ist der Preis der Bequemlichkeit, und Swisslos muss diesen Service nicht für jede Wette anbieten.

Abgerundet wird das Bild durch die Frage, wann das Geld ankommt. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen. Das Guthaben selbst wird per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart bietet Swisslos unter anderem PostFinance Pay an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Für den Systemspieler ist die Drittauszahlungs-Regel die eigentliche Fussangel. Wer einmal etwas gewinnt und sich das Geld auszahlen lässt, kommt nach einer Weile an den Punkt, an dem die Kommission greift. Das ist kein Grund, auf die Auszahlung zu verzichten — aber ein Grund, den Betrag nicht in fünf kleinen Tranchen abzuholen.

Sporttip und Jouez Sport im Vergleich: unsere Bewertung

Bewertet werden hier die beiden Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, danach acht Marken ohne Schweizer Bewilligung, die Schweizer Spielende antreffen. Alle zehn werden nach denselben Kriterien eingeordnet: Bewilligungsstatus, Einsatzgrenzen, Auszahlungsregeln und die Frage, was ein Systemspieler dort tatsächlich erwarten kann.

Sporttip: das Systemspiel mit der höheren Einsatzdecke

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Haus sitzt hinter einer geschlossenen Ereignisliste, aber innerhalb dieser Liste lässt es beim System deutlich mehr durch als bei einer einzelnen Kombiwette: CHF 10’000 gegenüber CHF 1’000.

Sporttip ist zudem das Haus, dessen Systemwetten ausdrücklich in den Kombiboost einbezogen sind. Der Boost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Das ist die eine Stelle im Schweizer Angebot, an der ein System rechnerisch mehr einbringt als die Summe seiner Linien. Wer die Stufen ansieht, erkennt die Botschaft: Der Sprung von vier auf sieben Voraussagen bringt mehr als der von sieben auf zehn, und für die höchste Stufe braucht es eine Kette, die im Schweizer Marktumfeld kaum noch zu bündeln ist. Abseits des Systems gelten Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Anmeldung und Auszahlung sind gründlich geregelt: Registrierung nur mit Ausweiskontrolle und Wohnsitz im Vertragsgebiet, Auszahlungen ausschliesslich auf ein Konto auf den eigenen Namen, zweimal pro Jahr ohne Kommission. Die Kehrseite der Gründlichkeit ist, dass der Systemspieler mehr Regeln im Blick behalten muss: abhängige Ereignisse nur mit der Bet-Builder-Funktion, abgesagte Voraussagen mit Quote 1.00, Gewinne nur in Eigenverantwortung geltend zu machen — nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung verfallen sie zugunsten des Zwecks der Swisslos, und eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer meint, ein liegen gebliebener Wettschein warte einfach, sollte diese Frist kennen.

Das Urteil: Beim Rechnen mit Systemen das flexibelste Angebot des Landes — die zehnfache Einsatzdecke und der Kombiboost sind echte Vorteile, und wer in Zürich oder Bern wohnt, hat ohnehin keine Alternative. Der Preis dafür ist eine Registerführung, die den Systemspieler nie aus der Verantwortung für die eigene Rechnung entlässt.

Jouez Sport: tiefere Obergrenzen, klare Gewinndeckel

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Das Verkaufsstellennetz ist die Zahl, die diesen Anbieter von seinem Gegenstück unterscheidet: Wer in der Westschweiz eine Systemwette physisch abgeben will, hat dafür mehr Orte als jemand in Zürich.

Die Regeln für Kombinationen sind knapp und prüfbar: 2 bis 10 Voraussagen, Mindestquote 1.10, Höchstquote 100’000, Höchsteinsatz CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten. Der Mindesteinsatz liegt online bei CHF 2, an Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn je Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Für einen Systemspieler ist die Spalte der Höchstgewinne wichtiger als die der Höchsteinsätze. Eine Systemwette ist, mathematisch betrachtet, eine Sammlung von Kombinationen — wie die Loterie Romande solche Sammlungen in ihre Millionengrenze einrechnet, entscheidet darüber, ob ein grosser Erfolg vollständig ankommt. Und die Limitensetzung folgt derselben Logik wie in der Deutschschweiz: Verlustlimiten sind Pflicht, eine Erhöhung wird auch hier erst nach 72 Stunden wirksam. Wer aus Genf oder Freiburg kommt, findet hier dieselbe Bedenkzeit wie drüben in der Deutschschweiz.

Das Urteil: die Nummer für die Westschweiz, sofern das System nicht auf einen grossen Einzelgewinn zielt — die Obergrenzen für Einsätze und Gewinne sind tiefer gesteckt als bei Sporttip, das Verkaufsstellennetz und der tiefere institutionelle Ballast dafür die praktischere Basis für alle, die ihre Wettscheine lieber am Schalter abgeben.

Duelbits: ohne Schweizer Bewilligung

Duelbits verfügt über keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz ist das Angebot von Sportwetten auf Swisslos und die Loterie Romande beschränkt; ausländische Lizenzen sind hier rechtsunwirksam. Duelbits ist nicht Teil des Schweizer Sperrregisters, und Schweizer Rechtsmittel greifen hier nicht. Die Domäne ist bei der Gespa gelistet und wird per DNS-Sperre blockiert. Wer dort wettet, akzeptiert diese Rahmenbedingungen.

Ein System ohne Schweizer Bewilligung ist ein System ohne Schutz: Ohne Schweizer Sperrregister und Rechtsweg fehlen dem Spielenden genau jene Absicherungen, die im bewilligten Markt gesetzlich verankert sind.

BillyBets: ohne Schweizer Bewilligung

BillyBets verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung; es besteht kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg. Die Domäne kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und blockiert werden.

Die Frage beim Systemspiel lautet hier: Ist das Kapital in einem solchen Konstrukt sicher, wenn die Verbindung bei der ersten DNS-Sperre abbricht? Das Risiko liegt allein beim Wettenden.

Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung

Bettilt verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Es gelten die gleichen Einschränkungen bezüglich Rechtsweg und Sperrregister wie bei den anderen unbewilligten Anbietern.

Anders als im bewilligten Schweizer Angebot gibt es hier keinen lokalen Durchsetzungsmechanismus für die Auszahlung von Gewinnen — man ist auf die Kulanz des Anbieters angewiesen, der sich ausserhalb der Schweizer Aufsicht bewegt.

HighFlyBet: ohne Schweizer Bewilligung

HighFlyBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Auch hier fehlt der Anschluss an das Sperrregister und der Schweizer Rechtsweg.

Fazit für den Systemspieler: Die fehlende Anbindung an das Sperrregister macht das System zum blinden Spiel, da Schutzmassnahmen, die für bewilligte Anbieter in der Schweiz gelten, hier komplett entfallen.

BetAlright: ohne Schweizer Bewilligung

BetAlright operiert ohne die erforderliche Schweizer Konzession. Da der Anbieter nicht an das landesweite Sperrregister angebunden ist, findet bei Problemen kein lokaler Spielerschutz statt. Die Erreichbarkeit wird regulatorisch überwacht und beschränkt.

Ein wichtiger Hinweis: Bei unbewilligten Anbietern fehlt im Konfliktfall die Schlichtungsinstanz. Die Kalkulation der Systemtragbarkeit bleibt daher eine reine Rechnung auf eigenes Risiko.

DirectionBet: ohne Schweizer Bewilligung

DirectionBet bietet seine Dienste ohne Schweizer Bewilligung an. Auch hier greifen die regulatorischen Massnahmen zum Schutz des bewilligten Marktes, einschliesslich der Sperrung des Zugangs durch die hiesigen Anbieter.

Wer auf das Schweizer Sperrregister angewiesen ist, um das eigene Spielverhalten zu steuern, sucht bei diesem Anbieter vergeblich nach dem entsprechenden Schutzmechanismus.

Betify: ohne Schweizer Bewilligung

Betify verfügt über keine Zulassung für den Schweizer Markt. Ausländische Lizenzen ersetzen hier nicht die notwendige Konzession nach dem Geldspielgesetz, weshalb die Nutzung mit den üblichen Sperrungen belegt ist.

Das Urteil für einen Systemspieler: Eine ausländische Bewilligung ist hier keine Zuständigkeitsgarantie: Streitigkeiten enden dort, wo die Bewilligung erteilt wurde — nicht in Bern.

Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Wie bei anderen unbewilligten Anbietern besteht kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg. Die Domäne kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und blockiert werden.

Das Urteil für einen Systemspieler: Wer auf der Sperrliste steht, merkt das nicht beim Konto, sondern beim nächsten Seitenaufruf. Diese Endgültigkeit ist der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Gruppen.

Was ein Rechner nicht kann

Die Versuchung, einen Systemrechner als Sicherheitsnetz zu lesen, hat einen einfachen Grund: Er liefert Zahlen, und Zahlen beruhigen. Nur sagt keine dieser Zahlen etwas darüber, ob eine Wette gewinnt. Der Quotenschlüssel eines Marktes beschreibt, welcher Anteil aller Einsätze auf diesen Markt zurückfliesst — nicht, welche Auswahl trifft. Ein Rechner, der eine Systemwette mit vier Linien und einem möglichen Ertrag von CHF 250 auswirft, hat damit nichts über die Wahrscheinlichkeit gesagt, dass diese CHF 250 je entstehen.

Diese Grenze hat eine praktische Konsequenz, die den Systemeinsatz betrifft. Weil jede Linie eines Systems eine eigene Wette mit eigener Marge ist, verdoppelt sich die Marge nicht, aber sie wird auf mehr gebundenes Kapital angewandt. Bei drei Zweierkombinationen aus drei Auswahlen trägt jede dieser Kombinationen den Quotenschlüssel des Marktes in voller Höhe — das System kauft dem Spielenden keine besseren Quoten, sondern nur mehr Ausgänge. Was es kostet, ist der Einsatz: drei Mal CHF 1 für einen möglichen Ertrag, der nur dann zustande kommt, wenn mindestens zwei Voraussagen treffen und dabei dasjenige Paar, das tatsächlich zusammenspielt.

Hinzu kommt die Grenze der Einschätzung. Ein Rechner rechnet mit Quoten, und Quoten bestehen aus zwei Teilen: der Einschätzung des Ereignisses und der Marge. Er kann einem nur nicht sagen, wie die Einschätzung zustande kam. Livewetten bei Sporttip werden übrigens unabhängig davon gewertet, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Ein Systemrechner, der eine Live-Wette als noch offen behandelt, während das Ereignis bereits entschieden ist, liegt in einem solchen Moment falsch.

Wer eine Systemwette dort platziert, wo er sie braucht — hier heisst das bei einem der beiden Veranstalter mit Schweizer Bewilligung —, bezahlt dafür einen Rahmen. Dieser Rahmen schützt das Spiel, er verbessert es nicht. Die Rechnung bleibt die Rechnung des Spielenden, und der einzige Parameter, den er wirklich kontrolliert, ist sein Einsatz.

Auch die Zahlungswege folgen einem Grundsatz, der das Spiel spart: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten-Angebot nicht, und Kredite an Spielende sind nicht erlaubt. Das ist unspektakulär und wird selten beworben. Es nimmt dem Systemspieler aber eine Reihe von Vorgehensweisen, die im Ausland gang und gäbe sind — und es nimmt ihm zugleich die Möglichkeit, Einsätze über Umwege wieder zugänglich zu machen, die er verloren hat.

Systemwette planen: die Reihenfolge, die den Einsatz beherrschbar hält

Die Rechnung, die den Gesamteinsatz erhöht, ist genau die Rechnung, die einem das Budget zerlegt. Wer ein System plant, tut deshalb gut daran, die Reihenfolge umzudrehen: erst das Budget, dann die Limiten, dann das System, dann die Quoten. Das klingt nach Vorschrift und ist in Wahrheit banale Arithmetik — bei drei Linien und CHF 5 pro Linie sind CHF 15 gebunden, bevor die erste Quote feststand.

Zuerst also das Budget. Die selbst gesetzten Verlustlimiten bei Swisslos für 1, 7 und 30 Tage sind der Ort, an dem diese Zahl festgehalten wird — mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Systemwette ist ein einzelner Wettschein und zählt als solcher gegen diese Limite. Wer bei jedem System die Linienzahl erhöht, merkt den Effekt nicht pro Wette, sondern am Monatsende.

Dann die Einsatzgrenzen des Veranstalters, denn sie schneiden das Vorhaben ab, wenn es zu gross wird. Bei Sporttip liegt die Decke für die Systemwette bei CHF 10’000, während eine einzelne Kombinationswette auf CHF 1’000 begrenzt ist. Wer sein System an der Obergrenze plant, arbeitet ohne Puffer: Eine nachträgliche Änderung der Limiten durch den Veranstalter ist ausdrücklich vorbehalten, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein System, das nur unterhalb von CHF 10’000 einer bestimmten Linienzahl funktioniert, ist kein System, sondern eine Wette auf das Kleingedruckte.

Erst danach kommt die Systemgrösse. Die Zahl der Linien ist die Stellschraube, die den Einsatz vervielfacht; die Zahl der ausgewählten Voraussagen bestimmt, wie viele Kombinationen entstehen. Wer von einem 2-aus-3 auf ein 3-aus-5 wechselt, wechselt von drei Linien auf zehn — und wenn der Einsatz pro Linie gleich bleibt, verdreissigt sich beinahe die gebundene Summe. Hier hilft nur eines: den Einsatz pro Linie zuerst festlegen und dann die Linienzahl prüfen, nicht umgekehrt.

Zuletzt die Quoten. Hier entscheidet sich, ob der Durchgang überhaupt etwas einbringen kann. Die Beispielrechnung aus dem Abschnitt über die Gesamtquote zeigt die Grössenordnung: Bei Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 und einem Einsatz von CHF 1 pro Linie pendelt die Rückzahlung bei zwei Treffern zwischen CHF 3 und CHF 5 brutto, bei einem Gesamteinsatz von CHF 3. Die Bandbreite hängt davon ab, welches Paar trifft — eine Zahl, die kein Rechner wegoptimieren kann, weil sie vom Ergebnis abhängt und nicht von der Planung.

Ein Wort zur Wahl zwischen den beiden Veranstaltern, das nicht in ihre Tabellen passt. In der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein ist Sporttip die einzige Adresse, in der Westschweiz Jouez Sport. Wer in der Grenzregion wohnt, kann sich nicht aussuchen, was ihm besser gefällt. Das macht die Frage, ob ein System zum eigenen Budget passt, nicht kleiner, sondern grösser: Es gibt keinen Ausweichanbieter, an den man wechseln könnte, wenn die Grenzen drücken.

Wer sich vor einer Systemwette Klarheit über die eigene Lage verschaffen will, findet sie in den Limiten des eigenen Kontos, nicht in einem Kalkulator. Die 72 Stunden Wartezeit bei einer Limiten-Erhöhung sind dafür die ehrlichste Zahl im ganzen System: Sie zwingt dazu, einen Entscheid zu überdenken, den man in einer Minute gefällt hat.

Häufige Fragen zu Systemwetten-Rechnern in der Schweiz

Wie viele Einzelwetten enthält eine Systemwette, und wie verteilt sich der Einsatz?

Die Zahl der Teilwetten folgt aus Auswahl und Kombinationsgrösse: 2-aus-3 enthält drei Zweierkombinationen, 3-aus-4 vier Dreierkombinationen. Der Einsatz pro Kombination wird mit dieser Zahl multipliziert. Bei CHF 1 pro Linie und drei Linien sind also CHF 3 gebunden — unabhängig davon, welche Quoten auf dem Wettschein stehen.

Wie berechnet sich der mögliche Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen wird mit der Gesamtquote gerechnet, also dem Produkt der Einzelquoten. Aus den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 entsteht die Gesamtquote 7.50. Bei CHF 1 Einsatz zahlt diese Kombination CHF 7.50 zurück, die Rundung auf 5 Rappen bereits eingerechnet.

Wie wird ein Gewinnbetrag gerundet, und was bedeutet das bei kleinen Einsätzen?

Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei kleinen Einsätzen von CHF 1 pro Linie fällt dieser Schritt pro Linie an. Über zehn Linien eines Systems sind es zehn kleine Abzüge, die zusammen zu Buche schlagen.

Was kann ein Wettrechner leisten, und was kann er nicht?

Er kann Linienzahl, Gesamteinsatz und die Rückzahlung jeder Kombination ausrechnen und so den Gesamteinsatz sichtbar machen, den ein System bindet. Er kann nicht sagen, ob eine Wette gewinnt, und er kann die Marge im Markt nicht entfernen. Er rechnet Struktur, nicht Wahrscheinlichkeit.

Welche Höchsteinsätze gelten für Einzel-, Kombinations- und Systemwetten?

Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt er CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten, während ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten darf.

Wie beeinflussen selbst gesetzte Verlust- oder Einsatzlimiten den Gesamteinsatz einer Systemwette?

Eine Systemwette ist ein einzelner Wettschein und zählt in voller Höhe gegen die gewählte Verlustlimite — bei Swisslos für 1, 7 und 30 Tage. Weil mehrere Teilwetten den Gesamteinsatz schnell erhöhen, verbraucht ein grosses System die Limite schneller als eine Serie kleiner Einzelwetten. Eine Erhöhung wirkt erst nach 72 Stunden.

Inhalt erstellt vom Team «seriosewetten»